Burnout-Syndrom- sind Sie gefährdet?

Wenn der Wecker klingelt, springe ich nicht mehr gerne aus dem Bett und beginne mit Freude meinen Tag sondern zögere den unvermeidlichen Tagesbeginn unter der Bettdecke weiter hinaus, so der Bericht einer Klientin. Meine Gedanken kreisen dann um all das, was heute ansteht und ich hab Angst davor, was mich heute wieder an Unangenehmem erwartet. Kennen Sie das auch? Der Chef,der nie zufrieden ist, die Kollegin, von der Sie sich ausgenutzt fühlen, der Ehepartner, der keine Rücksicht nimmt, der Anruf vom Lehrer des Sohnes, der sich wieder mal bei Ihnen beschwert. Es entsteht ein Gefühl der Überforderung, des Gehetzt seins sowie eine Unzufriedenheit, die sich zu Frustration ausweitet, weil der Betroffene stets versucht, den Anforderungen von außen gerecht zu werden, was ihm aber nicht wirklich gelingt.

Als „Burnout“ (engl.: „Ausgebrannt sein“) wird er Zustand der Erschöpfung bezeichnet, der aus diesem Dauerstress entsteht. Nicht nur in der modernen Arbeitswelt finden wir Burnout-Geschädigte sondern auch im Alltag. Jeder, der seine Leistungsgrenzen immer wieder überschreitet, sich gehetzt und überfordert fühlt, ist gefährdet. Burnout kann sehr viele Ursachen haben, es handelt sich um ein sehr komplexes Geschehen, in dessen Mittelpunkt bestimmte Einstellungen, Überzeugungen und Wertvorstellungen bestehen. Diese bewirken, dass der Betroffene mehr Energie nach außen gibt, als er zurück fließen lässt. Der Zugriff auf die eigene Kraftquelle ist gestört. Nicht selten geht dieses Erleben mit einer Art Sinnkrise einher, die gern mit der Midlife Crisis erklärt wird.
Wer selbst betroffen ist, merkt oft zu spät, was mit ihm los ist, denn der Verlauf ist schleichend und kann sich über viele Jahre hinziehen. Das Überschätzen der eigenen Kraft spielt dabei eine große Rolle und die Angst davor, sich eingestehen zu müssen, es ohne fremde Hilfe nicht schaffenzu können. Hier liegt der Dreh- und Angelpunkt des Burnout-Syndroms: Ein überhöhter Anspruch an sich selbst und die eigene Leistungsfähigkeit. Die Messlatte liegt auf dem oberen Level, der eigene Bewertungsmaßstab steht auf „nicht ausreichend“. Wer sich oder anderen beweisen will, dass er alles schafft, der verweigert sich selbst die Erlaubnis,damit aufhören zu dürfen bzw. um Unterstützung zu bitten. Dies wird mit dem Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit und Schwäche gleich gesetzt, was um jeden Preis verhindert werden soll. Anhand der folgenden Aufstellung können Sie selbst
entscheiden, ob Sie zu den gefährdeten Menschen gehören. Bitte bedenken Sie dabei, dass das Leugnen der Symptome zum Verlauf dazu gehört. Hier ist es hilfreich, mal einen engen Freund oder Kollegen zu fragen, wie Sie nach außen hin wirken.

Typischer Verlauf – Stufen der Entwicklung des Burnout-Syndroms vom „brennend interessiert sein“ bis zum „Ausgebrannt sein“:

Engagement:
Sich für etwas begeistern, sich oder anderen etwas beweisen, verstärkten Einsatz zeigen, hohe Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben, Unentbehrlichkeit, hohe Erwartungen an sich selbst, Überschreiten der eigenen Grenzen zugunsten der guten Sache.

Tunnelblick:
Abwendung und Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse, Konsum von Aufputschmitteln,Zigaretten, Kaffee, Verdrängen von Konflikten, Auftreten von Fehlleistungen, wie z.B. das Vergessen von Terminen oder Vereinbarungen, funktionieren wie ein Automat.

Leugnung:
Die Probleme der Überlastung und Überarbeitung werden wahrgenommen, aber verleugnet;Bemühungen um Erfolg werden verstärkt, eigene
Bedürfnisse werden weiter aufgeschoben; Verzicht auf entspannende Tätigkeiten, intolerantes Denken.

Desillusionierung:
Gefühl mangelnder Anerkennung, Umdeutung und Leugnung der Probleme, Grübeleien, Suche der Ursachen im Außen, Frustration, das
Stellen der Sinnfrage.

Rückzug und Resignation:
Orientierungslosigkeit, das Gefühl nutzlos zu sein, „am Ende“ zu sein, nicht mehr weiter zu können, keinen Sinn mehr im eigenen Handeln zu sehen, Mutlosigkeit.

Innere Leere und Depression:
Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, ein Gefühl der Leere und des Hohlseins, Angstzustände, Panikattacken, Gedanken der Wertlosigkeit, sich überflüssig fühlen, Gefühl versagt zu haben.

Zusammenbruch:
totale Erschöpfung, nicht mehr denken können, der Körper versagt, körperliche Symptome der Erschöpfung, wie z.B. die Unfähigkeit aufstehen zu können.

Folgende Merkmale sind mögliche Alarmzeichen:

  • innere Anspannung, ständiger Druck, ein Gefühl des Gehetzt seins;
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Nervosität; Zittern, Schwitzen;
  • Aggression und Gereiztheit, Dünnhäutigkeit, Grübeln;
  • Ängste, z.B. vor Versagen, davor, etwas falsch zu machen, ausgegrenzt zu werden u.a.m.
  • ständige Müdigkeit, Schlafstörungen mit Abgeschlagenheit, innere Unruhe, Kopfschmerzen und Migräne;
  • Depressive Symptome, wie Lustlosigkeit, Verlust an Interesse und Freude, Aufgeben sozialer Kontakte;
  • Selbstzweifel, Gefühl mangelnder Anerkennung, nicht gut genug zu sein usw.

Hinweis: einige dieser Symptome können auch medizinisch relevant sein, bitte fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt!

Wege aus dem Burnout

Erste und wichtigste Maßnahme ist: Gestehen Sie sich ein, dass Sie gefährdet bzw. betroffen sind! Das ist keine Schande und hat auch nichts mit Versagen zu tun, sondern erlaubt Ihnen, für sich selbst einen anderen Weg einzuschlagen, der mehr Erfüllung und Freude in Ihr Leben bringt. Das können nur Sie allein, denn für Ihr Glück sind Sie selbst verantwortlich. Steigen Sie freiwillig und selbstbestimmt aus dem Hamsterrad aus und suchen Sie sich geeignete Hilfe.

Brandneu sind die I-AM Hypno-Trancen. Die I-AM Methode (Instrument Assisted Meditation) ist eine einzigartige Kombination aus Neurofeedback, neuronaler Stimulans und fundierten psychologischen Techniken. Sie ermöglicht einen systematischen Prozess zur Selbsterkenntnis und Bewusstseinsentwicklung, in dessen Verlauf individuell gesteckte Ziele, wie z.B. das Auflösen von Glaubenssätzen des Burnout, angestrebt werden können. Mehr Informationen zur I-AM Methode finden Sie hier auf dieser Seite.

 

Ihre Kathrin Schmitz

 

Über Kathrin Schmitz:
Kathrin Schmitz wurde 1960 in Leipzig geboren und lebt seit 1982 im Rhein-Erft-Kreis.
Als Diplom-Psychologin und Coach betreibt sie eine psychotherapeutische Privatpraxis in Bergheim.

www.praxis-bergheim.de


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