Archetypen, Zeichen und Symbole

Dies ist eine Sammlung von häufig in den Trancen vorkommender Symbolbilder. Die Erklärungen können nur einen ungefähren Einblick in die Bedeutung geben, da jeder Mensch diese universellen Symbole auf seine eigene Weise und für seine eigenen Zwecke benutzt. Die tatsächliche Bedeutung in Trance, Vision oder Traum wird erst im Zusammenhang des jeweiligen Kontextes ersichtlich.

 

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A, Alpha

Das A ist der erste Buchstabe des Alphabets. Im griechischen Alphabet ist es das Alpha und im hebräischen das Aleph. Alpha und Aleph waren aber zu früherer Zeit das Zeichen für die erste Zahl, die Eins. Denn die Zahlen wurden noch in Buchstaben geschrieben. Die Eins ist die Zahl, aus der alle anderen hervorgehen. Sie bedeutet in der Zahlensymbolik den geheimen Namen Gottes, den Beginn der Schöpfung. Als Traumsymbol kann die Eins oder die Buchstaben A, Aleph und Alpha auf die Einmaligkeit des Göttlichen hindeuten. Die Buchstaben oder die Zahl Eins können aber auch lediglich das Ich versinnbildlichen. Die Anfangsbuchstaben wie die erste Zahl entsprechen in der Farbensymbolik der Farbe Weiß. (Siehe Farben, Zahlen)

Abend

Der Abend im Traum, als Landschaftsbild der beginnenden Nacht oder als gefühlsmäßige Stimmungslage, erscheint oft in der Traumeinleitung. Es ist ein Hinweis für den Träumer, dass er sich im Traum dem Bereich des Unbewussten nähern wird. Bei Personen in der zweiten Lebenshälfte kann der Abend im Traum auch auf den Lebensabend hindeuten.

(Siehe Nacht)

Abgrund

Das Bild eines Abgrundes im Traum ist ein Gefahrensignal. Es kommt jedoch stets auf den Zusammenhang an. Führt der Weg den Träumer an einen Abgrund und nicht weiter, ist Umkehr angezeigt. Andererseits kann

Acht

ein schmaler, steiniger, beschwerlicher Weg in einen Abgrund ein Hinweis für den Träumer sein, die Beschwerlichkeit und Tiefe einer Situation, in der er sich befindet, zu erkennen und anzunehmen. Findet der Träumer im Traum eine Brücke, die ihn auf die andere Seite des Abgrundes führt, so ist das ein positives Zeichen. Der Abgrund symbolisiert in diesem Falle Lebensschwierigkeiten, die aber überbrückt werden können. (Siehe Brücke)

Abort

(Siehe Toilette)

Abstürzen

Das Abstürzen im Traum, ob einer Person oder einer Sache, bedeutet die Information über einen Verlust. Aus der weiteren Traumhandlung ist zu ersehen, ob es sich bei diesem Bild um eine Fehleinstellung des Träumers zu einem bestimmten Menschen oder einer problematischen Situation handelt, aus der er gewissermaßen herausfällt. Dies kann auf eine gewisse Überheblichkeit des Träumers hindeuten, aber auch allgemein einen zu großen Optimismus anzeigen. Der Absturz aus einem Flugzeug im Traum würde bedeuten, dass sich der Träumer allzu sehr von der Lebenswirklichkeit entfernt hat und nun sozusagen auf den harten Boden der Tatsachen fallen wird. Stürzen andere Personen oder Dinge im Traum ab, so ergibt der Zusammenhang, von welcher Seite der Verlust droht. (Siehe Fliegen)

Acht

Die Bedeutung der Zahl Acht im Traum geht aus der Zahlensymbolik hervor. Nach der Lehre der analytischen Psychologie von C. G.JUNG sind Zahlen nicht bewusst erfunden worden. Sie sind nach JUNG spontane Erzeugnisse des Unbewussten und als solche archetypische Symbole. Die modernen Naturwissenschaften kleiden die Erscheinungen des Lebendigen, ob im Bereich des Allerkleinsten oder im Bereich des Kosmos, in mathematische Formeln. Das heißt, sie setzen materielle Vorgänge in Beziehungen zu Zahlen. Die Erforschung von Tausenden von Träume" zeigt, dass zwischen psychischen Funktionen und bestimmten Zahlenverhältnissen vergleichbare Beziehungen* bestehen. Die Acht oder ein achteckiger Körper, wie beispielsweise der Würfel, ein achtseitiger Raum, ein achtstrahliger Stern, acht Stufen u.a.m., deuten auf eine Ganzheit hin. In der Musik umfasst die Skala der Töne eine Oktave. In der Kernchemie sind es acht Elektronen, die maximal eine Elektronenhülle füllen. Der Kompass zeigt außer den vier Grundrichtungen noch vier weitere an, also insgesamt acht Himmelsrichtungen. Die indische Weisheitslehre spricht vom achtfachen weg Buddhas. Für den indischen Yogi ist das Oktogon, ein achtstrahliger Stern, das Symbol für die schwer erreichbare, doch größte Kostbarkeit. So gesehen können die Acht, achteckige Flächen oder achtseitige Räume eine äußerst positive Bedeutung haben. Das Traumbewusstsein deutet auf eine Vollständigkeit hin.

Andererseits kann die Acht als ein Ganzheits- und Vollständigkeitssymbol auch darüber informieren, dass in einer bestimmten Situation keine weitere Möglichkeit mehr gegeben ist. Dann hätte die Acht u. U. die Bedeutung eines Achtungssignals. Das ist jedoch äußerst selten. Als Farbe entspricht der Acht das Gold. (Siehe Zahlen)

Acker

Das Bild eines Ackers im Traum ist doppeldeutig. Der Acker kann ein Hinweis für den Träumer sein, dass eine fruchtbare Lebensphase beginnt. Ebenso kann der Acker ein Hinweis dafür sein, dass ein bestimmtes Problem noch zu bearbeiten ist. (Siehe Garten, Wiese)

Adam

Nach der Bibel ist Adam der erste Mensch. Die Vorstellung eines Urmenschen findet sich in fast allen Religionen und Weltentstehungserzählungen. Es wechseln lediglich nach Ländern und Völkern die Namen des ersten Menschen. Wenn dem Träumer das Bild des Adam erscheint oder er sich als Adam fühlt, so ist eine Reihe von Bedeutungen möglich. In jedem Fall informiert das Traumbewusstsein mit diesem Symbol über eine Anfangssituation. Es kann sein, dass der weitere Trauminhalt den Träumer schlicht an die Paradiessituation und den Sündenfall erinnern will. In der Regel bedeutet die Symbolgestalt des Adam im Traum weitaus mehr. Was so versinnbildlicht wird, ist die Tatsache, dass mit dem Menschen eine neue Organisation des Lebendigen in der Welt stattgefunden hat. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Seelisches mit der Möglichkeit des Bewusstseins und Körperliches in sich vereint. So gesehen ist der Mensch keineswegs der Nachkomme einer ¼schmalnasigen Äffin«, wie DARWIN annahm. Er gilt So zwar als die Krone, aber auch als das Ende der Schöpfung. Als ein bewusstseinsfähiges Wesen stellt der Mensch jedoch einen Neubeginn der Schöpfung dar. Mit dem Bild des Adam im Traum ist der Mensch 'in seiner Ganzheit als leibliches und seelisches Wesen gemeint. Kurzum, es handelt sich um ein Symbol des Menschlichen in allen seinen Aspekten. Wenn wir dabei an die Paradiessituation mit Eva denken, so gehören zur Gesamtpersönlichkeit des Menschen, die auch das seelisch Unbewusste umfasst, sowohl männliche wie weibliche psychische Aspekte. Eine völlig andere Bedeutung kommt Adam als Traumsymbol zu, wenn sich der Träumer lediglich nackt wie Adam in einer paradiesischen Landschaft sieht. (Siehe Nacktheit, Eva)

Adler

Der Adler ist der König der Lüfte und ein Herrschaftssymbol. Als Traumsymbol verkörpert der Adler ein ¼archaisches Gottesbild«, so C. G.JUNG in ¼Von den Wurzeln des Bewusstseins«. Er steht auch für hohe, weitbeschwingte Gedanken wie für eine verzehrende Leidenschaft des Geistes. In erster Linie deutet der Adler im Traum auf eine positive geistige Situation. FREUD sah im Adler ein übermächtiges Sexualsymbol. Das kann der Fall sein. Doch nicht, wie FREUD glaubte, weil der Adler ein großer Vogel ist und weil in der Vulgärsprache der Vogel die Nebenbedeutung von Penis hat (vgl. FREUD. Eine Sexualbedeutung des Adlers ergibt sich aus dem älteren griechischen Mythos. Dort symbolisiert der Adler die Zeugungsfunktion des Zeus. Der Sternengöttin Asteria nahte sich Zeus als Adler. Auch mit Europa vereinigte sich Zeus ursprünglich in der Gestalt des Adlers und nicht des Stieres. Bei einer Götterhochzeit handelt es sich aber nicht um eine vulgäre sexuelle Vereinigung, sondern um einen geistigen Vereinigungsprozess. Das Bild der Vereinigung von Adler und Sternengöttin symbolisiert im Traum die Vereinigung der Gegensätze; Psyche und Universum in seiner materieller, Erscheinung. So gesehen ist der Adler ein Symbol der Bewusstheit. Was bewusst werden soll, ergibt sich aus der weiteren Trauminformation. Das Bild eines flugbehinderten Adlers beispielsweise deutet auf die Einengung der geistigen Freiheit oder auch auf eine Vernachlässigung geistiger Interessen. Zeigt die weitere Traumhandlung eine echte Sexualbedeutung, so kann der Adler auch ein Hinweis dafür sein, dass eine allzu starke sexuelle Bindung des Träumers seinen geistigen Interessen im Wege steht. Wenn eine Frau, deren sexuelles Leben nicht erfüllt ist, davon träumt, dass sich ein Adler ihrer bemächtigen will, dann kann dahinter das Muster des Frauenraubes vermutet werden. Besonders wenn eine infantile Einstellung zum männlichen Geschlecht und damit auch zur Sexualität vorliegt, häufen sich Träume dieser Art. Von einem Adler ergriffen und auf sein Nest auf hohem Bergesgipfel getragen zu werden hat eine ungünstige Bedeutung. Denn in der Lebenswirklichkeit wäre das eine tödliche Gefahr. Es ist auch im Traum ein Gefahrensignal. ( Vogel)

Affe

Von einem Affen wird häufig geträumt. Nach der Abstammungstheorie von Charles DARWIN gilt der Affe wörtlich: eine schmalnasige Äffin als Vorfahr des Menschen. Moderne Verhaltensforscher sprechen vom ¼nackten Affen«, um menschliche Primitivreaktionen zu erklären. Auf mittelalterlichen Bildern ist es der Teufel, der in der Gestalt eines Affen oder mit einem Affengesicht gezeigt wird. In seiner Menschenähnlichkeit symbolisiert der Affe im Traum die tierische Seite im Menschen. Da nach der religiösen Vorstellung des Mittelalters das Animalische des Menschen als sündhaft galt, wurde der Affe mit dem Teufel gleichgesetzt. Anders dagegen zur Zeit der Antike. In der altägyptischen Religion wurden dem Affen göttliche Ehren erwiesen. Er gehörte zum Todesgott Thoth. Für die alten Ägypter galt diese Symbolfigur als Mahnung, dass der Mensch in seiner Körperlichkeit sterblich ist, obwohl er sich durch seine Geistigkeit vom Tier unterscheidet.

Entscheidend für die Deutung ist es, was der Affe im Traum tut. Der Affe kann sexuelle Handlungen vornehmen. Er kann den Träumer nachahmen. Eine äffische Haltung bei Liebesbeziehungen oder ein zu starker Nachahmungsdrang des Träumers sind dann die Bedeutungen. Äußerst positiv ist es, wenn eine Wandlung geschieht und der Affe im Traum ein menschliches Gesicht erhält, Das würde bedeuten, dass sich der Träumer seines ¼äffischen« Verhaltens bewusst wird. Kommt dem Affen im Traum eine sexualsymbolische Bedeutung zu, so ist seine Vermenschlichung ein Signal, dass eine erotische Beziehung der seelischen Anreicherung bedarf. (Siehe Tier)

Afrikaner

( Neger)

Alkohol

Der Alkohol ist eine Droge, die Hemmungen beseitigt, da sie das Bewusstsein absenkt. Alkohol bewirkt einen Rauschzustand, der eine Steigerung der Gefühle, aber auch der Affekte mit sich bringt. Das Trinken von Wein oder anderen Alkoholika im Traum hat mehrfache Bedeutung. Es kann eine Information sein, dass der Träumer seine Probleme zu sehr vorn Verstand her betrachtet. Gemeinsames Trinken im Traum deutet auf die Notwendigkeit, eine Gefühlsbeziehung zum Mittrinker herzustellen. Ausgesprochene Trunkenheit ist ein Traumsignal für den Träumer, das Leben oder bestimmte Probleme nüchtern zu sehen.

Alte Frau, Alte Weise, Ahnfrau

Bei allen Personen, die im Traum erscheinen, ist zu prüfen, ob sie dem Träumer bekannt sind oder nicht. Ältere Frauen, die die Züge der eigenen Mutter oder Großmutter tragen, verweisen in der Regel auf charakteristische Eigenschaften dieser Frauen oder auch auf Kindheitserlebnisse, die in einer Beziehung zu der weiteren Traumhandlung stehen. Das gilt für weibliche Erziehungspersonen (ältere Schwester, Tante, Lehrerin), die während der Kindheit des Träumers eine besondere Rolle spielten. Eine unbekannte alte Frau im Traum symbolisiert nach C. G.JUNG den Archetyp der Großen Mutter. ( Siehe Mutter)

Alter Mann, Alter Weiser, Ahnherr

Der unbekannte alte Mann im Traum, ein gütiger Greis, verkörpert nach JUNG den Archetyp des Alten Weisen. Diese Figur ist ein zeitloses Ordnungssymbol. Die Informationsbedeutung dieses Archetyps ist für den Träumer stets positiv und enthält in der Regel hilfreiche, äußerst wichtige Hinweise. Gewiss wird zu unserer Zeit mit ihrem Jugendlichkeitswahn das Alter für etwas Tragisches, wenn nicht gar als eine unvermeidliche Krankheit angesehen. Doch dies ist eine Zeiterscheinung und hängt mit dem Verlust der Religiosität zusammen. Zu allen Zeiten und bei allen Völkern wurde das Alter mit Lebenserfahrung und Lebensweisheit gleichgesetzt. Diese Bedeutung hat auch das Bild des alten Mannes im Traum. Natürlich kann ein alter Mann in der Gesamthandlung des Traumes auch eine negative Rolle verkörpern, beispielsweise die der Altersstarrheit und Unverträglichkeit. Doch dann wird diese Traumperson meist die Züge einer dem Träumer bekannten Person tragen. Der Träumer muss dann die Verhaltensweisen dieser Person im Traum als Mahnung an sich selbst verstehen, das eigene Verhalten seinen Mitmenschen gegenüber zu überprüfen. (Siehe Mann)

Ameisen

Ameisen, auch Käfer oder andere Insekten, wenn sie in Massen erscheinen, sind ein Gefahrensignal. Ameisen besitzen kein Gehirn, sondern lediglich ein kleines Nervennetz für die Informationsübertragung. Sie sind gewissermaßen kleine Roboter, die nur im Staatsverband leben können und von ihrer Königin die die Zentralseele verkörpert programmiert und gesteuert werden. Die Ameisen, wie auch andere ähnlich organisierte Insekten, besitzen weder eine irgendwie erkenntliche eigene Persönlichkeit noch die geringste Spur von eigenem Bewusstsein. Ameisenträume können günstigstenfalls Störungen im sogenannten vegetativen Nervensystem signalisieren. Nach psychotherapeutischer Erfahrung tauchen Ameisen oder Käfer in Massen im Traum jedoch meist vor dem Ausbruch von Psychosen auf. Mit derartigen Traumbildern zeigt das Traumbewusstsein Rotlicht an. Denken Sie in einem solchen Fall an die Grundregel für die Deutung: Keine Interpretation, sondern auf Rücksprache mit dem Hausarzt oder einem Psychotherapeuten hinweisen! (Siehe Insekten)

Amor

(Siehe Eros,Kind)

Amputation

Die Amputation eines Körperteils im Traum ist ein Warnsignal. Mit dem Bild eines amputierten Gliedes informiert das Traumbewusstsein über den Verlust von Eigenschaften oder Verhaltensmöglichkeiten, die sich aus der Amputation ergeben.

Äon

(Siehe Zeit)

Apfel

Symbolbedeutung des betreffenden Körperteils ergeben. Der Verlust eines oder beider Beine ist als Hinweis für eine Fortschrittsbehinderung oder den Verlust des bisherigen geistigen oder seelischen Standorts zu deuten. Die Amputation einer Hand symbolisiert den Verlust der Handlungsfreiheit. Die Abtrennung des Daumens würde auf eine Einbuße technischer Fähigkeiten oder gar der Kreativität schließen lassen, die Amputation der Finger den Verlust der Gefühlsfähigkeit anzeigen. Zu berücksichtigen ist bei der Deutung, durch welche Umstände oder durch welche Traumpersonen die Amputation erfolgt. Es kommt sogar vor, dass der Träumer im Traum geköpft ~ wird. Das kann wörtlich die harmlose Bedeutung haben, dass er in einer bestimmten Situation ¼den Kopf verloren« hat, wie es im Volksmund heißt. Es kann ebenso eine ernste Warnung sein. Eine zutreffende Deutung derartiger Traumbilder ist nur im Gesamtzusammenhang möglich. (Siehe Arzt,Daumen, Hand)

Nach der Bibel ist der Apfel die Verbotene Frucht, die Eva vom Baum der Erkenntnis pflückte. So steht es in der deutschen Übersetzung des Alten Testaments. Im Urtext der Bibel wird jedoch vom Apfel nicht gesprochen. Es heißt da lediglich ¼die Frucht«. Für die Mittelmeervölker ist die verbotene Frucht auch der Granatapfel, die Feige oder die Quitte. Alle diese Früchte einschließlich des Apfels sind uralte Fruchtbarkeitssymbole. Diese Bedeutung hat der Apfel bei unserer Landbevölkerung auch heute noch. Die negative Bedeutung als ein Symbol des Sündenfalls der Ureltern Adam und Eva erhielt der Apfel erst in der christlichen Mythologie. Doch zeigen mittelalterliche Bilddarstellungen Christus, wie er von seiner Mutter Maria einen Apfel annimmt. So gesehen hat der Apfel die positive Bedeutung eines Erlösungssymbols, Für die Psychoanalyse gilt der Apfel wegen seiner Ähnlichkeit mit der Form der weiblichen Brust als ein typisches Sexualsymbol. Das kann so sein wenn der Apfel in den Träumen jüngerer Personen in einem erotischen Zusammenhang erscheint. Für die Deutung ist dann zu beachten, ob es sich um reife oder unreife Äpfel handelt und ähnliches mehr. In den Träumen reifer Menschen hat der Apfel jedoch die Symbolbedeutung für geistige Fruchtbarkeit. (Siehe Feige)

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Apostel

( Siehe Heilige)

Arm

Der Arm ist die Basis der Hand. Symbolisch gesehen heißt das, er ist die Grundlage des Handelns. Entsprechend ist zu deuten. (Siehe Amputation, Arzt, Krankenhaus)

Arzt

Der Arzt im Traum ist stets eine wichtige und sorgfältig zu beachtende Symbolfigur. Erscheint ein Arzt im Traum, signalisiert das Traumbewusstsein, dass sich seelische Störungen vorbereiten oder dass eine Konfliktsituation bereits vorliegt, in der der Träumer der Hilfe bedarf So kann der Arzt ein erstes Warnsignal sein. Oft verschreibt er eine Medizin oder nimmt gar eine Operation vor. Wie immer ergibt sich die Bedeutung im einzelnen dann aus der Gesamthandlung des Traums. Manchmal erscheint die Diagnose des Traumarztes unsinnig, und seine Behandlungsmethoden wirken auf den Träumer, als seien es magische Rituale. Doch verbergen sich dahinter archetypische Verhaltensmuster, die sich durch Überlegungen zur kulturgeschichtlichen Bedeutung der entsprechenden Symbole entschlüsseln lassen. Erfahrungsgemäß signalisiert die Figur des Arztes im Traum seelische Konflikte wie das Auftreten von körperlichen Erkrankungen oft prospektiv. Das heißt, dass in der Wirklichkeit die ersten Krankheitssymptome erst zu einer sehr viel späteren Zeit feststellbar sind. (Siehe Krankenhaus,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Operation)

Atombombe

Eine Bombe oder gar eine Atombombe im Traum bedeutet Rotlicht. Es ist das Signal für eine psychische und geistige Spaltung, für eine neurotische Dissoziation, im ernsten Fall für den Ausbruch einer Schizophrenie. Da die Atombombe in der Realität eine kollektive Gefahr für die gesamte Menschheit bedeutet, muss ihr Bild im Traum auch als symbolischer Hinweis für eine Gefährdung der mitmenschlichen Umgebung des Träumers verstanden werden. Maßgeblich ist der Traum in seiner Gesamtheit. Besonders sorgfältig ist das Schlussbild des Traumes in allen seinen Aspekten zu untersuchen. Eine Entschärfung der Bombe, beispielsweise durch den Träumer oder durch eine hilfreiche Symbolfigur, könnte u. U. eine weniger ungünstige Deutung zulassen. Trotzdem ist ein solcher Traum ein Gefahrensignal höchster Stufe. Psychotherapeutische oder zumindest hausärztliche Beratung ist dringend angezeigt. (Siehe Arzt, Bombe, Explosion, Operation)

Aufzug

(Siehe Lift)

Auge

Das Sehen gilt allgemein als der wichtigste Wahrnehmungssinn de, Menschen. Der Volksmund bezeichnet die Augen als Spiegel der Seele. In der altägyptischen Religion galten Sonne und Mond als die Augen der Himmelsgottheiten. ¼Wär' nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt' es nie erblicken!« heißt es bei GOETHE. Der Dichter wollte damit zum Ausdruck bringen, dass das Auge und die Sonne zusammengehören. Die Sonne ist ein Symbol der Bewusstheit. Und das Auge hat im Traum die Symbolbedeutung eines Bewusstseinsorgans. Eine Behinderung der Sehfähigkeit beispielsweise informiert darüber, dass ein bestimmtes Problem, oder auch die Lebensgestaltung insgesamt, vom Träumer nicht richtig gesehen wird.

S. FREUD deutet das Auge als weibliches Sexualorgan, vermutlich seiner Form halber. Dass eine Gefühlslage, auch die Verliebtheit, häufig am Blick der Augen abzulesen ist, bedarf keiner sonderlichen Erwähnung. Ebenso selbstverständlich ist es, dass der Anblick des Partners in der Liebe Freude bereitet. Nur beschränkt sich der Sinn des Auges nicht auf Augensprache und Anblick als Mittel der Sexualität. (Siehe Sonne)

Auster

Die Auster ist als Muschel ein Fruchtbarkeitssymbol. In China heißt sie Perlenbauch, weil sie schwanger von der Perle dem eine Frucht tragenden Schoß einer Frau gleicht. Bei primitiven Volksstämmen tragen die Frauen zur Hochzeit Gürtel, die mit Austernschalen verziert sind. Wegen ihres Phosphor und Nukleingehalts ist die Auster seit dem Altertum als potenzfördemde Speise geschätzt. So hat sie auch die Bedeutung eines Sexualsymbols. Ihre Symbolbedeutung im Traum ist jedoch allgemein die eines Fruchtbarkeitssymbols. Sie kommt in allen Meeren unserer Welt vor und stützt als archetypisches Symbol die Theorie, wonach der Ursprung des Lebens aus dem Wasser stammt. (Siehe Muschel)

Auto

war bis vor hundert Jahren das Pferd das wesentliche Fortbewegungsmittel des Menschen, so ist es zu unserer Zeit das Auto. Seine Symbolbedeutung im Traum ist die eines individuellen Transportmittels, denn im Gegensatz zur Eisenbahn und Straßenbahn ist es nicht an Schienen gebunden. Die Schienen haben die Bedeutung eines von der Gesellschaft vorgeschriebenen Weges. Das Auto symbolisiert auch die motorische Energie, die Lebenskraft seines Besitzers.

Nicht umsonst hat es inzwischen die Stellung eines Statussymbols erhalten, die früher das Pferd einnahm. Die Größe des Wagens und seine äußere Erscheinung im Traum lassen darauf schließen, wie der Träumer von seiner Umwelt gesehen werden will. Entscheidender aber ist, wie der Träumer mit seinem Auto umgeht und was während der Fahrt geschieht. Denn mit der Autofahrt versinnbildlicht das Traumbewusstsein ein Stück der Lebensreise.

Rasante Sportwagen im Traum haben eine sexuelle Symbolbedeutung. Die Freiheit der Bewegung sowie der Rausch der Geschwindigkeit erinnern an Sexualität, speziell an freie liebe. Bekanntlich nutzen die Reklamefachleute diese Symbolbedeutung für die Werbung. Sie appellieren an das Unbewusste des Käufers und versuchen ihm das Auto als ein Potenzsymbol darzustellen. Das Traumbewusstsein informiert mit dem Bild des Autos oder des Autofahrens aber mehr über die allgemeine Lebensvitalität und nur in Ausnahmefällen über die sexuelle Potenz.

Träume vom Autofahren oder vom Auto selbst sind Symbole für den Rausch der Freiheit, für Unabhängigkeit, Energie, Antriebe und Potenz. Traumszenarios mit Autos verarbeiten häufig die Art, wie der Träumende auf der psychischen oder emotionalen Ebene mit sich selbst umgeht. Ein Auto steht häufig für den persönlichen Raum, für die Erweiterung des Seins des Träumenden. Fährt man in einem Traum Auto, so ruft dies den persönlichen Antrieb ins Bewusstsein. Das Auto wird in der Traumpsychologie mit motorischer Energie gleichgestellt. Autos, vor allem schnelle Sportwagen, die in Träumen von Männern auftauchen, symbolisieren daher ihre augenblickliche Beziehung zum Sex. Das rasante Fahren steht in diesem Fall für Bewegungsfreiheit und Geschwindigkeitsrausch und damit für die Sexualität, speziell für die freie Liebe. Automobil steht oft für das eigene Ich, das es zu beherrschen gilt. Wenn der Träumer das Auto selbst fährt, kennzeichnet es oft seine Person - hier wird es als fahrbares Haus geschildert - oder was er im Alltagsleben darstellen möchte. Viele Angstträume - man überfährt jemanden, die Bremsen funktionieren nicht - hängen mit dem Automobil zusammen,- sie beweisen, daß wir unseren Lebensstil ändern sollten, um keine Verluste zu erleiden. Das Auto ist im Traum wie auch in der Wirklichkeit ein individuelles Transportmittel. Da das Auto in der Realität oft als Statussymbol angesehen wird, kennzeichnet es im Traum je nach Größe und Marke auch wie der Träumende gerne von seiner Umwelt gesehen werden möchte. Wichtiger jedoch ist es, wie der Träumende im Traum mit dem Fahrzeug umgeht oder was bei der Fahrt geschieht. Eine Autofahrt versinnbildlicht ein Stück der Lebensreise. Je nach den Begleitumständen ergeben sich oft die folgenden speziellen Bedeutungen:

Ein gepflegtes, schnelles und fahrsicheres Auto versinnbildlicht aktives, selbstbewusstes und erfolgreiches persönliches und berufliches Leben oder die Sehnsucht danach. Wer damit gut vorankommt, bei dem wird es auch im bewussten Leben gut vorwärtsgehen. Eine offene Straße entlang zu fahren, kann ein Gefühl der Freiheit und einer lebenslangen Reise zur Befreiung kennzeichnen. Ein zu schnelles Auto warnt vor Übermut, Leichtsinn und Oberflächlichkeit. Vor allem das Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung kann bedeuten, dass die Fähigkeit auf Details mehr zu achten einem hilft, im Leben Erfolg zu haben. Selbst ein Auto lenken zeigt an, dass man eine Angelegenheit fest im Griff hat und sie zu einem erfolgreichen Abschluss bringen wird,- zum Teil wird man dadurch aber auch aufgefordert, mehr Aktivitäten zu entwickeln, um das Leben zu verändern und neue Ziele anzustreben. Das Lenken eines Fahrzeuges kann mehr mit der Richtung und dem Ziel in Verbindung gebracht werden. Ein ungepflegtes, fahrbehindertes oder fahruntüchtiges Auto deutet behindertes Vorwärtskommen, Misserfolge und Rückschläge, aber auch Unsicherheit, Hemmungen und Minderwertigkeitsgefühle an. Es deutet auf Unabhängigkeit hin, wenn man allein in einem Auto ist. Sitzt man in einem besonders schicken fremden Auto, möchte man möglicherweise mehr scheinen, als man in Wirklichkeit ist. Das Dahin rasen in einem schnellen Auto bedeutet die Sehnsucht nach einem sexuellen Rauscherlebnis. Waren Sie im Fahrersitz? Dann bedeutet es Selbstsicherheit. Wenn dabei ein Unfall passierte, wohin wollten Sie fahren oder auf welcher Straße befanden Sie sich zur Zeit des Unfalls? Sieg in einem Autorennen bedeutet, dass man bei der Verwirklichung von Zielen alle Konkurrenten und Hindernisse aus dem Weg räumen wird. Auf mangelnde Verantwortung verweisen Träume, in denen der Träumende in seinem Auto sitzt, das (von ihm selbst oder von einer anderen Person) unvorsichtig gefahren wird. Bedient der Träumer das Auto falsch, macht er auch im Wachzustand manches nicht richtig. Wird das Auto des Träumenden hingegen von einem anderen überholt, dann bedeutet dies, das er sich vernachlässigt fühlt. Träumt man, dass man sein Fahrzeug wendet, so ist dies ein Hinweis darauf, dass man rückfällig wird oder eine Entscheidung rückgängig machen muss. Ein Mitfahrer auf dem Rücksitz, der darauf besteht, dass man als Fahrer einen bestimmten Weg nimmt, kann die Existenz einer solchen Kraft oder Person im Leben bedeuten die versucht, einem in eine Richtung zu stoßen, die man selbst nicht gehen will. Hörte man auf den Besserwisser, überlege man, ob jemand oder etwas einen im Wachleben manipuliert. Beifahrer in einem Auto sein verkündet meist, dass man Hilfe von außen in einer Angelegenheit erwarten darf, die bereits im Gange ist,- vielleicht wird man dadurch aber auch auf eine übermäßige Beeinflussung und Fremdbestimmung durch andere hingewiesen, die man abbauen sollte. Manchmal will der Träumende auch nur die Verantwortung für sein Leben auf einen anderen Menschen übertragen. Kauft man ein Auto, weist das oft darauf hin, dass man im Begriff steht, das Leben zu verändern, und verheißt zugleich einen günstigen Ausgang der in Angriff genommenen Pläne. Selbst ein Verkehrsunfall zu verursachen verweist auf Versagensängste im Leben. Sie sind Symbole für Konflikte und Verwirrung im Leben. Man überlege, was am Unfallort geschah. Wer war in den Unfall verwickelt ? Konnte man dem Opfer helfen? Autopannen und Unfälle die einem an der Weiterfahrt behindern, machen auf Hindernisse bei der Verwirklichung von Zielen aufmerksam, beispielsweise auf Konkurrenten,- dann sollte man versuchen, diese Behinderungen zu erkennen und auszuschalten. Brennende Autos, die in hellen Flammen stehen, sind Anzeichen für Erfolge, nur qualmende Autos dagegen warnen vor Misserfolgen und körperlichen oder emotionalen Stress. Verbotsschilder, die man übersieht verweisen auf die Lebensangst, die man durch allzu forsches Auftreten überwinden möchte.

Verschiedene Autoteile können mit verschiedenen Aspekten der Persönlichkeit verbunden werden. Scheinwerfer können mit der allgemeinen Richtung des Lebenspfades in Verbindung stehen, die Tankuhr mit dem Energieniveau und das Steuer des Autos mit Vertrauen, Unabhängigkeit und Selbstkontrolle. Der Motor symbolisiert die wesentlichen Triebe, mit denen er konfrontiert ist. Handelt der Traum hingegen von den Bremsen, dann zeigt dies seine Fähigkeit, eine Situation unter Kontrolle zu halten. Frauenträume von Autos sollen oft ehrgeizige Gefühle darstellen und den Wunsch, die wichtigen Männer in ihrem Leben zu 'überholen'.

&xnbsp;(Siehe Motorrad, Schiff, Unfall)

Bäcker

Der Bäcker sorgt für unser tägliches Brot. Er verwandelt im Backofen das Korn in eine dem Menschen zuträgliche Nahrung. Der Wandler, der das bewirkt, ist die Naturkraft Feuer. So war es jedenfalls früher. Doch das Traumbewusstsein verwendet derartige Bilder, wie sie über Jahrhunderte Gültigkeit hatten. So gesehen ist der Bäcker im Traum eine schöpferische, positive Symbolfigur. Als Magier, der im Backofen auf geheimnisvolle Weise etwas Neues schafft, hat der Bäcker im Traum auch mit den Naturvorgängen der Zeugung und der Geburt zu tun. Doch haben Traumbilder vom Bäcker und dem Backofen keineswegs eine sexuelle Bedeutung. Der Bäcker versinnbildlicht vielmehr eine schöpferische Seite im Träumer, auch die Funktion, die gewissermaßen für die ¼geistige Nahrung« zuständig ist. Sind es im Traum weibliche Figuren, die etwas im Backofen zubereiten, so ist die Bedeutung der nährenden und mütterlichen Eigenschaft des Weiblichen gegeben. (Siehe Mutter)

Bad

Das Bad im Traum hat, wie in fast allen Mythen und Märchen, die Bedeutung eines Reinigungssymbols. Ebenso gibt es bei allen Völkern rituelle Reinigungszeremonien. Dazu gehört das Baden in heiligen Flüssen und Quellen. Noch heute baden Millionen von Indern im Ganges, dem heiligen Fluss der Hindus, dessen Wasser von allen Sünden reinigt. Bei manchen christlichen Sekten ist die Erwachsenentaufe durch Untertauchen in einem Bad üblich. Im Traum taucht das Bild eines Bades oder eines Baderaumes häufig vor entscheidenden Wendungen im Leben des Träumers auf. Meist hat das Traumbad eine kreisrunde oder quadratische Form, was als ein symbolischer Hinweis auf die Ganzheit des Lebens zu verstehen ist. Das Wasser im Traumbad ist kein gewöhnliches Wasser, sondern hat die Bedeutung von seelischer Energie. Bei der Deutung ist zu beachten, wo sich das Bad befindet und was sich alles darin abspielt. Ob Schwierigkeiten auftauchen oder eventuell ein Bad verhindert wird. Eine äußerst positive Bedeutung hat das Bad in freier Natur, einem kleinen runden Teich beispielsweise. Ein moderner Swimmingpool als Traumbad ist eher als ein Hinweis auf Komplikationen zu verstehen, die dem Träumer durch die moderne Zivilisation entstehen und die sich einer seelischen Reinigung und Wandlung entgegenstellen. (Siehe Grotte,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Taufe)

Bagger

Ein Bagger, eine Planierraupe und ähnliche Maschinen von zerstörender Kraft haben eine destruktive Symbolbedeutung. Die Traumsymbole wandeln sich im Lauf der Zeit in ihrem Erscheinungsbild. Zu unserer Zeit kann ein Bagger oder eine Raupe im Traum auch die archetypische Bedeutung des Drachens haben, wie er aus Mythen, Märchen und Sagen bekannt ist. (Siehe Drache, Maschine)

Bahnhof

Im realen Leben ist ein Bahnhof ein Ort, an dem Reisen beginnen oder enden, ganz gleich, ob es sich um einen Eisenbahn-Bahnhof , Busbahnhof , Flughafen oder Seehafen handelt. So zeigt der Bahnhof im Traum eine Veränderung der Lebenssituation des Träumers an. Bahnhofträume sind überaus häufig. Sie können situationsbedingte oder altersbedingte reale, geistige oder seelische Veränderungen signalisieren. Bei der Deutung sind die vielen Einzelheiten zu beachten, wie sie sich auch bei einer Reise in der Wirklichkeit ergeben. Zu spät zu kommen, in den falschen Zug einzusteigen, die Fahrkarte zu vergessen u. a. m. sind in der Regel wörtlich zu verstehen. Ein unbekannter Bahnhof an einem unbekannten Ort hat im Traum die Bedeutung einer nicht vom persönlichen Wollen abhängigen, schicksalhaften Veränderungssituation. Die Lebensumstände, die die Veränderung erzwingen, versinnbildlicht der Traum oft in der Gestalt des Bahnhofvorstehers oder des Mannes mit der roten Mütze, der die Abfahrt der Züge bestimmt. (Siehe Auto,&xnbsp;&xnbsp; &xnbsp;Reise)

Ball

Der Ball ist wie die Kugel ein Ganzheitssymbol. Wenn wir an die Begriffe Erdball und Sonnenball denken, so wird verständlich, dass der Ball im Traum auch ein Symbol konzentrierter psychischer Energie sein kann.

Da in Bewegung geratene psychische Energie Veränderungsvorgänge auslöst, kann der Ball auch die Bedeutung eines Wandlungshinweises haben. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Märchen vom Froschkönig der Gebrüder GRIMM. In dieser Erzählung ist der Prinzessin ihr goldener Ball in den Brunnen gefallen. Der Froschkönig erscheint und verspricht der Prinzessin, ihr den Ball aus dem Brunnen zu holen. Unter einer Bedingung: Die Prinzessin muss ihn von ihrem goldenen Tellerchen essen und in ihrem Bettchen schlafen lassen. Sie ist einverstanden und erhält den Ball zurück. Doch als sie ihr Versprechen einlösen soll, graust ihr vor dem Frosch, und sie weigert sich. Doch der Vater König besteht darauf, dass sie ihr Wort hält. Zu ihrer Überraschung verwandelt sich der kalte Frosch in ihrem Bett in einen strahlenden jungen Prinzen. Missverständlicherweise wird diese m' Märchen, wie vielen anderen Märchen auch, im Sinne von FREUD eine sexuelle Bedeutung unterschoben. Damit aber hat das archetypische Verhaltensmuster des Märchens nichts zu tun. Seine Bedeutung ist, dass die Prinzessin dem Frosch als einem Symbol ihrer eigenen kalten und egozentrischen Schattennatur mit Liebe und Wärme begegnen soll. So gelangt sie zu einer ganzheitlichen und selbstlosen Liebe und erlöst in dem hässlichen Frosch sich selbst zu warmer Weiblichkeit. (Siehe Kugel)

Banane

Die Banane hat für Eingeborenenvölker zwar die reale Bedeutung einer Nahrungsfrucht, doch für den Europäer hat sie eine erotische Nebenbedeutung. Taucht sie im Traum in der Regel bei jüngeren Personen auf, ist sie ein Sinnbild für das männliche Geschlechtsorgan. (Siehe Sexualität)

Bär

Im Norden Europas und Asiens ist der Bär der König der Tiere. Richtiger wäre es jedoch, ihn als Königin zu bezeichnen. Denn in der Mythologie und den Märchen nördlicher Völker hat der Bär als Tiersymbol stets weibliche Eigenschaften. Im Traum erscheint der Bär als ein mütterlich erdhaftes Tier. je nach dem Zusammenhang kann der Bär auch auf eine Vernachlässigung der mütterlichen Qualitäten hinweisen, wenn Frauen von ihm träumen. In manchen russischen Märchen verbirgt sich unter der Bärenhaut ein junger Prinz. Insofern verkörpert der Bär auch ein Verwandlungsmotiv. Als männliches Tier, mit den sprichwörtlichen Bärenkräften ausgestattet, kann der Bär ebenso ein Signal für gewalttätige Kraft sein und damit eine negative Bedeutung haben. (Siehe Tier)

Bart

Der Bart im Traum symbolisiert männliche Kraft und Potenz. Ebenso ist der Bart ein Herrschaftssymbol. Er war im Altertum das Attribut der Könige und Propheten. Allgemein gesehen, war die Barttracht das Zeichen des freien und reifen Mannes. Jünglingen wie Sklaven war das Tragen von Bärten verboten. Im Traum signalisiert der Bart häufig Aggressionstendenzen. Das Abschneiden des Bartes als Traumbild deutet auf Kraftverlust, Unterwerfung und Impotenzerscheinungen. (Siehe Haare)

Bauer, Bauernhof

Der Bauer bedeutet im Traum die Naturseite des Träumers. Ein Bauernhof in der Traumlandschaft versinnbildlicht Naturbezogenheit oder eine Situation, die auf ein natürliches Leben anspielt. Lebt der Träumer selbst auf dem Lande, so sind diese Traumbilder natürlich auf seine Umwelt zu beziehen und mehr wörtlich zu deuten. Handelt es sich aber beim Träumer um einen der Natur entfremdeten Großstädter, so will das Traumbewusstsein den Träumer mit diesen Bildern wieder an die Natur heranführen. Bäuerliche Tätigkeiten, wie beispielsweise das Ackern, Säen und Ernten, haben in der Regel im übertragenen Sinne eine entsprechende Bedeutung für die berufliche Tätigkeit oder eine geistige Beschäftigung. (Siehe Garten)

Baum

Der Baum ist ein uraltes archetypisches Symbol des Lebens. Bei fast allen Völkern hat der Baum die Bedeutung des Lebensbaumes. Noch heute ist es auf dem Lande üblich, bei der Geburt eines Kindes einen Baum zu pflanzen. Da das Leben des Menschen aus der Mutter hervorgeht, kommt dem Baum auch der Aspekt eines Muttersymbols zu. In den Mythen vieler Völker findet sich auch das archetypische Muster der Baumgeburt. Als Traumsymbol kann der Baum auf die persönliche Entwicklung und das Wachstum des Träumers hindeuten, er kann aber auch auf die Familiensituation über mehrere Geschlechter hin anspielen, wie es aus dem Begriff des Stammbaumes hervorgeht. Zu beachten sind die Art des Baumes Laubbaum oder immergrüner Nadelbaum u. a. m. , die Gestaltung von Wurzeln, Stamm und Krone und die Beziehung der Traumhandlung auf den Baum. Trägt der Baum Früchte, wenn es sich um einen Obstbaum handelt? Sind Äste verdorrt oder gar abgebrochen? Alle diese Merkmale sind bei der Deutung als Informationen über vergleichbare Situationen im Leben des Träumers oder seiner Familie zu verstehen. Im einzelnen ist die Baumsymbolik so vielfältig und weitreichend, dass wir hierzu das Studium der Abhandlung ¼Der philosophische Baum in ¼Von den Wurzeln des Bewusstseins« von C..G.JUNG empfehlen. Ebenso empfehlen wir das Malen von Traumbildern, in denen einem Baum eine besondere Bedeutung zukommt. Das Malen von Bäumen ist nicht nur psychologisch aufschlussreich, sondern auch von besonderer therapeutischer Wirkung. (Siehe Wald)

Begräbnis

Nach statistischer Erfahrung stehen Träume von Begräbnissen, vorn Sterben und von Toten in ihrer Häufigkeit an erster Stelle, Die Trauminformation bezieht sich hier auf die allgemeine Lebenserfahrung, dass es oft notwendig ist, einen Streit beispielsweise zu ¼begraben«. Das gilt ebenso für sonstige Konfliktursachen, auch für unerfüllbare Wünsche oder unzweckmäßige Gewohnheiten. Natürlich kann das Begräbnis im Traum auch auf ein schmerzliches Erlebnis hindeuten. Dieses Bild kann auch als Signal verstanden werden, dass die Beziehung zu einer bestimmten Person oder besondere Fähigkeiten und Talente durch das Verhalten des Träumers zum Sterben verurteilt sind. Entscheidend für die Deutung ist stets der Gesamtzusammenhang der Traumhandlung. Für die Psyche ist der Tod ein Wandlungsvorgang. An die Stelle dessen, was im Traum begraben wird oder begraben werden soll, tritt meist etwas Neues. So haben in der Regel diese Traumbilder eine positive Bedeutung. (Siehe Leiche,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Tod)

Bein

Das Bein hat als Traumsymbol die Bedeutung der Lebenseinstellung. Unsere Sprache verwendet im übertragenen Sinne die Begriffe. Gehen, Stehen, Fortschritt und Rückschritt für entsprechende Lebenssituationen. So auch das Traumbewusstsein. Die Psychoanalyse schrieb dem Bein die Bedeutung eines Sexualsymbols zu. STEKEL begründete es damit, dass das Bein in den Schuh schlüpft wie das männliche Genitale in die Vagina. Ein Beinbruch im Traum wurde als Ehebruch angesehen. Derartig einseitige Deutungen gelten inzwischen als überholt. (Siehe Amputation)

Berg

Tempel, Kirchen und Burgen wurden zu früherer Zeit auf Bergen angelegt. Die Lage auf einem Berg oder Hügel verschafft eine bessere Übersicht und hebt andrerseits das Gebäude als eine Besonderheit aus der Umwelt heraus. Der Weg auf einen Berg im Traum deutet auf die Annäherung an ein wichtiges Problem hin. Die Beschwerlichkeit des Weges versinnbildlicht entsprechende Schwierigkeiten in der Lebenswirklichkeit. Entscheidend ist, was der Träumer auf dem Berg vorfindet und was dort geschieht. Anders dagegen ist die Situation zu deuten, wenn es sich bei der Besteigung eines Berges um eine schroffe, wilde Felslandschaft handelt. Derartige Gipfelbesteigungen sind nicht ungefährlich. Vergleichbare Bilder im Traum können Gefahrensignale sein. (Siehe Abgrund)

Besen

Im Volksglauben hat der Besen mit der Hexe zu tun. Auf Bildern mittelalterlicher Maler reiten die Hexen auf einem Besen zur Walpurgisnacht. Bei einem vergleichbaren Traumbild hätte der Besen eine erotische Bedeutung. In der Regel drückt sich das Traumbewusstsein jedoch unverschlüsselt aus. Der Besen ist ein Reinigungsinstrument. Im Traum ist er als Signal zu verstehen, dass eine Situation bereinigt oder ein Problem fortgeräumt werden soll.

Bett

Wie man sich bettet, so liegt man«, heißt es im Volksmund. Ähnlich ist auch das Bild des Bettes im Traum zu verstehen. Im engeren Sinne, als Ehebett oder Liebeslager, wird es auf eine erotische Situation hindeuten. Der Träumer wird so mit einem sexuellen Problem konfrontiert. Füllt das Bett beispielsweise das ganze Zimmer aus, wäre das ein Hinweis dafür, dass der Träumer der Sexualität eine übergroße Bedeutung beimisst. Das Umgekehrte wäre der Fall, wenn das Bett zu klein oder zu schmal ist. In den Träumen von Eheleuten informiert das Traumbewusstsein durch den Zustand des Bettes über die Situation der ehelichen Beziehungen.

Die Zuordnung der Farben zu seelischen Zuständen ist uralt. Sie findet sich im volkstümlichen Sprachgebrauch nach wie vor. Denken Sie an die ¼blaue Blume« der Romantik oder an den Begriff der ¼blauen Stunde«. Blau ist die Farbe des Himmels und drückt Ferne, Weite und Unendlichkeit aus. Auch das Wasser ist von blauer Farbe. Diese symbolisiert damit auch das Unbewusste oder die weibliche Naturseite. Ein dunkles Blau im Traum signalisiert Ruhe, Tiefe, Nacht und u. U. auch Tod. Ebenso kann eine Information bezüglich parapsychologischer Erscheinungen gegeben sein. (Siehe Farben)

Blumen, Blüten

Blumen und Blüten haben allgemein eine recht positive Bedeutung. Sie deuten auf Wachstum und Fortschritt hin. Der Vergleich des menschlichen Lebenslaufs mit dem Kreislauf der Vegetation, dem Wachsen, Knospen, Blühen und Verwelken der Blumen ist sprichwörtlich. Alle diese Zustände sind bei der Deutung zu beachten. Ebenso die Farben.

Von einer allgemeinen Blumensymbolik lässt sich nur für bestimmte Pflanzen sprechen, wie beispielsweise für die Rose, die Lilie, das Veilchen, das Schneeglöckchen, die Osterglocke und andere Blumen, die in den Mythen und Märchen wie als religiöse Symbole Bedeutung haben. Die persönliche Beziehung des Träumers zu bestimmten Blumen ist ebenfalls zu berücksichtigen. Allgemein sind Blumen und Blüten als Sinnbilder für den Gefühlsbereich zu verstehen. (Siehe Rose)

Blut

Das Blut symbolisiert die Lebenskraft. Für die Antike wie für die mittelalterliche Alchimie war es der Sitz der Seele. Allerdings im Sinne einer Körperseele und des Bereichs der Gefühle, Triebe und Affekte. Die Geistseele hatte anfänglich ihren Sitz in der Leber und später im Kopf Auch im Volksglauben wird dem Blut eine magische Kraft zugeschrieben. So gesehen symbolisiert das Blut Liebe, Leidenschaft und Feuer. Das Trinken oder der Austausch von Blut im Traum signalisieren die Notwendigkeit einer seelischen Vereinigung, wie sie auch in dem Ritual der ¼Blutsbrüderschaft«, dem Ritzen der Haut und der Vereinigung von Blutstropfen, versinnbildlicht wird. Ein Blutverlust im Traum kann einen Liebesverlust signalisieren, doch ebenso die Notwendigkeit eines seelischen Opfers anzeigen. Eine Bluttransfusion würde umgekehrt auf eine seelische Bereicherung hinweisen. (Siehe Arzt,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Operation)

Bomben, Explosivgeschosse

(Siehe Atombombe,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Explosion,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Krieg)

&xnbsp;

Brand

(Siehe Feuer, Flamme)

Braun

Die Farbe Braun spielt in der Farbsymbolik der Träume eine wichtige Rolle. Im natürlichen Farbspektrum ist Braun als Farbe nicht enthalten. Sie symbolisiert die Erde und damit den mütterlichen Aspekt der Natur. Das Braun drückt Erdhaftigkeit und bäuerliche Naturverbundenheit aus. Es ist die Farbe der Baumstämme und Wurzeln und damit ein Symbol der Lebensvitalität. Das Pelzkleid vieler Tiere hat eine braune Farbe. Damit kommt dem Braun auch die Bedeutung einer Schutzfunktion zu. Braun ist auch die Farbe der menschlichen Exkremente. Für den zivilisierten Menschen hat der Kot eine minderwertige Bedeutung, doch in der Landwirtschaft gilt er als der beste Dünger. Auch diese positive Bedeutung kommt dem Kot zu. In der mittelalterlichen Alchimie wird in den verschlüsselten Anweisungen an die Adepten betont, dass die größte Kostbarkeit, der Stein der Weisen oder das philosophische Gold, überall zu finden ist. Und zwar auch im Geringsten und Minderwertigsten. Damit ist der Kot gemeint. Im Farbpyramidentest von PFISTER (Verlag Huber, Bern) wird das Braun als eine neurotische Farbe erklärt. Neurotiker und Zwangsneurotiker neigen dazu, beim Farbtest das Braun zu bevorzugen. Die Ursache ist in einer übertriebenen Reinlichkeitserziehung im frühesten Kindesalter zu suchen. Gerade dann aber wirkt es für den Träumer befreiend, seine Traumbilder, in denen Braun vorherrscht, zu malen. Das ¼Ausmalen« von Bildern des Unbewussten hat nach psychotherapeutischer Erfahrung eine befreiende und heilende Wirkung. (Siehe Kot, Exkremente)

Brot

Das Brot gehört in unserem Kulturbereich zu den urtümlichsten Nahrungsmitteln. Doch wegen seiner Bedeutung als Grundnahrungsmittel ist das Brot auch eine göttliche Speise. So im christlichen Sakrament der Kommunion, Im Traum ist das Brot ein Bild der Lebensspeise. Es informiert über seelische Nahrungszufuhr und Stärkung. Es kann stets positiv gedeutet werden. (Siehe Bäcker, Backofen,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Mahlzeit)

Brücke

Die Brücke im Traum hat die Bedeutung der Überbrückung von Gegensätzen, Schwierigkeiten usw. Ebenso informiert das Bild einer Brücke über die Möglichkeit einer Kommunikation oder der Wiederaufnahme von Beziehungen. Sie ist ein recht positives Traumsymbol, das allgemein eine Vereinigung signalisiert. Zu berücksichtigen ist natürlich der Zustand der Brücke, ob sie begehbar oder befahrbar ist, ob das Geländer fehlt oder andere eventuelle Gefahrensignale erkennbar sind. (Siehe Abgrund)

Brunnen

Der Brunnen wie auch die Quelle ist ein archetypisches Symbol von vielschichtiger Bedeutung. Im Traum bergen Brunnen und Quelle Lebenswasser. In den Mythen und Märchen symbolisieren sie den Urschoß des Lebendigen. Sie haben damit einen weiblichen Aspekt und können im Zusammenhang mit Sexualproblemen auftauchen. Wenn nicht ausgesprochen negative Zusatzsignale das Bild von Brunnen und Quelle im Traum umgeben, ist die Bedeutung stets positiv. Denken Sie an die Begriffe Lebensquell und Jungbrunnen. (Siehe Wasser)

Brust

Die Brust ist das urtümliche Symbol des Mütterlichen, der Leben erhaltenden und nährenden Seite des Weiblichen. Eine sexuelle Bedeutung hat die Brust als Traumsymbol fast nie. In den vorchristlichen Religionen wurde die Große Mutter, die Verkörperung der göttlichen Natur, in Bildwerken stets mit vollen Brüsten dargestellt. In Kreta war die Enthüllung der Brüste eine zum religiösen Kult gehörende, heilige Handlung. In der Bildsprache der mittelalterlichen Alchimie stellte die Brust ein Symbol für die Zufuhr von geistiger Nahrung und von Erkenntnis dar. Als Traumsymbol kann die Brust bei männlichen Personen außer den obigen archetypischen Bedeutungen auch schlicht eine zu starke Mutterbindung signalisieren. FREUD hat in seinen ¼Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie« den Begriff der Oralsexualität geprägt. Er zeigte, dass die Versagung der Mutterbrust in der ersten Lebensphase des Kleinkindes als Ursache vieler Neurosen im späteren Erwachsenenalter anzusehen ist. Die

klinische Erfahrung hat diese Vermutung bestätigt. Ein Irrtum von FREUD war es aber, dem Säugling sexuelle Gefühle der Mutter gegenüber zuzusprechen. Die Neurosen hervorrufende Ursache ist eine andere. Im Gegensatz zum Tier bedarf der Mensch einer längeren Zeit der Ausreifung. Er wird gewissermaßen zu früh geboren. Im ersten Lebensjahr besteht zwischen Säugling und Mutter noch eine Dualunion, so wie zuvor im Uterus. Der Säugling bildet mit der Mutter noch eine psychische Einheit. Wird diese Einheit zu früh zerstört, wirkt sich dies auf die spätere Entwicklung aus. Kinder, die in Säuglingsheimen aufwachsen, lernen sehr viel später erst laufen und sprechen, eine psychische Störungserscheinung, die als Hospitalismus bezeichnet wird. (Siehe Mutter)

Büffel

(Siehe Stier)

Burg

(Siehe Schloss, Burg)

Chaos

Chaotische Bilder im Traum sind wörtlich zu deuten. Das archetypische Muster des Chaos ist der Zustand vor dem Schöpfungsbeginn. Das können im Traum nach C. G.JUNG auch einfache geometrische Figuren sein, die eine gewisse Armut an Gestaltungskraft erkennen lassen. Die psychische Individualität des Träumers ist in diesem Fall noch zu stark durch ein allgemeines unbewusstes Begehren gehemmt. Normalerweise sollten auf ein anfängliches Chaos im Traum Ordnungssymbole erscheinen. (Siehe Mandala)

Christus

Träume mit einer religiösen Symbolik sind weitaus häufiger, als allgemein bekannt ist. Sie sind als eine Kompensationserscheinung der Psyche gegen die wachsende Glaubenslosigkeit in unserer Zeit anzusehen. Der allgemeine Trend, einen Ersatz für die christlichen Religionen durch Hinwendung zu fernöstlichen Glaubenslehren und Meditationspraktiken zu finden wie auch das steigende Interesse an Astrologie, PSI Forschung und mystischer Literatur , wirkt sich selbstverständlicherweise auch auf die Trauminformation aus. Wenn das Bild von Christus im Traum erscheint, so ist das ein ernstes und wichtiges Signal. Natürlich sind bei der Deutung die Konfession wie die persönliche Einstellung des Träumers zu berücksichtigen. Doch sind Träume, die sich mit Christus und der christlichen Lehre befassen, in der Regel als Signal für einen seelischen Gleichgewichtsverlust zu verstehen. Die Psyche des Menschen kann sich nicht ohne Schaden mit der ja unbewiesenen und philosophisch spekulativen Ansicht abfinden, das Leben sei nur ein sinnloser Zufall. Derartige Träume tauchen meist erst in der zweiten Lebenshälfte auf. Sie sind ein Hinweis, dass sich der Träumer mit dem Sinn des Lebens auseinandersetzen muss. Ohne hier näher auf die religiöse Symbolik einzugehen, sei nur als Hinweis für das Verständnis der Traumbedeutung gesagt: Die menschliche Seele bedarf eines Glaubens als Ausgleich für alles Nicht oder Unerklärbare, um störungsfrei ihre Funktionen zu erfüllen. Sonst wird der Mensch seelisch krank.

Dach

(Siehe Alter Mann)

Viele Träume spielen sich im Bereich eines Hauses ab. Das Haus ist das ¼Seelengehäuse«, der Bereich der persönlichen Psyche oder des persönlich Unbewussten. Das Dach versinnbildlicht dabei die Region über der Gehirntätigkeit des Wachbewusstseins. Träume, in denen das Dach oder der Dachboden eine besondere Rolle spielen, sind sorgfältig zu beachten. Sie informieren oft über längst vergessene Situationen und Angelegenheiten, die wir gewissermaßen auf dem Dachspeicher abgestellt haben. Doch bricht auf dem Dach ein Feuer aus, so signalisiert das Traumbewusstsein Rotlicht. Es besteht die Gefahr schwerwiegender geistiger Störungen. (Siehe Haus)

Dämmerung

(Siehe Abend,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Nacht)

Daumen

Er ist es, der der Hand des Menschen Beweglichkeit und Geschicklichkeit verleiht. Daher ist der Daumen symbolischer Ausdruck für Kreativität. (Siehe Zwerg)

Diebstahl

Ein Diebstahl im Traum oder die Figuren von Einbrechern sind wörtlich zu verstehen. Sie signalisieren einen Verlust. Das können persönliche

Eigenschaften, Fähigkeiten, Gefühlsbereiche sein, ebenso irgendwelche persönliche Umweltbeziehungen. (Siehe Abstürzen)

Direktor

Ein Direktor, ein Staatsoberhaupt sowie jede übergeordnete oder hochgestellte Persönlichkeit ist im Traum als eine dirigierende, leitende Funktion der Psyche des Träumers zu verstehen. Im Sinne von FREUD hätte eine solche Figur die Funktion des ¼Über Ich«. Modern ausgedrückt: die seelisch unbewusste Zentralinstanz für die Steuerung und Regelung seelischer Prozesse. (Siehe König)

Dirne

Dirnen, Callgirls, Liebesdienerinnen, kurzum Frauen, die sich prostituieren und die Liebe zu einem Konsumartikel machen, informieren als Traumpersonen über entsprechende Seiten in der Psyche des Träumers oder über seine Einstellung zur Problematik von Liebe und Sexualität. Die urtümliche Tempelprostitution war eine kultisch rituelle Handlung von bewusst oder unbewusst vermutlich bevölkerungspolitisch wichtiger Bedeutung. Die Prostitution gegen Geld kam erst zur Zeit der griechischen Antike auf, als eine Folgeerscheinung des Überganges von der Matriarchats- zur Patriarchatsgesellschaft. In der patriarchalischen Gesellschaft mit ihren festen Ordnungsstrukturen und strengen Moralgesetzen erfüllte die Prostitution eine gewisse soziale Funktion. Sie erleichterte es dem Mann, bei der Wahl des Ehepartners die seelische Beziehung und sozial erwünschte Eigenschaften in den Vordergrund zu stellen. Die gegenwärtige Aufwertung der Prostitution unter ideologischen Gesichtspunkten und weil das materielle Leistungsstreben der sogenannten Liebesdienerinnen dem Zeitdenken entspricht ist psychologisch gesehen nicht unbedenklich. Übersehen wird, dass es sich bei den Prostituierten um anomale Persönlichkeiten handelt, deren Gefühlsfähigkeit unentwickelt und defekt ist. Als Traumfigur signalisiert die Prostituierte seelische Gefühlsverarmung und Gefühlskälte. Besonders häufig sind Dirnenträume bei muttergebundenen Söhnen, den ewigen Junggesellen. (Siehe Frau, unbekannte)

Drache

Der Drache ist ein archetypisches Symbol. Der aus Mythen und Märchen bekannte ¼Kampf mit dem Drachen«, um eine Jungfrau zu befreien, enthält das Informationsmuster einer notwendigen Beherrschung der animalischen Triebnatur des Mannes. Als Traumsymbol kann sich der Drache gegenwärtig auch in der Gestalt von Baggern, Raupenfahrzeugen und Panzern zeigen. Der Archetyp, der sich hinter dem Bild des Drachens verbirgt, ist das symbolische Muster der schrecklichen Mutter, die entweder ihr Kind ablehnt oder es mit der sprichwörtlichen ¼Affenliebe« verwöhnt und den erwachsenen Sohn nicht an eine andere Frau verlieren will. Allgemein symbolisiert der Drache die bedrohliche und verschlingende Seite des Weiblichen für den Mann. Der Drachenkampf aber bedeutet stets einen Kampf, den der Träumer mit sich selbst auszufechten hat.

Beherrschung der Elemente,- Überfluss,- Verbindung von Materie und Geist. Fragestellung: - Auf welche Weise bin ich bereit, die physischen und spirituellen Aspekte meiner Persönlichkeit in Einklang zu bringen?

Jeder Mensch besitzt auch eine mutige Seite, mit der er gefährlichen Konflikten die Stirn bietet. Dies muss sein, damit der Träumende die niedrigen Seiten seines Wesens überwinden und seine inneren Quellen erreichen kann. Der Drache im Traum stellt diesen Konflikt dar. Das Positive des Drachentraums: Das Untier in uns wird meistens besiegt. Der Kampf mit dem Drachen umschreibt die Auflehnung des Träumenden gegen sich selbst und seine Gefühle. Der Drache kann im Traum entweder in der Gestalt des bekannten Märchen- bzw. Fabelwesens auftreten oder in der modernen Verkleidung von Baggern, Panzern und ähnlich monströsen Maschinen. Im Märchen wird die Jungfrau häufig von einem Drachen bewacht. Wird im Traum mit einem Drachen gekämpft, so kann damit der Kampf des Träumenden mit der animalischen Seite seiner Sexualität gemeint sein,- allgemein handelt es sich dabei immer um einen Kampf, den der Träumende mit sich selbst oder einer ihm unbekannten Eigenschaft seiner Psyche austrägt. Sein Erscheinen im Traum verlangt, dass der Träumende an seinen Leidenschaften und chaotischen Vorstellungen arbeitet. Der Drache kann als Traumsymbol jedoch auch die gefühlskalte, ich-bezogene, berechnende Seite des Träumenden darstellen. Der Traumdrache symbolisiert allerdings im Allgemeinen auch die verschlingende und bedrohliche Seite des Weiblichen.

Ein Drache ist ein komplexes, universelles, archetypisches Symbol urtümlicher, kaltblütiger Vitalität. Er gilt als furchterregend und trotzdem handhabbar. Drache (als Fabeltier) gilt in China zwar als Glückssymbol, bei uns wird er aber negativ gedeutet. Oft weist er im Traum auf eine materialistische Grundeinstellung hin, neben der seelisch- geistig Bedürfnisse verkümmern, teilweise verbunden mit rücksichtslosem Egoismus. Solche Einstellungen muß man möglichst bald verändern.

Nach Artemidor steht der Drache in Verbindung mit Reichtum und Schätzen, mit einer hochgestellten Persönlichkeit, von der man sich Förderung erwartet. Ein Drache, der Abscheu erzeugt, weist nach Ansicht des griechischen Traumdeuters auf ernste Gefahren hin, ein sich abwendender Drache auf eine unglückliche Wendung im Leben. Der Drache (der weibliche natürlich!) ist oft die Rabenmutter, die ihr Kind ablehnt. Früher nahm ihn die Traumdeutung wörtlich - das feuerspeiende Fabelwesen musste als Symbol für ein böses Weib (bzw. die Schwiegermutter) herhalten: für den Hausdrachen eben.

Auf der spirituellen Ebene steht der Drache für die durch das Patriarchat unterworfene weibliche Seite des Menschen. Ihr darf nicht mit Kampf, sondern muss mit Liebe begegnet werden.

Der Drache bedeutet wegen seiner Kraft und Stärke einen König (Das grich. Wort drakon bedeutet Schlange, aber auch Drache, Lindwurm. Auch bei Achmet (228,9) ist der Drache Symbol des Königs), ferner - wegen seiner Körperlänge - die Zeit und weil er die alte Haut abstreift und sich wieder verjüngt,- denn ebenso ergeht es der Zeit im Wechsel der Jahreszeiten,- ferner bedeutet er Reichtum und Geld, weil er Schätze hütet, und alle Götter, denen er heilig ist. Es sind dies: Zeus, Sabazios, Helios, Demeter und Kore, Hekate, Asklepios und die Heroen. Wenn er sich nähert, etwas gibt oder spricht und seine Gutartigkeit durch die Zunge kund tut, verheißt er großen Segen von den Genannten oder durch die Genannten,- im entgegengesetzten Fall bringt er Unheil. Umschlingt oder fesselt er jemanden, prophezeit er (Verwicklungen) und Fesseln, den Kranken Verderben und bringt sie fast unter die Erde,- er selbst ist ja ein Kind der Erde und haust in der Erde. Drachen, die sich in Männer verwandeln, bedeuten Heroen, solche, die sich in Frauen verwandeln, Heroinen. Eine Frau, die schwanger ging, träumte, sie habe einen Drachen geboren. Der Sohn, den sie gebar, wurde ein hervorragender und namenhafter Redner,- denn der Drache hat wie ein Redner eine zweischneidige Zunge. Es war das eine reiche Frau, und der Reichtum ist der Zehrgroschen der Bildung. Eine andere hatte dasselbe Traumgesicht, und ihr Sohn wurde ein Hierophant (Der oberste Kultusbeamte in Eleusis,- im Mittelpunkt dieses bedeutenden Kultes standen Demeter und Persephone.),- denn heilig ist der Drache, heilig auch der Myste. In diesem Fall war die Träumende die Gattin eines Priesters. Eine dritte träumte dasselbe Traumgesicht, und ihr Sohn wurde ein hervorragender Weissager,- der Drache ist nämlich dem Apollon, dem Ur- und Vorbild aller Weissager, geheiligt. Diese Frau war die Tochter eines Weissagers. Eine vierte hatte dasselbe Gesicht, und ihr Sohn wurde ein zügelloser und frecher Bursche und verführte viele Frauen in der Stadt,- denn der Drache geht krumme Wege. Es war aber schon die Mutter ein Ausbund von Geilheit und Hurerei. Eine fünfte träumte dasselbe Traumgesicht, und ihr Sohn wurde als Straßenräuber ergriffen und geköpft, denn der Drache wird, wenn er eingefangen wird, auf den Kopf geschlagen und endet so. Auch dieses Weib war ganz und gar nicht ohne Fehl. Der Sohn einer sechsten, die dasselbe Traumerlebnis hatte, wurde ein flüchtiger Sklave,- denn der Drache windet sich durch die engsten Spalten und versucht, sich den Blicken der Verfolger zu entziehen. Die Mutter war selbst eine Sklavin. Einer siebten träumte dasselbe, und ihr Sohn wurde gelähmt,- denn der Drache bedient sich zum Vorwärtskommen seines ganzen Körpers, genauso wie die Gelähmten. Als die Frau dieses Traumgesicht schaute, lag sie an einer Krankheit danieder. Es war zu erwarten, daß das während der Krankheit empfangene und ausgetragene Kind sich nicht normal fortbewegen würde. Alle Dinge, die sich auf dieselbe Weise bewegen, haben, im Traum geschaut, dieselbe Bedeutung. So träumte z.B. jemand, er sei von einem Drachen in den Fuß gebissen worden. Der Betreffende erlitt durch ein Rad auf der Straße eine Verletzung, genau an dem Fuß, an welchem er im Traum gebissen worden war,- denn wenn ein Rad sich dreht, bewegt es sich mit seiner ganzen Masse gleich wie der Drache.

Der Drache bedeutet einen König, Schlangen weisen entsprechend ihrer Größe auf große oder kleine Feinde. Träumt jemand von einer Riesenschlange oder einem Drachen in seinem Haus, auf dem Feld, in Stadt oder Land, wird ebendort ein feindlicher Herrscher in böser Absicht erscheinen. Setzt der Drache Bäume in Brand oder entwurzelt er sie, werden die Einwohner entsprechend dem Sengen, Brennen und Entwurzeln schweres Unheil leiden. Schaut jemand einen Drachen, der von Blitzen und Donner verfolgt wird, deute er es als Krieg und Niederlage eines anderen Herrschers, der dem Land Feind ist,- der Kaiser wird nach diesem Traum über Fall und Untergang eines anderen Königs frohlocken. Träumt der Kaiser, ihm sei ein Drache erschienen, wird er vor einem anderen König erzittern,- spricht er furchtlos mit dem Drachen, wird er auf wunderbare Weise mit einem anderen, hochgerüsteten Herrscher Frieden schließen. Findet oder isst einer Drachenfleisch, wird er vom erhabenen Kaiser Reichtum erlangen, so viel, wie er Drachenfleisch gegessen hat. Träumt ein Fürst oder der Kaiser, er töte einen Drachen, wird er einen mächtigen König im Krieg bezwingen,- ein gemeiner Mann wird Kaiser werden. Denn solches vollbringt nur ein Kaiser.

Steht der Träumer (Mann) einem Drachen gegenüber, hat er wahrscheinlich Angst, (von einer Frau) verschlungen zu werden. Wird der Drache im Traum besiegt, reagiert der Träumer sein Dominanzbedürfnis der Frau gegenüber ab und lernt die Kräfte des Unbewussten zu beherrschen. Der Drache steht für eine kaltblütige Vitalität, die sich über alles hinweg setzt, um zum Erfolg zu gelangen. Wird der Drache getötet, kann es bedeuten, dass man sich aus einer schwierigen Situation befreien wird.

Man sollte sich auch von allen materialistischen und 'kaltblütigen' Einstellungen befreien oder des Drachens im eigenen Haus entledigen.

Der Drache als sagenhaftes Tier bedeutet, dass man auf wunderbare Weise zu Reichtum und Ansehen gelangen wird, als Fabeltier sehen: man wird die Gunst hochgestellter Personen erlangen.

(Siehe Mutter, Schlange)

Drei

Seit alters her gilt die Drei als eine magische Zahl. Wer abergläubisch ist, klopft dreimal auf Holz oder wiederholt ein bannendes Wort dreimal, Die 3 hat wie die ungeraden Zahlen ein männliches Vorzeichen. Sie ist ein Symbol des Geistes und schöpferischer Dynamik. In der späten altägyptischen Religion inkarnierte sich Gott in dreifacher Gestalt, als göttliche Sonne, regierender Pharao und sein Sohn. Das Christentum kennt die Heilige Dreifaltigkeit als Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. in Indien sind Brahma, Vishnu und Shiva eine göttliche Dreiheit. Neptun, der Gott des Meeres, trägt einen Dreizack, den im Mittelalter der Teufel übernimmt. in den Märchen sind drei Rätselfragen zu lösen, drei Nornen spinnen den Lebensfaden. Häufig taucht in den Träumen der Zahlenwert Dreieinhalb oder Drei bis Vier auf. Diese Unentschiedenheit zwischen 3 und 4 informiert über eine Unklarheit der Einstellung oder der Bewertung zwischen männlich und weiblich. Ebenso kann eine Unentschiedenheit zwischen seelischen und materiellen Werten gemeint sein. (Siehe Zahlen)

Dreieck

Das Dreieck, verbunden mit der Zahl 3 ist eines der einfachsten Symbole und zugleich eines der bedeutendsten. Mit der Spitze nach unten steht es für das Element Wasser (fallender Wassertropfen) und für die Weiblichkeit, mit der Spitze nach oben für das Element Feuer (Richtung der Flamme) und die Männlichkeit. In der altgriechischen Mystik gilt das Dreieck als Symbol der kosmischen Geburt. In der christlichen Theologie steht das Dreieck als Ausdruck der Dreifaltigkeit (Trinität) für die göttliche Vollkommenheit, durch die Einheit in Vater, Sohn und heiligem Geist. In der Allchemie wird die Welt aufgeteilt in Körper, Seele und Geist.Im Hinduismus stehen die drei Götter Shiva, Vishnu und Brahma im Zentrum des Glaubens, im Buddhismus tritt die Dreiteilung des Erreichens von göttlichem Einklang auf durch das Zusammenwirken von Erkenntnis, wahrem Sein und dem segensreichen Wirken der Gemeinde. as Dreieck steht für Stabilität: "ein Objekt mit drei Beinen wackelt nicht", "steht man auf einem Bein" (zwischen Himmel und Erde) und fixiert einen 3.ten Punkt, so kann man stabil stehen und fällt nicht um.

Demokratische Staatsformen erreichen Stabilität durch das Zusammenspiel von Legislative, Judikative und Exekutive (Regierung, Rechtsprechung und ausführender Gewalt). Das Dreieck und damit der Dritte Punkt steht für Beratung, Unterstützung und auch für den Blick auf einen Zustand von aussen. Wenn zwei Parteien im Konflikt aufeinander stossen kann dies zerstörerische Ausmaße annehmen. Oft kann nur durch eine dritte Partei (oder Person) die sachliche Kommunikation wieder in Fluss kommen und der Konflikt gelöst werden. Eine Beziehung zwischen zwei Menschen kann durch ein gemeinsames Interesse (und damit einen dritten Punkt) stetig im Fluss bleiben und eine stabile Grundlage erhalten.

Dies bedeutet für das Dreieck in Schmuckstücken, dass die Bereitschaft verstärkt wird, Unterstützung anzunehmen und die eigene Situation von außen zu betrachten, sich zu öffen und zu kommunizieren. Das Dreieck schafft eine Verbindung zu Stabilität und Entwicklung. ( Siehe Drei)

Dreizack

( Siehe Drei)

Edelstein

Ei

In den meisten mythologischen Erzählungen beginnt die Entstehung der

Welt aus einem Weltei. Das Ei ist auch ein Wiedergeburtssymbol. Diese Bedeutung haben die Ostereier, die zu Ostern verschenkt werden. Als Traumsymbol hat das Ei stets eine positive Bedeutung. (Siehe Chaos)

Einbruch

Geschieht im Traum ein Einbruch oder tauchen Einbrecher auf, so informiert das Traumbewusstsein über einen drohenden oder bereits stattgefundenen Verlust. Es kann sich auch um einen Einbruch unbewusster Inhalte in die Vorstellungswelt des Träumers handeln, Inhalte, die im bewussten Tagesleben übersehen oder verdrängt worden sind. Etwas anderes wäre ein Einbruch in den Boden oder auf einer Eisdecke. Ein derartiges Bild wäre ein Gefahrensignal, da es über den Verlust des Bodens der Wirklichkeit informiert. Ein Einbruch im Eis ist mit einem Einbruch in das Unbewusste gleichzusetzen. Damit zeigt das Traumbewusstsein Rotlicht an. (Siehe Diebstahl,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Eis)

Eins

(Siehe A, Aleph, Alpha)

Eis

Eine Eisdecke über einem Fluss oder See wie auch eine Vereisung der Straße innerhalb der Traumlandschaft sind ausgesprochene Gefahrensignale. Sie informieren über das Einfrieren von Beziehungen, über seelische Kälte und die Gefahr der Vereinsamung. Ein Einbruch im Eis oder das Bild des auf einer Eisscholle im Fluss oder Meer treibenden Träumers ist bereits ein Rotlichtsignal. (Siehe Einbruch,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Gletscher,&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Meer)

Elektrizitätswerk

Ein Elektrizitätswerk, eine Transformatorenstation, ein Kernkraftwerk sind moderne Energiesymbole, wenn sie im Traum erscheinen. je nach dem Traumzusammenhang können sie auf einen Zufluss von Energie hindeuten und eine positive Bedeutung haben. Nach allgemeiner Erfahrung sind diese Bilder vor allem das Kernkraftwerk als Gefahrensignale zu verstehen. Unkontrollierbare elektrische Ströme oder elektrische Aufladungen in einem Raum signalisieren Rotlicht. Ernsthafte psychische Störungen sind zu vermuten. (Siehe Atombombe)

Elf

Im Zehnersystern, mit dem wir zu rechnen gewohnt sind, ist die Elf die erste zweistellige Zahl. Sie leitet eine neue Zehnerreihe ein. in der Zahlensymbolik des Traums informiert sie über einen Neuanfang oder über Neugeschehen. Die Elf ist die Zahl der treuen jünger Christi ohne Judas. Für die moderne Zahlenmystik, die sich auf die Kabbala stützt, ist die Elf die Verbindung der Eins (= Gott) und der Zehn (= Welt). Daher wird sie als Zahl der Offenbarung und der Erkenntnis angesehen. Die Elf ist aber auch die Zahl der ersten christlichen Märtyrer. Als eine Primzahl ist sie nicht weiter auflösbar und zeigt damit etwas In sich Abgeschlossenes an. J.JACOBI&xnbsp;&xnbsp; schreibt ihr die Symbolbedeutung eines unauflösbaren Konflikts zu. (Siehe Zahlen)

Engel

Engel (von griech. angelos = Bote) sind Gottesboten, und zwar in der Jüdischen, christlichen und mohammedanischen Religion. Als Symbolfigur im Traum hat der Engel die positive Bedeutung eines Seelenführers. (Siehe Alter Mann, Alter Weiser,&xnbsp; Direktor,&xnbsp; Luzifer)

Enthauptung

So gefährlich das Bild einer Enthauptung erscheint, im Traum hat es eine harmlosere Bedeutung. Mit dem Bild, dass der Träumer einer Enthauptung beiwohnen oder gar selbst seinen Kopf verlieren soll, signalisiert das Traumbewusstsein meist nur, dass eine Bewusstseinsverkrampfung stattgefunden hat, die beseitigt werden muss. Wenn dieser Bewusstseinskomplex abgeschlagen ist, erhält die entsprechende Traumperson in der Regel einen neuen Kopf aufgesetzt. (Siehe Amputation)

Erdbeere

Als Frucht im Traum deutet die Erdbeere auf Ehe und Mutterschaft hin. Ihrer Ähnlichkeit mit der weiblichen Brustwarze halber benutzt das Traumbewusstsein erfahrungsgemäß die Erdbeere als ein positives Sexualsymbol. (Siehe Brust)

Eros

Eros, der griechische Gott der Liebe, taucht in den Träumen häufig in der Gestalt eines schönen Jünglings oder auch eines vergnügten Kindes auf. Seine Attribute sind Pfeil und Bogen oder ein Stab mit aufgespießten Herzen, Seine Bedeutung als Traumfigur ist äußerst günstig. Er ist auch für das Traumbewusstsein ein Symbol der Liebe. (Siehe Sexualität)

Esel

In der griechisch römischen Mythologie war der Esel ein Begleiter des Dionysos, des Gottes der unsterblichen Lebenskraft hinter der ewigen Natur, und auch des Sonnengottes. In der indischen Mythologie ist er dem sagenhaften Einhorn verwandt. Der Trunk aus seinem Horn verleiht Vitalität und Jugendlichkeit. Von dorther ist vermutlich die Sexualbedeutung zu erklären, die der Esel im Volksmund hat. Die sprichwörtliche Dummheit, die dem Esel später angedichtet wurde, hat er in der Bildsprache des Traumes nicht. (Siehe Tier,&xnbsp; Traube, Weintraube)

Eva

Das Bild der Eva mit dem Apfel gilt allgemein als ein Sinnbild der Verführung. Doch Eva reichte Adam ja die Frucht vom Baum der Erkenntnis, das heißt, sie verhalf ihm zur Bewusstheit. Als Traumfigur deutet das Bild der Eva auf den Aspekt der Gefühlsfähigkeit und Mütterlichkeit der Frau hin. (Siehe Adam,&xnbsp; Luzifer)

Exkremente

(Siehe Kot, Exkremente)

Explosion

Mit einer Explosion im Traum zeigt das Traumbewusstsein Rotlicht an. Die Explosion ist stets ein ernstes Gefahrensignal, besonders wenn Maschinen oder merkwürdige Stahl-Konstruktionen plötzlich explodieren. In der Regel sind diese Traumbilder von Geräuschempfindungen begleitet: ein plötzlicher Knall, ein donnerartiges Krachen u. a. m. Das Bild der Explosion kann einen seelischen Zusammenbruch andeuten. Es kann aber auch die Gefahr bestehen, dass eine Psychose (= Geisteskrankheit) ausbricht. Ertönen lediglich laute Geräusche, wie ein Donner, ohne dass eine sichtbare Explosion stattfindet, dann kann dies die Vorbedeutung eines ¼Gewitters« haben. Ein plötzlicher Streit ist im Anzug, ein Familienstreit, ein ¼Donnerwetter« des Vorgesetzten im Beruf oder eine sonstige Streitsituation. Bekanntlich hat das Gewitter in der Natur eine reinigende Wirkung. So kann dem Donner unter Umständen auch die positive Bedeutung eines plötzlich bereinigten Konflikts zukommen. Trotzdem ist für alle diese Bedeutungen die angezeigte Gefahrensituation zu beachten. (Siehe Atombombe)

Fackel

In alten Zeiten wurde das für die Entwicklung der menschlichen Kultur so wichtige Feuer durch Fackeln weitergereicht. Auch der eheliche Herd wurde nach der Hochzeit durch eine Fackel entzündet. So ist die Fackel ein archetypisches Symbol der Ehe. Die Fackel, die das Feuer zum Ort der Olympischen Spiele trägt, kann als ein Symbol psychischer Energie verstanden werden. (Siehe Feuer)

Fahrrad

Als Fortbewegungsmittel wurde das Fahrrad vom Auto verdrängt. Wird es im Traum benutzt, so symbolisiert es Individualität und betonte Selbständigkeit, den Versuch, im Leben eigene Wege zu gehen. (Siehe Auto,&xnbsp; Reise)

Farben

Wie die moderne Kommunikationstechnik sich der Farben als Signalzeichen bedient, so verwendet auch das Traumbewusstsein Farben für seine Informationen. Die immer noch in der einschlägigen Fachliteratur zu findende Behauptung, die Mehrzahl der Träume würden nicht farbig, sondern schwarzweiß geträumt, ist irreführend. Mag sein, dass vor der Erfindung der Farbfotografie und des Farbfernsehens viele Träumer bei der Erinnerung an einen Traum im Wachbewusstsein glaubten, sie hätten gewissermaßen einen Schwarzweißfilm gesehen. Für unsere Zeit trifft diese Annahme jedenfalls nicht zu. Die Traumerinnerung ist stets ein psychischer Vorgang. Hebt der Träumer besonders hervor, dass er farbig geträumt hat, dann ist dies lediglich ein Zeichen dafür, dass er sich an bestimmte Farben besonders erinnert. Das bedeutet, dass das Traumbewusstsein neben anderen Symbolen Farbsymbole für die Information benutzt hat. Die Bedeutung der Farben im einzelnen ist folgende:

Weiß

Weiß enthält alle Spektralfarben ohne Unterscheidung. In unserem Kulturbereich gilt Weiß als Farbe der Reinheit und Unschuld. Im Fernen Osten dagegen ist Weiß die Farbe der Trauer und des Todes. Eine ähnliche Bedeutung kann es auch im Traum haben. Es kann ein Informationshinweis für Nicht Bewusstsein sein, wie es vor oder nach Ende der Bewusstseinstätigkeit der Psyche gegeben ist.

Grün

Grün ist die Farbe der pflanzlichen Vegetation. Im Frühjahr, wenn Wiesen und Felder im frischen Grün leuchten, beginnt für die Natur neues Leben. Eine entsprechende positive Bedeutung hat das Grün im Traum, Es entsteht durch die Mischung von Blau und Gelb. Damit erhält es auch die Funktion eines Vermittlers zwischen zwei Gegensätzen. Vergessen Sie aber bei der Deutung nicht, dass das Grün in der Natur ein Werden anzeigt und noch keine Reife. Denken Sie an den sprichwörtlich ¼grünenjungen, Auch diese Bedeutung kann das Grün haben.

Gelb

Gelb ist eine Farbe dynamischer Aktivität, jedoch im Sinne einer geistig intuitiven Betätigung Das Gelb ähnelt der Farbe des Goldes. Es symbolisiert Reife und Ernte.

Violett

Violett entsteht durch die Mischung von Rot und Blau zu etwa gleichen Teilen. Das ist symbolisch verstanden eine Mischung von triebhafter Lebensaktivität und reiner Geistigkeit. In der katholischen Kirche ist Violett die Farbe der Passion Christi und der Märtyrer, die Farbe des Leidens. In der Farbsymbolik des Traumbewusstseins informiert Violett über Konfliktsituationen, die sich aus dem Gegensatz Natur und Geist oder Sinnlichkeit und Vernunft ergeben. (Siehe Blau,&xnbsp; Rot)

Blau

Rot

Die Farbe Rot drückt als Farbe des Blutes Leidenschaft, Sinnlichkeit, Feuer und gesteigerte Lebensvitalität aus. In den ägyptischen und griechischen Mysterienkulten war das Rot die, Farbe der Priestergewänder, in der katholischen Kirche ist es die Farbe der Kardinäle.

Andrerseits ist Rot aber auch die Farbe der Revolution und der blutigen Unterdrückung. Nicht umsonst waren die Jakobinermützen grellrot, und ebenso sind die Fahnen der Sowjetunion und der sozialistischen Länder rot. Rot ist die Farbe des Kriegsgottes Mars. So stellt die Farbe Rot auch ein Gefahrensignal dar, wie es die Verkehrsampel mit dem Rotlicht anzeigt. Im Traum symbolisiert Rot Leidenschaftlichkeit, Fanatismus und Unbewusstheit bezüglich der sexuellen Triebhaftigkeit. Bei der Deutung ist stets der Doppelaspekt zu berücksichtigen. So positiv das Rot in seiner Bedeutung für Aktivität sein kann, sosehr ist es in seiner negativen Bedeutung als Gefahr zu berücksichtigen. (Siehe Rose)

Schwarz

Silber

Gold

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Feige

in der jüdischen Heiligen Schrift der Frühzeit war nicht der Apfel, sondern die Feige die verbotene Frucht. In der griechischen Dionysos Religion, die vor der Staatsreligion des Zeuskult entstand und bis in das erste christliche Jahrhundert hinein die eigentliche Volksreligion war, spielte die Feige ebenfalls eine kultische Rolle. Der Phallus, den die Frauen bei den Dionysosfesten in einem Korb trugen, war aus Feigenholz geschnitzt. Doch

was sich dahinter verbirgt, hat nichts mit Sexualität in unserem Sinne zu tun. Dionysos symbolisierte die schöpferische männliche Kraft, die in der Natur das Weibliche erweckt und belebt. Der Gott symbolisiert vereinfacht gesagt die Kraft des Lebendigen. In allen südlichen Ländern ist der Feigenbaum der Paradiesesbaum und ein Lebensbaum. In diesem erweiterten Sinne kommt der Feige auch eine Sexualbedeutung mit weiblichen Vorzeichen zu. (Siehe Apfel,&xnbsp; Baum,&xnbsp; Pflaume)

Fessel

Eine Fessel im Traum ist das Sinnbild einer Bindung. Ihre Bedeutung im einzelnen ergibt sich aus dem Zusammenhang. Die Fessel kann im positiven wie im negativen Sinne ein Hinweis auf die Ehe oder andere Gebundenheiten sein. Eine Fußfessel war zur Zeit der Antike das Zeichen der Sklaven. Erscheint das bekannte modische goldene Kettchen um das Fußgelenk im Traum, ist es als Information über eine masochistische Veranlagung zu deuten. (Siehe Kette,&xnbsp; Kreis)

Feuer, Flamme

Das Feuer wie die Flamme sind archetypische und mehrdeutige Traumsymbole. Mit der Beherrschung des Feuers beginnt die menschliche Kultur. Das Feuer ist von höchstem Nutzen. Andererseits birgt es in sich eine zerstörende Gewalt. Allgemein gesehen ist das Feuer ein Symbol psychischer Energie. Es kann auch als Symbol für eine seelische Reinigung auftauchen und ebenso als ein Erneuerungs- und Wiedergeburtssymbol. Diese Bedeutung hat das Feuer in vielen nichtchristlichen Religionen. Die Wiedergeburt ist auch der Sinn der Feuerbestattung. Denn das Feuer wie die Flamme symbolisieren ebenso die Kraft des Geistes und einer geistigen Welt. Die Reinigungssymbolik übernahm die christliche Religion beispielsweise in der Vorstellung des Fegefeuers wie der Strafe des Feuertodes auf dem Scheiterhaufen. Die positive lebenserhaltende Bedeutung des Feuers finden wir schlicht auch in der Gleichsetzung des Lebens mit dem Bild der Lebensflamme.

Ein zerstörender Brand dagegen signalisiert stets eine Gefahr. Das kann eine verzehrende Leidenschaft sein und der Traum will auf eine sexuelle Hörigkeit hinweisen. Ebenso kann der Ausbruch eines Brandes starke und fanatische Ideen anzeigen. (Siehe Fackel)

Fisch

In Altägypten und Kleinasien galt der Fisch als Symbol der Seele. Im Buddhismus ist der Fisch ein Sinnbild geistiger Macht. In der analytischen Psychologie von C. G.JUNG gilt der Fisch als Symbol des Selbst, Mit diesem Begriff umfasst jung die psychische Gesamtpersönlichkeit des Menschen" die das Unbewusste einschließt.

Sofern es der Gesamtzusammenhang der Trauminformation ergibt, kann der Fisch auch sexuelle Bedeutung haben. Da der Fisch im Wasser lebt dem Sinnbild des Unbewussten, wird es sich um unbewusste Inhalte handeln. Die Nixe, ein weibliches Fabelwesen mit einem Fischschwanz, veranschaulicht die Fischnatur, die kalte, gefühls-unbezogene Seite der Sexualität. Haifische, die bedrohlich im Wasser umher schwimmen, zeigen die Gefahr besitzergreifender unbewusster Komplexe.

Fische leben in der Wasserwelt, die als Symbol für das Unbewusste gesehen wird. Damit werden Fische als Verkörperung lebender Inhalte aus in der Tiefenschicht der Persönlichkeit gesehen.

In zahlreichen Kulturen werden Fische als Glücksbringer und Zeichen des Überflusses gesehen, mit den Göttinnen der Liebe in Verbindung gebracht, mit sexuellen Freuden und mit der Fruchtbarkeit der Natur.

Im Christentum spielen Fische eine wichtige Rolle, unter anderem als Erkennungszeichen der Christen unter Heiden. Dies ist unter anderem auf das Bad im Taufbecken (piscina, wörtlich Fischteich) zurückzuführen. Nach christlicher Überlieferung sind Fische die Lebewesen, die bei der Sintflut von Gottes Fluch verschont wurden, durch das Taufbad wurden die Christen ihnen gleich. Daneben wurde Jesus als erste Verkörperung des Welt-Zeitalters der Fische gesehen. Der Fischerring des Papstes geht auf eine Textstelle aus den Evangelien zurück vom reichen Fischfang der Apostel. (Siehe Nymphe,&xnbsp; Wasser)

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Fliegen, Flugzeug

Flugträume sind überaus häufig. Das Flugzeug ist das schnellste Verkehrsmittel unserer Zeit, doch sind Flugreisen nicht ungefährlich. Auch das Traumbewusstsein signalisiert mit dem Reisen im Flugzeug häufig Gefahr. Das Flugzeug kann aber unter Umständen als Übermittler weitreichender Gedanken und Ideen auftauchen oder allgemein auf einen Freiheitsdrang hinweisen. Das Fliegen im Traum ohne ein Flugzeug oder sonstiges Fluggerät also das Dahinschweben des Träumers über einer Landschaft ist eine Information darüber, dass sich der Träumer mit seinen Gedanken und Vorstellungen im wachen Alltagsleben über die Lebensrealität hinaushebt. Er macht es sich zu leicht, wenn er über gewisse Probleme oder Konflikte einfach hinwegfliegt. Dieses Traumbild ist eine Warnung. Der Träumer

sollte auf dem Boden der Tatsachen stehen. S. FREUD erklärt Flugträume als sexuelle Wunschvorstellungen. Richtig ist ohne Zweifel der Zusammenhang zwischen einem Fliegen ohne Fluggerät und einem unerfüllbaren Wunsch. Flugzeuge gab es im Jahre 1900 noch nicht. Auch gehört das Gefühl des Fliegens und Schwebens zum Rauscherleben, wozu auch der Liebesrausch zählt. Die erotische Nebenbedeutung des rauschhaften Fliegens ist uralt und findet sich in fast allen mythologischen Vorstellungen. Die FREUDsche Erklärung kann durchaus zutreffen. Nur ist sie sehr einseitig. Zu unserer Zeit ist das Fliegen durch den technischen Fortschritt eine alltägliche Wirklichkeit geworden. So symbolisiert nach unserer Erfahrung das Fliegen im Traum weit mehr eine gedankliche Übersteigerung der Möglichkeiten des Träumers. (Siehe Adler) Die Umgangssprache kennt das Wortbild vom ¼Strom des Lebens«. Eine vergleichbare Informationsbedeutung haben auch Flüsse und Ströme im Traum. Allgemein symbolisieren sie den Strom psychischer Energie. Die Fahrt auf ihnen in einem Boot oder Schiff ist als Vergleich mit der Fahrt der Lebensreise zu verstehen. Andrerseits ist das Wasser auch ein Symbol des Unbewussten. Ausufernde Flüsse oder reißende Ströme wie Bäche, die sich dem Träumer als Hindernisse entgegenstellen, bedeuten Hindernisse durch Vorstellungen oder Verhaltensweisen, die unbewusst motiviert sind. Zu beachten ist bei derartigen Traumbildern die Gestaltung des Ufers. Ist es unzugänglich, ist ein tief im Unbewussten verankerter Komplex zu vermuten. Ist das Ufer kultiviert, durch Stein oder Betonmauern eingefasst, So wäre dies ein Hinweis auf eine Einengung des Träumers durch die Nebenerscheinungen der modernen Zivilisation. Wichtig ist, ob im Traum eine Brücke erscheint, die das Hindernis Fluss, Strom oder reißender Bach überbrückt. Dann ist auch eine Überbrückung der Schwierigkeiten im Leben angezeigt. (Siehe Brücke,&xnbsp; Wasser)

Formen

&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; (siehe Raumkörper)

&xnbsp;Dreieck

Das Dreieck symbolisiert sowohl Feuer (nach oben gerichtete Spitze) als auch Wasser (nach unten gerichtete Spitze). Das Feuer-Dreieck steht auch symbolisch für das männlich-aktive, das Wasser-Dreieck für das weiblich-kreative. Das Feuerzeichen "steht" nach oben, das Wasserzeichen ist Abbild des Schamdreiecks und stellt so die Verbindung zum "Fließen" her. Schon in Höhlenmalereien von vor Zehntausend Jahren ist das Dreieck klar erkennbar. Natürlich ist es auch mit der Zahl Drei eng verbunden. So sehen wir z.B. die Mondin in drei "Zuständen": voll, ab- und zunehmend (den vierten "Zustand", Neumond, sehen wir ja nicht) Eine weitere Dreiheit bilden Geburt, Leben und Tod. Und die Drei steht für die kleinste Gemeinschaft, die Familie: Mutter, Vater, Kind. So wie das Dreieck eine Einheit bildet, sollte es auch die Gemeinschaft tun. Drei Personen bilden bereits ein Gruppe, ab dieser Zahl lässt sich z.B. ein Coven gründen. Eng verwandt mit dem Dreieck ist die Pyramide (Siehe Pyramide)

Pyramide

Als Plattform dient ihr ein Quadrat - so verbindet sie die Plattform mit vier Dreiecken zu einem "Platz", einem sicheren Zuhause. Zwar waren Pyramiden Grabstätten, doch stehen sie für das Zuhause im "Leben nach dem Tod". Welche sich des Kreislaufs von Geburt-Leben-Tod bewusst ist, weiß auch, dass wir unser Leben tatsächlich nach dem Tod (eines anderen Lebens) Leben.

Die Pyramide ist Ausdruck dessen, was das Dreieck bereits andeutet: unsere Welt ist Dreidimensional, und die Pyramide nimmt diesen Platz ein.

Quadrat

Hier wird erstmalig auf die Vier aufmerksam gemacht. Wenn wir in einem Flugzeug die Welt von oben betrachten, sehen wir, dass alle Äcker und Wiesen eine mehr oder weniger Quadratische (Rechteckige) Form haben. So ist das Quadrat der Platz, den wir abstecken, den wir uns als Lebensraum zugestehen. (vgl. hierzu die 4 Scheiben der kleinen Arkana). Ein Acker ist ein Stück "Leben" für das wir verantwortlich sind, das wir hegen und pflegen müssen, wenn es uns was bringen soll. So sind wir auch für unser Leben selber verantwortlich. Wir entscheiden jeden Tag mit jeder Entscheidung aufs neue, was es uns bringt. Beschreitet eine ein Quadrat entlang der Linien, muss eine viermal die Richtung ändern. So lässt sich der abgesteckten Platz "von allen Seiten" betrachten.

Die räumliche Ausdehnung des Quadrates ist der

Würfel

Er hat sechs Seiten und acht Ecken. Jedes Eck ist wiederum mit drei Seiten verbunden. Der Würfel ist ein Objekt, das eindeutig Stellung bezieht. Er entscheidet, auf welcher Seite er steht und bleibt nicht auf der Kippe. Einmal gefallen, bleibt er dabei - alea jacta est, wie schon Cäsar wusste. Allerdings ist nicht immer klar, ob er mit seiner Stellung das Offensichtliche deutlich machen, oder das Verborgene schützen will.

Kreis

Sehr früh in der Menschengeschichte taucht die bildliche Darstellung des Kreises auf. Wenn wir einen Kreis ziehen wollen, brauchen wir dazu einen Mittelpunkt, um den sich alles dreht. So hat sich die Menschheit selbst als Mittelpunkt des Erdkreises gesehen - und tut es heute noch mit fatalen Auswirkungen. Beschreitest du die Kreislinie, so behälst du deine Richtung bei. Kein Wunder also, dass die Menschheit irgendwann angefangen hat, das Leben, den "Fortschritt" linear zu sehen. Dabei ist die wörtliche Bedeutung die richtige: fort-Schritt vom natürlichen Kreislauf, eine Entwicklung, die uns aus dem Leben ent-wickelt, hin zu was? Kehren wir also wieder in den Kreis zurück, sehen wir uns wieder als Teil des Lebens, als Teil eines Kreislaufes.

Der Kreis ist das zweidimensionale Abbild einer Kugel. (Siehe Kugel)

Kugel

Im Gegensatz zum Würfel bezieht die Kugel keine Stellung, sie rollt - einmal in Bewegung geraten - munter weiter. So war die Erdkugel für Galileo tatsächlich der Stein des Anstoßes - etwas, das Bewegung in die Geschichte brachte. Die Kugel ist etwas, das schützt und verbirgt, so sind z.B. Eier Kugeln (gut, vielleicht nicht so "perfekt"). Auf einer Kugel können wir uns nicht wirklich voneinander wegbewegen, wir kommen einander immer entgegen. Ab dem Zeitpunkt, wo wir uns so weit entfernt haben, dass wir uns nicht mehr sehen können, brauchen wir uns nur umzudrehen, um festzustellen, dass wir uns eigentlich die ganze Zeit einander genähert haben. &xnbsp;

Spirale

Der Kreislauf des Lebens ist eigentlich der falsche Ausdruck, tatsächlich ist es nämlich eine Spirale. Es wiederholt sich zwar jährlich die Abfolge der Jahreszeiten, doch jeden Abschnitt beginnen wir mit der neuen Erfahrung des vorausgegangen im Gepäck. Wie beim Strumpfstricken: die Nadeln bewegen sich im Kreis, und doch "wächst" der Socken. Eine Spirale kann sich nach innen und nach außen bewegen, trotzdem ist die Bewegung letztlich die gleiche. Von oben betrachtet erscheint uns die Spirale als Kreis, sehen wir sie von der Seite, erscheint sie uns als Welle. Deshalb ist die Spirale der Schlüssel zum Leben; sie beinhaltet Raum und Zeit. Übrigens ist auch die DNS eine (Doppel)Spirale.

Die Spirale ist ein Symbol _psychischer Dynamik. Ihre kreisförmige Bewegung zeigt ein Umkreisen von Problemen von allen Seiten an. Doch im Gegensatz zur Kreisbewegung, die immer wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt, führt die Spirale einwärts gerichtet zum Zentrum. Das Bild der Spirale im Traum gehört zu den positivsten Signalen. Nach Situationen eines seelischen, geistigen oder sonstigen Stillstandes zeigt sie stets einen Fortschritt an. Die Spirale ist eines der ältesten Symbole der Menschheitsgeschichte und verwandt mit dem Kreis. Sie verkörpert damit die Unendlichkeit. Die Spirale symbolisiert in vielen Kulturen die Einkehr der göttlichen, spirituellen Energie in den Körper, den Tod und die Wiedergeburt, aber auch den Lebenslauf vom Anfang bis zum Ende.

(Siehe Kreis,&xnbsp; Kreuz)

&xnbsp;Fünfeck

Das Fünfeck (auch Drudenfuß) ist das wohl wichtigste Symbol im Heidnischen Glauben. Es steht als Pentakel für den Norden und symbolisiert die Erde. Es kann bannend und schützend wirken. Es lässt sichin einem Zug malen, ohne abzusetzen - so gesehen eine ungelenke Darstellung einer Spirale. Das Pentagramm steht für die Zahl Fünf und beinhaltet die vier Elemente und den Geist (Äther). Auch heute noch ist es ein gefragtes Symbol: ob als Sheriff-Stern, Weihnachtsstern, in Flaggen, als Symbol der Hollywood-"Stars" usw. So vermittelt es immer wieder Schutz und Hilfe. Will doch jede "unter einem guten Stern stehen". Inzwischen wurde festgestellt, dass die Erde linienförmige Strahlungen aufweist. Dort, wo sich solche Linien treffen, finden sich rein zufällig heilige Stätten. Da die Kirche ihre Tempel über den alten errichtet hat, sind sie uns bis heute als Punkte erhalten geblieben. Offensichtlich wussten unsere Ahninnen ganz genau, wo sie einen Tempel, einen Altar, eine heilige Stätte errichteten. Betrachten wir diese Linien von oben, so bilden sie lauter aneinander und ineinander verwobene Pentagramme - selbst Plato bemerkte schon, dass die Erde von oben "wie ein Fußball" aussähe (wobei fraglich ist, ob er tatsächlich das Wort "Fußball" verwendete).

&xnbsp;Sechseck

Das Sechseck ist als Davidsstern oder "Judenstern" bekannt. Im Gegensatz zum Pentagramm kann ma ihn nicht in einem Zug malen - er besteht aus zwei überlagerten Dreiecken. So weist er auf die Dualität des Lebens hin: dass alles zwei Seiten hat. Er vereint das Feuer und das Wasser - und bildet durch diese Einheit Luft und Erde. Es macht uns auf einfache Weise klar, dass Gegensätze sehr wohl unter einen Hut gebracht und ausgeglichen werden können. Wir lernen von ihm, unsere Dualität anzuerkennen.

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Oktagon (Achteck)

Tetraeder (Dreieckspyramide)

 

Frau, unbekannte

Die Person einer unbekannten Frau im Traum, in welcher Gestalt auch immer sie erscheint, ist ein Symbol der unbewussten weiblichen Seite in der Seele des Träumers. C. G.JUNG hat für diese psychische Funktion den Begriff des Schattens geprägt, sofern die unbekannte Frau im Traum einer Frau oder eines Mädchens auftaucht. Die Traumhandlungen der unbekannten Frau sind als Hinweise für unbewusste Eigenschaften oder Verhaltensweisen der Träumerin zu deuten. Im Traum von Männern symbolisiert die unbekannte Frau die in jedem Mann vorhandene weibliche Komponente. Diese weibliche Persönlichkeitsseite in der Psyche des Mannes bezeichnet JUNG als Anima, Die Figur der Anima im Traum verkörpert gewissermaßen die weiblichen Seeleneigenschaften eines Mannes, seine Gefühle, Stimmungen, Ahnungen wie auch den Charakter seiner Liebesbeziehungen mit einer Frau in der Lebenswirklichkeit. In seiner Entwicklung und Festlegung wird dieses ¼innere Seelenbild« von den Frauen im Mann naturgemäß durch das Verhalten der Mutter geprägt. Es handelt sich dabei um ein unbewusstes Bild oder auch Verhaltensmuster, das sich von den Vorstellungen des Wachbewusstseins erheblich unterscheidet. Im Traum wird dieses unbewusste Bild der Anima in den verschiedenartigsten Gestalten sichtbar. Die Möglichkeiten reichen von der Heiligen bis zur Dirne und von der Märchenprinzessin bis zum emanzipierten Blaustrumpf Ihre Traumhandlungen informieren über die Vorstellungen, die der Träumer in der Realität des Lebens auf seine Partnerin überträgt. Erfahrungsgemäß entstehen die meisten Partnerschaftskonflikte dadurch, dass die Frau in der Realität nur selten mit dem auf sie projizierten Animabild übereinstimmt. (Siehe Mutter,&xnbsp; Mutterkomplex)

Frosch

Männer träumen selten von Fröschen, eher von Kröten. In den Träumen von Frauen und Mädchen dagegen taucht der Frosch öfter als Symboltier auf. Seine Bedeutung ist ähnlich der Bedeutung in dem bekannten Märchen der Gebrüder GRIMM vom Froschkönig, In diesem Märchen verwandelt sich der Frosch in einen strahlenden Prinzen. Aber erst, nachdem die verwöhnte Prinzessin dem Frosch, auf Befehl ihres Vaters des Königs , Nahrung gegeben und ihn in ihrem Bett gewärmt hat. In der Natur ist der Frosch ein Tier, das teils auf dem Lande und teils im Wasser lebt. Entwicklungsgeschichtlich ist damit eine Übergangsstufe des tierischen Lebens angezeigt. So erhält der Frosch im Traum die Bedeutung eines Wandlungssymbols. Seine Wasserseite deutet auf die kalte, noch unpersönliche Urnatur hin, seine Landseite auf eine höhere Stufe der Entwicklung. Das Gleichnis im Märchen sagt, dass diese unpersönliche Naturseite, die auch zur Sexualität in ihrer Triebhaftigkeit gehört, nur durch seelische Nahrung und durch die Einbettung in das menschliche Gefühl in den Bereich einer tragbaren menschlichen Beziehung gehoben werden kann.

Die Beziehung des modernen Menschen zur Natürlichkeit der Natur ist bereits soweit gestört, dass Frauen häufig gegen Frösche, auch gegen Schlangen und ähnliche kaltblütige Tiere einen unüberwindbaren Widerwillen empfinden. Dies kann sich bis zu einer Phobie das ist eine zwanghafte Angst steigern. Als Traumsymbol hat der Frosch jedoch eine positive Bedeutung, sofern sein Wandlungscharakter verstanden wird. Das Gleichnis des Märchens gilt auch heute noch. Die Flucht der Prinzessin vor dem Frosch ist keine Lösung des Problems. Der König, ein Symbol der Autorität und der seelischen Ordnung, zwingt die Prinzessin, den Frosch anzunehmen. Für das Traumbewusstsein stellt das die Aufforderung dar, sich der kalten und gefühlsunbezogenen Natur oder Triebseite der männlichen Sexualität bewusst zu werden. Nur durch Bewusstheit und Annahme der von der Natur gesetzten Gegebenheit kann die Sexualität zu einer Bereicherung der persönlichen und seelischen Beziehung zwischen Mann und Frau werden. Die Sexualität zu kultivieren ist Aufgabe der Frau. (Siehe Kröte,&xnbsp; Schlange)

Fünf

In der Zahlensymbolik esoterischer Lehren bedeuten die Fünf, das Fünfeck, der fünfzackige Stern und das Pentagramm die Zahl des natürlichen Menschen. Sie ergibt sich aus dem Bild eines Menschen mit ausgestreckten Armen und gespreizten Beinen, die zusammen mit dem Kopf ein Fünfeck bilden. Das Pentagramm, ein regelmäßiges Fünfeck, lässt sich mit Hilfe des aus der Geometrie bekannten Goldenen Schnittes konstruieren. Nach alchimistischer Erklärung erhält die Fünf ihre Symbolbedeutung von den fünf Sinnen des Menschen. Ein umgekehrtes Pentagramm, also ein regelmäßiges Fünfeck, das mit der Spitze nach unten zeigt, hat nach der Geheimlehre der jüdischen Kabbala die Symbolbedeutung des gefallenen Engels, (Siehe Engel,&xnbsp; Luzifer,&xnbsp; Zahlen)

Fuß

(Siehe Bein)

Garten

Assoziation: inneres Selbst, &xnbsp;Wachstum oder Blüte. Fragestellung: - Was nähre ich in mir?
Ein Garten als Traumort hat in der Regel eine positive Bedeutung. Er gehörte in früherer Zeit zu jedem Haus, wurde meist von den Eheleuten gemeinsam kultiviert und lieferte einen Großteil der täglichen Nahrung. Ebenso wurden Blumen im Garten gepflanzt, zur Freude und um das Haus zu schmücken. So ist auch der Garten als Symbol ein Sinnbild der ehelichen Beziehungen. Er zeigt Wachstum, Fruchtbarkeit und Lebensfreude an. Die gleiche positive Informationsbedeutung hat auch der Gärtner, der den Garten hegt und pflegt.

Verbindung mit der Erde,- Manipulation,- Schönheit,- nährend (körperlich und geistig),- Lebenserhalt,- pflanzen,- ernten. Beschreibung: Der Garten ist ein Ort, an dem Menschen eine besondere Beziehung zur Mutter Erde, zu den Wesen des Mineral- und Pflanzenreichs wie auch zu den Wassergeistern aufnehmen können. Im Allgemeinen wird ein Garten zum Anbau von Gemüse und Kräutern oder zur Zierde angelegt. Allgemeine Bedeutung: Neue Verbindungsaufnahme mit der Erde, ohne jedoch zu tief in die Erdenergie einzutauchen,- Nähe, ohne die Verbindung zu manipulieren. Assoziation: Garten Eden, Paradies,- Vertreibung aus dem Paradies. Transzendente Bedeutung: Verstehen eines tiefen Aspekts deiner Natur, der immer mit der Energie der Erde in Verbindung stand.

Der Garten ist ein ähnliches Traumsymbol wie der Wald, nur ist er lieblicher und ein Stück domestizierter Natur. Dem Garten fehlt die wilde Kraft des (ursprünglichen, traditionellen) Waldes, aber ist er der Ort der Liebe und der Verführung. In den traumhaften Geschichten aus Tausendundeiner Nacht findet der sexuelle Genuss stets im Garten statt. Das einzige erotische Buch der Bibel, das erstaunlicherweise das Konzil von Nicäa überlebte, nämlich das Hohelied, das etwa im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung aufgeschrieben wurde, spielt bezeichnenderweise in einem Garten. Wer heute vom Garten träumt, bei dem schwingt, zumindest im Hintergrund, sicherlich auch die Sehnsucht nach Liebesgenuß, Verführung und nach Abenteuer mit. Allerdings ist das nicht die einzige Bedeutung dieses Traumsymbols - der Garten ist auch Ort der Ruhe und Erholung. Daß es aber der Garten und nicht die wilde Natur ist, die der Träumende sieht, zeigt auch seine 'Verzagtheit'. Ein bißchen Natur ist erlaubt, zuviel Natur jedoch von Übel - nach dieser Devise läßt der Traum nur noch das Bild des Gartens zu, um den großen Zensor in uns zu umgehen, der die Bilder der wilden Natur zu erschreckend findet. Im Garten drückt sich die Angst vor dem gefährdeten Leben aus, in dem sich der Mensch den Kreisläufen der Natur ausgesetzt fühlt. So schafft man das Bild des Gartens als ein Abbild des Paradieses. Anders sind da die klassischen Gärten der Mythologie, wie beispielsweise derjenige der Hesperiden ('Hesperos' ist der griechische Ausdruck für den Abendstern). Er ist ein Obstgarten, in dem wie im keltischen Avalon Apfelbäume mit goldenen Äpfeln stehen. Diese Bäume wurden Hera als Hochzeitsgeschenk von der Mutter Erde gegeben, damit Braut und Bräutigam mit der heiligen Hochzeit (hieros gamos) die Fruchtbarkeit der Erde erhalten. Hier ist auch im Symbol des Gartens die ursprüngliche Macht der Natur zu spüren. Die moderne Tiefenpsychologie und besonders C. G. Jung sehen im relativ häufig auftretenden Traumsymbol des Gartens ein Symbol der Individuation, das sich im Unbewußten des Menschen konstelliert, und den Träumenden auf die Aufgabe seiner Individuation aufmerksam macht. Oftmals verbirgt sich hinter dem Traumsymbol Garten auch eine Weltflucht. Wenn Sie vom Garten träumen, dann versuchen Sie, diesen Garten immer wilder werden zu lassen. Beleben Sie ihn in der Tagtraumtechnik mit wilden Tieren und statten Sie ihn mit mächtigen Bäumen und Pflanzen aus: Spüren Sie die Kraft der Natur, die Sie dabei durchströmt. Öffnen Sie sich Ihr. Der Garten im Traum ist ein positives Traumsymbol, denn es deutet Wachstum im Leben des Träumenden an oder seinen Wunsch, sich selbst zu kultivieren. Er symbolisiert den inneren Zustand des Träumenden. Garten symbolisiert häufig das Innenleben, vor allem den Bereich der Gefühle. Die genaue Bedeutung kann sich aus folgenden Begleitumständen ergeben:

Schönen Garten sehen bringt den Wunsch nach Liebe und Zuneigung zum Ausdruck.

Im Garten spazieren gehen steht für eine ausgeglichen-heitere Lebensgrundstimmung.

Garten hegen und pflegen zeigt an, daß man sich bemüht, Gefühle und zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen,- zuweilen verspricht die Gartenarbeit auch Zufriedenheit mit dem Leben und sich selbst.

Verwilderter Garten kann Enttäuschungen ankündigen, weil man sich vielleicht nicht genug um einen nahestehenden Menschen bemüht.

Hohe Gartenmauer kann stilles Glück verheißen, aber auch vor Selbstgenügsamkeit, Zurückgezogenheit und Vereinsamung warnen.

Psychologisch:

Der Garten hat als Traumsymbol fast immer eine positive Bedeutung. Er steht im allgemeinen als Bild für eine partnerschaftliche oder eheliche Beziehung und deutet Wachstum, Fruchtbarkeit, Lebensfreude und Erneuerung an. Der Traumbereich, in den man nur wenige hereinläßt. Oft ist er mit einer Mauer oder einem Zaun umgeben, und sein Eingang ist eng - ein Hinweis darauf, daß man sich nicht in sein Inneres schauen lassen möchte. Aus seinem Zustand - ob gepflegt oder verwildert - lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der Seele ziehen. Steht alles in Blüte, herrschen Wachstum und Fruchtbarkeit, so zeigt das unsere Lebensfreude und meist auch ein intaktes Liebes- und Familienleben an. Der Gärtner, der den Garten im Traum hegt und pflegt, hat wie der Garten selbst eine positive Bedeutung. Der Garten im Traum kann für weibliche Wildheit stehen, die kultiviert und gezähmt werden muß, damit optimales Wachstum möglich ist. Träumt eine Frau von einem auffallend blumenreichen Garten, kann entweder ein befriedigendes oder ein unbefriedigendes Liebesleben dahinterstecken. Unbefriedigte Frauen träumen von einem umzäunten Garten, dessen schöne Blumen sie nicht erreichen können und können darüber hinaus auch Jungfräulichkeit darstellen. In erotischen Männerträumen entspricht der Garten dem Leib der Frau, das Paradies, das es wiederzufinden gilt. Altägyptische Traumforscher schlossen aus dem Spaziergang durch einen schönen Garten, daß man sein ganzes Leben gut gestalten werde.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene steht Garten im Traum für das Paradies und ist als Aufforderung an den Träumenden zu verstehen, Entspannung zu suchen.

Artemidoros:

Alles was langsam wächst und langsam reift führt sowohl das Glück als auch das Unglück langsamer herbei. Alles aber was schnell wächst und schnell reift, führt das Glück als auch das Unglück rasch herbei. Derselbe Gesichtspunkt kommt auch bei (Reife-) Terminen zur Geltung. Ebenso setze alle Feldfrüchte zu den Gartengewächsen in Beziehung und den Bauer, den man im Traum schaut zum Gärtner. Im besonderen aber ist der Garten Bordellbesitzern von Nutzen, wegen der vielen Samen und der saisonbedingten Arbeit im Garten, dagegen bringt er Frauen allesamt in den Ruf der Sittenlosigkeit und Hurerei (Kepos = Garten, heißt häufig auch das weibliche Geschlechtsteil.)

&xnbsp;(Siehe Baum,&xnbsp; Blumen, Blüten,&xnbsp; Farben)

Geburt

Mit dem Bild einer Geburt zeigt der Traum die Entstehung von etwas Neuem an. Diese Trauminformation bezieht sich jedoch nur in den seltensten Fällen auf eine reale Geburt. In der Regel deutet ein solches Bild im Traum auf neue Möglichkeiten. Welcher Art diese sind, lässt sich nur aus den zusätzlichen Symbolen und Traumbildern erschließen. (Siehe Tod)

Gefängnis

Mit dem Bild des Gefängnisses als Traumort informiert das Traumbewusstsein über geistige, seelische oder sonstige Einschränkungen oder Behinderungen. Oft signalisiert der Traum mit dem Gefängnis oder der Situation des Gefangenseins, dass der Träumer in Bewusstseinsvorstellungen gefangen ist, die mit der Lebenswirklichkeit nicht übereinstimmen. (Siehe Fessel)

Geier

Mit dem Bild eines Geiers signalisiert das Traumbewusstsein Gefahr. In der altägyptischen Mythologie ist der Geier ein Tier der Todesgöttin. Die mittelalterliche Alchimie schreibt ihm eine andere Bedeutung zu. Hier gilt er als ein Symbol der unbefleckten Empfängnis, weil das Geierweibchen der Legende nach vom Ostwind befruchtet wird. Als Symboltier im Traum ist der Geier insofern ein Gefahrensignal, als er auf einen Autismus hinweist. Autismus darf nicht mit Egoismus verwechselt werden. Autismus ist eine selbstversponnenweit, die sich in einer mangeln den sozialen Kontaktfähigkeit äußert. Zum Autismus gehören auch übertrieben selbstsüchtige Forderungen. Schließlich wird der Geier als Aasgeier auch in der Sprache zur Kennzeichnung einer ausbeutenden Einstellung verwandt. (Siehe Mutter,&xnbsp; Vogel)

Geige

Volkstümlich ist es, die Geige wie auch das Cello oder die Flöte in eine Analogie zur Erotik zu setzen. Geige wie Cello werden mit dem weiblichen Körper verglichen, weil die Einbuchtung in der Mitte einen Vergleich mit der weiblichen Taille erlaubt. In dem Volkslied ¼Mein Herz ist eine Fidel, auf der dein Bogen geigt« findet sich diese Bedeutung. Die Musik ist die Ausdrucksweise der Gefühle und in ihren Anfängen vermutlich ebenso alt wie die Sprache. ¼Musik ist Liebe, die man hören kann« lautet der Titel eines modernen Chansons von Suzanne DOUCET. Eine entsprechende Information vermittelt das Traumbewusstsein mit dem Bild der Geige oder anderer Musikinstrumente. (Siehe Musik)

Geld

Geld oder Geldstücke als Traumsymbole sind Sinnbilder seelischer Energie. Sie repräsentieren im Traum ebenso Werte wie das Geld im Alltagsleben. Besonders positiv ist es, im Traum Geld zu finden. Natürlich kommt es auf die näheren Umstände an, unter denen ein in der Traumsprache psychischer Wert gefunden wird. Der Verlust von Geld im Traum informiert andrerseits über den Verlust gewisser Eigenschaften oder Fähigkeiten, eventuell auch darüber, dass der Träumer seine ¼Talente« nicht genügend nutzt. Silbermünzen haben wegen der weiblichen Mondfarbe Silber einen weiblichen Aspekt. (Siehe Mond,&xnbsp; Sparkasse)

Geometrie

(Siehe Formen)

Geschichte

Jeder Mensch befasst sich sowohl mit der eigenen als auch mit der historischen Vergangenheit. Geschichten bieten vielleicht die objektive Beurteilung einer subjektiven Art zu existieren. Wenn der Träumende einen historischen Traum hat, der etwa im Mittelalter oder in der Zeit der Weltkriege angesiedelt ist, dann stellt er durch diesen Traum eine Verbindung zu Gefühlen und Persönlichkeitsanteilen der Vergangenheit her. Er nimmt Verbindung mit der Person auf, die er früher einmal war. Vielleicht führt ihn dies auch zu altmodischen Glaubensvorstellungen und Lebensweisen.

Psychologisch:

Im Traum erzählte Geschichten sollte man sich möglichst merken können - sie handeln meist von wesentlichen Ereignissen oder entscheidenden Situationen des eigenen Lebens, deren besonderen Stellenwert man aber leider erst später (zu spät?) erkennen kann. Tipp: Auch wenn die ganze Geschichte am nächsten Morgen nicht mehr restlos erinnert werden kann - was immer davon 'noch da' ist, bitte notieren. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird diese Traumnotiz später einen wichtigen Hinweis geben oder ein fehlendes Gedanken- 'Puzzle' darstellen. Das gilt ganz besonders für Geschichten, die man wiederholt oder gar in Fortsetzungen (wie eine Filmserie) träumt.

Auf der spirituellen Ebene kann ein Traum, in dem der Träumende sich in verschiedenen geschichtlichen Epochen wiederfindet, ein Hinweis auf eine frühere Inkarnation sein.

Gewalt

Gewalttätigkeiten im Traum sind als eine Information über die Notwendigkeit zur Disziplin zu verstehen. Wenn dem Träumer Gewalt angetan wird, so kann dies unter Umständen auf Minderwertigkeitsgefühle hindeuten. Ergibt der Gesamtzusammenhang der Traumhandlung eine erotische Bedeutung, so kann Gewaltanwendung, je nachdem, ob sich der Träumer gewalttätig verhält oder ob er Gewalt erleidet, die Information des Traumbewusstseins über eine sadistische oder masochistische Veranlagung (Siehe Säbel,&xnbsp; Vampir, Fledermaus)

Gewehr

Das Gewehr wie auch alle anderen Schusswaffen sind Traumsignale für Aggressionstendenzen. Die Psychoanalyse deutet die Waffen als Sexualsymbole. Das ist nur bedingt richtig. In den modernen Märchen unserer Zeit, den Western, ist der Gunman der typische Held. Er trifft sein Ziel mit Unfehlbarkeit und hat stets die letzte Kugel. Er verkörpert damit die Vorstellung vom Supermann, dessen männliche Potenz ebenfalls unerschöpflich ist.

Die Maschinenpistole symbolisiert Aggressivität. je nach dem Zusammenhang kann es sich dabei um eine sexuelle Triebaggressivität handeln, Eine Maschinenpistole ist im Gegensatz zum Gewehr eine automatische Waffe. Diese Automatik verleiht ihr den Charakter einer gefährlichen, weil unbewussten Triebautomatik. Achtung! Der Traum signalisiert mit diesem Symbol Rotlicht. (Siehe Supermann)

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Gitarre

(Siehe Geige)

Glas

Denken Sie an das Sprichwort ¼Glück und Glas, wie leicht bricht das«. So gesehen kann Glas im Traum auf die Zerbrechlichkeit einer Beziehung oder auf eine Überempfindlichkeit des Träumers hindeuten. Eine Glaswand, die zwischen dem Träumer und anderen Personen steht, hat eine ungünstige Bedeutung. Der Träumer kommt an die Person und das, was sie verkörpert, nicht heran. Glasgefäße dagegen können eine positive Symbolbedeutung haben. Gefäße in der Art von chemischen Retorten beispielsweise deuten auf einen Bewusstwerdungsprozess. Auch ein kostbarer Kristallkelch hat eine ähnlich positive Bedeutung. Es kommt darauf an, was sich in dem Glasgefäß befindet. Ein Glasfenster, aus dem der Träumer hinaussehen kann oder das plötzlich in einer Mauer erscheint, symbolisiert einen Ausblick auf etwas Neues. Im Fall der Mauer oder Wand: den Ausblick auf eine befreiende Situation. Die Auffassung von FREUD und seiner Schule, ein Glasgefäß oder ein Gefäß allgemein sei ein Symbol für das weibliche Geschlechtsorgan, ist falsch. (Siehe Eis,&xnbsp; Sexualität)

Gletscher

Ein Gletscher in der Traumlandschaft oder gar als Standort des Träumers ist ein Signal für Gefühlskälte. Das Versinken in einer Gletscherspalte Wäre das Versinken in eine geistige oder emotionale Erstattung. Bei einem solchen Bild ist b sonders der Schlussteil des Traumes zu beachten. Die Überwindung des Gletschers oder die Rettung aus der tödlichen Gletscherspalte wären ein positives Signal. (Siehe Eis)

Gold

In grauer Vorzeit galt das Gold als eine Botschaft der Götter. Sein kosmischer Vater ist die Sonne. Das Gold war heilig, sein Besitz dem gewöhnlichen Menschen verboten. Zur Frühzeit menschlicher Kultur durfte Gold nur für die Herstellung von Tempelgeräten und für Trink , Speise oder Schmuckgegenstände des Königs verwendet werden. Die Könige der Frühzeit aber waren göttlicher Abkunft und Priesterkönige. Das Gold widersteht allen Natureinflüssen. In die Erde vergraben, behält es über Jahrhunderte und Jahrtausende seinen Glanz. So galt das Gold als ein archetypisches Symbol der Unsterblichkeit. Seine magische Bedeutung hat es bis in unser Jahrhundert hinein behalten. Sie haftet ihm auch heute noch an. Das Gold, das die mittelalterlichen Alchimisten suchten, war nicht das Edelmetall, wie irrtümlicherweise geglaubt wird, sondern das philosophische Gold. Anders ausgedrückt: Die wahren Alchimisten suchten die Seele im Stoff, die Energie im Kern der Materie. Sie waren sozusagen Vorläufer der heutigen Kernphysiker, nur dass sie noch eindeutiger, als es aus den Schriften von HEISENBERG, PA ULI, SCHRÖDINGER und anderen großen Physikern unseres Jahrhunderts hervorgeht, hinter der Kernenergie ein psychisches oder geistiges Agens vermuteten. Ihre Versuche, künstliches Gold herzustellen, waren eine vorwissenschaftliche Atomphysik und Atompsychologie zugleich. Für das Traumbewusstsein ist das Gold ein Archetyp der höchsten Kostbarkeit, der Ganzheit und Vollständigkeit. Entsprechend ist seine Bedeutung für den Träumer. Goldfunde und Goldgeschenke im Traum haben die äußerst positive Bedeutung des Gewinns von großen Erkenntnissen und einer Bewusstseinserweiterung. (Siehe Diamant)

Gorilla

Im Gegensatz zum Affen ist der Gorilla ein ungünstiges Traumsymbol. Er ist weniger intelligent als andere Affenarten und verkörpert brutale Gewalt. Diese Rolle spielt er auch in den modernen Schauermärchen und Horrorfilmen. Hier erscheint er als King Kong, der wie in vielen alten Sagen der Drache eine Frau durch Gewalt an sich bindet und gefangen hält. Das Märchenmuster von Die Schöne und das Biest spielt hier ebenfalls herein. (Siehe Affe,&xnbsp; Drache)

Grab

(Siehe Begräbnis)

Granatapfel

(Siehe Apfel)

Grenze

Zwar wurde die europäische Staatengemeinschaft bereits vor einem Vierteljahrhundert gegründet, und der moderne Tourismus ist zu einer globalen Angelegenheit geworden, doch bestehen die Grenzen, selbst innerhalb der EG, nach wie vor. So tauchen auch im Traum immer wieder die bekannten Bilder der Grenze, der Zollstation und der Zöllner auf Diese Bilder der Wegbehinderung durch Grenzen, Schranken und Barrieren sind Traumsignale für eine Begrenzung und Einschränkung der Möglichkeiten des Träumers, wie sie aus dem Zusammenhang ersichtlich sind. Mit dem Bild des Grenzüberganges versinnbildlicht der Traum den Wechsel bisheriger Situationen. (Siehe Fluss,&xnbsp; Straße, Weg)

Grotte

Eine Grotte, besonders wenn sich in ihr eine Quelle befindet, war zu alten Zeiten meist ein heiliger Ort. Sie war der Göttin Natur geweiht und von Nymphen weiblichen Naturgeistern bewohnt. In den Märchen haftet Grotten und Höhlen stets etwas Magisches an. Die Analogie zum weiblichen Uterus ist naheliegend, denn Grotten sind in ihrem Innern dunkel, moosig und feucht. Als Traumsymbol deutet die Grotte auf eine Problematik des Ur Weiblichen hin.

Archetypisches Bild, das auf Probleme im Zusammenleben hinweisen kann. Tiefenpsychologisch deutet man sie als die Gefühlsschicht der Seele,- damit kann die Warnung vor heftigen, alles verzehrenden Gefühlen und Leidenschaften verbunden sein. Manchmal zeigt sie auch an, dass man zu wenig Eigenverantwortung übernimmt oder dazu neigt, sich in sich selbst zu verkriechen. Wenn in der Traumgrotte eine Quelle entspringt, lässt das auf eine Erneuerung der Lebenssäfte schließen, kann aber auch als Hinweis darauf gelten, zu einem naturgemäßen Leben zurückzukehren. Grotte (Höhle) kann für sexuelle Bedürfnisse stehen und wird von vielen Traumforschern mit dem weiblichen Geschlechtsorgan verglichen.

(Siehe Mutter, Mutterkomplex)

Gürtel

Der Gürtel des Mannes ist ein Symbol männlicher Kraft und Potenz. Der Gürtel der Frau gilt als Symbol der Tugend und Reinheit. Zur Zeit der Antike wurde der Sitz der Lebenskraft in den Lenden und Nieren vermutet. Der Keuschheitsgürtel, der im Orient in Gebrauch war und zur Zeit der Kreuzzüge auch nach Europa gelangte, ist ein männliches Besitz und Herrschaftssymbol. (Siehe Kleider)

Haare

Seit Jahrtausenden gilt im europäischen Kulturbereich das lange Haar des Mannes als ein Zeichen seiner Freiheit. Das lange Haar der Frauen unterstreicht ihre Weiblichkeit. Dem Haar wurde bei allen Völkern eine magische Bedeutung zugemessen. Denn das Haar ¼stirbt« nicht. Es wächst auch nach dem Tode noch weiter. So symbolisiert das Haar die Lebensvitalität, wozu auch die sexuelle Potenz gehört. Im Volksglauben wird das weiße Haar der alten Leute als ein Zeichen der Weisheit angesehen, denn das hohe Alter wurde mit entsprechender Lebenserfahrung gleichgesetzt. Schwarzes Haar wird mit Leidenschaftlichkeit in Verbindung gebracht, während blondes Haar als ein Zeichen für Unbeständigkeit gilt. Die Rothaarigen werden als Hexen angesehen. Der Verlust des Haarschmucks im Traum, auch Haaroperationen, sind erfahrungsgemäß ungünstige Traumsignale.

Assoziation: - Schutz,- Attraktivität,- Sinnlichkeit. Fragestellung: - Was verberge ich? Was trage ich zur Schau?

Psychologisch:

Träume, in denen Haare eine große Rolle spielen, sind Kommentare zu unserem physischen und psychischen Befinden und symbolisieren Männlichkeit und Lebenskraft. Die Haare haben schon immer bei allen Völkern eine große Bedeutung gehabt. Da das Haar auch nach dem Tod noch wächst, sah man es als Symbol für Lebenskraft und auch sexuelle Potenz. Haare stehen für die ursprünglichen Kräfte. Sie haben nach Freud als sekundäres Geschlechtsmerkmal phallische Bedeutung. Wer von Haaren träumt, sollte nicht nur seine Triebseite, sondern auch seine geistige Einstellung zu den Dingen in Ordnung bringen, denn oft schildern die Haare unseren Seelenzustand,- man achte daher darauf, ob es sich im Traum um volles oder dünnes, gepflegtes oder wirres Haar handelt. Auch die Haarfarbe kann in diesem Zusammenhang einiges aussagen. Besonders in jüngster Zeit träumen Männer häufig von Haaren. Liegt einem solchen Traum nicht die akute Angst vor Kahlköpfigkeit zugrunde, hat der Traum von Haaren immer tiefere Bedeutung. Darüber hinaus sind je nach Begleitumständen noch viele spezielle Deutungen möglich, vor allem:

Gesundes, gepflegtes Haar - besonders wenn es einen starken Glanz hat - zeigt Jugend, Vitalität und ein positives Selbstbild an.

Ist das eigene Haar im Traum gepflegt, so entwickelt sich das innere Selbst ähnlich gut. Hat man aber das Traumhaar vernachlässigt, versagt man vielleicht dabei, die inneren Bedürfnisse zu befriedigen.

Haar, das in einem schlechten Zustand ist, kann auch für geringe Selbstachtung stehen

Langes Haar verkörpert bei Frauen Weiblichkeit, vor allem steht es für die Anziehungskraft auf einen Partner. Bei Männern steht es für Potenz, Freiheit, Kraft und Unabhängigkeit Es kann auch für Sinnlichkeit, aber auch für Überbetonung des Intellekts stehen.

Je stärker eine im Traum vorkommende Person behaart ist, desto stärker wird die Tierhaftigkeit und der Trieb dieser Person hervorgehoben.

Kurze Haare können auf verdrängte sexuelle Bedürfnisse hinweisen.

Haar auf Brust und Bauch kann sexuell oder als allgemeines Glück gedeutet werden.

Frau mit männlicher Behaarung weist oft auf eine maskulin geprägte Gefühlswelt hin, weil vielleicht die Geschlechtsrolle nicht akzeptiert wird.

Mann mit Frauenhaaren warnt vor Untreue in einer Liebesbeziehung.

Farbe der Haare hat unterschiedliche Bedeutung: Zum Beispiel ein schönes rot für Temperament und Beliebtheit, aber abstoßendes rotes Haar wirkt wegen seiner Assoziation zur Hexe gefährlich. Schwarz steht für Gesundheit und Leidenschaft, grau für Sorgen und Kummer, weiß für Weisheit, Güte und Glück. Blondes Haar wird als Zeichen für Unbeständigkeit gesehen,

Haare färben warnt vor Täuschungen und falschen Erwartungen.

Das Kämmen des eigenen Haars kann sich auf eine persönliche Problemlösung beziehen.

Hat man im Traum das eigene dichte, glänzende Haar gebürstet, dann bestätigt einem das Unterbewußtsein damit, daß man im Leben Erfolg hat und gut aussieht.

Das Kämmen des Haars von jemand anderem kann anzeigen, daß man schwierige Probleme bald lösen wird.

Sorgfältig gekämmtes und frisiertes Haar deutet auf Eitelkeit oder zu starke sexuelle Selbstdisziplin hin.

Verliert der Träumende seine Haare oder handelt der Traum von einer Haaroperation, hat dies häufig eine negative Bedeutung und gilt als Warnung vor einem Verlust im Wachleben oder als die Angst davor.

Selbst Haare schneiden bringt bei Männern manchmal Kastrationsangst zum Ausdruck,- allgemein deutet es auf Kummer, Sorgen und Verlust hin.

Hat man davon geträumt, daß einem das Haar geschnitten wurde, hat man Angst vor Unterjochung.

Schneidet man anderen die Haare, kann dies eine Warnung vor denjenigen sein, die einem feindselig erscheinen.

Abgeschnittenes Haar deutete die indische Traumschrift 'Jagaddeva' als Not und Elend, in die der Träumer stürzen werde.

Ausfallendes Haar kann Potenzprobleme oder den Tod eines nahestehenden Menschen ankündigen.

Träumt man vom totalen Verlust seiner Haare, hat man Angst vor dem Verlust seiner Potenz.

Der Traum von einer unbekannten Frau mit schönem Haar wird oft mit Freundschaft und Glück assoziiert.

Träume von parfümiertem Haar können mit Arroganz oder Eitelkeit verbunden sein. Hat man sich selbst das Haar parfümiert oder hat es ein anderer für einem getan

?

Das Waschen der Haare zeigt die Fähigkeit an, drohende Gefahr zu vermeiden.

Hat man im Traum eine Perücke anprobiert, dann scheint man im Wachleben eine etwas prätentiöse Art zu haben, ebenso wenn man im Traum Haare transplantieren ließ. Andererseits könnte beides bedeuten, daß man seine Jugendlichkeit zurückgewinnen möchte.

Wer unbedingt recht behalten möchte, betreibt auch in seinem Traum 'Haarspalterei'.

Wer fürchtet, einem Problem nicht gewachsen zu sein, sieht und spricht auch im Traum von 'einer haarigen Sache'.

Streitsüchtige Leute haben 'Haare auf den Zähnen'.

Haar in der Suppe soll vor Streit und Zwist oder Kleinlichkeit warnen.

Weitere Deutungen können sich zum Beispiel noch aus den Symbolen Frisur oder Glatze ergeben.

Artemidoros:

Langes, schönes Haar tragen und damit glänzen ist besonders für eine Frau glückbringend. Denn Frauen pflegen der Schönheit wegen bisweilen auch falsches Haar zu tragen. Von guter Vorbedeutung ist es ferner für einen Philosophen, einen Priester, einen Weissager, einen Herrscher, einen hohen Beamten und für Theaterleute. Denn die einen tragen nach Sitte und Brauch wallendes Haar, bei den anderen bringt es ihr Beruf mit sich. Glück bringt es auch anderen Menschen, nur in geringerem Maß. Denn an und für sich bedeutet es Reichtum, aber keinen angenehmen, sondern einen beschwerlichen, weil die Pflege langen Haars viel Mühe kostet. Langes, aber ungepflegtes Haar, das nicht den Eindruck einer sauberen Frisur, sondern eines struppigen Haarschopfes macht, kündigt allen Trauer und Leid an. Denn 'das Haar pflegen' heißt komein, jenes aber, das man in Trauerfällen wirr wachsen läßt, nennt sich thrix (Haarschopf). Träumt man, Schweineborsten zu haben, so führt das ernste Gefahren herauf, und zwar solche, die dem Tier selbst, ich meine dem Schwein, drohen. Pferdehaare zu haben bedeutet Freigeborenen Sklaverei und ein kümmerliches Leben,- Sklaven legt es in Fesseln,- denn meisten wird die Pferdemähne zusammengebunden (im griech. liegt hier ein Gleichklang von: desma = Fesseln und desmeuetai = wird zusammengebunden, vor). Wolle statt Haare auf dem Kopf zu haben kündigt langwierige Krankheiten und Schwindsucht an, weil es demjenigen, der häufig etwas Wollenes auf dem Kopf trägt, schließlich so vorkommt, als sei dasselbe ihm angewachsen. Verwandeln sich die Haare in einen anderen Stoff, hat man bei der Auslegung nach dem Grundsatz der Ähnlichkeit zu verfahren. An den Handwurzeln gewachsene Haare zeigen Fesselung an, an den inneren Handflächen bedeuten sie jedermann, besonders Bauern und Handwerkern, Arbeitslosigkeit und Untätigkeit,- denn arbeiten sich die Hände beim Werken nicht weiter ab und verhärten sich nicht ihre Oberfläche, bildet sich ganz natürlich ein Haarwuchs. Das Haarflechten ist nur Frauen und jenen Männern von Nutzen, die es auch sonst zu tun pflegen, allen anderen Menschen zeigt Verwicklungen in ihren finanziellen Verpflichtungen, hohe Darlehnsschulden, bisweilen auch Gefängnis an.

Achmet:

Ein Mann suchte mich, Achmet, Sirins Sohn und Traumdeuter des Kalifen Mamun, auf und stellte folgende Frage: 'Mir träumte, die Haare meiner Schenkel wären dichter und länger geworden und ich schnitte sie mit der Schere ab.' Ich antwortete ihm: 'Du bist an Geld und Gut reicher geworden,- in dem Maße aber, wie du deine Haare abgeschnitten hast, wirst du beides herunterwirtschaften.' Und tatsächlich ging die Sache so aus. Einer von den Höflingen des Kalifen Mamun träumte, er salbe sich von oben bis unten ein und dabei fielen ihm alle Körperhaare aus, nur seine Schamhaare wüchsen noch üppiger. Er entsandte einen von seinen Leuten, der den Traum als seinen eigenen ausgeben und dem Traumdeuter vortragen sollte. Dieser sagte zu ihm: 'Dieses Gesicht hat ein Mächtiger geschaut, aber nicht du. Jener wird in eine gefährliche Lage kommen, und von seinen Schätzen wird ihm nichts übrigbleiben als seine Frauen.' Und nach wenigen Tagen kam es so, wie der Traumdeuter gesagt hatte.

Spirituell:

Das Haar ist der natürliche Schmuck des Mannes und der Schleier der Frau.

Volkstümlich:

(arab. ) :

Träumt einer von den Fürsten des Pharao, er habe schöne lange Haare, wird er hohes Ansehen und Achtung gewinnen,- ein einfacher Mann wird einem mächtigen Fürsten dienen.

Schaut dies der Pharao selbst, wird er mit starkem Arm seine Feinde überwinden.

Dünkt es ihn, er habe vollere Haarlocken, wird er noch mehr Völker unter seine Füße zwingen.

Sind seine Locken grau geworden, werden seine Schatzkammern sich mehr und mehr leeren, wenn aber dunkler und kräftiger, sich bis obenhin füllen.

Träumt dem Pharao, sein Haar habe sich beim Kämmen gelichtet, wird sein Volk erschlaffen und er selbst in Bedrängnis geraten. Schneidet er sich selber das Haar, wird sein Heer entsprechend dem Haarabschneiden spürbar herunterkommen. Schaut ein gemeiner Mann das Gesagte, wird er an den Bettelstab kommen,- träumt es eine Frau, wird ihr Mann einer schweren Krankheit erliegen oder im Krieg umkommen.

Sind einem auf Nase, Wangen oder Stirn Haare gesprossen, wird der Träumer von seinem Vorgesetzten gestraft werden. Zieht er die Haare mühsam heraus, wird er alles tun, um die Drangsal loszuwerden.

Bestreicht er die Haare mit Salbe und fallen sie aus, wird er aus seiner Drangsal befreit werden, jedoch mit empfindlichem Verlust.

Schaut ein Herrscher, daß seine Oberlippenhaare mächtig sprießen, wird die Zahl seiner Dienst und Hofleute sich entsprechend vermehren,- ein niedriger Mann wird zu reichem Besitz kommen.

Träumt jemand, seine Achselhaare seien bis zu den Lenden gewachsen, wird er von Oheim oder Tante, von Bruder oder Schwester Reichtum erlangen und ihn seiner Frau schenken.

Dünkt es einen, er schwitze unter den Achseln, wird er sich selbst zur Last fallen.

Träumt jemand, seine Schamhaare seien dichter und strotzender geworden, wird die Zahl seiner Feinde und Widersacher, der Menge der Schamhaare vergleichbar, zunehmen,- fallen diese aber gänzlich aus, wird der Träumer über den Fall seiner Feinde frohlocken.

Die Körperhaare sind für jedermann eine Schutzwehr, auch für die unvernünftigen Tiere.

Träumt jemand, seine Körperhaare seien allzu spärlich geworden oder ausgefallen, wird er in Beruf und Tätigkeit einen Rückschlag erfahren,- sind die Haare aber dichter und kräftiger geworden, wird er entsprechend viel Geld verdienen und eine rastlose Geschäftigkeit entfalten.

Träumt eine Frau, man schneide ihr die Kopfhaare ab, wird ihr Mann sterben oder sich ganz und gar von ihr abwenden,- dünkt es sie, sie werde nur zum Teil geschoren, wird es zwischen beiden Streit um die Ehescheidung geben.

Packt ein Bekannter sie hinten bei den Haaren und schneidet sie ab, wird dieser ihrem Mann heimlich raten, wie er von ihr geschieden werden könne.

Packt er sie aber vorn bei den Haaren und schneidet sie ab, wird er die Scheidung ganz offensichtlich betreiben, weil die Haare von vorn geschnitten wurden.

Schert einer eigenhändig seine Ehefrau, wird er sie verkuppeln, vorsätzlich zum Ehebruch reizen und von ihr geschieden werden. Schert er ein fremdes Frauenzimmer, wird er lüstern nach ihr sein und ihre Ehescheidung betreiben.

Ist eine Frau schwer krank und träumt sie, sie werde geschoren, wird sie sterben,- ist ihr Mann krank und schaut sie das Gesicht, wird ihr Mann sterben,- denn das Haar- Abschneiden bedeutet Trennung.

feine: du hast gute und hohe Verbindungen,-

grobe: du bist stark und deine Gegner können dir nichts tun,-

kurz: du mußt rasch handeln, bevor es zu spät ist,-

lange haben: man wird dir hohe Achtung zollen,- man wartet auf dich und dein Kommen,- auch: deutet auf eine allzu starke Liebesbindung hin,-

lange sehen: du wirst geachtet und geliebt,-

wohlgekämmte sehen: Freundschaft,-

andere auskämmen: du fügst anderen ohne Willen Kränkungen zu,-

sich kämmen: in geschäftlicher Beziehung guten Erfolg erzielen,-

bürsten: hüte dich vor Lobreden,-

sich leidenschaftlich kämmen: man wird Widerwärtigkeiten leicht überwinden,-

wohlgekämmte sehen: man kann guten Freunden durchaus vertrauen,-

unordentliche sehen: man wird mit Streit rechnen müssen, der unangenehme Folgen haben kann,-

verwirrte haben: Streit bekommen,- Familienzwist,- sagt eine Ehrenkränkung voraus,-

selbst abschneiden: du wirst von deinem Kummer befreit werden,-

schneiden lassen: Todesfall in der Familie,- schmerzlicher Verlust oder ähnlicher Schaden,-

ausfallen sehen: Vermögensverlust,-

verlieren: böse Zeiten vor sich haben,-

brennen (ondulieren): ein Fest in Aussicht,-

weiße: Seelenruhe,- Weisheit und Güte,- Geduld und Klugheit,- auch: man kann von einem Menschen mit diesen Eigenschaften Hilfe erwarten,-

blonde: Sanftmut und Güte,- Vitalität und Jugendlichkeit,-

graue: du wirst viel Sorgen und Kummer haben,-

schöne schwarze sehen: du wirst heiß geliebt,-

schöne schwarze haben: gesund sein,-

rote haben: tückische Menschen werden dich verfolgen,- bevorstehende Ärgernisse,-

rote sehen: Falschheit und Eifersucht,-

braune haben: dein rechtschaffender Charakter wird dir vielen Nutzen bringen,-

flechten: du gehst großen Veränderungen in nächster Zukunft entgegen,-

falsche auf dem Kopf haben: für Männer bedeutet es Auszeichnung,- für Frauen Kummer und Sorge,-

färben: deine Eitelkeit wird dich lächerlich machen,-

sich färben lassen: man wird einen Freund verlieren,-

schmutzig: du hast keine Tatkraft und dadurch Verluste,-

selbst waschen: Unruhe,- auch: nach einer unruhigen Zeit kommt das Glück,-

wachsen sehen: Glück im Geschäft,-

verkaufen: Unglück,-

offen tragen: eine Hochzeit,-

geknotet: langer Ehestand,-

in Locken: Feste feiern,-

Haarreißen haben: Kummer und Sorgen,-

an der Brust: Gesundheit,-

flechten: du wirst eine Verbindung herbeiführen,-

auf der Hand sehen: denke an deine Zukunft,-

verbrennen: du wirst einer unangenehmen Sache entgehen,- auch: du willst etwas Unrechtes tun,-

aufgelöst: Kummer und Gram.

(perser) :

Träumt ein Herrscher, er sei grau geworden, wird sein Volk erschlaffen,- ein Untertan wird seinen Reichtum schwinden sehen. Ist er völlig ergraut, wird er aus Trübsal und Sorgen nicht herauskommen.

Schaut der Kaiser, daß das Haar seines Hauptes prächtig und lang ist, wird sein Volk in Freude und Glanz und ohne Furcht vor einem Krieg leben.

Träumt der Kaiser, der Barbier ordne und schneide sein Haar, wird dieser, falls er ihn kennt, sich ungeniert an seinem Reichtum vergreifen,- ist er ein Unbekannter, werden des Kaisers Feinde seine Schätze plündern.

ansonsten wie arabische Deutung!

Ein zwiespältiges Symbol: Schönes Haar steht für Gesundheit, dünnes oder ausfallendes Haar für Verlust an Ansehen und soziale Schwierigkeiten. Besonders kunstvoll frisiertes Haar tut dem Träumenden kund, daß sein Sexualleben ihn langweilt. (Mann

+)

(europ.) :

Symbol der Verbundenheit mit dem animalischen Leben,- starkes erotisches Symbol, im übertragenen Sinne,-

verlieren: kündigt trübe Zeiten an,- man wird sich im Alter noch jung fühlen,-

ausfallen: bedeutet ein Begräbnis,-

Verlust der Haare für eine Frau: Angst vor Aktivitätsverlust, Sie fühlen sich überfordert,-

Verlust der gesamten Haare für einen Mann: Angst vor Verlust seiner Potenz,-

weich und üppig fallen: es steht Glück bevor,-

kämmen: verheißt Glück und Reichtum und guten Erwerb,- kündet eine nächtliche Reise an,-

färben: man strengt sich für eine Sache an, die bereits verloren ist,-

waschen: bringt eine Beunruhigung,-

erbleichen sehen: bedeutet den völligen Verlust des Vermögens,-

die eigenen ergrauen sehen: deutet auf Tod und ansteckende Krankheit in der Familie eines Verwandten oder Freundes,-

graue: bringen Sorgen,-

weiße: bedeuten Ehrenerweisungen und Zufriedenheit,- Glück,- angenehmen und glücklichen Lebensweg,-

das eigene weiß wird und bleibt das Gesicht hübsch und jugendlich: es steht plötzliches Unglück bevor,- für eine junge Frau bedeutet dies: sie verliert ihren Liebhaber durch eine unvorhergesehene Krankheit oder einen Unfall,- sie wird wegen einer von ihr begangenen Indiskretion in Schwierigkeiten geraten,- sie sollte außerdem Vorsicht bei der Auswahl der Bekannten walten lassen,-

schöne schwarze haben: bedeutet gute Gesundheit,-

schwarzes, kurzes und gekräuseltes haben: man geht schlechten Zeiten entgegen,-

erscheint einer Frau ihr Haar schwarz und lockig: sie wird verführt,-

braunes: es fehlt die glückliche Hand zu einer Karriere,-

rote: deuten auf Verdruß und Feinde,- auch: deutet auf Veränderungen,- auch: für Mann, auffallend schöne rote oder dunkle Haare bei einer Frau sehen: Wunsch nach einer sexuell starken Partnerin,-

die Geliebte mit roten Haaren sehen: diese wird einem der Untreue bezichtigen,-

blondes oder gelbliches: Freude und Lebensglück,-

eine Frau mit goldenem Haar sehen: man erweist sich als tadelloser Liebhaber und als wahrer Frauenfreund,-

fremde Haare tragen: bedeutet Krankheit,-

lange haben: zeigt Leid und Achtung an,- auch: für Mann, langes Haar haben: man strebt nach mehr Unabhängigkeit und Freiheit, moralisch wie sexuell,-

geschnitten bekommen: bedeutet Kummer,- schwere Enttäuschungen,- Angst vor Rufschädigung,-

kurz schneiden: gegenüber einem Freund großzügig bis zur Verschwendung sein,- daraus resultiert Sparsamkeit,- auch für Mann: Angst vor Unterjochung und Unterdrückung,-

selbst sich abschneiden: Befreiung von Kummer,-

bei anderen abschneiden: man wird auf Kosten eines anderen einen Gewinn erzielen,-

flechten: man wird eine zerrissene Verbindung wiederherstellen,-

gut frisiertes: verheißt eine schöne Freundschaft,- auch: man ist beruflich auf dem aufsteigenden Ast,-

unfrisiertes: kündet einen Familienstreit an,- Gleichgültigkeit gegenüber der Sexualität,-

wirres und ungekämmtes Haar: zeigt an, daß das Leben einem zur großen Last wird,- die Geschäfte laufen nicht, und das Ehejoch ist nur unter Qualen zu ertragen,-

auf den Händen wachsen sehen: ein schlechtes Zeichen,-

als Mann von Haaren bedeckt sein: man gibt sich in einem Maße dem Laster hin, daß man von der vornehmen Gesellschaft ausgeschlossen wird,-

als Frau von Haaren bedeckt sein: sie taucht in eine eigene Welt ein und beansprucht das Recht, unabhängig von Moral ausschließlich für ihr Vergnügen zu leben,-

auf der Brust: Glück,-

am Bauch: Gesundheit,-

im Munde haben: kündet ein schreckliches Erlebnis an,-

einen Mann ohne sehen: bringt Ansehen und Reichtum,-

eine Frau ohne sehen: bringt Verachtung,-

Haarlocken sehen: Erfolg in der Liebe,-

Mann mit Frauenhaaren: Betrug in der Liebe,-

als Mann schwarzes lockiges Haar haben: man wird Menschen durch sein gewinnendes Auftreten hinters Licht führen,- man wird Frauen, die einem vertrauen, enttäuschen,-

in der Suppe finden: bedeutet Zank,-

verbrennen: in allen Dingen ist Vorsicht zu üben,-

von einem Toten: bedeutet Ehrerbietung,-

Haarband oder -kamm: Freude zur Arbeit bringt Glück,-

Haarpomade: man wird großes Ansehen erreichen,-

Blumen im Haar: kündigen Probleme an, die von nahem jedoch weniger bedrohlich sind, als aus der Ferne,-

Sieht eine Frau ihr Haar sich in weiße Blumen verwandeln, kommen Sorgen auf sie zu. Sie sollte sich mit Geduld wappnen und ihre Schicksalsschläge mit Stärke ertragen.

Träumt eine Frau, sie kämme ihre schönen Haare, wird sie in persönlichen Angelegenheit unachtsam sein und sich nicht weiterentwickeln, da sie sich geistig nicht betätigt.

dünnt ein Mann seine Haare aus, wird er wegen seiner Freigebigkeit arm und aus Gram krank werden,-

Streichelt ein Mann das Haar einer Frau, wird er sich der Liebe und Zuneigung einer ehrenwerten Frau erfreuen, die ihm, obwohl er sonst abgelehnt wird, vertraut.

Wenn eine Frau ein weißes und ein schwarzes ausgerissenes Haar vergleicht, hat sie die Qual der Wahl zwischen zwei glückverheißenden Chancen,- und läßt sie nicht größte Vorsicht walten, entscheidet sie sich für die ihr Verlust und Schmerzen bereitende und nicht für die glückliche Zukunft.

Gelingt es einer Frau nicht, ihr Haar zu kämmen, wird sie durch einen unnötigen Wutausbruch und herablassendes Betragen die Achtung eines ehrenwerten Mannes verlieren.

Träumt eine junge Frau von grauhaarigen Frauen, werden diese als Rivalinnen um die Gunst eines männlichen Verwandten auftreten oder ihrem Verlobten den Kopf verdrehen.

Glaubt eine Frau, die Haare fielen Ihr aus und kahle Stellen seien sichtbar, muß sie sich ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen.

Sieht eine Frau eine grau werdende und ausfallende Locke ihres Haar, verheißt dies Sorgen und Enttäuschungen. Krankheiten werden ihre hoffnungsvollen Erwartungen überschatten.

(ind. ) :

an der Brust sehen: Gesundheit,-

sehen: geachtet und geehrt werden,-

abschneiden: Streitigkeiten in der Familie,-

gegen den Willen auf dem Kopf anderer auskämmen: man will dich kränken,-

auf der Hand sehen: denke an deine Zukunft,-

ausfallen: Todesfall in der Familie,-

fremde graue: du machst eine traurige Erfahrung,-

rote: du wirst über etwas in Zorn geraten,-

schwarze: hüte dich vor Falschheit, die dich umgibt.

gekämmtes: du kannst dich über deine Freundschaft nicht beklagen,-

Dünkt es einen, er bekomme, obwohl jung an Jahren, graue Haare, wird er zu Ehren kommen.

Ist einer schon grauköpfig und wird er noch grauer, werden ihm noch höhere Ehren winken.

Ist sein Kopf schlohweiß geworden, so wisse er, daß sein Herr, der ihn herumführt, in arge Schwierigkeiten geraten wird.

Träumt der Kaiser, die Haare seines Hauptes seien länger und dichter geworden, wird er mehr Reichtum, mehr Untertanen und Kriegsgerät erwerben und seinem Volk ein Bild von Würde geben,- ein Mann aus dem Volk wird reichen Besitz erlangen, ein Armer Mühsal und Kummer haben. Träumt dies eine Frau, wird ihr Mann wohlhabend und mächtig werden.

Dünkt es den Kaiser, es beschneide ihm jemand das Haar seines Hauptes, wird er Reichtum, Untertanen und Kriegsgerät einbüßen,- ein gemeiner Mann wird ebenso Schaden leiden, ein Armer seine Sorgen von sich werfen, eine Frau ihren Mann verlieren.

Die Oberlippenhaare sind eine Zierde des Mundes. Der Mund aber bedeutet das Haus des Menschen, in dem seine Hausgenossen leben,- diese werden nämlich durch die Zähne bezeichnet.

Pflegt einer die Oberlippenhaare mittels Schneiden, Salben oder Bürsten, wird er die Fassade seines Hauses verschönern, um in den Augen der Leute wohlhabender und angesehener zu erscheinen.

Fallen die Oberlippenhaare aus, drohen ihm Armut und Ehrverlust.

Träumt einer, seine Achselhaare seien dichter und länger geworden, werden seine Töchter eine gute Partie machen,- hat er keine, die jungen Mädchen aus seiner nächsten Verwandtschaft.

Sind die Achselhaare spärlich geworden oder ausgefallen, wird es den Töchtern oder weiblichen Anverwandten übel ergehen.

Dünkt es einen, seine Schamhaare seien länger und dichter geworden, wird er vom kaiserlichen Gouverneur empfindlich und erbarmungslos gestraft werden und so viele Plagen ertragen müssen, wie die Schamhaare länger wurden.

Fallen letztere aus, wird er nicht mehr vor dem Gouverneur bangen.

Schaut der Kaiser im Traum, daß seine Schamhaare dichter geworden sind, drohen ihm Krieg und Bedrängnis von einem feindlichen Volk,- fallen die Schamhaare aus, darf er Sieg über seine Feinde und Freude erhoffen.

Träumt eine Frau, daß ihre Schamhaare gewachsen sind, wird ihr Mann geplagt und gestraft werden,- fallen sie aus, wird sie in glücklicher Ehe leben. Eine Unverheiratete wird nicht mehr Jungfer bleiben.

Die übrigen Körperhaare bedeuten jedermann Geld und Gut. Träumt jemand, seine Haare seien so üppig gewachsen, daß er von unten bis oben davon bedeckt ist, wird er reich werden und im Leben vorwärtskommen.

Dünkt es den Kaiser, seine Körperhaare seien ausgefallen und er sei völlig kahl, wird sein Gold in der Schatzkammer versiegen. Ein Bedrängter, Eingekerkerter, Kranker oder Schuldner wird die Übel abschütteln und auf die Sonnenseite des Lebens kommen, ein gemeiner Mann bettelarm werden.

Träumt ein Reicher, er salbe sich von Kopf bis zu den Füßen ein und die Haare fielen ihm gänzlich aus, wird er nichts mehr besitzen,- ein Armer wird zu Wohlstand kommen, eine Frau ihren Mann mit Toilettenkünsten bezaubern.

Dünkt es einen Reichen, er salbe sich ein, die Haare fielen ihm aber nicht aus, wird er Aufregungen und Gefahren zu bestehen haben, bald aber wieder sorgenfrei werden.

Ein Kranker wird nach diesem Traum dahinsiechen, ein Bedrängter, Eingekerkerter oder Schuldner die Stunde der Erlösung gewissermaßen schon schauen, aber doch nicht erlöst werden.

(Siehe&xnbsp; Bart, Friseur, Glatze, Kopf, Perücke ,Hexe)

Hakenkreuz

(Siehe Kreuz, Swastika)

Hand

Die Hand ist das körperliche Instrument des Handelns. Entsprechend sind alle Vorgänge mit der Hand im Traum zu deuten. Eine Verwundung oder gar der Verlust der Hand stellen Signale für eine Einschränkung oder den Verlust der Handlungsmöglichkeit dar. (Siehe Amputation,&xnbsp; Arm,&xnbsp; Daumen)

Hase

Der Hase ist ein Tiersymbol der Fruchtbarkeit. Seine rasche Vermehrung ist sprichwörtlich. Im Mittelalter galt der Hase als ein Christussymbol. Drei Hasen in einem Kreis sind ein Symbol der göttlichen Dreieinigkeit, die alles sieht, alles hört und zu allen Zeiten wacht. In China ist der Hase das Tier im Mond, dem Mann im Mond der europäischen Märchen vergleichbar. in den ältesten Zeiten war der Mond die oberste Himmelsgottheit, die noch weiblich vorgestellt wurde. Die gegenwärtige Abwertung des Hasen als Fruchtbarkeitssymbol zum Sex Häschen ist jüngsten Datums und zeitbedingt. (Siehe Mond)

Hauptstadt

Die Stadt im Traum ist als Information für den seelischen ¼Wohnbereich« des Träumers zu verstehen. Mit dem Bild der Hauptstadt wird weniger die Größe als die Wichtigkeit unterstrichen. Sie symbolisiert den Zentralort der Seele.
(Siehe Haus,&xnbsp; Stadt)

Haus

Auf manchen alten Bildern ist der Mensch in der Gestalt eines Hauses dargestellt. Mit dem Haus wird gewissermaßen das Gehäuse der Seele versinnbildlicht. Diese Symbolbedeutung hat das Haus auch im Traum. Entsprechend informieren die einzelnen Räume über einzelne seelische Funktionen. Der Keller verweist auf das Unbewusste. Die Küche bedeutet den Bereich des Weiblich Mütterlichen, auch einen Ort seelischer Informationsverarbeitung und Wandlungsvorgänge. Denken Sie an die Alchimistenküche. Der Schlafraum wäre der Ort des ehelichen Sexuallebens. Die Wohn und Arbeitsräume deuten auf seelische Alltagssituationen wie auf geistige Tätigkeit. Die Räume in den obersten Stockwerken, die den weitesten Blick bieten, sind symbolische Bezirke der Hirntätigkeit und des Verstandes. Der Dachboden ist der Ort vergessener oder verdrängter Gedächtnisinhalte. Das Dach selbst kann als die das Gehirn schützende Schädeldecke verstanden werden. (Siehe Dach,&xnbsp; Hauptstadt,&xnbsp; Stadt)

Haustier

Die Haustiere seit Urzeiten Nutz und Hilfstiere des Menschen haben als Traumsymbole eine hilfreiche und positive Bedeutung. Allerdings ist die persönliche Beziehung des Träumers zu dem jeweiligen Tier und sein Kontext bei der Deutung zu beachten. Denn die selbstverständliche Rolle wie zu früheren Zeiten spielen die von Großstadtbewohnern gehaltenen Tiere, Hunde, Katzen und Pferde beispielsweise, keineswegs. Sie sind zu einem Ersatz für mangelnde Zärtlichkeit geworden und bedeuten für den modernen Menschen einen Schutz gegen die Gefühlsarmut und Vereinsamung in der Massengesellschaft unserer Zeit. Häufig identifizieren sich die Besitzer mit ihren tierischen Lieblingen. Die Aufmerksamkeiten und Zärtlichkeiten, die sie ihren Haustieren erweisen, haben häufig einen unbewusst erotischen Charakter. (Siehe Hund,&xnbsp; Katze,&xnbsp; Pferd)

Heilige

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Herd

Der häusliche Herd war bis vor noch kurzer Zeit der Zentralbereich des Familiengeschehens. Er ist seit altershehr und auch im Traum ein Symbol der Ehe und der Mütterlichkeit der Frau. Auf dem Herd wird die Nahrung für die Familie zubereitet. Das heißt: wenig genießbare Naturprodukte werden auf dem Herd mit Hilfe des Feuers in genießbare Speisen verwandelt. So hat der Herd auch die Bedeutung eines Wandlungssymbols. Erlischt die Herdflamme im Traum, so ist dies ein ernstes Gefahrensignal und kann Rotlicht signalisieren. Derartige Traumsignale gehören zu den Vorahnungen vom Tod eines Familienangehörigen. (Siehe Feuer, Flamme,&xnbsp; Haus)

Herz

Das Herz ist der Sitz der physischen Lebensenergie. Zu früheren Zeiten galt das Herz auch als Sitz der Seele. So wurde es zum Symbol der Liebe, das heißt der Gefühlsfähigkeit. Wo die Seele ihren Sitz hat oder das, was wir als eine nichtmaterielle Steuerungsinstanz des Gehirns bezeichnen, ist unbekannt. Interessanterweise zeigt jedoch die Nachbeobachtung von Patienten mit einer Herzverpflanzung nach den Berichten amerikanischer Psychiater , dass diese in mehreren Fällen eine Schizophrenie nach sich zog. Die Ursache dieser Persönlichkeitsspaltung ist noch nicht geklärt. Die Theorie früherer Ärzte, wonach zwischen dem Nervengeflecht der Herzregion und der seelischen Gefühlsfähigkeit ein Zusammenhang besteht, erscheint so unter Umständen begründet. Für die alchimistische Symbolik des Mittelalters war das Herz das Abbild der Sonne im Menschen. Daher auch der Name Sonnengeflecht für den Brustbereich des vegetativen Nervensystems, dessen Fehlfunktion in unmittelbarem Zusammenhang mit psychogenen Erkrankungen steht. Ebenso treten bei Liebeskonflikten häufig Herzneurosen auf je nach dem Zusammenhang kann das Bild des Herzens im Traum eine positive Bedeutung haben oder eine Warnung signalisieren. (Siehe Sonne)

Kein anderes Symbol ist so stark mit Emotionen verbunden wie das Herz.

Seit dem frühen Mittelalter wird es in der Liebesdichtung romantisiert, in der Kunst dieser Zeit entstand auch der busenförmig stilisierte obere Rand für die naturfremde Darstellung des Herzens. Auf der einen Seite wurde das Herz mit irdischer, auf der anderen Seite mit himmlisch-mystischer Liebe in Verbindung gebracht. Als Kreislauforgan, das für die Aufrechterhaltung des Lebens unerlässlich ist und sich mitunter in aufregenden Situationen als „Herzklopfen“ bemerkbar macht, wurden dem Herz in vielen Kulturen wie dem alten Ägypten Funktionen zugeschrieben, von denen man heute weiß, dass sie dem Gehirn entspringen. Als Kreislauforgan, das für die Aufrechterhaltung des Lebens unerlässlich ist und sich mitunter in aufregenden Situationen als „Herzklopfen“ bemerkbar macht, wurden dem Herz in vielen Kulturen wie dem alten Ägypten Funktionen zugeschrieben, von denen man heute weiß, dass sie dem Gehirn entspringen. In der Bibel ist das Herz der innere Mensch. Während der Mensch auf das Auge blickt, blickt Gott in das Herz.

Der Träger eines "Herz" Schmuckstückes ist offen für Emotionen und Leidenschaft und fühlt und handelt aus dem Herzen.

Ein verschenktes Herz soll zeigen, dass der Beschenkte von ganzem Herzen geliebt wird oder dass die Verbindung zu ihm eine Verbindung von Herz zu Herz ist.

Hexe

Ursprünglich waren Hexen Frauen mit magischen Kräften. Die Medizinfrauen und Schamaninnen der primitiven Völker wie die Dienerinnen der großen göttlichen Mutter Natur zählten dazu. Verteufelt wurde die Hexe erst im christlichen Mittelalter. Erfahrungsgemäß benutzt das Traumbewusstsein für die Hexe die mittelalterliche Symbolbedeutung. Die Hexe erscheint als ein negatives Muttersymbol. Sie verkörpert das Zauberische, Bedrohliche und Zerstörende des Weiblichen. In nichtchristlichen Ländern gelten Hexen als weibliche Todesdämonen. In einem sexuellen Zusammenhang symbolisieren sie eine verzehrende und zerstörende Leidenschaft sowie sexuelle Hörigkeit. (Siehe Haare,&xnbsp; Nixe)

Himmel

Der Himmel hat als Symbol eine weitläufige und im allgemeinen positive Bedeutung. In den Mythologien aller Völker ist er der Wohnsitz der Götter. Im Traum bedeutet er das Reich des Geistes, hochfliegender Gedanken und den Ort, aus dem die schöpferischen Einfälle stammen. Freudige Erlebnisse und Glücksempfindungen werden in der Alltagssprache als ¼himmlisch« bezeichnet. Insofern informiert das Bild des Himmels bei der Traumlandschaft über den Stimmungsgehalt des Traumes. Ein trüber, mit Wolken verhangener Himmel würde in diesem Fall auf eine trübe, depressive Stimmungslage hindeuten. Erhält der Himmel im Traum gar die Bedeutung des Kosmos, in den der Träumer eine Weltraumfahrt unternimmt oder aus dem ihm ein Raumschiff erscheint, dann wäre dies ein ernstes Gefahrensignal, auch wenn der Träumer vielleicht ein eifriger Leser von Science Fiction Romanen ist. Es sei denn, er befasst sich ernsthaft und wissenschaftlich mit der buddhistischen Erkenntnislehre und entsprechenden Meditationsübungen. Dann hätte der Kosmos die Bedeutung eines Ganzheitssymbols. Aber nur dann.

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Hindernis

Das Bild eines Hindernisses im Traum ist wörtlich zu verstehen. Das Hindernis bedeutet eine Behinderung. Für die richtige Deutung kommt es darauf an, welcher Art die Behinderung ist und wobei sich dem Träumer ein Hindernis in den Weg stellt. Sieht sich der Träumer beispielsweise eine Einbahnstraße in der falschen Richtung befahren, so ist der Hinweis für eine falsche Richtung in irgendeiner Lebenslage gegeben. Entsprechend wäre ein Zollschranken eine Situation der Prüfung. (Siehe Abgrund,&xnbsp; Auto,&xnbsp; Berg, Hügel,&xnbsp; Hinken)

Hinken

Das Hinken im Traum signalisiert eine psychische Behinderung. Der Hinkefuß ist in vielen Märchen ein Attribut des Teufels. Diese Zutat hat er von Hephaistos, dem göttlichen Schmied der alten Griechen und einem Sohn des Zeus. Der Schmied wäre ein positives Symbol der Kreativität. Auch der Teufel im Märchen erweist sich wenn auch unfreiwillig stets als hilfreich. Im Sinne der Psychologie von Alfred ADLER verhilft die Psyche bei körperlichen Behinderungen durch ihr Ausgleichsstreben zu besonderen Leistungen auf geistigem Gebiet. Das Beispiel des Hinkens zeigt, wie subtil bei der Deutung von Traumsymbolen vorzugehen ist. (Siehe Luzifer)

Hinrichtung

Eine Hinrichtung im Traum signalisiert keine Lebensgefahr. Das Traumbewusstsein weist mit einem solchen Bild auf die Notwendigkeit einer seelischen und geistigen Neuausrichtung hin. Die bisherige Lebenseinstellung oder die Gestaltung bestimmter Beziehungen hat sich als unrichtig herausgestellt und ist revisionsbedürftig geworden. Besonders zur Zeit der Nachpubertät und der Lebensmitte erscheinen Träume dieser Art. (Siehe Enthauptung)

Hirsch

In der christlichen Symbolik ist der Hirsch ein Christussymbol und ein Sinnbild der Erlösung. Bei den nördlichen Völkern gilt er als Himmelstier. Sein Geweih stellt die Himmelsleiter dar. in der Mythologie tritt der Hirsch auch als Partner des sagenhaften Einhorns auf Beide zusammen symbolisieren Seele und Geist. Wegen seiner Brunftkämpfe kommt dem Hirsch im Volksglauben auch eine erotische Bedeutung zu. Das Hirschhornpulver galt früher als ein Aphrodisiakum. (Siehe Tier)

Hitler

Diktatoren wie Hitler, Stalin, Napoleon u. a. im Traum sind entweder Schattenfiguren oder symbolisieren in den Träumen von Frauen ihren Animus. Sie verweisen damit auf die entsprechende persönliche Problematik des Träumers. je nach dem Zusammenhang verkörpern diese Figuren entweder ein übertriebenes Macht und Geltungsstreben, oder sie informieren über eine zu starke Abhängigkeit von der sogenannten öffentlichen Meinung. (Siehe Direktor,&xnbsp; unbekannter Mann)

Hochzeit

Mit dem Bild einer Hochzeit erscheint der Archetyp der Vereinigung. Derartige Träume sind stets bedeutungsvoll, daher sorgfältig zu untersuchen. In der Regel tauchen sie bei Ehe oder Partnerschaftskonflikten auf. Zeigt der T u in der weiteren Handlung ein Opferritual, so ist dieses als Hinweis zu verstehen, was vom Träumer im Hinblick auf eine zufriedenstellende

Zweisamkeit an Gewohnheiten und Verhaltensweisen unter Umständen zu opfern ist. (Siehe Hinrichtung,&xnbsp; Opfer)

Hotel

Das Hotel als Traumort symbolisiert eine Übergangssituation. Eine Veränderung, welcher Art auch immer, ist zu erwarten. Die fremden Personen denen der Träumer im Hotel begegnet, zeigen je nach ihrem Verhalten unbewusste psychische Inhalte an, deren sich der Träumer bewusst werden soll. (Siehe Bahnhof, Reise)

Höhle

Hügel

( siehe Berg)

Hund

Der Hund im Traum ist ein doppeldeutiges Symboltier. Er gehört zu den ältesten Haustieren des Menschen und gilt als Wächter für den Besitz, als Schutz gegen Angriffe sowie als treuer und verständiger Freund. Alle diese Eigenschaften können gemeint sein. Andrerseits kann der Hund auch im negativen Sinn ein Signal für Aggressionen darstellen. In der antiken Mythologie ist der Hund ein Begleiter der Todesgöttin, als Zerberus steht er am Eingang zur Unterwelt. (Siehe Haustier,&xnbsp; Tier)

Hut

(Siehe Kopfbedeckung)

Insekten

Insekten besitzen kein Gehirn, sondern lediglich ein Netz mit Nervenknoten. Sie werden wie kleine Roboter von einem ihrer Art entsprechenden Verhaltensmuster gesteuert. Im Traum verkörpern sie zutiefst verankerte unbewusste Inhalte. Treten Insekten in Massen auf, so ist ihr Bild ein Gefahrensignal höchster Stufe. Dies gilt besonders für Ameisen, Termiten, Spinnen und Küchenschaben. Die Untersuchung von Zehntausenden von Träumen ergab, dass das Traumbewusstsein mit derartigen Bildern den Ausbruch von Geisteskrankheiten signalisiert. In jedem Fall sind Störungen des autonomen Nervensystems zu erwarten. Dieses Rotlichtsignal gilt aber nicht für die nützlichen Bienen. Diese sind in der antiken Mythologie Begleittiere der Liebesgöttin. Allerdings nicht wegen des süßen Honigs, den sie produzieren, sondern weil das Bienenvolk von einer Königin regiert wird. Die Biene symbolisiert damit ein Matriarchatssystem, eine Frauenherrschaft. Als besonders positive Symbole sind der Mistkäfer, Goldkäfer, Rosenkäfer und alle Abarten des Skarabäus anzusehen, der im alten Ägypten ein Symbol des Sonnengottes war. Der Skarabäus ist unser Mistkäfer. Wegen der Kugel, die er formt, und der grün goldenen Farbe seiner Flügel galt er auch als ein Symbol der Ganzheit und Unsterblichkeit. (Siehe Ameisen)

Insel

Eine Insel liegt isoliert im Meer, dem Symbol des Unbewussten. Entsprechend deutet die Insel als Traumlandschaft auf unbewusste Komplexe hin. Das können auch Phantasien und Wunschvorstellungen sein, die wenig Bezug zur Lebenswirklichkeit haben. (Siehe Fliegen, Flugzeug)

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Igel

Ilti

Isis

Jugend

Träume, die den Träumer in die Zeit seiner Kindheit und Jugend zurückführen, sind typisch für die zweite Lebenshälfte und die Übergangszeit davor. Die Erlebnisse aus dieser Zeit, die das Traumbewusstsein in Erinnerung bringt, sollen gewissermaßen einer Lebensbilanz dienen. So werden häufig verhaltensprägende Ereignisse durch die Trauminformation in das Bewusstsein gehoben, die später zum Anlas für ein neurotisches Fehlverhalten wurden.

Besonders häufig sind Schulträume, die dem Träumer zeigen, dass die Schule des Lebens nie endet. Sie tauchen bei Konflikten mit den eigenen Kindern und Enkelkindern auf, um den Träumer an seine längst vergessenen Dummheiten und Streiche zu erinnern und ihm das Verständnis der jungen Generation zu erleichtern.

Erlebt sich der Träumer dagegen im Traum als ein kleines Kind, so ist dies als Warnung, unter Umständen auch als Rotlicht zu verstehen. Es muss nicht, aber es kann als Signal anzusehen sein, dass sich der Träumer auf sein Lebensende vorzubereiten hat. Als Todesbotschaft ist das Kind im Traum in der Regel dann zu verstehen, wenn ein naher Familienangehöriger im Traum sehr viel jünger oder als Kind erscheint. Ein Kind zu bekommen oder ein unbekanntes Kind im Traum sind dagegen ein positives Signal, das neue Möglichkeiten anzeigt.

Jungfrau

Wie alle unbekannten Frauen im Traum, ist auch die Jungfrau eine Verkörperung der Anima, wenn ein Mann von ihr träumt. In den Träumen einer Frau verkörpert sie den Schatten. Die Jungfrau symbolisiert verständlicherweise Unberührtheit und Reinheit. Im Traum junger Menschen kann sie auch ein Symbolbild der Seele sein. Wenn Frauen von einer Jungfrau träumen, dann ist dieses Symbol in der Regel der Hinwies auf Vatergebundenheit. Es zeigt ebenso ein aggressiv emanzipiertes Verhalten gegenüber dem Mann, Egozentrik in der Liebe, unter Umständen auch Frigidität an. Dem Mann signalisiert das Traumbewusstsein mit dem Bild der Jungfrau meist einen Mutterkomplex mit all seinen Auswirkungen. Die Jungfrau ist ein Hinweis dafür, dass der Träumer sich scheut oder nicht in der Lage ist, in der Wirklichkeit des Lebens die Frau in ihrer vollen Weiblichkeit anzunehmen und zu verstehen. (Siehe Frau, unbekannte,&xnbsp; Mutterkomplex)

Käfer

(Siehe Ameisen,&xnbsp; Insekten)

Kannibale

FREUD sah im Kannibalismus die Tendenz eines ursprünglichen triebhaften Sadismus. Denn Liebende bekennen häufig, sie hätten einander zum Fressen gern, Gewiss können derartige Vorstellungen bei Neurotikern sadistische Tendenzen auslösen. Doch allgemein informiert das Traumbewusstsein mit einem kannibalischen Akt über die Notwendigkeit, mit einer anderen Person eine innige Beziehung aufzunehmen. Dabei kann es sich durchaus nur um die Einverleibung von Geist und Wissen handeln. (Siehe Kuss,&xnbsp; Sexualität)

Kanone

(Siehe Gewehr)

Kälte

(Siehe Eis,&xnbsp; Gletscher)

Kaninchen

(Siehe Hase)

Kannibalismus

Kannibalische Akte im Traum sind nicht ungewöhnlich. Bereits in den uralten babylonischen und assyrischen Traumbüchern wird die Symbolbedeutung des Kannibalismus angeführt. Dort bedeutet im Traum ¼Menschenfleisch essen: zu großem Reichtum kommen«. Der echte Kannibalismus gehört in den frühen Kulturen und bei primitiven Volksstämmen zu den kultisch rituellen Handlungen. Sein Sinn ist es, sich der Kraft des gefangenen Feindes zu bemächtigen. Kannibalismus wurde auch praktiziert, um die Ernte sicherzustellen.

Karneval

Der Karneval hat seinen Ursprung in den antiken Dionysosfeiern. Bei diesen kultisch religiösen Festen kam es zu konkreten sexuellen Orgien. Was hier erlebt wurde, war die Rauschhaftigkeit der Sexualität. Doch die ungehinderte sexuelle Vereinigung, die bei der Kultfeier erlaubt war, war im Alltag streng verboten. Diese Feste finden eine Erklärung in der ursprünglich matriarchalischen Gesellschaftsstruktur. Sie hatten biologisch bevölkerungspolitische Gründe, um eine Inzucht zu vermeiden. Mit dem heute üblichen Partnertausch und Gruppensex hatten diese antiken Orgien nichts zu tun. Es ging dabei um die religiöse Erfahrung der Sexualität als einer göttlichen Kraft. Ihre Fortsetzung finden diese antiken Mysterienkulte im Mittelalter in den bekannten Karnevalsfeiern. Hier hat der Karneval mehr die Bedeutung eines Ausgleichs gegen die im Alltag geltende kirchliche Moral und staatlichen Gebote. Zu unserer Zeit ist der Karneval völlig verweltlicht und seine ursprüngliche Bedeutung verlorengegangen. Tauchen Karnevalsszenen im Traum auf, geht ihre Bedeutung aus der persönlichen Einstellung des Träumers und der Gesamthandlung hervor. (Siehe Dirne,&xnbsp; Esel,&xnbsp; Fliegen, Flugzeug,&xnbsp; Maske)

Katze

Die Katze war im alten Ägypten ein heiliges Tier und genoss göttliche Verehrung. Die Katzen der Pharaonen wurden nach dem Tode ebenso einbalsamiert wie der Pharao selbst. Die Katze ist das Symboltier der ägyptischen Mondgöttin Bastet, die stets mit einem Katzenkopf dargestellt wurde. Eine Katze ist ein überaus sensibles Tier. Im Traum informiert sie über die Gefühlsseite des Träumers. Das Spielerische und Katzenhafte kann sich auch auf das sexuelle Verhalten der Träumer beziehen. Im Mittelalter wurde sie zum Hexentier und erhielt eine negative Bedeutung. Die sprichwörtliche Falschheit und Treulosigkeit der Katze beruht auf einem Irrtum. Diese falsche Auffassung erklärt sich aus der Tatsache, dass die Katze ein kleines Raubtier und somit ein Einzelgänger ist. Sie unterwirft sich dem Menschen nicht sklavisch wie ein Hund. Der Hund ist ein Rudeltier, der im Menschen sein Leittier sieht. Die Katze sucht von sich aus die Freundschaft eines Menschen. So gesehen, deutet die Katze als Traumtier auf Individualität, aber auch auf eine gewisse Egozentrik des Träumers hin. Im Traum von neurotischen Frauen kann ein Kater beispielsweise einen Vaterkomplex signalisieren. (Siehe Haustier,&xnbsp; Hexe)

Keller

(Siehe Haus)

Kerze

Im Volksmund wird das Licht der Kerze mit dem Lebenslicht gleichgesetzt. In den Kirchen südlicher Länder wird alljährlich zur Mitternacht vor dem Osterfeiertag eine Osterkerze angezündet. Oft ist sie meterhoch und von enormem Umfang. Sie symbolisiert als Wiedergeburtssymbol die Auferstehung Christi. Für die Deutung des Bildes einer Kerze im Traum ist der Gesamtzusammenhang zu beachten. (Siehe Feuer, Flamme)

Kette

Die Kette symbolisiert eine Bindung wie eine Gebundenheit. Das Nähere kann nur der Traumzusammenhang ergeben. (Siehe Fessel,&xnbsp; Kreis)

Keuschheitsgürtel

Kind

Das Kind im Traum ist ein Symbol neuer Möglichkeiten. Es ist auch ein Erlösungssymbol, wenn wir an die überragende Rolle des göttlichen Kindes in allen Religionen der Menschheit denken. Ein Kind ist in der Regel ein äußerst positives Traumsymbol, doch sind bei der Deutung alle Begleitumstände sorgfältig zu beachten. Ein krankes oder gebrechliches Kind stellt ein entsprechendes Warnsignal für seelische Störungen dar. Der Begründer der

analytischen Psychologie C. G.JUNG sagt zu der Symbolbedeutung des Kindes: ¼Indem das Symbol des >Kindes< das Bewusstsein fasziniert und ergreift, tritt die erlösende Wirkung ins Bewusstsein über und vollführt jene Abtrennung von der Konfliktsituation, deren das Bewusstsein nicht fähig war. Das Symbol ist die Antizipation einer erst werdenden Bewusstseinslage.« (Siehe Jugend)

Kirche

Kirchenträume sind Hinweise des Traumbewusstseins, sich mit dem Sinn des Lebens zu beschäftigen. Gerade bei Menschen, die keine religiöse Erziehung genossen haben oder die sich bewusst zu einer atheistischen Ideologie oder Lebenseinstellung bekennen, tauchen erfahrungsgemäß Kirchenträume häufig au£ Die Erklärung ist einfach. Die Psyche bedarf des Glaubens, um sich für alles, was der Mensch sich im Bewusstsein nicht erklären kann, eine Begründung zu schaffen. Es handelt sich um ein natürliches Ausgleichsstreben der Psyche. Ebenso können mit dem Bild der Kirche im Traum Kindheitserlebnisse verbunden sein, denen bei der Deutung im einzelnen nachzugehen ist. (Siehe Karneval)

Kirsche

Für den Volksmund ist die Kirsche ein Sinnbild der Lippen und ein Liebeszeichen. Als Traumfrucht weist die Kirsche so auf den Gefühlsbereich und auf Liebesbeziehungen hin. In manchen Ländern gilt der Kirschbaum als der Baum der Erkenntnis. Diese Bedeutung als Paradiesbaum hat er beispielsweise in der französischen Picardie. Von dem Maler Tizian gibt es ein berühmtes Bild ¼Die Madonna mit den Kirschen«. In seltenen Fällen kann die Kirsche so auch die Bedeutung einer Erkenntnisfrucht wie eines Erlösungssymbols haben. (Siehe Apfel,&xnbsp; Baum,&xnbsp; Feige)

Kleider

Die Kleider im Traum symbolisieren die Persona des Träumers. Dieser Begriff stammt von C. G.JUNG, Er versteht darunter die in der Regel unbewusst geprägte Persönlichkeit eines Menschen, die er seiner Umwelt gegenüber hervorkehrt, auch das Persönlichkeitsbild, von dem eine Person glaubt, dass sie von ihren Mitmenschen so gesehen wird. Die Art der Kleidung im Traum, ihr Zustand, ihre Farben, ihre Zweckmäßigkeit im Zusammenhang mit einer bestimmten Traumhandlung u. ä. m. ergeben eine Vielfalt von Deutungsmöglichkeiten, die leicht aus vergleichbaren Alltagssituationen zu verstehen sind. (Siehe Farben,&xnbsp; Nacktheit)

Knäuel

(Siehe Labyrinth)

Knoten

Ein unlösbarer Knoten, eine verknotete Schnur oder ein vielfach verschlungenes Seil, das sich der Träumer vergeblich aufzulösen bemüht, signalisieren ein scheinbar unlösbares Problem. Alexander dem Großen wurde der Sage nach im Tempel des Zeus der sogenannte Gordische Knoten gezeigt. Wem es gelang, ihn zu lösen, der sollte so ein uralter Orakelspruch die Herrschaft über Asien erhalten. Alexander löste diese Aufgabe, indem er den Knoten einfach mit seinem Schwert durchhieb. Er gewann daraufhin die Schlacht bei Issus. Oft will das Traumbewusstsein mit dem Bild des gordischen Knotens signalisieren, ein neurotischer Konflikt sei auf die gleiche Weise zu lösen. (Siehe Labyrinth)

Koffer

Koffer oder andere schwere Gepäckstücke im Traum sind Sinnbilder für Lasten und Probleme, die der Träumer im Leben mit sich trägt. Ein Verlust der Koffer im Traum bedeutet nicht, dass der Träumer seine Belastungen los wird. Im Gegenteil. Der Traum informiert darüber, dass er sich in der Wirklichkeit zuwenig Gedanken darüber macht. (Siehe Bahnhof)

König

Der König erscheint im Traum als ein überpersönliches Vatersymbol, als Archetyp des Vaters. Er verkörpert eine oberste seelische Instanz, die in der Regel hilfreiche Hinweise vermittelt. Auch wenn die Figur des Königs im Traum bedrohliche oder dämonische Züge trägt, die eine starke, noch kindliche Abhängigkeit verraten, so zeigt sie doch an, dass die Vaterproblematik sich dem Bewusstsein annähert. In den Träumen von Männern kann der König auch die Verkörperung des innersten Kerns der Gesamtpersönlichkeit des Träumers bedeuten. Alles Nähere kann nur der Zusammenhang ergeben. (Siehe Alter Mann, Alter Weiser,&xnbsp; Direktor)

Kopfbedeckung

Die Kopfbedeckung im Traum ist nach C. G.JUNG ein Personasymbol. Die Persona ist das durch Beruf und Umwelt geprägte Persönlichkeitsverhalten. Wir sprechen im Alltag von der Arzt oder Richterpersönlichkeit, von der Beamtenperson, vom Typ des Sportlers und ähnlichem mehr. Entsprechend vielfältig können die Kopfbedeckungen sein. Das Barett des Richters, die rote Mütze des Bahnbeamten, die Bäckermütze, der Zylinder des Schornsteinfegers usw. als Standeszeichen haben entsprechende Bedeutungen im Traum. FREUD sah im Hut ein männliches Sexualsymbol. Diese Deutung ist zu naiv und einseitig. Es kann, muss aber nicht so sein. Eine erotische Bedeutung kommt vielmehr der Kapuze der Zwerge zu. (Siehe Kleider)

Korb

Der 'Korb ist ein Symbol des Weiblichen und deutet auf die Ehe hin. In früherer Zeit wurde der Braut ein Brautkorb überreicht. Daher das Sprachbild ¼jemandem einen Korb geben«. Das heißt, den Brautkorb zurückzugeben oder nicht anzunehmen. Der Korb kann eine erotische Nebenbedeutung haben, jedoch nicht, wie FREUD und STEKEL glaubten, weil es sich um einen vertieften Gegenstand und damit um ein weibliches Genitalzeichen handelt, sondern weil der Korb im Zusammenhang mit dem archetypischen Muster des Dionysoskultes benutzt wurde. (Siehe Feige)

Korn, Kornfeld

Korn und Kornfeld sind äußerst positive Traumsymbole. Sie gelten seit Urzeiten als Fruchtbarkeitssymbole, die in fast allen Mythologien als Attribute der Großen Muttergöttin Natur erscheinen. Ein wogendes, gelb goldenes Kornfeld ist verständlicherweise ein äußerst günstiges Traumbild. Zu beachten sind für die Deutung der Zustand und alle sonstigen Begleitumstände. Das Wachsen und Reifen der Saat und eine reiche Ernte bedürfen zuvor der harten Arbeit des Bauern. Dies darf nicht übersehen werden und gilt für jeden Erfolg. Auch die seelische und geistige Entwicklung wie die Reifung der Persönlichkeit bedürfen der Arbeit an sich selbst. Wie stark die Faszination von Symbolen ist, beweist der kometenhafte Aufstieg des Amerikaners Bernhard CORNFELD und seiner IOS, dem vor einigen Jahren Hunderttausende von deutschen Sparern zum Opfer fielen. Obwohl die rechtliche Sicherheit des IOS Fonds äußerst fragwürdig war, vertrauten allein in Deutschland die Sparer CORNFELD fast acht Milliarden DM an, die sie verloren. Selbst Juristen, Bankfachleute und diplomierte Volkswirte erkannten den voraussehbaren Sturz der IOS nicht rechtzeitig. Die vielfachen und komplexen Ursachen des Glaubens an den Geldmagier Bernie CORNFELD sollen hier nicht allein aus der Symbolwirkung seines Namens erklärt werden, doch der unerklärbare Rest der Massensuggestion, die von der IOS seinerzeit ausging, ist ohne Zweifel auf die positive Symbolwirkung des ¼Kornfelds« zurückzuführen, (Siehe Insel,&xnbsp; Symbole)

Kosmos

(Siehe Himmel,&xnbsp; Rakete)

Kot, Exkremente

Nach den Glaubensvorstellungen der frühen Kulturvölker sind die menschlichen Exkremente auch der Urin, der Speichel und der Schweiß magische Substanzen. Bei den Primitiven wie auch im Volksglauben haben die Körpersekrete diese Bedeutung nach wie vor. Für den Landwirt sind nicht nur die tierischen Exkremente, sondern ist auch der menschliche Kot bester Dünger. Diese positive Bedeutung als wachstumsförderndes Mittel hat der Kot auch als Symbol im Traum.

Für die Psychoanalyse gilt eine Kotabgabe im Traum als ein Kastrationssymbol. FREUD nahm an, das Kind erlebe die Kotabgabe als Verlust. Er fand, dass eine übertriebene Reinlichkeitserziehung beim Kleinkind die Wurzeln für spätere Neurosen und sexuelle Verirrungen setzt. Die psychotherapeutische Erfahrung hat diese Annahme bestätigt. Nur dürfte die Ursache nicht in einer Analerotik des Kleinkindes zu suchen sein, sondern in einem Liebesverlust, den es durch eine übertrieben strenge Reinlichkeitserziehung empfindet. (Siehe Gold)

Krankenhaus

Erscheint im Traum ein Krankenhaus, so ist es als eine Information über die Hilfsbedürftigkeit des Träumers oder der Person, die ein Krankenhaus aufsuchen soll, zu verstehen. Die Krankheiten, die dort behandelt werden sollen, sind seelischer Natur. Die einzelnen Abteilungen des Traumkrankenhauses informieren über die spezifischen Funktionen der Psyche, die einer Störung unterliegen. So signalisieren Herzkrankheiten eine Störung im Gefühlsbereich, Augenleiden im Traum weisen auf den Mangel, ein Problem oder die Beziehung zu einem Mitmenschen richtig zu sehen. Ein Magenleiden kann das Signal dafür sein, dass eine Konfliktsituation unverdaulich erscheint und daher krank macht. Die Anweisungen des Arztes im Traumkrankenhaus sind entsprechend hilfreiche Hinweise für den Träumer. (Siehe Arzt)

Kreis

Der Kreis ist eine unendliche Linie und eine vollkommene geometrische Figur. Das erklärt seine Bedeutung als Ganzheitssymbol. Seit Urzeiten wird dem Kreis eine magische Wirkung zugeschrieben. Bereits die Steinzeitmenschen legten ihre Heiligtümer in Kreisform an. In den Mythen und Märchen hat der magische Kreis die Bedeutung eines Schutz und Abwehrzaubers. Eine vergleichbare Symbolbedeutung hat der Kreis auch im Traum. Alles, was sich in einem Kreis abspielt, hat eine besondere Bedeutung. Allgemein signalisiert das Traumbewusstsein mit dem Kreis eine Konzentration psychischer Energie. (Siehe Ball,&xnbsp; Kugel,&xnbsp; Tanz,&xnbsp; Geometrie)

Kreuz

Das Kreuz ist ein archetypisches Richtungssymbol und Ordnungsmuster. Es zeigt die vier Himmelsrichtungen an und hilft, eine Landschaft oder auch Länder in die Gebiete von Ost und West, Nord und Süd einzuordnen. Ebenso vereinigt das Kreuz in seinem Zentrum die Gegensätze. Auch im Traum ist das Kreuz als Richtungs- und Ordnungssymbol zu deuten. Natürlich bedarf es gewisser Opfer, um eine Ordnung herzustellen, sei es in der Realität, sei es in der eigenen Seele. Bei Personen des christlichen Kulturbereichs überwiegt bei der Kreuzsymbolik häufig der Opfergedanke. Das Hakenkreuz dagegen symbolisiert das Sonnenrad. Es versinnbildlicht die Ordnung, die sich aus dem Lauf der Sonne ergibt. Das Hakenkreuz oder die Swastika gehört zu den Ursymbolen, die bereits zur Steinzeit bekannt waren. In seiner rückläufigen Form, wie es das Hoheitszeichen des Nationalsozialismus war, hat es eine destruktive Bedeutung und zeigt einen Bewusstseinsrückschritt an. Das ist hier als eine rein psychologische Tatsache zu verstehen. Bewusstseinsregressionen tauchen geschichtlich stets vor einem Kulturumbruch auf, der ein neues Zeitalter einleitet. (Siehe Chaos,&xnbsp; Christus,&xnbsp; Kreis)

Krieg

Kriegssituationen erscheinen häufig im Traum. Das Traumbewusstsein signalisiert mit derartigen Bildern eine unbewusste Auseinandersetzung widerstreitender Persönlichkeitsseiten des Träumers. Mit realen Kriegsbildern, wie sie Frontsoldaten in der Wirklichkeit erlebten, informiert das Traumbewusstsein über unbewältigte Probleme aus der Vergangenheit, die sich aber erfahrungsgemäß selten auf das tatsächliche Kriegserlebnis beziehen. Häufig handelt es sich bei Kriegsverwundungen im Traum um seelische Verwundungen, die nur oberflächlich vernarbt sind und einer Bewusstwerdung bedürfen. (Siehe Amputation,&xnbsp; Verfolgung)

Kristall, Edelstein

Quarzuhren funktionieren allein durch die Schwingung des Quarzes. Auch für den menschlichen Körper sind die Schwingungen der Edelsteine und Kristalle von Bedeutung. Die Chinesen entwickelten schon 4000 Jahre v. Chr. durch Auflegen von Heilsteinen eine der ältesten Heilmethoden. Auch die Ägypter, Römer und Griechen erkannten die schützenden und heilenden Wirkungen der Kristalle. Hildegard von Bingen hat sich im frühen Mittelalter mit den heilenden Kräften der Steine als Wissenschaft befasst. Das Wissen der Menschen über die natürlichen Heilkräfte der Steine hat Jahrtausende überdauert.

Sie sind aus den klaren Wassern des Paradieses entstanden, tief eingebettet im Erdinnern, über Millionen von Jahren dem gewaltigen Druck von Erd- und Gesteinsmassen ausgesetzt, mit magnetischen Strahlkräften ausgestattet, von Gnomen und Elfen bewacht – so wurden nach unseren Sagen und Legenden die kostbarsten Kleinode unserer Erde, die Edelsteine beschrieben. Wenn man bedenkt, dass unsere schönsten und kostbarsten Steine, wie beispielsweise der Diamant, der Rubin, der Saphir, der Smaragd und der Amethyst aus so einfachen Grundelementen wie Kohlenstoff, Tonerde, Kieselsäure, Kalk und Magnesium entstanden sind, ist dies schon ein Wunder für sich.

 

Der Glaube und die Lehre von der wundertätigen Kraft dieser Steine ist so alt, wie der Mensch denken kann. Bereits die alten Babylonier und die Assyrer kannten heilende Tinkturen aus Edelsteinen. Genaue Anleitungen zur Zubereitung von Edelsteinmedikamenten in Form von Elixieren, Pulvern, Pasten und kompliziert herzustellenden Oxiden enthält das altindische Ayurveda. Priester, Medizinmänner, Herrscher und Schamanen trugen mächtige Edelsteine als Symbole ihrer spirituellen oder weltlichen Autorität. Der Stein am Ring an der Hand des Priesterkönigs, die Edelsteine in seiner Krone und die Kristalle an seinem Ritualgewand waren nicht nur für die ihn umgebenden Menschen ein äußeres Zeichen, dass er mit den geistigen Mächten in ständigem Kontakt stand. Sie waren für ihn auch ganz konkrete Hilfsmittel für die Kommunikation mit diesen Kräften. Aus diesem Grunde wurden die Räume der Kapellen, die Schreine der Reliquien und das Altargerät auch reichlich mit diesen Augen Gottes versehen. Eines der bekanntesten Beispiele für die Anwendungsbereiche der Kristalle oder Edelsteine ist die Kristall-Medizin der heiligen Hildegard von Bingen.

In jedem Stein sind Kristalle, auch wenn man es nicht sieht, ausgenommen große Kristalle, wie der Bergkristall, Amethyst oder der Granat, deren Kristallform für jeden sichtbar ist. In jedem noch so unscheinbarem Stein befinden sich mikroskopisch kleine Kristallgitter, das aus vielen Molekülen und Atomen besteht. Durch den komplizierten Aufbau der Atome und Moleküle können Kristalle Energien umwandeln und daher auch den Energiefluss ändern (positiv beeinflussen).

 

Die Physik ist dabei, wissenschaftlich nachzuweisen, dass die feste Materie im Grunde eine Illusion ist. Denn die Atome, aus denen die Materie zusammengesetzt ist, bestehen fast nur aus leerem Raum. Auch die Protonen, Neutronen und Elektronen bestehen, nach jüngsten Forschungen, nicht aus fester Materie, sondern aus Energiewolken, die im wesentlichen „leer“ sind. Feste Materie ließe sich demnach auch beschreiben als Bewegung im leeren Raum. Diese Bewegung ist eine Schwingung. Die unterschiedliche Zusammensetzung der Atome führt zu unterschiedlichen Arten von Schwingungen, die sich auch von denen des Lichts, der Töne oder elektromagnetischen Wellen unterscheiden. Ein Schwingungsmuster kann nun als Information mit einem spezifischen Inhalt aufgefasst werden, die vom jeweiligen Objekt ausgeht und zum Beispiel von Menschen wahrgenommen werden kann. Übertragen auf die Edelsteine bedeutet dies, dass jeder Stein eine Information abstrahlt, die der Mensch zu verschiedenen Zwecken nutzen kann. Da Edelsteine niemals negativ gepolt sein können, verhelfen ihre energetisch positiven Felder zu einer Beseitigung von Krankheiten und Disharmonie.

 

Dabei geht es vor allem um das Erkennen des eigenen Entwicklungspotenzials, um die Klärung von Gedanken und Gefühlen und um die Linderung körperlicher Beschwerden. Die Heilung einer Krankheit zum Beispiel wird aber nicht vom Edelstein selbst vorgenommen, indem er in körperliche Vorgänge eingreift, sondern der Stein liefert dem Körper eine bis dahin fehlende Information. Paracelsus, der große Arzt der Renaissance, schrieb, wer mit Kristallen arbeite, müsse „alles korrekt beobachten und das, was war, lernen und verstehen.“

Krokodil

(Siehe Drache)

Kröte

Die Kröte ist als Tier im Traum ein archetypisches Symbol der Erdmutter. Bei den Ureinwohnern Mittelamerikas, den Azteken, war die Erdgottheit ein krötenartiges Ungeheuer. Mit diesem archetypischen Vorstellungsmuster war die Große Mutter in ihrem bedrohlichen und verschlingenden Aspekt als Todesmutter gemeint. Dieses Muster findet sich in den verschiedensten Gestaltungen bei allen Völkern unserer Erde. Im Traum einer männlichen Person kann die Kröte ein sorgfältig zu beachtendes Warnsignal sein. Im Traum einer weiblichen Person symbolisiert die Kröte einen Mutterarchetyp, Im Mittelalter wurde die Kröte den Hexentieren zugerechnet. Getrocknete Kröten wurden als Rohsubstanz für Liebestränke verwendet. Die Wirkung ist aus dem Krötengift Bufotenin erklärbar, das eine potenzsteigernde Wirkung hat. (Siehe Drache,&xnbsp; Frosch)

Krug, Gefäß

Krüge und Gefäße sind vieldeutige Traumsymbole. Sie haben aus naheliegenden Gründen einen weiblichen Aspekt. Der Krug kann im Traum das Lebenswasser enthalten. Der Milchtopf und der Honigtopf, die in vielen Märchen eine Rolle spielen, haben im Traum meist eine erotische Bedeutung. Hinter dem sprichwörtlichen Krug, der zum Brunnen geht, bis er bricht, verbirgt sich eine symbolische Anspielung auf die Defloration. Was immer auch im Traum mit dem Krug geschieht alle Hinweise deuten auf persönliche Probleme des Träumers. Sein Gegenstück als archetypisches Symbol des Kollektiven Unbewussten ist der Brunnen. Er ist in der altgriechischen Mythologie der Eingang zur Unterwelt. Doch hat der Brunnen damit keine negative Bedeutung, etwa die eines Todessymbols, sondern signalisiert notwendige psychische Wandlungsvorgänge. Auch der Krug ist in seiner Eigenschaft als Mischgefäß je nach dem Zusammenhang u. U. ein Wandlungssymbol. (Siehe Brunnen,&xnbsp; Quelle)

Küche

Die Küche ist der Ort der Hausfrau und der Raum, wo die tägliche Nahrung der Familie zubereitet wird. Diese positive Bedeutung hat sie auch in der Sprache der Träume. Die negative Einstellung der gegenwärtigen weiblichen Emanzipationsbewegung gegenüber den drei ¼K« Küche, Kinder, Kirche kennt die Psyche nicht. Sie ist psychologisch gesehen das Ergebnis einer Bewusstseinsverkrampfung. Als Ort der Nahrungsumwandlung symbolisiert die Traumküche einen seelischen Bereich der Umwandlung von psychischer Energie. In ihrer Symbolbedeutung lässt sich die Küche am besten mit einem chemischen Labor vergleichen. Was dort im Traum geschieht, sind Hinweise für Ehe und Familienprobleme. (Siehe Haus,&xnbsp; Herd)

Kugel

Die Kugel ist in der Realität der vollkommenste geometrische Körper. Sie hat nur eine endlose Seite, und die Entfernung aller Punkte zum Zentrum ist gleich. So ist die Kugel seit Urzeiten ein archetypisches Symbol der Vollständigkeit und Ganzheit. Die Erde, die Sonne, das Universum, aber auch das Atom haben in der menschlichen Vorstellung Kugelgestalt. Die Kugel, wie alle kugelförmigen Gebilde im Traum, hat stets eine positive Informationsbedeutung. Sie versinnbildlicht je nach dem Zusammenhang auch eine psychische Dynamik in Richtung auf ein gemeinsames Zentrum. Dies ist als ein Streben der Psyche nach einer Vereinigung der Gegensätze im Leben und der Herstellung des psychischen Gleichgewichts zu verstehen. (Siehe Ball,&xnbsp; Kreis)

Kuh

In den vorchristlichen Religionen ist die Kuh das Symbol der Muttergottheit. Der sprichwörtliche Begriff der ¼heiligen Kühe« stammt aus der indischen Religion des Hinduismus. Für die Hindus ist die Kuh das zentrale Symbol des Mütterlichen. Sie ist heilig und darf nicht getötet werden. im Traum erscheint die Kuh als Sinnbild umsorgender, mütterlicher Weiblichkeit. In den Träumen von Frauen signalisiert sie häufig r Träumerin die Notwendigkeit, eine vernachlässigte mütterliche Seite zu beachten. In den Träumen von männlichen Personen deutet die Kuh meist auf eine zu starke Mutterbindung hin. (Siehe Haustier,&xnbsp; Mutterkomplex)

Kuss

Mit dem Kuss verbildlicht der Traum eine innige Annäherung. Natürlich kann der Kuss im Traum auch eine erotische Bedeutung haben, besonders bei jugendlichen Personen. Erfahrungsgemäß kommt dies jedoch weitaus seltener vor, als angenommen wird. Der Mund ist psychisch gesehen das Organ der Sprache. Und mit dem Kuss meint das Traumbewusstsein in der Regel eine geistige Kommunikation. Diese Bedeutung einer geistigen Verbundenheit haben ja auch die Bruderschaftsküsse, wie sie in Russland und Frankreich beispielsweise üblich sind und bekanntlich zum Zeichen einer friedlichen Vereinigung ihrer Völker von Staatsmännern ausgetauscht werden. Mit dem Kuss weist das Traumbewusstsein den Träumer meist darauf hin, dass er mit einer bestimmten Person eine engere Beziehung aufnehmen oder sich im Falle eines Streits mit ihr versöhnen soll. Selbst Zungenküsse im Traum haben kein sexuelles Motiv. Sie unterstreichen vielmehr den Hinweis auf eine geistige oder seelische Verbindung mit der betreffenden Person. (Siehe Kannibalismus)

Labyrinth

Das Verirren in den Straßen einer unbekannten nächtlichen Großstadt und das endlose Wandern durch Straßen, die einander gleichen und weder Namens noch Richtungsschilder tragen, gehören zu den unangenehmen Traumerlebnissen, die wohl jeder kennt. Oder der Träumer irrt durch endlose und verwinkelte Kellergänge eines riesigen Gebäudes. Die Bedeutung derartiger Traumsituationen ergibt sich aus dem Symbolbegriff des Labyrinths. Das archetypische Muster des Labyrinths ist uralt. Im Urmythos ist das Labyrinth Sinnbild für den Leib der Erdmutter. Das Eindringen in das Labyrinth kommt einer mystischen Rückkehr in den Mutterschoß gleich. Im Labyrinth fanden nach vielen Mythen Götterhochzeiten statt, die meist eine inzestuöse Vereinigung darstellten. So kann das Labyrinth im Traum das Signal für einen Mutterkomplex sein. In der griechischen Mythologie ist das Labyrinth von König Minus für den Minotaurus erbaut worden. Minotaurus, halb Stier, halb Mensch, war der Sohn der Königin Pasohae und des Meergottes Poseidon, der sich mit der Königin in der Gestalt eines weißen Stieres vereinigte. Der griechische Held Theseus besiegte das Ungeheuer, nachdem er von dessen Schwester Ariadne ein Wollknäuel erhalten hatte. Sie riet ihm, den Wollfaden den bekannten Ariadnefaden am Eingang zu befestigen, damit er jederzeit den Rückweg aus dem Labyrinth finden könne. Die List gelang, Theseus erschlug das Untier und fand glücklich den Ausgang. Worüber informiert dieses archetypische Muster? Der Stiermensch im Labyrinth symbolisiert die sexuelle Triebhaftigkeit in ihrer Unergründlichkeit für das Bewusstsein. Ariadne, die auf die List mit dem Wollknäuel verfiel, ist hier ein Sinnbild für die intuitive Intelligenz des Weiblichen. Die geistig seelische Verbindung zwischen Mann und Frau hier symbolisiert durch den Adriadnefaden ermöglicht es dem Helden, das gefährliche Abenteuer im Labyrinth zu bestehen und den Stier in sich selbst zu besiegen. Der Mythos nimmt allerdings die Konfliktlösung vorweg. Was der Traum mit dem Bild des Labyrinths signalisiert, ist in der Regel die Gefahrensituation. (Siehe Mutterkomplex,&xnbsp; Spinne,&xnbsp; Stier)

Lähmung

Das Bild einer Lähmung im Traum ist wörtlich zu verstehen. Es ist das Signal für eine Behinderung seelischer oder geistiger Art, die sich im einzelnen aus dem Fortgang der Traumhandlung ergibt. (Siehe Amputation,&xnbsp; Arm,&xnbsp; Bein)

Lampe, Laterne

Das Licht einer Lampe oder einer Laterne im Traum deutet auf die Annäherung eines unbewussten Problems an das Bewusstsein hin. Die Bedeutung der Lampe als ein Bewusstseinslicht findet sich auch im Märchen. Sie erscheint dort stets, wenn die Märchenhandlung darauf zielt, dass dem Helden ein Licht aufgehen soll oder wird. (Siehe Fackel,&xnbsp; Feuer, Flamme)

Lanze

Für die Psychoanalyse ist die Lanze ein Phallussymbol, weil FREUD und STEKEL glaubten, dass jede Waffe und jeder längliche Gegenstand ein phallisches Sexualsymbol seien. Diese Erklärung ist zu naiv. Das Bild einer Lanze im Traum kann bei jugendlichen Personen durchaus eine körperliche sexuelle Spannung andeuten. In den Träumen von Personen in der zweiten Lebenshälfte hat die Lanze jedoch eine völlig andere Symbolbedeutung.

In der griechischen Mythologie ist sie ein Attribut des Sonnengottes Apollo. In der mittelalterlichen Gralssage ist die Lanze des Gralsritters ebenfalls ein Lichtsymbol und in Anlehnung an die Lanze, mit der Christus am Kreuz die Seite geöffnet wurde ein Heilssymbol. Bei älteren Personen ist eine Deutung in Richtung einer religiösen Problematik richtiger. U. U. kann die Lanze auch als Leidenslanze körperliche Krankheitssymptome signalisieren. (Siehe Christus,&xnbsp; Sonne)

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Lapislazuli

Der Name "lapis lazuli" stammt ursprünglich aus dem Persischen und bedeutet "blauer Stein". Die Farbe dieses undurchsichtigen Steins reicht von reinem Ultramarinblau bis zu helleren blauen Farbtönen. Die sehr beliebten goldfarbenen Einlagerungen stammen vom Pyrit, da sie an goldene Sterne am blauen Himmel erinnern. Der Lapislazuli wurde schon im Altertum als heiliger Stein betrachtet und aufgrund seiner positiven Eigenschaften von vielen Kulturen geschätzt. Er schützt vor dem bösen Blick und hilft bei Gicht, Blutkrankheiten und Schlaflosigkeit Lapislazuli gilt vielen Menschen auf der ganzen Welt als Stein der Freundschaft und der Wahrheit. Es heißt, der blaue Stein fördere Harmonie in den zwischenmenschlichen Beziehungen und helfe seinem Träger authentisch zu sein und offen die eigene Meinung zu äußern. Er wird als idealer Freundschaftsstein betrachtet, der für Stabilität steht. Ihm wird zugeschrieben, dass er die Willensenergie und Hilfsbereitschaft verstärkt und daß er vor schlechten Einflüssen schützt.

Dieser Stein lindert Kopfschmerzen, wirkt beruhigend und krampflösend. Er beugt Hautkrankheiten und Ausschlägen vor. Als Kette lindert er Schwellungen. Der Heilstein Lapislazuli wirkt blutdrucksenkend und lindert Menstruationsbeschwerden, Erkrankungen der Lunge und der Mandeln. Dieser Stein schützt auch vor Strahlenschäden, wie z.B. Computerstrahlung. Fördert die Bedürfnisse nach Liebe, Partnerschaft und Freundschaft. Er baut Blockaden und Ängste ab. Er fördert das Selbstvertrauen und ist sehr konzentrationsfördernd.

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Leder

Lederkleidung, lederne Peitschen u. ä. sind Traumsignale für Aggressionstendenzen. Für Sadomasochisten besitzt das Leder eine fetischistische Bedeutung. Das heißt, dass das sexuelle Begehren auf das Leder als Objekt neurotisch fixiert ist. Entsprechend ist beim Auftauchen von Lederkleidung und Ledergegenständen im Traum bei der Deutung auf sadomasochistische Neigungen des Träumers zu achten. (Siehe Pelz)

Lehrer

Oft taucht in den Träumen das Bild eines aus der Schulzeit bekannten Lehrers oder auch ein unbekannter Lehrer auf Diese Personen verkörpern erfahrungsgemäß eine hilfreiche innerseelische Funktion des Träumers selbst. Die Lehren, die der Lehrer dem Träumer erteilt, sind Hinweise des Traumbewusstseins auf Lebenssituationen im Alltag. Die Person des Lehrers im Traum ist nur zu oft eine Mahnung, dass die Schule des Lebens nie endet. In vielen Fällen verdanken Träumer dem Lehrer im Traum schöpferische Anregungen. (Siehe Direktor,&xnbsp; Mann, unbekannter,&xnbsp; Schule)

Leiche

Die sprichwörtliche Leiche im Keller ist auch im Traum ein äußerst ungünstiges Bild. Während Begräbnisse und Tote im Traum seelische Veränderungen und Wandlungen symbolisieren und häufig als positive Informationsbilder anzusehen sind, zeigt der Traum mit dem Bild einer Leiche Rotlicht an. Die Leiche ist das Überbleibsel eines Toten, das der Verwesung anheimfallt. Im Traum ist sie das Signal für eine seelische Vergiftung. Die Leiche erscheint als Symbol einer abgestorbenen, unbeseelten Seite der Persönlichkeit, eines zutiefst im Unbewussten vergrabenen Komplexes, der von der Psyche wie ein zersetzender Fremdkörper mitgeschleppt wird. Falls sich Leichenträume häufen, ist unbedingt psychotherapeutische Beratung angezeigt. (Siehe Begräbnis,&xnbsp; Tod)

Leiter

Die Leiter symbolisiert im Traum eine Übergangssituation. Das kann ein Abstieg oder ein Aufstieg sein. Bereits die Bibel benutzt die Symbolbedeutung der Leiter, so in Jakobs Traum von der Himmelsleiter. Die alten Ägypter gaben den Toten kleine Leitern ins Grab, damit der Ka zur Sonne zurückkehren kann. In der mittelalterlichen Alchimie ist die Leiter ein Wandlungssymbol. FREUD leitete von dem Auf und Absteigen auf einer Leiter eine Zeichenbedeutung der Leiter für den Geschlechtsakt ab. Eine derartig einseitige Deutung ist irreführend. Die Leiter ist weder ein Sexualsymbol, noch versteckt sich dahinter ein unerfüllter Wunsch nach Sexualbetätigung, wie FREUD glaubte. Es verhält sich vielmehr umgekehrt. Wenn im Traum einer jugendlichen Person im Zusammenhang mit sexuellen Vorgängen die Leiter als Symbolbild erscheint, dann signalisiert sie einen Wandel des Träumers hinsichtlich seiner Einstellung zur sexuellen Problematik der Reifezeit. (Siehe Hirsch,&xnbsp; Treppe)

Leuchtturm

Der Leuchtturm signalisiert im Traum hilfreiche Orientierung in schwierigen Lebenssituationen. Er hat stets eine positive Bedeutung. Oft informiert ein Leuchtturm über die Bewusstwerdung unbewusster Inhalte. (Siehe Lampe, Laterne) (Siehe Fackel,&xnbsp; Feuer, Flamme,&xnbsp; Kerze,&xnbsp; Lampe, Laterne)

Lift

Mit dem Liftfahren informiert das Traumbewusstsein über seelische 'Übergangs und Wandlungsvorgänge. Nur stellt im Gegensatz zum Auf oder Absteigen auf einer Treppe das Fahren im Lift keine entsprechende Richtungsänderung aus eigener Kraft dar. Die Verwicklungen, die bei einer Liftfahrt im Traum auftreten können, beispielsweise ein Steckenbleiben zwischen Stockwerken u. ä. m., entstehen vergleichsweise durch eine dem Willen des Träumers entzogene Bewegungsautomatik des Unbewussten. Hierauf ist zu achten. (Siehe Leiter,&xnbsp; Treppe)

Lilith

Lilith ist für deine Schattenseiten da. Sie ist das schwarze Schaf der Familie, diejenige, die das Studium geschmissen hat, die nicht den Sohn des Professors geheiratet hat und die auch keine Kinder hat. Oder nicht weiß, von wem. Lilith ist die, die Neptun unter den Tisch säuft. Wenn sie in dein Leben tritt, dann kannst du dich ihr nicht verweigern. Je mehr du verdrängst, desto stärker wird sie und umso stärker wird sie eines Tages in dein Leben treten. Dein "normales" Ich auf die billigen Plätze verweisen, und die Regie für dein Leben übernehmen. Also kümmere dich lieber regelmäßig um sie und schiebe ihr nicht zuviel von dir zu. Wann immer du dich mit deinen Schatten auseinander setzen willst, ist sie die richtige Adresse. Tu es regelmäßig und ihr werdet gute Freundinnen sein. Verwandte Seelen. Vernachlässigst du sie, wird sie sich nehmen, was ihr zusteht. (Siehe Planeten)

Links

Die Symbolbedeutung von links und rechts im Traum ist keine politische. Es handelt sich um ein uraltes archetypisches Orientierungsmuster. Links ist die Seite des Herzens und verweist auf den Gefühlsbereich des Träumers. Es symbolisiert auch den Bereich des Unbewussten. Rechts zeigt die Richtung für Bewusstheit, Aktivität im Handeln, geistige Interessen an. In älteren Zeiten war der Platz der Frau an der linken Seite des Mannes. So können links und rechts auch Hinweise für weibliche und männliche Aspekte sein. (Siehe Zahlen)

Lokomotive

Eine Lokomotive ist das Antriebsaggregat für Reisen im Zug und damit ein Massenfortbewegungsmittel. Für das Traumbewusstsein ist die Lokomotive ein Symbol kollektiver psychischer Energie. Die Reise im Zug als Sinnbild der Lebensreise informiert gewissermaßen über einen Weitergang im Leben durch gesellschaftliche Kräfte. Die Lokomotive stellt dabei das Energiesymbol dar. Die Bedeutung lässt sich nur aus dem Zusammenhang ersehen. Sie kann positiv sein. Doch ebenso kann die Lokomotive als ernstes Gefahrensignal erscheinen. Wenn der Träumer zu stark der Kollektivmeinung unterliegt, gerät er in die Gefahr, seine individuelle Persönlichkeit zu verlieren. In seltenen Fällen erscheint die Lokomotive im Traum als reales Todessignal, doch dann als Signal für den Tod von Angehörigen. Taucht dieses Symbol auf, ist auf Depressionen zu achten. (Siehe Bahnhof,&xnbsp; Reise)

Löwe

Wie die meisten Traumtiere, ist der Löwe ein mehrdeutiges Symbol. Als archetypische Tiergottheit und König der Tiere im Märchen stellt er ein Herrschaftssymbol und ein Sinnbild physischer Lebenskraft dar. Der Löwe kann schöpferische geistige Kräfte und Kreativität signalisieren. Doch ebenso kann er in heutiger Zeit ein Symbolbild für Aggressionen und Unbeherrschtheit sein. (Siehe Adler,&xnbsp; Tier)

Luzifer

In christlicher Vorstellung ist Luzifer der Fürst der Hölle und damit die Inkarnation des Bösen. Doch sein Name (von lateinisch lux = das Licht) bedeutet Lichtbringer. Er ist der gefallene Erzengel, Im frühen jüdischen Mythos erscheint er als Bruder Gottes und ist dort psychologisch gesehen die dunkle Schattenseite des alttestamentarischen Gottes. Nach der Genesis verführte Luzifer Eva in der Gestalt der Schlange. Doch was er den ersten Menschen bot, war die Frucht vom Baum der Erkenntnis. Das rechtfertigt seinen Namen. Er brachte dem Menschen das Licht der Bewusstheit, das es ihm ermöglichte, sich durch eine selbstschöpferische Gestaltung über das Tier zu erheben. Als eine archetypische Symbolfigur verkörpert Luzifer bei den Juden die gleiche Vorstellung wie Prometheus in der altgriechischen Mythologie. Dieser stahl den Göttern das Feuer und brachte es den Menschen. Bei den Griechen wurde Prometheus für seinen Frevel bestraft. Nach der Bibel traf die Strafe die Menschen selbst. Sie wurden aus dem Paradies vertrieben. Das Muster, das diesen mythologischen Erzählungen zugrunde liegt es findet sich in vielen anderen Religionen ebenso, deutet auf die urmenschliche Problematik des Bewusstseins oder besser der Bewusstheit hin. Das Bewusstsein ist es, das den Menschen erst zum Menschen macht. Und damit Gott ähnlich. ¼ ... und werdet sein wie Gott ... « heißt es in der Genesis, Mose 3,5. Doch mit dem Bewusstsein seiner selbst wurde sich der Mensch auch seiner Sterblichkeit bewusst. Er wurde aus dem Paradies der Unbewusstheit vertrieben. Das Tier verendet. Nur der Mensch stirbt bewusst. Das ist sein Urproblem und die andere Seite der Bewusstheit. Mit der Erkenntnisfähigkeit und dem Bewusstsein, so entscheidend sie auch für die menschliche Entwicklung sind, beginnt der Gegensatz zwischen Mensch und Natur und damit der Verlust der ursprünglichen Ganzheit. Doch andrerseits ist es nachweisbar das Ziel der menschlichen Psyche, nun durch eine Erweiterung des Bewusstseins die Gegensätzlichkeit des Lebens in sich zu vereinen und auf einer höheren Entwicklungsstufe in die ursprüngliche Ganzheit zurückzukehren. Die Verwirklichung dieses Zielstrebens ist der Sinn des menschlichen Lebens. Die Figur des Luzifer kann, wie wir sehen, eine äußerst positive Traumbedeutung haben. Für Menschen, die mit einer übertriebenen puritanischen Moral alles Natürliche verteufeln, hat Luzifer die schlichte Informationsbedeutung, darüber nachzudenken, dass die Natur natürlich ist. Doch ebenso signalisiert das Traumbewusstsein mit diesem Archetyp einem verstandesbesessenen und bewusstseinsverkrampften Träumer den teuflischen Aspekt, der jedem einseitig intellektuellen Denken innewohnt. (Siehe Adam,&xnbsp; Apfel,&xnbsp; Feuer, Flamme,&xnbsp; Sonne)

Mahlzeit

Die Mahlzeit im Traum symbolisiert die Zufuhr von seelischer Energie. Eine gemeinsame Mahlzeit mit anderen Personen ist das Sinnbild einer seelischen oder geistigen Kommunikation. Die Speisen, die bei der Traum Mahlzeit auf den Tisch kommen, weisen auf entsprechende seelische Funktionen oder Problemstellungen hin. Zu beachten sind auch die Zahl der anwesenden Personen und die Form des Tisches. In den Träumen zur Zeit der zweiten Lebenshälfte besteht zwischen der Mahlzeit im Traum und religiösen Problemen häufig ein unmittelbarer Zusammenhang. je nach der religiösen Einstellung des Träumers sind die christliche Abendmahlsymbolik oder entsprechende Rituale bei der Deutung zu berücksichtigen. (Siehe Bäcker, Backofen,&xnbsp; Herd,&xnbsp; Küche)

Mandala

Das Mandala ist ein im tibetischen Lamaismus und chinesischen Taoismus verwendetes kultisches Meditationsbild. Aus Quadrat, Kreisen, Dreiecken bestehend, mit einer winzigen Buddhafigur oder auch nur einem Punkt in der Mitte, stellt das Mandala ein Kosmogramm dar, Symbol der göttlichen Weltordnung und Harmonie. Das archetypische Muster der Mandalastruktur findet sich auch in den tibetanischen Thangkas, das sind kultische Rollbilder mit der Darstellung der Inkarnationen Buddhas oder anderer heiliger Persönlichkeiten. Es findet sich ebenso auf frühchristlichen Kirchenmalereien wie den Rundfenstern gotischer Kathedralen. Mandalaähnliche Bilder im Traum sind als Ordnungssymbole zu deuten. Ihnen kommt wenn verstanden eine äußerst positive Bedeutung zu. Ebenso hat das Malen von Mandalas eine positive therapeutische Wirkung bei seelischen Störungen. (Siehe Acht,&xnbsp; Rose)

Mann, unbekannter

Ein unbekannter Mann im Traum, in welcher Gestalt auch immer, ist ein Symbol der unbewussten männlichen Seite des Träumers. Er bedeutet nach C. G.JUNG eine nicht bewusste Schattenseite, die zur Persönlichkeit des Träumers gehört. Entsprechend ist diese Figur zu deuten. Taucht der unbekannte Mann in den Träumen einer Frau auf, so handelt es sich um ihren Animus, Das ist nach JUNG die unbewusste Männlichkeit in der Seele der Frau. Anders ausgedrückt: das innere Seelenbild vom Mann und dessen Verhalten. Dieses Bild oder Erwartungsmuster wird beim Mädchen in der Regel durch den Vater geprägt. Zur Zeit der Pubertät und im heiratsfähigen Alter erscheint der Animus im Traum häufig als Lehrer, Wissenschaftler, Dichter, aber auch als Filmschauspieler, Olympiasieger, Jazz und Rockidol oder als ein sonstiges Vorbild. Der Animus kann auch als archetypische Figur des Helden erscheinen, ebenso als der Prinz eines Märchens. Dem Traumsymbol des Animus kommt eine besondere Bedeutung zu, da dieses Persönlichkeitsmuster in der Lebenswirklichkeit auf den Mann der Wahl projiziert wird. Entspricht der Ehemann oder Geliebte dann in der Realität dem unbewussten Animusbild der Frau nicht, so sind Enttäuschungen und Ehekonflikte die Folge. Die unbewusste Projektionstätigkeit erklärt die häufig zu beobachtende Wahl eines unpassenden Partners. (Siehe Frau, unbekannte)

Mantel

Der Mantel hat eine schützende Traumbedeutung. Als Standeszeichen Königsmantel, Priestergewand, Richtertalar symbolisiert der Mantel im Traum entsprechende Funktionen. (Siehe Kleider)

Maschine

Nach psychotherapeutischer Erfahrung sind Maschinen wie technische Konstruktionen aller Art, wenn sie im Traum erscheinen, als Warnsignale anzusehen. Sie signalisieren meistens psychische Störungen. Dies gilt jedoch nur für fremdartige, in ihrem Sinn nicht recht verständliche Maschinen. Die vertrauten Alltagsmaschinen des Haushalts dagegen ersetzen im Traum oft entsprechende Natursymbole. So kann die Haushaltswaschmaschine beispielsweise als Reinigungssymbol erscheinen. Trotzdem ist vorsorglich auf eventuelle ungünstige Nebenerscheinungen zu achten. (Siehe Elektrizitätswerk)

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Maske

Eine Maske verhüllt die Individualität des Trägers. Sie ist bei allen primitiven Völkern ein Mittel, um im kultischen Tanz Symbole darzustellen. In der antiken griechischen Tragödie trugen die Schauspieler Masken. Denn die Tragödienspiele sind eine Fortsetzung der früheren Dionysosfeiern. Und der Gott Dionysos wurde nie ohne Maske gezeigt. Der Gott hinter der Maske ist das Symbol für die hinter der Natur stehende, verborgene Lebenskraft. Der Karneval als eine Fortsetzung der ursprünglichen Dionysosfeiern hat den Gebrauch der Maske übernommen. Sie verbirgt die wahre Persönlichkeit und erleichtert es dem Träger, sich ungehemmt der allgemeinen kollektiven Stimmung hinzugeben. Durch die Anonymität, die die Maske dem Träger verleiht, wird er zum Teil der Masse. Er nimmt an der allgemeinen Bewusstseinsabsenkung und Erhöhung der Emotionalität teil. Dies erleichtert die Abfuhr aufgestauter psychischer Spannungen. Die Maske des Verbrechers im Fernsehspiel oder Krimi erleichtert dem Zuschauer oder Leser eine Identifikation. Auch hier ist der erhoffte Zweck ein Abbau aufgestauter Aggressionen. Im Traum signalisiert die Maske ebenfalls eine Identifikation, meist mit archetypischen Figuren des Kollektiven Unbewussten, die Gewalttätigkeit verkörpern. Günstig ist die Traumbedeutung der Maske nicht. Nur zu oft weist sie auf Größenwahnvorstellungen hin wenn sich der Träumer außerhalb der Faschingszeit mit einer Maske agieren sieht. Als Ursache sind Minderwertigkeitsgefühle oder Potenzstörungen zu vermuten. (Siehe Karneval)

Maus

im Volksmund wie in den Märchen hat die Maus eine erotische Symbolbedeutung. Die Maus ist ein kluges Tier, das sich nur selten mit dem Speck in der Falle fangen lässt. Wird ihr ein Mauseloch verstopft, so nagt sie sich verblüffenderweise an den unerwartetsten Stellen wieder durch. So ist es mit den Gedanken, die um die körperliche Befriedigung in der Liebe kreisen, ja auch. Der Erfolg der weltbekannten Mickymaus des Amerikaners Walt DISNEY beruht auf dem Paradoxon, dass die Mickymaus im Film listiger und intelligenter ist als ihr Gegenspieler, die Katze. Die Maus verkörpert die gesamte Skala der menschlichen Schwächen. Doch trickreich findet sie stets einen Ausweg. Darauf beruht ihr Erfolg. Eine ungünstige Bedeutung haben Mäuse im Traum nur dann, wenn sie in größerer Anzahl oder gar in Massen auftreten. Dann versinnbildlichen sie nagende Gedanken. (Siehe Haustier,&xnbsp; Tier)

Meer,Ozean

Das Meer ist ein archetypisches Sinnbild für den Ursprung des Lebens. Nicht des persönlichen Lebens eines Träumers, sondern des Lebendigen insgesamt. Das Meer ist in den Weltentstehungsmythen das weibliche Gegenstück zum männlich gedachten Himmel. In der Unergründlichkeit seiner Tiefe und mit seiner endlosen Weite ist es im Traum ein Symbol des Unbewussten, und zwar des Kollektiven Unbewussten. Die Bedeutung ist äußerst vielfältig. Sie kann von einem Aufbruch zu neuen Ufern, in seelisches Neuland, bis zu den gefährlichen Situationen reichen, die eine Fahrt über das Meer in sich birgt. Spielt sich der Traum am Meeresufer ab, informiert er über eine Problematik im Grenzbereich zwischen dem persönlichen und dem Kollektiven Unbewussten. (Siehe Fluss,&xnbsp; Reise,&xnbsp; Schiff)

Messer

Ein Messer ist ein Werkzeug, um etwas zu zerschneiden oder zu zerteilen.

Die übertragene Bedeutung des gedanklichen Zerteilens also eines Analysierens und Differenzierens kommt dem Messer als Traumsymbol zu. Wird es als Angriffswaffe verwendet, signalisiert der Traum mit dem Messer eine Aggressionstendenz. Eine phallisch sexuelle Bedeutung, wie FREUD es sich vorstellte, hat das Messer fast nie. Der Mann, der eine Träumerin beispielsweise mit einem gezückten Messer verfolgt, will sie weder töten noch vergewaltigen. Das Traumbewusstsein will in der Regel mit diesem

Informationsbild erreichen, dass sich die Träumerin dieser Traumfigur mutig zuwendet und mit dem Messer die Probleme, die der Mann für sie verkörpert, zerteilt, das heißt sich bewusst macht. (Siehe Gewehr,&xnbsp; Säbel)

Milch

Die Muttermilch ist die erste Nahrung, die der Mensch nach seiner Geburt erhält. So deutet Milch im Traum auf den nährenden und sorgenden Aspekt des Weiblichen hin. Als eine Nahrung symbolisiert die Milch, die ein Mann erhält, im übertragenen Sinne eine Zufuhr von Wissen und Erkenntnis. So wurde früher die Universität als Alma mater, das ist lateinisch ¼die Nährmutter«, bezeichnet. (Siehe Mutter)

Mittag

In den südlichen Ländern, im antiken Griechenland beispielsweise, galt die Mittagszeit als die Geisterstunde. Wie alle Tageszeiten im Traum, ist auch die Mittagsstunde ein Orientierungshinweis für die Traumsituation. Es ist die Zeit, wo die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hat. Damit kann eine starke Annäherung der Traumproblematik an das Bewusstsein gemeint sein. Wenn es der Zusammenhang ergibt, kann der Mittag auch die Lebensmitte des Träumers symbolisieren. (Siehe Abend, &xnbsp;Nacht)

Mond

Mond und Sonne sind die kosmischen Entsprechungen der obersten weiblichen und männlichen Gottheiten. Nur in den Primitivkulturen des hohen Nordens Sibirien, Alaska, Grönland gilt der Mond als eine männliche Naturgottheit. Er wird als Sohn der Himmelsmutter aufgefasst. Allgemein hat der Mond jedoch eine weibliche Symbolbedeutung. In Ausnahmefällen kann er das Signal für eine latente Homosexualität sein. Das archetypische Muster dafür findet sich in dem Werk des griechischen Philosophen PLATO ¼Das Gastmahl«. PLATO erzählt dort, dass es anfänglich drei menschliche Geschlechter gab: das weibliche, das männliche und das hermaphroditische. Das weibliche Geschlecht stammt von der Erde ab. Der Mann von der Sonne. Und das dritte Geschlecht vom Mond, dem Ort der Seelen. (Siehe Sonne)

Mord

Ein Mord im Traum bedeutet keine reale Lebensgefahr. Doch es handelt sich um ein Warnsignal. Ein Mord bedeutet ob ihn der Träumer begeht oder ob er selbst ermordet werden soll stets eine gewaltsame Abtrennung eines unbewussten psychischen Inhalts. Das können ungenutzte Fähigkeiten

Morgen Musik

und Talente sein oder die seelische Beziehung zu einer bestimmten Person. Bei einem solchen Traumbild ist auch auf Depressionen zu achten. (Siehe Begräbnis,&xnbsp; Leiche)

Morgen

Der Morgen, die Morgendämmerung, die Morgenröte haben als Zeitangabe im Traum eine recht günstige Bedeutung. Diese Tageszeit deutet auf Bewusstwerdung hin. (Siehe Abend,&xnbsp; Mittag)

Motorrad

Das Motorrad gehört wie das Auto oder das Pferd zu den individuellen Fortbewegungsmitteln auf der sinnbildlichen Lebensreise im Traum. Es verkörpert jedoch stärkere psychische Energie als das Auto. Gegenwärtig gehört das Motorrad zu den Statussymbolen der Jugend, doch taucht es im Traum weniger als ein positives Symbol sexueller Potenz auf, sondern meist als Warnsignal. In der Regel informiert die weitere Traumhandlung über die Notwendigkeit, die eigene Triebhaftigkeit zu zügeln. (Siehe Auto,&xnbsp; Pferd)

Muschel

Die Muschel ist ein Symbol weiblicher Sexualität. Doch im Gegensatz zur Auster tritt bei der Muschel die Bedeutung der Fruchtbarkeit in den Hintergrund. Die geschlossene Muschel symbolisiert die weibliche Unberührtheit. Dies kann ein Hinweis des Traumbewusstseins auf fehlende seelische Reife sein und damit auch ein Signal für Frigidität. Die Muschel steht wie die Perle mit den weiblichen Geburtsorganen in Verbindung. Sie steht für den Schutz der werdenden Mutter für das im Leib heranreifende Kind. Der Hindugott Vishnu trägt eine Muschel als Symbol des Ozeans und des ersten Lebenshauches. Auch die Geburt der Venus wird bereits in pompeijanische Fresken dargestellt mit einer Muschelschale, in der die Göttin steht. Mit der Liebesgöttin wird die Muschel als Symbol von Zeugung und Fruchtbarkeit verbunden. (Siehe Auster)

Musik

Musik im Traum ist wie in der Lebenswirklichkeit auch der Ausdruck von Gefühlserlebnissen. Vermutlich ist Musik ebenso alt wie die menschliche Sprache. In den frühen und besonders den asiatischen Kulturen wurde weniger der Melodie als vor allem den Klängen eine magische Bedeutung beigemessen. PYTHAGORAS entdeckte den unmittelbaren Zusammenhang zwischen den physikalisch messbaren Tonschwingungen und der Gesetzmäßigkeit der Zahlen, die ein Produkt des Geistes sind. So ist Musik gewissermaßen Mathematik, die man hören kann. Diesen Zusammenhang zwischen Natur und Seele/Geist über die Musik als Medium nutzten die Gelehrten des indischen Buddhismus wie des arabischen Sufismus für die Entwicklung gewisser magischer Praktiken. So beruht beispielsweise die Wirkung der Mantras das sind bestimmte geheime Worte für die Meditationsübungen der Yogis nicht auf der Bedeutung der Worte, wie allgemein geglaubt wird. Es ist vielmehr der magische Klang der Vokale der Mantras, der eine nachweisbare Wirkung auf das Bewusstsein ausübt. Für die Deutung sind entsprechend die Wirkungen auf die Gefühlsstimmung des Träumers zu untersuchen. (Siehe Geige)

Mutter

Mit der Figur der eigenen Mutter oder mütterlichen Frauen aus dem Bekanntenkreis des Träumers zeigt ihm das Traumbewusstsein die Bereiche der eigenen Seele, die durch das Vorbild der Mutter während der Kindheit für das Erleben und Verhalten geformt und geprägt wurden. Die bewussten wie die unbewussten Erfahrungen mit der Mutter prägen in jedem Menschen ein unauslöschliches Vorstellungsbild, das seine Beziehungen zum Partner des Gegengeschlechts im späteren Leben bestimmt. Das Mutterbild wirkt auf die Psyche wie ein Muster, das nicht nur das bewusste Denken und Handeln eines Menschen beeinflusst, sondern vor allem vom Erleben und Verhalten gewissermaßen programmiert. Unbewussten her das

Erscheinen unbekannte Mutterfiguren im Traum, so symbolisieren sie oft die mütterlichen Funktionen oder Institutionen der Gesellschaft, Sozialeinrichtungen, Ansprüche auf Versorgung, kurzum den Wohlfahrtsstaat. Auch die Mutter Kirche kann gemeint sein. Als Archetyp, das heißt als eine menschliche Urerfahrung, hat die Mutter als Traumsymbol neben der lebensspendenden, ernährenden und schützenden Bedeutung aber auch den negativen Aspekt der bedrohlichen, fordernden und verschlingenden Mutter. (Siehe Drache,&xnbsp; Frau, unbekannte,&xnbsp; Mutterkomplex)

Mutterkomplex

Der vielzitierte psychologische Begriff Komplex wurde von C. G.JUNG geprägt. Darunter versteht man ein Bündel von unbewussten Vorstellungen, Gedankenverbindungen und Erfahrungsinhalten, die gewissermaßen verkapselt eine geballte Ladung psychischer Energie enthalten. Wie alle vom Bewusstsein abgeschnittenen Inhalte können Komplexe in der Psyche als Störfaktoren wirken. Der am häufigsten bei Neurosen zu beobachtende Komplex ist der Mutterkomplex. Biologisch gesehen, wird der Mensch zu früh geboren. Mag auch die körperliche Entwicklung bei der Geburt für die Lebensfähigkeit des Säuglings bereits ausreichen, für den Lernprozess in bezug auf die Umwelt benötigt der Säugling noch ungefähr ein weiteres Jahr. Während dieser Zeit lebt das Kleinkind gewissermaßen in einer Dualunion mit der Mutter. Es empfindet die Mutter als einen Teil der eigenen Person. Diese Beziehung ist ihm nicht bewusst. Um so einprägsamer sind, wie die moderne Neurosenforschung nachgewiesen hat, alle Erlebnisse im Zusammenhang mit der Mutter. S. FREUD entwickelte aufgrund der Bedeutung der Mutter für das Kleinkind seine bekannte Theorie vom Ödipuskomplex. Er nahm an, dass bereits das männliche Kleinkind die Mutter sexuell begehrt. Diese Theorie hat sich als Irrtum herausgestellt. Dieser Irrtum ist entschuldbar, weil FREUD zufolge des zeitbedingten Materialismus in der damaligen Wissenschaft auch für seelische Erscheinungen das Primat eines biologischen Lustprinzips als Lebenszweck annehmen musste.

Eine Störung in der Mutter Kind Beziehung im frühen Lebensalter legt stets die Wurzeln für Neurosen und Fehlhaltungen allgemeiner Art im späteren Leben, wenn z. B. ein Kind mutterlos in einem Heim aufwächst oder von der Mutter übertrieben verzärtelt wird. Diese sogenannte Affenliebe entwickeln Mütter besonders häufig, wenn der Vater fehlt. Auch bei

Mädchen kann sich ein Mutterkomplex mit allen negativen Auswirkungen ausbilden, wenn die Mutter in der Ehe dominiert und der Vater zu schwach ist, um sich durchzusetzen. (Siehe Frau, unbekannte,&xnbsp; Mutter,&xnbsp; Vater)

Nabel

Der Nabel symbolisiert als archetypisches Muster die Mitte, und zwar die Mitte des Leibes der Erdmutter. Als Weltnabel ist er ein universales kosmisches Symbol. Im Traum eines Mannes informiert der Nabel meist über einen Mutterkomplex. Im Traum junger Frauen deutet das Bild des Nabels oft auf eine latente lesbische Neigung. (Siehe Mutterkomplex)

Nacht

Die Nacht symbolisiert im Traum einen seelischen Bereich, der im Dunkeln liegt. Gemeint ist damit das Unbewusste. (Siehe Abend,&xnbsp; Mittag,&xnbsp; Morgen)

Nacktheit

In der Symbolsprache des Traumbewusstseins bedeutet die Nacktheit den ursprünglichen Naturzustand des Menschen. Wenn sich der Träumer plötzlich im Traum splitternackt sieht, so hat das fast nie sexuelle Bedeutung. Die Peinlichkeit, die der Träumer empfindet, hat ihre Ursache in einer seelischen Entblößung, die ihm der Traum signalisiert. (Siehe Kleider)

Nase

Die Nase gilt nicht nur im Volksmund, sondern auch für die Traumsprache als Entsprechung für das männliche Glied. Der Geruch ist ebenso ein Kommunikationskanal für die Wahrnehmung wie Licht und Schall für Auge und Ohr. Nach modernen biologischen Erkenntnissen findet die Nachrichtenübermittlung durch Düfte und Gerüche mittels der sogenannten Phermone statt. Das sind Geruchspartikelchen, mit denen beispielsweise Insekten, Schmetterlinge usw. die Geschlechtsreife signalisieren. Bekannt ist auch die erotische Wirkung gewisser Parfums. (Siehe Sexualität)

Navette

Die Navetteform findet sich wieder in einer ganzen Reihe von Formen, die unser Leben bestimmen. Das Auge, der Mund, die Vulva, die Form von Schiffen und Fischen kann damit in Verbindung gebracht werden. Im Bezug auf das Auge steht die Form zunächst in Verbindung mit dem Licht, als empfangendes Organ aber auch als Organ, das selbst Signale versendet. In vielen Kulturen wird die Sonne als allsehendes Auge aufgefaßt oder durch das Auge symbolisiert, so etwa der jugendliche Sonnengott Ägyptens Hor. In christlicher Symbolik ist das Auge inmitten von Sonnenstrahlen oder im Dreieck, mit der Spitze nach oben, Symbol der göttlichen Allgegenwart.

Für den Psychoanalytiker ist die Navetteform in Gestalt von Auge und Mund häufig das Traumbild für die weibliche Empfängnis. Wohl keine andere Form symbolisiert so stark die Weiblichkeit wie die Navetteform. (Siehe Auge, Oval)

Neger

Für den Europäer symbolisiert ein Neger im Traum Lebensvitalität auf einer noch primitiven Bewusstseinsstufe. Die weitaus stärkere Unbewusstheit, der Glaube an magische Kräfte, die betont rhythmische Musik wie der besonders rhythmisierende und damit auch erotisierende Tanz sind es, die dem Neger diese Symbolbedeutung verleihen. Als Land der Hitze und der tropischen Vegetation galt Afrika bereits zur Zeit der klassischen Antike als ein symbolischer Ort dunkler und animalischer Leidenschaften. So verkörpert der Afrikaner im Traum auch die triebhaft unbewusste Schattenseite des Träumers. (Siehe Kreuz)

Neubau

Ein neues Haus, ein Neubau, informiert über eine seelische Neuorientierung des Träumers. (Siehe Haus)

Neun, Neunzahl

Wie alle ungeraden Zahlen, hat die Neun in der Zahlensymbolik einen männlichen Aspekt. Die Neun ist das Produkt von drei mal drei. Damit erhält sie eine betont männliche Bedeutung und symbolisiert eine potenzierte psychische Aktivität. Als Zahl der Planeten Sonne, Mond und die früher bekannten sieben Planeten hat sie die Bedeutung der obersten kosmischen Zahl und weist auf eine höchstmögliche ¼Vergeistigung« hin. In Analogie zur neunmonatigen Schwangerschaft der Frau gilt die Neun auch als Symbol , für eine Neugeburt. (Siehe Zahlen)

Nixe

In der Mythologie gehört die Nixe zu den Naturgeistern und Dienerinnen der Großen Mutter. In den Märchen wird sie als Frau mit einem Fischunterleib geschildert. Sie verkörpert im Traum die weibliche Sexualität auf einer kalten, noch gefühlsunbezogenen Stufe. So informiert sie über eine noch unentwickelte sexuelle Reife. Die Nixe ist häufig das Signal für weibliche Frigidität. (Siehe Nymphe)

Nuss

Die Nuss hat als Frucht im Traum die Bedeutung eines Ganzheitssymbols. Die harte Schale, die den weichen Kern umgibt, versinnbildlicht den innerseelischen Kern der Persönlichkeit: das Selbst. (Siehe Baum)

Nymphe

Die Nymphen Baumnymphen, Wassernymphen und Quellnymphen zählen zum Gefolge der Großen Göttin Natur. Ihr männliches Gegenstück ist Pan, der bockfüßige und behaarte Naturkobold. In der griechischen Mythologie gehören Nymphen und Pan auch zu den Begleitern des Dionysos, des Gottes hinter der Maske. Dieser ist der Archetyp der unvergänglichen Lebenskraft, der die Natur aktiviert. Im Altertum hatte die Nymphe als ein Teil der beseelten Natur positive Bedeutung. Erst durch den christlichen Einfluss erfährt die Nymphe als Symbol einen Bedeutungswandel und erhält die negative Bedeutung der Nixe. (Siehe Nixe)

Ofen

Der Ofen symbolisiert im Traum den Bereich der menschlichen Gefühlswärme. Für die Wärme im Haus zu sorgen gehörte in früherer Zeit zu den Obliegenheiten der Frau. So erscheint er auch häufiger in den Träumen von Frauen und ist als eine Information über Eheprobleme zu verstehen. (Siehe Haus,&xnbsp; Hera)

Offizier

(Siehe Direktor,&xnbsp; Mann, unbekannter)

Operation

Mit dem Bild einer Operation weist das Traumbewusstsein auf psychische Erkrankungen hin. Die Art der vorzunehmender, Operation enthält die Hinweise auf entsprechende seelische Funktionen, die behandlungsbedürftig sind. So deuten Herzoperationen auf Gefühlskonflikte hin. Eine Beinoperation beispielsweise wäre ein Signal, dass die Lebenseinstellung des Träumers falsch ist und einer neuen Ausrichtung bedarf. Eine Magenoperation würde die Unverdaulichkeit der Umweltsituation anzeigen u. ä. m. (Siehe Arzt,&xnbsp; Krankenhaus)

Opfer

Die Bedeutung eines Opfers im Traum ist eine ähnliche wie die der Opferhandlungen in den Religionen, Mythen und Märchen. Das kultische Opfer stellt ja eine symbolische Handlung dar. Die Vorstellung, die seit Urzeiten dahinter steht, ist, dass die Früchte und Werte, die der Mensch der Natur abringt, als Ausgleich eines Opfers bedürfen. Diesen Ausgleichsgedanken kann auch die Traumhandlung enthalten. Das Traumopfer muss keine ungünstige Bedeutung haben. Es kann das Signal sein, gewisse Gewohnheiten zu opfern oder eine unvorteilhafte Beziehung abzubrechen. Trotzdem sind alle Einzelheiten des Traumes sorgfältig zu beachten. Denn das Traumbild des Opfers ist stets auch ein Warnsignal. (Siehe Amputation,&xnbsp; Operation)

Pelz

Der Pelz ist das Kleid eines Tieres. Bei den primitiven Volksstämmen gehört er zur Maskenkleidung bei kultischen Festen. Er symbolisiert die Eigenschaften des Tieres, von dem er stammt. Eine entsprechende Bedeutung hat der Pelz auch in der Traumsprache. Als ein modernes Statussymbol kann der Pelz auch ein Sinnbild der Persona sein. (Siehe Kleider,&xnbsp; Kopfbedeckung)

Pentagramm

Das Fünfeck, verbunden mit der Zahl 5 steht für die Überwindung der Materie durch den erwachten Menschen. Das wichtigste Zeichen ist dabei das Pentagramm (Fünfstern oder Drudenfuß). Wenn beim Pentagramm die Spitze nach oben zeigt, kann der aufrecht stehende Mensch darin mit ausgebreiteten Armen und gespreizten Beinen dargestellt werden. Bei Pythagoras und seinen Jüngern war das Pentagramm ein Symbol der leiblich, seelischen Harmonie, im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurde das Pentagramm häufig als Amulett eingesetzt, dem eine unheilabwendende Wirkung zugeschrieben wurde. Mit der Fünf wird verbunden, dass alle Voraussetzungen zur Erfüllung und zum glücklichen Dasein vorhanden sind. Fünf Sterne bei der Klassifizierung von Hotels bezeichnen optimale Voraussetzungen für einen bestmöglichen Komfort des Gastes. Fünf Sinne hat der Mensch, die nach mittelalterlicher Symboldeutung in fünf Blumenkronblättern vieler Blüten vereint sind. Es gibt fünf Grundfarben, fünf Finger an einer Hand und fünf Zehen an einem Fuß. In China unterscheidet man die fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metalle, Wasser), fünf Glücksgüter (Reichtum, Langlebigkeit, Frieden, Tugend und Gesundheit) und fünf moralische Eigenschaften (Humanität, Pflichtgefühl, Weisheit, Verlässlichkeit und Mitwirkung bei Zeremonien der Gemeinschaft). Die japanische Tradition kennt fünf Glücksgötter. (Siehe &xnbsp;Fünfeck, Fünf, Zahlen, Geometrie, Fünstern, Drudenfuß)

Pfarrer, Pastor

Der Pfarrer wie der Pastor sind Seelsorger. Dahinter kann sich die hilfreiche Figur des Seelenarztes verbergen. Bei Personen in der zweiten Lebenshälfte taucht der Pfarrer oft als ein Traumsignal auf, das auf die Notwendigkeit hinweist, sich mit dem Sinn des Lebens auseinanderzusetzen. (Siehe Arzt,&xnbsp; Krankenhaus)

Pfau

Der Pfau ist ein äußerst günstiges Traumbild. Der Pfauenschwanz enthält alle Farben. Das bedeutet eine Vereinigung der Gegensätze und seelische Vollständigkeit. In der Symbolsprache der mittelalterlichen Kunst wird der

Pferd Pflaume

Pfau dem sagenhaften Vogel Phönix gleichgestellt. Nach dem Mythos wird der Phönix fünfhundert Jahre alt. Dann verbrennt er sich selbst und wird aus der Asche wiedergeboren. Er ist das klassische Wiedergeburtssymbol. Eine entsprechende Informationsbedeutung können auch der Pfau oder seine Schwanzfedern haben. (Siehe Feuer, Flamme,&xnbsp; Tier)

Pferd

In den antiken Mythen, Sagen und den Märchen verkörpert das Pferd die biologische Lebenskraft, Es gehört zu den ältesten Haustieren des Menschen. Bei den alten Germanen war das Pferd ein heiliges Tier. Bei den Nomadenvölkern der nordasiatischen Steppengebiete war es nicht nur Reittier. Seine Milch war Nahrungsmittel und wurde sogar zu einem berauschenden Getränk vergoren. Es wärmte und schützte den Reiter, wenn er sich nachts zum Schlafen an den Pferdeleib legte. Die Beziehung zwischen dem Pferd und seinem Herrn dürfte zu früheren Zeiten die persönlichste zwischen dem Menschen und einem Tier gewesen sein. So wurde der Hengst mit seiner Kraft und Schnelligkeit zum Symbol männlicher Vitalität und Potenz. Die Stute erhielt die Bedeutung eines Muttersymbols. Erst im christlichen Mittelalter wurde das Pferd zu einem Sinnbild dunkler und bedrohlicher Mächte. Das schwarze Pferd galt nun als Reittier des Teufels. Ein gewisses übersinnliches Ahnungsvermögen des Pferdes ist bekannt. Pferdeträume sind sorgfältig auf alle Einzelheiten zu untersuchen. Die vergleichende wissenschaftliche Traumforschung hat die Auffassung des Volksglaubens bestätigt, der dem Pferd die Bedeutung eines Todesboten zuschreibt. Ein durchgehendes Pferd beispielsweise, das sich zu Tode stürzt, signalisiert Rotlicht. (Siehe Explosion,&xnbsp; Lokomotive)

Pflaume

In den Ländern des Fernen Ostens, in China und Japan, gilt der Pflaumenbaum als Lebensbaum und Baum der Erkenntnis. Er hat dort die Bedeutung eines Glückssymbols. Im nahen Orient ist der Pflaumenbaum Sinnbild des Frühlings und der Unberührtheit. Der Volksmund bei uns sieht in der Pflaume ein Symbol des weiblichen Genitales. Die Bedeutung Pflaumenbaumes wie seiner Frucht in der Landschaft des Traumes kann im einzelnen nur der Gesamtzusammenhang ergeben. (Siehe Apfel,&xnbsp; Baum)

Pilz

Pilze symbolisieren rauschhafte und ekstatische Zustände. Das können wenn wir an den kultischen Gebrauch der ¼heiligen Pilze« bei den mittel und nordamerikanischen Indianern und bei den Nomadenvölkern des hohen Nordens denken religiöse Ekstasen sein. Der Pilz kann ebenso einen Hinweis für eine sexuelle Rauschhaftigkeit darstellen. In den Träumen von Drogensüchtigen kann er natürlich einen Hinweis auf die Rauschgifte Psilocybin und Muskarin enthalten. (Siehe Alkohol)

Planeten

Die allgemeinen, althergebrachten Erklärungen zu den Planeten sind inzwischen oft genug verbreitet. Deshalb sind die Planeten hier unter dem weiblichen Aspekt beschrieben.

Sonne

Das Göttliche ruht in ihrer Mitte. Die Sonne ist die Lebensenergie von allem und verhilft zur Selbstverwirklichung. Sie ist Symbol für die reine klare Energie, die Mutter aller Energien, gewissermaßen.

Ihr ist der Sonntag geweiht.

Merkur

Im Symbol des Merkurs sehen wir einen Kreis zwischen einer Schale und einem Kreuz. So ist der Kreis als das Göttliche zu verstehen, das von oben empfängt und speichert (Schale) und an die Materie (Kreuz) weitergibt. Idee und Intuition sind hier symbolisch dargestellt. Er erleichtert die Kommunikation - sowohl zum Göttlichen als auch innerhalb des Körpers: Merkur mahnt uns bei Kopfschmerzen nicht einfach zum Aspirin zu greifen, sondern darüber nachzudenken, was uns denn dieses "Kopfzerbrechen" bereitet. Wo immer sich Frauen treffen und ihre Netze weben, ist Merkur zugegen. In diesem Zusammanhang darf frau auch gern eine Verbindung zu Frigg sehen. Botschaften, Daten übermitteln, ist das Wesen des Merkurs.

Dazu zählt auch die weibliche Form des Datentransfers, das Geschichten erzählen.

Bridgid ist eine Göttin (von vielen), der die Dichtkunst zugeordnet ist. Eine andere Entsprechung Merkurs wären auch die Musen: wann immer wir uns zum Ausdruck bringen, ist Merkur, sind die Musen im Spiel. Die Schönen Künste sind wie die Sprache und die Schrift Übermittlerinnen von Botschaften.

Merkur ist der Mittwoch zugeordnet (germ. Wotan/Odin)

Venus

Im Zeichen der Venus wird das Göttliche (Kreis) mit der Materie (Kreuz) verankert. Beim Geschlechtsverkehr werden Energien frei, die uns beim Orgasmus in andere Sphären heben (können). Kein Wunder also, dass Venus die römische Liebesgöttin war. Sie verhilft uns zu einem harmonischen Miteinander, zu Hilfe und Fürsorge, und steht für Schönheit und Liebe. Venus verkörpert für mich den Aspekt der Hüterin. Sie ist die Regentin ihres - mehr oder weniger - kleinen Reiches, ihr obliegt alle Verantwortung, bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Auch hier schon an der Redensart die Nähe zu Frigg zu erkennen. So sehe ich die Hüterin/Mutter eigentlich als Gegen-Stück zum König. Der König regiert seine Untertanen, stellt Regeln und Gesetze auf. Die Königin aber sorgt sich um ihr Volk, will, dass es ihm gut geht. Daher sehe ich "Hüterin" für eine treffendere Bezeichnung als "Herrin".

Übrigens bildet der Lebensbaum der Kabbala das Venuszeichen ab: Einfach die Sephira miteinander verbinden.

Der Venus ist der Freitag geweiht (germ. Frigg)

Erde

 

Mars

Mars steht für zielgerichtete Energie, Aggression und Schnelligkeit. Es ist die männliche Energie, Yang. Hier gehts ums Überleben, ums Ego. Athene beschreibt die Mars-Energie sehr gut, aber auch die Amazonen. Die Wilde Kriegerin, ein Aspekt der Jungfrau.

Mars ist der Dienstag zugeordnet (germ. Tyr)

Jupiter

Jupiter steht für körperliches und geistiges Wachstum. Er hilft uns, durch Handlungen und Erfahrungen unsere Welt, unseren Lebensraum zu vergrößern, über uns hinauszuwachsen. Gewissermaßen ist Jupiter die erwachsengewordene Amazone. Jede noch so friedfertige Königin/Mutter muss zuweilen das Kriegsbeil ausgraben. Doch bei der Frau sieht das im Allgemeinen anders aus als beim Mann. Jupiter steht für Regeln, die aufgestellt werden müssen, um das Zusammenleben der Gemeinschaft zu gewährleisten. Und für deren Einhaltung. Taktik, (Kriegs)List und Planung gehören hierzu. Frauen sind wunderbare Herausfinderinnen und verfügen über eine unglaubliche Auffassungsgabe. Wir sind in der Lage, in Windeseile scheinbar unzusammenhängende Informationen zu verknüpfen, was uns in unserer Taktik entscheidende Vorteile verschafft. So schaffen wir es, den Gegner unvorbereitet zu treffen - noch ehe der Kampf überhaupt begonnen hat.&xnbsp; Der Donnerstag wurde Jupiter zugeordnet (germ. Thor)

&xnbsp;Saturn

Saturn ist immer die, die dagegen ist. Sie regelt das Leben auf "vernünftige" Weise: durch Disziplin, Geduld, Konsequenz und Aufzeigen von Fehlern. Sie ist die weise Alte, die in vielen Dingen kompromisslos geworden ist. Sie besitzt tiefe Weisheit und grenzenlose Güte. Und sie steht in gewisser Weise außerhalb des Gesetzes. Wer will es wagen, der weisen Alten die Stirn zu bieten? Sie würde nie etwas tun, was der Gemeinschaft schaden würde - egal wie verrückt ihr Tun auch manchmal anmutet. Ihr Handeln in Frage zu stellen würde heißen, die Weisheit in Frage zu stellen. Sie steht für die Dinge, Situationen, die sich jeglicher Erklärung entziehen. In denen du einfach nur noch Vertrauen kannst. Sie kann dir eine große Helferin sein - wie eine liebe Großmutter eben. Doch dazu musst du ihr vollends vertrauen. Ihr Tag ist der Samstag. (engl. "saturday")

&xnbsp;Neptun

Neptun ist der Gegenpol zu Saturn und vertritt Wahrheit, das Göttliche außerhalb von Raum und Zeit. Er steht entrückt aus unserem Weltbild, so birgt er auch die Gefahr von Illusion und Süchten. Ihm stehen die die Sirenen oder die Loreley als Entsprechung nahe. Neptun verführt dich, was dich oft in Schwierigkeiten bringt - aber ab und zu genau der heilsame Ausbruch aus der Routine sein kann, der dich wieder gerade rückt. Neptun ist das Straßenmädchen, das sich nicht fangen lässt und keinen Respekt hat. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ist aber auch eine sehr gute Trickserin. Egal in welche Schwierigkeiten sie dich auch bringt: es sind immer die, die du gerade brauchst.

&xnbsp;Uranus

Das Zeichen des Uranus setzt sich aus dem Sonnensymbol und dem nach oben gerichteten Mars-Pfeil zusammen. Er ist also der Joker, der uns als Zufall so oft erscheint. Uranus verändert die bisherige Richtung, bringt wieder Schwung in das Ganze. Er ist das Stamperl Schnaps, dass wir nach einer Katastrophe brauchen können, um die Situation in den Griff zu bekommen. Uranus ist das kleine Mädchen in "des Kaisers neue Kleider" das sagt, was es sieht: einen alten Mann in Unterwäsche. Sie ähnelt in der Wirkung ein bisschen Neptun, nur Neptun ist wirklich ein Miststück, während Uranus noch das unschuldige Mädchen ist. Auch symbolisch ist die Reinheit der Sonne im Zeichen des Uranus dargestellt. Aber eben in Verbindung mit dem Pfeil der Amazone, unschuldig, aber treffsicher. Ein bisschen wie die Närrin des Tarot.

&xnbsp;Pluto

Pluto hilft uns, aufzuräumen. Er schafft Klarheit, auch wenn dies einen Zusammenbruch der Realität bedeutet. Nur so kann wieder Platz für Neues geschaffen werden. Wie ein Feuer verbrennt er alles Alte, Verdorrte und hilft so, loszulassen. Und er verstärkt dunkle Gefühle, bringt sie an die Oberfläche um sie aufzuarbeiten. Wer könnte hier besser als Entsprechung genannt werden wenn nicht Kali? Wann immer das Leben ins Stocken gerät, ist sie zur Stelle und räumt auf. Kein (Seelen)Müll der nicht entsorgt werden würde, kein Teppich, unter dem sie nicht fegen würde. Nur wenn wir Altes loslassen, kann Neues zu uns kommen. Kali lehrt uns das auf oft schmerzhafte, aber immer wirkungsvolle Weise. Sie ist es, die das Leben im Tanz hält.

&xnbsp;Mond

Der Mond ist die Yin-Kraft, Ausgleich zu Mars. Hier wieder die Symbolik einer Schale, die auch mit dem Mutterschoß in Verbindung gebracht wird. Eben die weibliche Seite. Er plant die Abläufe, hilft uns den richtigen Zeitpunkt zu finden. Frauen sind ihm durch den Zyklus besonders verbunden. Der Mond ist der Jungfräuliche Aspekt innerhalb der Planeten.

Platz

Spielt sich die Traumhandlung auf einem runden oder quadratischen Platz ab, so ist dieser als Sinnbild des Zentrums der Psyche zu verstehen. Derartige Träume haben stets eine besondere Bedeutung. Sie sind Signale, die auf die Notwendigkeit von Bewusstwerdungsproblemen hinweisen. (Siehe Hauptstadt,&xnbsp; Kreis)

Polizist

In der Lebensrealität ist der Polizist die sichtbare Verkörperung der Staatsgewalt. Diese Bedeutung kann er auch im Traum haben. In der Regel symbolisiert der Polizist im Traum mehr eine hilfreiche psychische Ordnungsfunktion. Seine Bedeutung ist in etwa die, die unter dem Begriff des Gewissens verstanden wird. (Siehe Direktor)

Quadrat

Das Quadrat ist als ideales, gleichseitiges, rechtwinkeliges Viereck ein Symbol seelischer Ausgewogenheit und Ganzheit. Zusammen mit kreisförmigen Gebilden kann es aber auf die ¼Quadratur des Kreises« und damit auf unlösbare Konflikte hinweisen. Ein Rechteck ist in diesem Sinne ein gestörtes Quadrat. Es signalisiert eine zu starke Ich Haftigkeit des Träumers. Ist es horizontal, also in die Breite gedehnt, so fehlt es der Persönlichkeit an Höhe und Tiefe. Das Quadrat drückt die Orientierung des Menschen im Raum aus. Es ist eng verbunden mit den vier Himmelsrichtungen. Beim Quadrat steht (wie auch beim Kreuz) der Wunsch im Vordergrund, sich in einer komplexen Welt durch Einführung von Richtungen und Koordinaten zurechtzufinden. Die Quadratur bringt ein Ordnungsprinzip mit, das dem Menschen offensichtlich angeboren ist. Im Wechselspiel steht das Quadrat häufig zum Kreis, der durch seine Unendlichkeit für das Göttliche steht. So kann ein quadratisches Schmuckstück eine Person darin unterstützen, Ordnung in das Leben zu bringen oder ausdrücken, dass Ordnung für Sie eine große Bedeutung hat. Zum anderen kann das Quadrat darin unterstützen, den eigenen Standpunkt zu finden und zu definieren. Es steht für Stärke und Stabilität.
(Siehe Kreis,&xnbsp; Platz,&xnbsp; Vier, Viereck)

Quelle

Die Quelle ist primär ein Fruchtbarkeitssymbol. Im Alten Testament Hohelied IV, 12 wird die Jungfrau mit einer versiegelten Quelle verglichen. Auch in den Märchen hat die Quelle die Bedeutung eines Symbols der Jungfräulichkeit und der Reinheit. Allgemein gesehen, hat die Quelle im Traum eine positive Bedeutung. Sie ist ein Signal für die Zufuhr von seelischer Energie. (Siehe Grotte)

Quitte

Die Quitte und die Aprikose (Marille) haben als Symbolfrüchte die gleiche Sexualbedeutung wie die Pflaume. In den mittelalterlichen Apotheken wurden Quittenkerne für die Herstellung von Lebenselixieren und potenzsteigernden Mitteln verwendet. (Siehe Pflaume)

Rabe

In der germanischen Mythologie hat der Rabe die Bedeutung eines Wotantieres und eines Todesvogels, Der Rabe ist ein kluges Tier, das sprechen lernen kann. Dies hat ihm im Volksmund die Bedeutung eines Seelenvogels eingetragen. Wie die meisten Symboltiere heidnischer Gottheiten, wurde auch der Rabe unter dem Einfluss des Christentums zu einem Teufels und Hexentier, nicht zuletzt wegen seiner Intelligenz. Aus seiner Abwertung im Mittelalter erklärt sich die sprichwörtliche Bedeutung des Unglücksraben. In den Träumen signalisiert der Rabe unglückliche Gedanken und Überlegungen des Träumers, (Siehe Vogel)

Rakete

Die Rakete ist vor allem auch durch die Weltraumrakete zum Zeichen des technischen Fortschritts der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts geworden. Im Traum erscheint sie jedoch erfahrungsgemäß fast immer als ein Gefahrensignal, Die Weltraumrakete hat der Menschheit den Aufbruch in den Kosmos ermöglicht. Damit ist ein uralter Menschheitstraum Wirklichkeit geworden: die Rückkehr zur Heimat der göttlichen Vorfahren nach fast allen kosmogonischen Mythen. Die Mythen jedoch sind die Kollektivträume der Völker. Die persönliche Psyche eines Menschen sieht die Situation nüchterner. Die Fahrt im Raumschiff stellt eine totale Entfernung aus dem natürlichen Lebensbereich des Menschen dar. So ist eine Weltraumfahrt im Traum ein Signal höchster Lebensgefahr, Auf Selbstmordtendenzen ist zu achten! Auch wenn der Träumer ein begeisterter Science Fiction Leser ist, zeigt der Traum mit einem derartigen Bild Rotlicht an. (Siehe Atombombe,&xnbsp; Explosion)

Ratte

Ratten im Traum sind ernst zu nehmende Warnsignale. Die Ratten können nagende, unfruchtbare Zweifel des Träumers verkörpern, welche eine positive Lebensführung verhindern. Ebenso können Ratten im Traum früheste Signale für den Ausbruch von organischen Erkrankungen sein, lange bevor die ersten körperlichen Symptome feststellbar sind. (Siehe Maus)

Räuber

(Siehe Einbruch)

Raubtier

Ein Raubtier im Traum signalisiert Aggressionstendenzen. Das gilt jedoch nicht für den Löwen, der als König der Tiere eine spezielle Symbolbedeutung hat. In der Mythologie gehören die Raubkatzen und andere Raubtiere zum Gefolge der weiblichen Naturgottheit. Sie verkörpern den bedrohlichen und negativen Aspekt der sexuellen Triebhaftigkeit. Eine männlich sexuelle Aggressivität im Traum von Frauen erscheint erfahrungsgemäß eher im Bild kleiner Raubtiere, wie Wildkatzen, Iltis, Marder u. ä. (Siehe Löwe)

Rechts, Rechtsläufigkeit

(Siehe Links,&xnbsp; Uhr)

Regen

Der Regen im Traum ist ein Fruchtbarkeitssymbol. In der Mythologie ist der Regen der Same des Himmels, der die Erde befruchtet. Die Fruchtbarkeit, über die der Traum mit dem Bild des Regens informiert, hat vorwiegend die Bedeutung einer geistigen Befruchtung im Sinne von neuen und schöpferischen Ideen. (Siehe Himmel)

Regenbogen

Der Regenbogen in der Natur enthält alle Farben des Lichtspektrums. Damit ist er ein Symbol seelischer Ganzheit. In der Mythologie ist der Regenbogen die Götterbrücke zwischen Himmel und Erde. Dieses mythologische Muster, wie auch die Vereinigung aller Farben in sich, verleiht dem Regenbogen auch den Charakter einer symbolischen Vereinigung der Gegensätze. (Siehe Farben,&xnbsp; Regen)

Reise

Die Reise im Traum ist der symbolische Ausdruck für die Lebensreise des Träumers. Ganz gleich, ob es sich um eine Reise mit dem Auto, der Eisenbahn, dem Schiff oder dem Flugzeug handelt. Die Bedeutung im einzelnen zeigt das Traumbewusstsein durch die jeweiligen Fahrzeuge und die mehr oder weniger abenteuerlichen Ereignisse während der Traumreise an. (Siehe Auto,&xnbsp; Bahnhof,&xnbsp; Fahrrad,&xnbsp; Fliegen, Flugzeug,&xnbsp; Schiff)

Reiten

Das Reiten im Traum kann eine sexuelle Symbolbedeutung haben. Dann ist es der Hinweis für eine beherrschte und gezügelte Erotik. Dem muss aber nicht so sein. Allgemein bedeutet das Reiten einen Teil der biologischen Lebensentwicklung. Das Pferd verkörpert in diesem Fall häufig den Komplex des sogenannten vegetativen Nervensystems. Scheut das Pferd beim Reiten, oder will es sich nicht von der Stelle bewegen u. ä. m., so können das u. U. Hinweise für sogenannte funktionelle Störungen oder psychogene Symptome das sind seelisch verursachte Krankheitssymptome sein. (Siehe Pferd)

Revolver

Der Revolver ist ein Symbol männlicher Aggressivität. In den Westernfilmen und Krimis stellt er das typische Attribut des harten Mannes dar. Das unerschöpfliche Magazin des Revolvers, über das der Western Held verfügt, symbolisiert dessen unerschöpfliche Potenz. (Siehe Gewehr,&xnbsp; Supermann)

Riese

In den Mythen, Märchen und Sagen ist der Riese eine bedrohliche und gewalttätige Figur. Im Traum symbolisiert er eine übermächtige, archetypische Vaterfigur. Eigenartigerweise ist es in den meisten Märchen nicht der Held, der den Riesen besiegt, sondern der einfältige jüngere Bruder, der in der Familie als der Ofenhocker gilt. Das Symbolmuster, das hinter diesen Märchenerzählungen steht, besagt, dass im Kampf mit Riesen und Ungeheuern ein wacher Verstand nicht ausreicht. Der Ofenhocker verkörpert den introvertierten Grübler, der Kontakt mit seinem Unbewussten hat. Das bedeutet, dass das Wachbewusstsein der Intuition, das heißt der schöpferischen Einfälle des Traumbewusstseins bedarf, um die richtige Lösung zu finden. (Siehe Engel)

Ring

Der Ring als Umsetzung des Kreissymbols in greifbare Realität steht für die Ewigkeit (Hintergrund dafür ist, dass man sich in einer Kreisbahn vorwärtsbewegen kann ohne auf ein Ende zu stoßen). In vielen Kulturen stellt der Ring ein Zeichen der Ehrung verdienstvoller Bürger dar, wie in der griechischen und Römischen Antike. Wappen und Siegelringe dienten zur Manifestierung von Ehre, Treue und Beständigkeit. Im Mittelalter wurde der Ring zum Symbol der Verlobung und der Verheiratung, auch hier als Ausdruck von Treue und Beständigkeit. Mit Edelsteinen versetzt haben Ringe seit Jahrtausenden eine wichtige Funktion als Amulette zum Schutz vor Krankheiten und negativen Einflüssen

Rose

Die Rose gilt seit Urzeiten als Blume der Liebe. Sie gehört zur griechischen Liebesgöttin Aphrodite, die auf der Roseninsel Rhodos geboren wurde. Im Traum verkörpert die Rose das Weibliche in seiner Gefühlsfunktion. Im Mittelalter wurde die Rose zu einem Mariensymbol und einem Sinnbild der himmlischen Liebe. In der mittelalterlichen Alchimie zeigt die Rose die Rubedo, die letzte Stufe des alchimistischen Wandlungsprozesses zur Erlangung des Lebenselixiers an. Dieses Lebens und Verjüngungselixier verkörpert die Rose ebenfalls. Ihr Bild im Traum kann als ein positiver Hinweis für eine seelische Bereicherung angesehen werden. In der Gestalt des Rosenkreuzes symbolisiert die Rose eine volle, blütenhafte Entfaltung der seelischen und geistigen Entwicklung. (Siehe Blumen, Blüten,&xnbsp; Farben,&xnbsp; Rot)

Rot

(Siehe Farben,&xnbsp; Rose)

Rund

(Siehe Kreis)

Russland

In den Träumen von Männern, die während des letzten Krieges als Soldaten in Russland waren, tauchen oft russische Landschaften auf. Dieser Umstand wurde in der tiefenpsychologischen Literatur bisher nicht berücksichtigt. Allgemein gesehen ist Russland in der Traumlandschaft als Hinweis für ein Traumthema anzusehen, das sich mit Kriegs und Gefangenschaftserlebnissen befasst, um diese seelisch aufzuarbeiten. Abgesehen davon symbolisiert Russland im Traum die affektive Gefühlsseite des Träumers. Im Gegensatz dazu ist Frankreich ein Hinweis für die gefühlsbetonte Verstandesseite. Und Amerika (die USA) bedeutet, so gesehen, als Landschaft im Traum eine betont materielle Lebenseinstellung. (Siehe Neger, Afrikaner)

Säbel

Der Säbel symbolisiert im Traum ein gewaltsames Abtrennen und Abschneiden. Doch ist das Säbelfechten eine Kampfart, die nicht nur Mut, sondern ein hohes Maß an geistiger Konzentration erfordert, die durch hartes und ausdauerndes Training erworben wird. In Japan ist das gekrümmte Schwert unser Säbel die ¼Seele des Samurai«, wie es heißt. So gesehen hat der Säbel auch die Bedeutung des Instrumentes eines scharfen Geistes. Wie alle Hieb und Stichwaffen, kann der Säbel auch eine erotische Nebenbedeutung haben, jedoch sehr viel seltener, als allgemein geglaubt wird. (Siehe Messer)

Salz

Salz und Brot wurden auf dem Lande früher dem Gastfreund überreicht, ebenso der Braut bei der Hochzeit. Das war eine symbolische Handlung, die eine Gemeinsamkeit der Interessen und ein glückliches Zusammenleben veranschaulichen sollte. Das Brot gehört zur täglichen Nahrung, und das Salz ist es, das die Speisen erst schmackhaft macht. Ist das Brot im Traum ein Symbol für die seelische Nahrung, so ist unter dem Salz gewissermaßen die geistige Würze zu verstehen. Hat der Träumer im Traum eine versalzene Suppe auszulöffeln, so ist dies ein Hinweis dafür, dass er die Probleme zu sehr intellektualisiert. (Siehe Brot)

Samen

Der Samen, ob als Samenkorn oder als menschlicher Samen, ist ein Symbol psychischer Energie. Befruchtungsvorgänge im Traum, auch wenn sie deutlich als Bild einer sexuellen Vereinigung erscheinen, dürfen in keinem Fall sexuell gedeutet werden. Der Samen ist das dingliche Symbol für die Entstehung und Entfaltung des Lebendigen. In den antiken Mysterienkulten galt er als Symbol göttlichen Geistes, des Pneumas. Eine entsprechende Bedeutung ist zutreffender. (Siehe Sexualität)

Sarg

(Siehe Begräbnis)

Schatz

Ein Schatzfund im Traum symbolisiert unerwartete Möglichkeiten. Meist ist es der Hinweis für den Träumer, vernachlässigte Fähigkeiten und Talente zu fördern. (Siehe Geld,&xnbsp; Gold)

Schiff

Das Schiff im Traum entspricht der Sprachbedeutung des Lebensschiffes. Die Fahrt mit dem Schiff über große Gewässer symbolisiert den unbewussten Lebensprozess der Lebensreise. Wie das Unbewusste, hat auch das Schiff einen weiblichen Aspekt. Schiffe tragen ja auch meistens weibliche Namen. Alte Segelschiffe führen an ihrem Bug eine weibliche Galionsfigur. Dies weist auf die Bedeutung des Schiffs als eines Seelenschiffs in der antiken Mythologie. (Siehe Fluss,&xnbsp; Meer,&xnbsp; Reise)

Schirm

Im Altertum und bei primitiven Völkerstämmen auch heute noch ist der Schirm ein Attribut der Herrscher. So gesehen ist er ein Herrschaftssymbol, In der Regel drückt auch das Traumbewusstsein mit dem Schirm eine beschirmende und beschützende seelische Funktion aus, besonders wenn es sich um einen aufgespannten Schirm handelt, Der Schirm kann ebenso als Hinweis auf die Persona erscheinen und auf entsprechende äußere Eigenschaften seines Trägers verweisen. (Siehe Kleider,&xnbsp; Kopfbedeckung)

Schlafzimmer

Das Schlafzimmer als Ort der Traumhandlung kann lediglich auf die Unbewusstheit des Träumers bestimmten Problemen gegenüber hindeuten. Meist ist jedoch der seelische Bezirk, den das Traumbewusstsein der Gestaltung der ehelichen Beziehungen einräumt gemeint. (Siehe Haus)

Schlange

Die Schlange gehört zu den archetypischen Symboltieren. Sie hat den Doppelaspekt der Giftschlange und der Heilschlange. Daher auch das Bild zweier Schlangen, die sich als Arztsymbol um den Äskulapstab winden. Diese gegensätzliche Bedeutung hat die Schlange auch in den Träumen. Als Kaltblütler und gefährliches Naturwesen, das keine persönliche Beziehung zum Menschen kennt, ist die Schlange ein Sinnbild der bedrohlichen Natur in ihrer Unpersönlichkeit. In der antiken Mythologie wird die Todesgöttin stets mit Schlangen dargestellt. Als Paradies-Schlange verkörpert sie Luzifer. Auf mittelalterlichen Bildern ist die Schlange aber auch zusammen mit der Gottesmutter und mit Christus zu sehen. Dies erklärt die positive Bedeutung der Schlange als Wandlungs- und Erlösungssymbol. Für die Bedeutung der Schlange im Traum kann nur die Gesamthandlung eine richtige Information ergeben. Sie kann die instinkthafte Triebnatur des Träumers verkörpern. In den Träumen von jugendlichen kann sie eine vordergründige Sexualbedeutung haben. In den Träumen von Personen im Alter der Lebensmitte und bei älteren Personen steht die Wandlungs- und Wiedergeburtssymbolik der Schlange im Vordergrund. Als ein Warnsignal erscheint sie, wenn ein Mann dem bekannten Johannestrieb verfällt und im gesetzten Alter den Verführungskünsten einer kalt berechnenden ¼Schlange« erliegt, wie es im Volksmund heißt.

Oft sind Schlange und Drachen austauschbar, und im Fernen Osten wird gar kein Unterschied zwischen ihnen gemacht. Die Symbolik der Schlange ist polyvalent: sie kann männlich, weiblich oder aus sich selbst entstanden sein. Als ein Tier, das tötet, ist sie Tod und Zerstörung; als eines, das periodisch seine Haut erneuert, ist sie Leben und Auferstehung; eingerollt wird sie mit den Zyklen der Manifestation gleichgesetzt. Sie begleitet alle weiblichen Gottheiten und die Große Mutter, und häufig ist sie so dargestellt, dass sie sie umwindet oder von ihnen in den Händen gehalten wird. Hier hat sie dann auch die weiblichen Charakteristika des Geheimnisvollen, Rätselhaften und Intuitiven. Sie ist das Unberechenbare, das sich zeigt und plötzlich wieder verschwindet. Die Schlange wurde auch für zweigeschlechtig gehalten, ist das Attribut aller aus sich selbst heraus schaffenden Götter und steht für die schöpferische Kraft der Erde.

Sie ist solar, chthonisch, ihre Symbolik findet bei Begräbnissen Verwendung, sie ist die Manifestation von Kraft in jeder Hinsicht und steht im engen Zusammenhang mit den Vorstellungen von Leben und Tod. Da sie unter der Erde lebt, hat sie Verbindung mit der Unterwelt und Zugang zu den Mächten der Allwissenheit und Zauberkraft der Toten. Die chthonische Schlange manifestiert die aggressiven Kräfte der Götter der Unterwelt und der Finsternis; sie ist in allen Kulturkreisen ein Initiator und Verjünger und ¼Herr des Erdinneren«. In ihrer chthonischen Bedeutung ist sie der Feind der Sonne und aller solaren und spirituellen Mächte und steht für die dunklen Kräfte der Menschheit. Hier sind das Positive und das Negative, Licht und Finsternis im Widerstreit miteinander, wie z. B. bei Zeus und Typhon, Apollon und Python, Osiris und Seth, Adler und Schlange usw.

Sie bedeutet auch ursprüngliche Instinkt-Natur, die aufwallende Lebenskraft, unkontrolliert und undifferenziert; potentielle Energie; animierenden Geist. Sie ist ein Vermittler zwischen Himmel und Erde, Erde und Unterwelt und wird mit Himmel, Erde und Wasser und insbesondere mit dem Kosmischen Baum assoziiert. Sie ist auch der Wolkendrache der Finsternis und bewacht Schätze. Die Schlange kann die Sonnenstrahlen, den Lauf der Sonne, den Blitz und die Kraft der Wasser darstellen und ist ein Attribut aller Flußgottheiten. Sie ist Weisheit; Macht; List; Heimtücke; Verschlagenheit; Finsternis; das Böse, die Verdorbenheit und der Versucher. ¼Sie ist die personifizierte Schicksalsmacht, flink wie das Unglück, mutwillig wie die Vergeltung, unbegreiflich wie das Schicksal«. Kosmologisch gesehen, ist die Schlange der Urozean, von dem alles ausgeht und in den alles zurückkehrt, das uranfängliche, undifferenzierte Chaos. Sie kann auch die Welt tragen und erhalten und sie als Uroboros umkreisen, das Symbol zyklischer Manifestation und Wiedervereinigung.

Sie ist der Gott, den man in frühen Kosmogonien findet und der später einer mehr psychologischen und geistig-religiösen Auslegung wich. Schlangen oder Drachen sind die Hüter der Schwelle, von Tempeln und Schätzen des esoterischen Wissens und aller Mondgottheiten. Sie sind Sturmmacher, Beherrscher der Mächte der Wasser, sie umkreisen das Wasser und halten das Wasser gefangen, sind aber zugleich auch Wasserbringer. Sie werden bei allen Beschwörungen der Toten, die die Wasser des Todes überquerten, angerufen. Da sich die Schlange ohne Beine oder Flügel bewegt, symbolisiert sie den alles durchdringenden Geist; ist sie die innere Natur des Menschen und das Gewissen, da sie Felsspalten durchdringt. Sie kann auch eine Erscheinungsform böser Mächte wie Hexen oder Zauberer sein und so den bösen und verderbten Aspekt der Natur darstellen.

Die Himmelsschlange mit dem chinesischen Azurdrachen symbolisiert den Regenbogen, und beide können eine Brücke von dieser Welt in die andere schlagen. Ein Kind, das mit einer Schlange spielt, stellt das wiedergewonnene Paradies dar, das Freisein von Konflikten und das Ende der zeitlichen Welt; es hat dieselbe Symbolik wie die beieinanderliegenden Tiere Löwe und Lamm.

Die zusammengerollte oder verknotete Schlange steht für die Zyklen der Manifestation, auch verborgene Macht, die Triebkraft bzw. die Möglichkeit entweder für das Gute oder für das Böse. Rund um das Ei gewunden, bedeutet sie das Ausbrüten des Lebensgeistes, den Uroboros, die die Erde umkreisende Macht der Wasser. Um den Baum oder jedes andere axiale Symbol geschlungen, symbolisiert sie die Erweckung der dynamischen Kraft, den Genius alles Wachsenden, zyklische Existenz. Verbunden mit dem Baum des Lebens ist ihr Aspekt wohltätig, zusammen mit dem Baum der Erkenntnis ist sie böse und das Gift des Bösen der Welt der Manifestation. Eine Frau umschlängelnd, die die Große Mutter ist, die Mondgöttin, ist die Schlange solar, und beide zusammen verkörpern die Beziehungen zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen.

Wie die Kröte soll die Schlange ein Juwel im Kopf haben und Schätze und magische Ringe besitzen. Wenn der Adler oder der Hirsch zusammen mit der Schlange auftreten, sind diese beiden solar und manifestes Licht, während die Schlange die Finsternis, das Nicht-Manifeste und Chthonische darstellt; zusammen sind sie kosmische Einheit, Totalität; im Widerstreit miteinander stehen sie für die Dualität, die Gegensatzpaare und für die himmlischen und chthonischen Kräfte im Kampf miteinander. Häufig ist der Adler mit der Schlange in den Klauen dargestellt oder der Hirsch, wie er sie niedertrampelt, was beides den Sieg des Guten über das Böse, des Lichtes über die Finsternis, der himmlischen über die irdischen und der geistlichen über die weltlichen Mächte versinnbildlicht. Die feurige Schlange bzw. der Feuerdrache ist solar, Reinigung, die Verwandlung und Überschreitung des irdischen Seins. Als Gürtel oder Armband stellt die Schlange die ewige Wiederkehr der Alter dar; Aufeinanderfolge; den Zyklus von Auflösung und Wiedervereinigung. Rauten als Ornamente auf einer Schlange stehen manchmal für die phallische Schlange und die weibliche Vulva als die solar-lunare, männlich-weibliche Einheit, Dualismus und Wiedervereinigung, Versöhnung der Gegensätze, den Androgyn. Die widderköpfige Schlange ist ein Attribut aller gehörnten Götter als Symbol für Schöpferkraft und Fruchtbarkeit. Die Wellenform einer Schlange oder eines Drachens bedeutet kosmischen Rhythmus oder die Macht der Wasser. Eine geflügelte Schlange oder ein geflügelter Drache sind solar und versinnbildlichen die Einheit von Geist und Materie, die Vereinigung von Adler und Schlange und aller Gegensätze; sie stellen auch mit Leben erfülltes Verstehen dar. Zwei Schlangen zusammen symbolisieren die Gegensätze des Dualismus, die letztendlich vereinigt werden. Einen Baum oder Stab umwindend, sind sie die Spiralzyklen der Natur; die Sonnenwenden. Auf dem > Caduceus stellen sie die homöopathischen Kräfte von Heilung und Gift, Krankheit und Gesundheit dar. Um alles andere gewunden, sind sie Zeit und Schicksal, die zwei großen bindenden Mächte. Zwei Schlangen oder Drachen, die einander in den Schwanz beißen, deuten darauf, daß, wenn auch in scheinbarem Gegensatz, die Kräfte und Dinge im Reich der Dualität eigentlich aus derselben Quelle und demselben Prinzip entspringen. Die Eier des Reptils bedeuten Wiedergeburt, und seine lidlosen Augen stehen für Wachsamkeit und damit Weisheit. Die Schlange hält oft die Frucht oder das Kraut der Unsterblichkeit. Manchmal teilt die Symbolik des Stiers und des Widders die der Schlange als phallische, Fruchtbarkeits- und Zeugungskraft. Der Regenbogen als Schlange, die ihren Durst im Meer löscht, kommt z. B. in der französ., afrikan., ind. und indian. Symbolik vor.

(Siehe Drache, Apfel, Luzifer, Raubtier, Sternzeichen)

Schleier

Der Schleier symbolisiert das Geheimnis. Sein Bild im Traum hat vielfältige Bedeutung. Die verschleierte Maya der Inder wie die verschleierte Isis der altägyptischen Religion sind Sinnbilder der verführerischen Illusion der materiellen Welt. Den Schleier dieser göttlichen Frauen zu lüften gehört zu den Heldenaufgaben. Wer das Wagnis unternimmt, erlangt das geheime Offenbarungswissen über die wirkliche Realität des Lebens. Das Geheimnis der Sexualität wird bei allen Völkern durch den Schleier der Braut versinnbildlicht. Hier symbolisiert das Zerreißen des Schleiers den Akt der Defloration. Eine vergleichbare Bedeutung hat der Schleier in den Träumen jugendlicher Personen. Als Bild der Jungfräulichkeit weist er auf die damit zusammenhängende Problematik hin, für das Mädchen wie für den jungen Mann. Ganz allgemein kann mit dem Schleier auch eine Gefahr signalisiert sein. Für das seelische Leben des Menschen haben Geheimnisse oft den Charakter einer Schutzfunktion. Die gewaltsame Entschleierung der Intimsphäre eines Menschen, die Aufdeckung seiner Privatgeheimnisse stört das seelische Gleichgewicht. Fast jeder Mensch reagiert in einem solchen Falle affektiv oder neurotisch. (Siehe Amputation,&xnbsp;&xnbsp; Nacktheit)

Schloss

Ein Schloss oder eine Burg als Ort der Traumhandlung symbolisieren einen Bereich des seelischen Lebens, der mit altertümlichen, märchenhaften und abenteuerlichen Vorstellungen sowie phantasievollen Ideen verknüpft ist. Oft erscheint das Schloss als archetypisches Muttersymbol. Denn Schloss und Burg waren der Wohnsitz von Königinnen und Landesmüttern. Sie sind es in Ländern, die die Monarchie beibehalten haben, auch heute noch. In den meisten Fällen informiert das Traumbewusstsein mit dem Schloss über einen Mutterkomplex. (Siehe Mutter, Mutterkomplex, Schlüssel)

Schlüssel

In den Märchen wie auch in den Träumen haben Schloss und Schlüssel sexuelle Bedeutung. Der Bildvergleich für die Vereinigung von Mann und Frau ist sprichwörtlich. Doch ist das nicht alles. Das Schloss kann ebenso der Traumhinweis für die Verschlossenheit einer Person oder für die Unzugänglichkeit eines seelischen Komplexes wie einer Problemlösung sein. Der Schlüssel als männliches Gegenstück zum Schloss ist auch ein Herrschaftssymbol. Die Sitte, dem Landesherrn oder auch im Kriegsfall dem Sieger den Stadtschlüssel zu überreichen, hat sich beispielsweise im Karneval bis in unsere Zeit erhalten. Darüber hinaus hat der Schlüssel auch die Bedeutung eines Offenbarungssymbols, sowohl in den Märchen wie auch im allgemeinen Sprachgebrauch. Mit dem ¼Schlüssel zum Erfolg« oder zur ¼Erkenntnis« sind für gewöhnlich die Anweisungen, Lehren oder Methoden gemeint, die den Zugang zum Erfolg öffnen. (Siehe Hauptstadt,&xnbsp; König,&xnbsp;&xnbsp; Labyrinth)

Schmetterling

Der griechische Name des Schmetterlings lautet Psyche, Es ist dies auch das griechische Wort für Seele. Diese Doppelbedeutung erklärt sich aus der biologischen Entwicklung des Schmetterlings. Er macht bekanntlich eine Reihe von Verwandlungen durch. Aus dem Ei entwickelt sich die Raupe. Diese verpuppt sich nach einer gewissen Zeit. Aus der Puppe erscheint dann der Schmetterling. Dies hat ihm die Bedeutung eines Auferstehungs- und Wiedergeburtssymbols eingetragen. Die Möglichkeit der Auferstehung und Wiedergeburt wird ja der Seele in fast allen Religionen der Menschheit zuerkannt. Auf Bildern der Ureinwohner Nordamerikas beispielsweise wird die dem Körper entfliehende Seele durch einen Schmetterling auf dem Mund eines Verstorbenen dargestellt.

Die negative Bedeutung des Schmetterlings als Symbolbild der Unbeständigkeit und Flatterhaftigkeit einer Frau kam erst im i g. Jahrhundert auf. Der materialistischen Einstellung der damaligen Wissenschaft zufolge wurde die Existenz der Seele geleugnet. Selbst die Psychologie wörtlich die Seelenlehre sollte nur noch eine Verhaltensforschung sein. Doch die Psyche in ihrer Wirklichkeit kümmert sich gewissermaßen nicht um den Streit der Wissenschaftler. Es ist ihr gleichgültig, ob man ihre Existenz leugnet oder nicht. Das Traumbewusstsein symbolisiert mit dem Bild des Schmetterlings nach wie vor die Seele. Dabei ist das Flattern des Schmetterlings in seinem Flug als Bildausdruck für Umherirren und Suchen der Seele zu verstehen. (Siehe Eros)

Schmied, Schmiede

Zu früherer Zeit hatte der Schmied den Charakter eines Künstlers und Magiers, der im Feuer die Eigenschaften der Metalle verwandelt. Aus dem spröden Eisen schmiedet er den federnden, aber harten Stahl. Für das Traumbewusstsein hat der Schmied als Symbol seine Bedeutung beibehalten. Der Schmiede kommt als Traumort eine ähnliche Bedeutung wie der Küche zu. Sie ist ein sinnbildlicher Ort der Wandlung und Verwandlung. (Siehe Feuer, Flamme,&xnbsp; Herd,&xnbsp; Küche)

Schmutz

(Siehe Kot, Exkremente)

Schnecke

Die Langsamkeit der Schnecke ist sprichwörtlich. Diese Informationsbedeutung hat die Schnecke auch im Traum. Sie ist ein Hinweis für Langsamkeit und Unentschlossenheit, doch auch für eine gewisse Überempfindlichkeit im Umgang mit den Mitmenschen. Denken Sie an die Schnecke, die sich bei der geringsten Berührung in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Die Anspiegelung des Volksmundes auf das weibliche Genitale übernimmt gelegentlich auch das Traumbewusstsein, doch dann stets im Sinne einer gewissen Zurückhaltung und Sprödigkeit. So galt die Schnecke im Mittelalter auch als Symbol der Jungfräulichkeit. (Siehe Muschel,&xnbsp; Schleier)

Schnee

(Siehe Eis,&xnbsp; Gletscher)

Schuh

Der Schuh gehört zur Kleidung, Fällt er im Traum durch Besonderheiten auf, so ist er als Personasymbol zu deuten. Der Reitstiefel kann als Statutssymbol erscheinen, der klobige Soldatenschuh signalisiert unter Umständen militärische Brutalität. Der Pantoffel ist das sprichwörtliche Symbol weiblicher Herrschsucht und männlicher Abhängigkeit von der Frau. Mit dem Bild des Mannes, der unter dem Pantoffel steht ein bekanntes Witzblattmotiv , würde der Traum auf masochistische Tendenzen hinweisen bis zum Extrem der sexuellen Hörigkeit. Der spitze Damenschuh oder Stiefel mit übertrieben hohem und dünnem Absatz signalisiert sexuelle weibliche Aggressivität. Für den echten Masochisten hat dieser Stiefel die Bedeutung eines Fetischs, das heißt, seine Sexualität ist an das Objekt fixiert. Er kann nur lieben, wenn seine Partnerin ihn mit ihren Stiefeln traktiert.

Allgemein deutet der Schuh als normaler Alltagsschuh auf die geistige oder seelische Einstellung des Träumers hin. Kurzum: der Schuh zeigt den Standort an. Zu beachten sind bei der Deutung der Zustand der Schuhe und ihre Eignung für den jeweiligen Zweck. Diese Beobachtungen sind besonders aufschlussreich. Das wissen auch die erfahrenen Portiers großer Hotels. Sie pflegen ihrem Gast als erstes auf die Schuhe zu sehen. Für sie ist das ein Persönlichkeitstest, der ihnen mehr verrät als der Pass, die übrige Kleidung und zur Schau getragene Statussymbole. (Siehe Bein,&xnbsp; Kleider)

Schule

Mit dem Bild der Schule im Traum, den Schulaufgaben und den Schulexamen informiert das Traumbewusstsein über vergleichbare Situationen im Leben. Denn das Leben selbst ist ein Lernprozess, der für jeden Menschen bis an sein Lebensende dauert. Nur sind sich die meisten Menschen dieser Tatsache kaum bewusst. Das Traumbewusstsein erinnert sie mit diesen Schulbildern daran. (Siehe Lehrer)

Schwarz

Physikalisch gesehen ist Schwarz keine Farbe, sondern eine Nicht Farbe. Denn ein schwarzer Körper strahlt weder Licht aus noch reflektiert er dieses. In der Physik wie im Traum hat Schwarz die Bedeutung für Nicht Licht. Es ist das Signal für einen seelischen Stillstand. So ist Schwarz auch die Farbe der Trauer und des Todes. Es symbolisiert das Nichts. Seine negative Symbolbedeutung hat das Schwarz erst durch den Aufstieg des Materialismus zur abendländischen Weltanschauung und den gleichlaufenden Verlust der Religiosität der Massen der Bevölkerung erhalten. In den Ländern des Fernen Ostens, für die der Tod nur einen Übergang zu einer anderen Bewusstseinsdimension darstellt, ist Weiß die Farbe des Todes. Das war zur Zeit der Antike, während des Mittelalters und noch zu Beginn der sogenannten Neuzeit auch in Europa der Fall. Die Trauerfarbe war hier das Grau. Denn nach christlicher Vorstellung stirbt nur der Körper, was dem Eingehen in die Dunkelheit (= Schwarz) entspricht. Die Seele dagegen kehrt in das ewige Licht, versinnbildlicht durch das Weiß, zurück Demnach konnte die Farbe der Trauer nur eine Mischfarbe aus beidem sein: das Grau. Schwarz Weiß hat keine so ungünstige Symbolbedeutung wie das Schwarz. Es symbolisiert die Gegensätzlichkeit, wie sie auch in der Umgangssprache durch das Begriffspaar von schwarz weiß für hell dunkel, gut böse, richtigfalsch u. ä. m. üblich ist. (Siehe Farben)

Schwein

im Volksmund hat das Schwein die Bedeutung eines Glückssymbols. In grauer Vorzeit war es das Reittier der Großen Göttin, der Herrin der Tiere. Sie war auch Schutzgöttin der natürlichen Geschlechtlichkeit des Menschen und damit der Zeugungsvorgänge sowie der weiblichen Fruchtbarkeit. Eine entsprechende Bedeutung hat das Schwein auch im Traum. Nur in seltenen Fällen ist es ein Sexualsymbol, überwiegend aber Traumbotschaft für eine seelische Bereicherung oder geistige Potenz. (Siehe Bauer, Bauernhof,&xnbsp; Haustier)

Schwert

Das Schwert verkörpert als Symbol weltliche Herrschgewalt und Gerichtsbarkeit, Das Bild der Justitia mit Schwert und Waage und auch der Begriff des Richtschwertes sind bekannt. Im Traum hat das Schwert meist die Bedeutung eines Instruments des Teilens und Unterscheidens psychischer Inhalte oder eines Aufspaltens von Komplexen mit dem Ziel einer Bewusstwerdung. Der Kampf mit dem Schwert, wie er unter Rittern früher üblich war, erforderte hartes Training, ein Höchstmaß an Körperbeherrschung und geistiger Konzentration. Im Fernen Osten galt das Schwert als die Seele des Samurai. Das ist der Ritter in Japan. Das Schmieden eines Schwertes war ein kultisch sakraler Vorgang, dem rituelle Reinigungszeremonien vorausgingen. Die berühmten Schwerter der Helden in den mittelalterlichen Rittersagen trugen besondere Namen. Es wurde ihnen ein Eigenleben zugeschrieben. Meist waren diese Schwerter Geschenke der Götter oder der Schicksalsmächte. Den Auserwählten machten sie unbesiegbar, dem Unwürdigen wurden sie zum Verhängnis. In den Träumen von Menschen unserer Zeit ist es selten, dass der Träumer ein Schwert erhält oder in einen Schwertkampf verwickelt wird. Doch wenn ein solches Bild erscheint, so ist es der Hinweis auf ein archetypisches Verhaltensmuster. Für eine richtige Deutung ist es erforderlich, sich über dieses Muster in der einschlägigen Literatur zu informieren. (Siehe Messer,&xnbsp; Säbel,&xnbsp; Symbole)

Schwester

Die leibliche Schwester symbolisiert im Traum von Frauen in der Regel unbewusste Schatteneigenschaften. Im Traum eines Mannes verkörpert die Schwester seine Anima. Sie informiert über die männlichen Empfindungen und über seine Gefühlswelt. Eine Krankenschwester signalisiert Störungen und Hilfsbedürftigkeit in diesem Bereich. (Siehe Arzt,&xnbsp; Krankenhaus)

Sechs

Die Symbolbedeutung der Zahl Sechs ergibt sich aus der Multiplikation von Zwei (= Weiblichkeit) mit der männlichen Drei. In der Gestalt des Sechsecks oder eines sechsstrahligen Sterns erhält die Sechs ihre Bedeutung durch die Addition des weiblichen Dreiecks mit der Spitze nach unten und des männlichen Dreiecks mit der Spitze nach oben. So ist die Sechs das Symbol der ehelichen Harmonie und einer harmonischen Ausgeglichenheit innerhalb einer Partnerschaftsgemeinschaft. In den Träumen jüngerer Personen kann die Sechs durchaus mit dem gleichklingenden Sex gleichzusetzen sein. (Siehe Zahlen)

Sexualität

Sexuelle Handlungen im Traum müssen keineswegs auch eine sexuelle Bedeutung haben. Selbstverständlich hat ein normaler und vor allem ein junger Mensch nach einer Zeit der Enthaltsamkeit natürliche geschlechtliche Bedürfnisse. Diese können entsprechende stimulierende Phantasiebilder entstehen lassen, und dies auch im Traum. Diese Vorstellungen als Zeichen eines körperlichen Mangels sind ebenso natürlich wie das Glas klaren Wassers oder der sprudelnde Quell, von denen der Durstige träumt. Sie bedürfen keiner eingehenden Erklärung. Es handelt sich hierbei, wie Alfred ADLER nachgewiesen hat, um das normale Ausgleichsstreben der Psyche. Man kann in diesen sexuellen Traumszenen Wunschvorstellungen sehen, so wie S. FREUD vor achtzig Jahren. Denn damals waren weder die Hormone entdeckt noch gab es eine wissenschaftliche Endokrinologie (Lehre von den Drüsensekreten und Hormonen). Streng genommen handelt es sich hier auch nicht um Wünsche, sondern um Reflexe. Denn die Ursachen sind nicht seelischer, sondern in diesem Fall biologischer Natur. Der große Irrtum von FREUD war es, aus dem Auftauchen dieser normalen reflektorischen Sexvorstellungen im Traum die Schlussfolgerung zu ziehen, alle Träume seien unerfüllte Wunschvorstellungen. Und zwar fast ausschließlich sexuelle Wunschträume. Denn so FREUD wörtlich : ¼Es ist das Programm des Lustprinzips, das den Lebenszweck setzt.« Da eindeutig sexuelle Traumbilder aber recht selten sind, spekulierte FREUD, der Traum verdecke, verstecke und verschlüssele diese anstößigen Trauminhalte. Für heutige Begriffe erscheint dies alles reichlich naiv. Alfred ADLER, einer der bedeutendsten Schüler von FREUD, hat das Bemühen des Meisters, den Inhalt der Träume und darüber hinaus jegliche Leistung menschlicher Kultur auf sexuelle Ursachen zu reduzieren, aus FREUDs eigener Sexualneurose erklärt. Dies hat ihm lebenslängliche Feindschaft und Verfolgung eingetragen. Doch ist diese Erklärung gar nicht nötig. Der Irrtum von FREUD wird aus der Prüderie und der antiquierten Moralvorstellung, die vor fast hundert Jahren herrschte, durchaus erklärbar und verständlich. Fatalerweise geistern die wissenschaftlichen Irrtümer von FREUDs Sexual und Traumtheorie noch immer durch die psychologische Literatur. Sie werden inzwischen mit achtzigjähriger Verspätung als ¼Konzession an den Fortschritt« des Bildungswesens unseren Schulkindern gelehrt. FREUDs Irrtümer mindern seine Bedeutung nicht. Sie liegt auf anderem Gebiet. Doch die wissenschaftliche Traumforschung haben die Irrtümer von FREUD rund fünfzig Jahre lang blockiert. Vielleicht hilft der Hinweis auf ARISTOTELES. Dessen Lehre, dass sich die Sonne um die Erde dreht, weil die Erde der Mittelpunkt des Weltalls ist, war für die offizielle Wissenschaft zwei Jahrtausende lang tabu. Als Galileo GALILEI (1564 1642) mit Hilfe des Fernr4res diesen Irrtum aufdeckte, wurde er von der Kirche vor dem Inquisitionstribunal zum Widerruf gezwungen. Es dauerte immerhin zweihundert Jahre, bis GALILEE Buch 1823 von der Liste der verbotenen Bücher gestrichen wurde und die Kirche den Irrtum des ARISTOTELES eingestand. Die meisten Träume sexuellen Inhalts haben ihre Ursache nicht in mangelnder Befriedigung, sondern signalisieren eine falsche Einstellung des Träumers zur Sexualität als solcher. Erfahrungsgemäß bedeutet eine sexuelle Vereinigung im Traum keinen konkreten sexuellen Akt, sondern den Hinweis auf eine seelische Kontaktaufnahme. Bei allen sexuell gefärbten Traumbildern sind die allgemeinen Lebensumstände des Träumers für eine sinnrichtige Deutung zu berücksichtigen.

Sieben

Die Zahl Sieben signalisiert Aktivität und Fortschritt im Sinne eines rhythmischen Geschehens. Die Woche hat sieben Tage. Der Regenbogen zeigt sieben Farben. Der Mondwechsel findet im Turnus von vier mal sieben Tagen statt. In der Antike war die Sieben die Symbolzahl des Kosmos und eine heilige Zahl. Denn außer Sonne und Mond waren nur die fünf Planeten von Merkur bis Saturn bekannt. (Siehe Zahlen)

Silber

Als Edelmetall galt das Silber im Altertum als Botschaft der Mondgottheit. Seine Farbe gleicht der des Mondlichts. Als Mondmetall und Schwester des Goldes hat das Silber eine weibliche Symbolbedeutung. Silberne Münzen im Traum zeigen positive weibliche Werte an. (Siehe Geld,&xnbsp; Gold)

Skarabäus

(Siehe Insekten)

Sommer

Die Zeit des Sommers im Traum ist als Hinweis für eine Reifezeit und die Zeit der Lebensmitte zu verstehen. (Siehe Mittag)

Sonne

In den vorchristlichen Religionen der Kulturvölker war die Sonne der oberste Himmelsgott. Die Sonnenstrahlen symbolisierten den göttlichen Samen, dem die Erde ihre Fruchtbarkeit verdankt. Fast alle Trauminformationen, die sich auf die Sonne beziehen, entsprechen dem Sprachgebrauch und sind leicht zu deuten. Die Sonne ist eines der positivsten Traumsymbole. Sie versinnbildlicht stets produktive schöpferische Energie, die geistige, künstlerische oder Bewusstseinsprozesse in Gang bringt. Den bedrohlichen Charakter der sengenden Sonne in Wüstengebieten hat sie für die Bewohner unserer Breitengrade nicht. (Siehe Fackel,&xnbsp; Feuer, Flamme,&xnbsp; Kerze,&xnbsp; König,&xnbsp; Lampe, Laterne)

Sparkasse

Sparkassen und Banken haben als Handlungsort im Traum die Symbolbedeutung eines Bereichs seelischer Werte und gespeicherter psychischer Energie. Mit dem Bild einer öffentlichen Sparkasse oder einer Großbank kann eine seelisch geistige Bereicherung durch die soziale Stellung des Träumers in der Gesellschaft gemeint sein. Das Sparen von hohen Beträgen im Traum kann ein Warnsignal darstellen. Der Träumer hält seine Talente zurück. Der Einbruch in eine Sparkasse signalisiert naheliegender weise Verluste. (Siehe Bank, Einbruch, Geld)

Speichel

Wie alle Körpersekrete, hat der Speichel im Volksglauben und bei den Primitiven die Bedeutung einer magischen Substanz. Er enthält psychische Energie. Mit dem dreimaligen Anspucken dem bekannten toi, toi, toi wird dem Betreffenden Kraft zugeführt. Das dreimalige Ausspucken ist als Abwehrzauber zu verstehen.' (Siehe Kot, Exkremente,&xnbsp; Urin)

Speise

(Siehe Mahlzeit)

Spiegel

In den Märchen hat der Spiegel eine magische Bedeutung. Er zeigt Verborgenes und zukünftiges Geschehen. im Traum erscheint er als Achtungssignal. Er hat die Bedeutung eines Seelenspiegels und zeigt dem Träumer seine unbewussten Schattenseiten. Dies kann unter Umständen erschreckend sein. Spiegelträume sind sorgfältig auf alle Einzelheiten zu untersuchen. (Siehe Schleier)

Spinne

Eine Spinne im Traum und auch das Spinnennetz sind meist Gefahrensignale. Diese Bedeutung geht aus der Art der Nahrungssuche der Spinne hervor. Für die Insekten, die in ihr Netz geraten, ist sie tödlich. Der Volksmund vergleicht die Tätigkeit der Spinne mit dem Spinnen von Intrigen. (Siehe Insekten,&xnbsp; Labyrinth)

Stadt

Die Stadt verkörpert im Traum den seelischen Umweltbereich des Träumers. Sie hat als Symbol einen weiblichen Aspekt und kann als ein kollektives Muttersymbol erscheinen. (Siehe Hauptstadt,&xnbsp; Haus)

Stein

(Siehe Kristall)

Stier

im Altertum gehörte der Stier zu den heiligen Tieren. In Ägypten und auf Kreta galt er als Symbol des Sonnengottes. im Traum erscheint der Stier als Sinnbild männlicher Kraft und Potenz, Eine vergleichbare Symbolbedeutung kommt in den USA dem Büffel zu. Die Stierkämpfe in Spanien und Südfrankreich haben ihren Ursprung im archaischen Stierkult. Auf Kreta war es üblich, dass bei den kultischen Stierfesten nackte Jünglinge den Stier bei den Hörnern packten und sich auf dessen Rücken schwangen. Der Symbolsinn dieser kultischen Spiele ist eindeutig. Der Jüngling muss lernen, seine animalische Triebkraft zu meistern. Erst dann gilt er als Mann. Entsprechende Hinweise enthält in der Regel auch der Stier als Traumsymbol. (Siehe Labyrinth,Tier)

Strand

Befindet sich der Träumende in seinem Traum am Strand, zeigt dies, dass ihm die Grenze zwischen Emotion und Realität bewusst ist und dass er mit den Elementen in Kontakt ist. Abhängig von den Handlungen und der Geisteshaltung des Träumenden in seinem Traum, bedeutet ein Strand normalerweise Entspannung und Kreativität. Der Strand im Traum kann viele Bedeutungen besitzen. Jener Reiseprospekt-Strand mit weißem Sand und Palmen stellt das typische Urlaubssymbol unserer Zeit dar. Er lässt Sehnsüchte nach Ruhe, nach Ferien, nach Erotik und auch sportlicher Betätigung assoziieren, je nach Situation des Träumenden. Es ist auch möglich, dass Sehnsüchte nach dem einfachen Leben und Abenteuer mitschwingen. Auf der spirituellen Ebene bedeutet der Strand im Traum, besonders wenn er leer ist, dass das Potential für emotionale Klarheit verfügbar ist.&xnbsp;&xnbsp; (Siehe Ufer)

Straße, Weg

Die Straße oder der Weg erscheinen im Traum als Symbolbild des Lebensweges. Kreuzwege signalisieren eine notwendige Entscheidung. Das gilt auch, wenn sich ein Weg gabelt, Wegweiser und Straßenschilder sind Richtungshinweise für eine psychische oder geistige Orientierung. Infolge der Wichtigkeit dieser Traumbilder für die psychisch geistige Entwicklung des Träumers sind alle Besonderheiten und auch die Art des Fortkommens auf der Traumstraße und des verwendeten Fahrzeugs von Bedeutung. (Siehe Abgrund,Auto)

Stufe

(Siehe Leiter,&xnbsp; Treppe)

 

Sumpf

überwältigende, undurchsichtige Gefühle. Fragestellung: - Welche alten emotionalen Muster ändern sich langsam in mir?

Wer im Traum in einem Sumpf gerät, sollte eben Begonnenes besser abbrechen oder neu überdenken, denn man wird sonst nicht recht weiterkommen. Bleibt man im Sumpf stecken, deutet das auf Ratlosigkeit in einer unüberschaubaren Lage hin. Geht es in einem Traum um sumpfigen Boden, steht dieser in der Regel für emotionale Schwierigkeiten. Möglicherweise schafft sich der Träumende diese emotionalen Probleme selbst und hat deshalb das Gefühl, auf unzuverlässigem Boden zu stehen.

Psychologisch:

Wenn ein Traum von einem Sumpf handelt, kann dies darauf verweisen, dass der Träumer buchstäblich im Morast steckengeblieben ist. Er spürt, dass er bei einer Tätigkeit, der er sich widmen möchte, behindert wird, und vielleicht fehlt es ihm an Selbstvertrauen oder emotionaler Unterstützung, um weiter voranzukommen. Ein Sumpf kann darauf verweisen, dass der Träumer von den Umständen überschwemmt wird und sich auf diffuse Weise von den Umständen gefangen fühlt.

Spirituell:

Auf dieser Ebene symbolisiert Sumpf im Traum spirituelle und emotionale Konflikte.

Supermann

in den modernen Märchen unserer Zeit, den Comic Strips, Krimis, Science Fiction Romanen, Western und entsprechenden Filmen und TV Sendungen, erscheint der Supermann als Symbol des Helden, Auch in den Träumen tauchen Personen auf, die über übermenschliche Kräfte verfügen und Unmögliches vollbringen. Diese Symbolfiguren können auf das Ausgleichsstreben der Psyche zurückgehen und in ausweglos erscheinenden Situationen Hinweise für verblüffende Problemlösungen anbieten. Trotzdem ist der Supermann im Traum im Gegensatz zur Heldenfigur aus Sagen und Märchen weitaus häufiger ein Gefahrensignal. Er zeigt eine Überbewertung logischer Vernunftschlüsse oder eines materiell orientierten Denkens an, eine Einstellung, die psychologisch gesehen als Bewusstseinsinflation bezeichnet wird. Mit der Figur des Supermanns kann das Traumbewusstsein auch Größenwahnvorstellungen signalisieren. (Siehe Maschinenpistole)

Symbole

Die Bedeutung der Symbole für das menschliche Bewusstsein das persönliche Bewusstsein des einzelnen wie das Kollektiv Bewusstsein von Gruppen, Massen, Völkern und Nationen, kurzum der menschlichen Gesellschaft insgesamt ist in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt. Ebenso kaum bekannt ist die verblüffende Tatsache, dass das menschliche Verhalten, Erleben und Denken zu 90% durch symbolische Muster und Archetypen unbewusst motiviert wird. Die moderne Hirnforschung fasst das Gehirn im Sinne der Kybernetik als ein hochkompliziertes Regel und Steuerungssystem auf Stellen Sie sich die Psyche als Nachrichtenverwertungs- und Kommandozentrale des Verbundsystems ¼Mensch« vor, dessen Arbeitsvorgänge größtenteils automatisch ablaufen wie bei einer automatisierten Großfabrik. Dann sitzt in der Psyche gewissermaßen auch ein Team von EDV Technikern. Sie programmieren das Gehirn und Nervensystem ebenso mittels Symbolen, wie Computerspezialisten die Elektronengehirne mit mathematischen Symbolen füttern. Die symbolischen Muster sind in diesem Fall mit den bekannten Lochkarten zu vergleichen, die ein kurzes Steuerungsprogramm enthalten. Diese programmierende Wirkung kommt allen echten Symbolen zu. Doch was ist ein echtes Symbol? Ein Symbol ist ein Informationsträger. Doch im Gegensatz zu den Zeichen, Allegorien und Idolen ein Informationsträger besonderer Art. Es besitzt eine gewisse Autonomie. Sozusagen ein Eigenleben. Das Symbol, ob als Bild, Gegenstand, sprachliches Zeichen, musikalische Tonfolge, Körpergeste usw., besitzt einmal einen eidetischen Sinn. Das heißt, es informiert bildlich über eine Idee. Zum anderen aber besitzt das Symbol noch einen operativen Sinn. Das heißt, seine Information löst eine Wirkung aus. je weniger sich ein Mensch dieses operativen Sinnes bewusst ist, um so zwingender ist die Wirkung. ¼Die große Bedeutung der Symbole besteht darin, dass in einem nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgebauten System von Symbolen das Operieren mit den wirklichen Dingen und ihren Zusammenhängen ersetzt werden kann. Wissenschaftliche Systeme von Symbolen vergrößern unsere Macht über die Wirklichkeit.« So heißt es im ¼Wörterbuch der Kybernetik« von Georg KLAUS. ¼Wissen ist Macht«, lautet ein bekanntes Wort. Doch was damit gemeint ist, ist das Wissen um die Zusammenhänge und Handlungsabläufe der Lebenserscheinungen, der Muster und Strukturen für künftige Aktionen und Reaktionen, wie es das Verständnis der Symbole verschafft. So gesehen muss es heißen: Symbole sind die Schlüssel zur Macht.

Ein Zeichen, wie ein Verkehrszeichen, ist ein bildlicher Hinweis. Wir können die Information beachten, müssen aber nicht. Eine Allegorie, wie die Darstellung der Quelle etwa durch eine nackte Frauenfigur mit einem Krug, ist ein vom Künstler konstruierter Vergleich. Unmittelbar geht die Bedeutung aus dem Bildwerk nicht hervor. Doch das Bild der Spirale dagegen ist ein echtes Symbol. Wenn es im Traum auftaucht, weiß der Analytiker, dass in der Psyche des Träumers ein Weiterentwicklungsprozess in Gang gekommen ist. Ganz gleich, ob sich der Träumer dieser Bedeutung bewusst ist oder nicht. Ein anderes Beispiel? Das geflügelte Eisenrad ist nur ein Bildzeichen der Eisenbahn. Das Rad als solches aber, vermutlich der Beobachtung der über den Himmel rollenden Sonne vor Urzeiten entnommen, ist ebenfalls ein echtes Symbol. jeder weiß unmittelbar, dass es eine Drehbewegung anzeigt,

Diese natürlichen Ur Symbole nennt C. G.JUNG Archetypen. Den Begriff Archetyp (vom griechischen archein = herrschen und typos = Prägung) hat JUNG aus einem Werk der Alchimie, dem ¼Corpus Hermeticum«, entnommen. Es sind die Ur Muster, Bilder, Ideen oder Verhaltensmotive, die vor aller menschlichen Erfindung bereits da waren und sind. Sie gehören zu dem überpersönlichen Feld des Seelischen und Geistigen, das in seiner Wirklichkeit nicht zu bezweifeln ist, woher es auch immer kommen mag. Sie können diese Ur Muster auch mit dem Verhaltensmuster der Tiere vergleichen, die durch die Art geprägt und biologisch festgelegt sind. Eine Biene weiß, wie sie ihre Wabe bauen muss. Sie muss es nicht lernen. Ebenso weiß ein Vogel, ob er seinem Nest zweckmäßigerweise Kugelgestalt geben muss oder nicht. Konrad LORENZ spricht beim Tier von ¼angeborenen Schemata«. Der große Biologe Adolf PORTMANN vergleicht die im Tier angelegte Gestaltungsordnung direkt mit der Wirkungsweise, die ¼die menschliche Psychologie im Archetypischen findet«. Vermutlich wird auch die Disposition für die Wirkung von Archetypen auf die menschliche Psyche vererbt. Doch nehmen Sie die obigen Beispiele nur als Vergleich. In Wirklichkeit sind die Vorgänge bei der Wirkung von Archetypen und Symbolen auf die menschliche Psyche sehr viel komplizierter, als es hier dargestellt wird. Von Symbolen sprechen wir im Gegensatz zu den Archetypen dann, wenn es sich um Symbole handelt, die sich erst im Verlauf der menschlichen Kultur ausgebildet haben. Denn auch die menschliche Psyche ihrerseits ¼Produziert« Symbole, wie es die Träume beweisen. Infolge ihrer programmierenden Wirkung gehört die Erforschung der Archetypen, Muster und Symbole zu den wichtigsten Anliegen einer im Aufbau befindlichen neuen ¼Wissenschaft vom Bewusstsein«. Der Tag als Traumzeit oder Stimmungslage deutet auf eine Bewusstseinsnähe der Traumhandlung oder auf eine Annäherung der Trauminformation an das Wachbewusstsein. Von positiver Bedeutung ist besonders die Zeit des beginnenden Tags am Morgen.
(Siehe Formen, Muster, Raumkörper)

Tanz

Der Tanz gehört zu den ältesten symbolischen Ausdrucksweisen des Menschen. Er stellt gewissermaßen eine Körpersprache dar. Bereits in der Steinzeit war der Tanz ein Informationsmedium für magische und rituelle Vorgänge. Vor einer Jagd auf Mammut, Bison oder Büffel wurde der Vorgang der Jagd unter Leitung des Schamanen symbolisch getanzt. Dieser rituelle Tanz war eine Art Generalprobe. Für unsere heutigen Begriffe war dies ein Durchspielen der Modellsituation, so wie heute die Wissenschaftler Modellsituationen mit Hilfe eines Computers durchspielen. Selbstverständlich wurden und werden bei primitiven Volksstämmen noch heute auch andere bedeutsame Ereignisse rituell getanzt. Die Einweihung der jungen Mädchen und Männer in den Zustand des Erwachsenseins zur Zeit der Geschlechtsreife beispielsweise. Oder ein Kriegszug gegen Nachbarstämme. Eine vergleichbare Bedeutung hat der Tanz als Traumgeschehen. Er signalisiert, dass psychische Energie in Bewegung geraten ist und bestimmte psychische Inhalte mit ¼seelischer Kraft« aufgeladen werden. Worum es sich im einzelnen handelt, geht meist aus der Mimik und den Gesten beim Tanz hervor. (Siehe Karneval)

Taube

Die Taube hat gegenwärtig die Bedeutung eines Friedenssymbols, Doch ist die bekannte Friedenstaube streng genommen nur noch ein Zeichen. Denn eine Symbolwirkung übt sie nicht mehr aus. Die Taube mit dem Ölzweig, die nach der Bibel Noah erschien, um ihm das Ende der Sintflut zu verkünden, war ein Wiedererneuerungs- und ein Glückssymbol. Diese Symbolbedeutung hat auch die Taube, die in der christlichen Religion den Heiligen Geist verkörpert. In der antiken Mythologie war die Taube eine Begleiterin der Liebesgöttin Aphrodite. Dort hatte sie die Bedeutung eines Friedenssymbols im Sinne einer persönlichen, friedlichen Vereinigung durch die Liebe. Im Traum signalisiert die Taube schöpferische Gedanken, die aus einer geistigen Verbundenheit zweier Menschen entstehen. (Siehe Adler,Symbole,&xnbsp; Vogel)

Taufe

Die Taufe ist das Symbol einer seelischen Reinigung und geistigen Erneuerung. Sie hat auch die Bedeutung einer Initiation. Das ist die Einweihung in ein Mysterium, in geheimes Wissen und Erkenntnisse. In den Träumen ist das Bild der Taufe ein äußerst positives Bild. Das Taufwasser ist als Lebenswasser zu verstehen. Das Bad symbolisiert die Befreiung von Fehleinstellurigen und weist auf eine seelische Wandlung hin. Es informiert über eine seelische Neuorientierung. (Siehe Bad)

Teufel

(Siehe Luzifer)

Tier

Die Tiere im Traum sind Sinnbilder der Naturseite des Menschen. Sie verkörpern gewissermaßen die Instinkte und Ahnungen. Menschliche Eigenschaften werden auch heute noch im Sprachgebrauch wie in der Karikatur und in den Comic Strips durch Tiere und Tierverhaltensweisen dargestellt und beschrieben. Soweit es sich um archetypische Symbole handelt, sind die Tiere einzeln unter dem jeweiligen Stichwort beschrieben.

Tiger

Als Tier im Traum signalisiert der Tiger meist Gefahr. Er symbolisiert einen Trieb, der sich gleichsam selbständig gemacht hat. Das kann eine mit dem Willen nicht zu beherrschende sexuelle Triebneigung sein. In der Regel erscheint der Tiger jedoch als Bild allgemeiner Aggressionen, die den Träumer sozusagen zu zerreißen drohen. Erfahrungsgemäß verkörpert der Tiger im Traum häufig eine kriminelle Aggressivität. Für die Deutung heißt das: Rotlicht! (Siehe Tier)

Tod

Für das Traumbewusstsein ist der Tod nicht ein Signal für das Lebensende, sondern für einen Wandlungsvorgang. An die Stelle dessen, was im Traum stirbt oder sterben soll, tritt erfahrungsgemäß etwas Neues. (Siehe Begräbnis,&xnbsp; Feuer, Flamme,Leiche)

Toilette

Die Toilette im Traum deutet selbst bei jugendlichen Personen nur selten auf sexuelle Probleme. In der altertümlichen Art der Holzaborte, wie sie gelegentlich noch auf dem Lande zu finden sind, hat dieses Bild eine äußerst positive Bedeutung. Es zeigt eine Entlastung von unverdaulichen Resten seelisch bereits verarbeiteter Probleme an. (Siehe Kot, Exkremente)

Traube, Weintraube

In der antiken griechischen Mythologie ist die Traube ein Symbol des Dionysos, des Gottes der unvergänglichen Lebenskraft. Der Gärungsprozess der Traube wurde als ein Wandlungsprozess verstanden und in eine Analogie zu der Verwandlung der Natur vom Herbst über den Winter zum Frühjahr, der Zeit der ewigen Wiedererneuerurig der Natur, gesetzt. Eine vergleichbare Symbolbedeutung hat die Weintraube auch im Traum. (Siehe Alkohol,Karneval)

Treppe

Die Treppe verbindet in der Lebenswirklichkeit die verschiedenen Etagen und Räume eines Hauses. Eine entsprechende Symbolbedeutung als Hinweis für Übergangssituationen hat die Treppe auch im Traum. Es kann sich dabei um einen Aufstieg oder einen Abstieg handeln. Aufstiegsbilder deuten auf eine Bewusstwerdung hin. (Siehe Leiter)

Tür, Tor

Mit dem Bild von Tür und Tor zeigt das Traumbewusstsein Zugangsmöglichkeiten an, die im einzelnen nur aus der weiteren Traumhandlung ersichtlich sind. Entsprechend sind auch verschlossene oder fehlende Türen zu deuten. (Siehe Haus,&xnbsp; Stadt)

Übermensch

(Siehe Supermann)

Überschwemmung

Eine Überschwemmung im Traum ist ein Rotlichtsignal. Dieses Bild kann der Hinweis für eine Überflutung des Träumers durch Gefühle und Affekte sein. Doch es kann auch eine Überschwemmung des Bewusstseins durch das Unbewusste angezeigt werden. Dies aber bedeutet die Gefahr einer Psychose. Ärztliche oder psychotherapeutische Beratung ist erforderlich! (Siehe Meer)

Ufer

 

Ufo

(Siehe Rakete)

Uhr

Die Uhr als Traumbild ist als eine Mahnung an die verrinnende Zeit zu verstehen. Besonders zu beachten ist die Uhrzeit, die die Ziffern anzeigen. Denken Sie an den bekannten Begriff der ¼Lebensuhr«. Die Zeitangabe kann eine prognostische Bedeutung für das reale Leben haben. Ebenso können die angezeigten Ziffern ein Hinweis auf Tages , Monats oder Jahresdatum eines Ereignisses in der Zukunft sein.

Unfall

Uniform

(Siehe Kleider,&xnbsp; Schuh)

Urin

Der Urin gilt wie auch andere Körpersekrete bei allen primitiven Völkern als eine magische Substanz. Er wird von den Medizinmännern und Schamanen als natürliches Heilmittel verwendet. Das Urinieren im Traum kann u. U. sexuelle Spannungen signalisieren. Doch in der Regel hat ein solcher Vorgang im Traum die Bedeutung einer seelischen oder geistigen Befruchtung. (Siehe Kot, Exkremente,&xnbsp; Speichel)

Uroboros

Dargestellt als Schlange oder Drache, sich in den eigenen Schwanz beißend. ¼Mein Ende ist mein Anfang«. Symbolisiert das Undifferenzierte; die Totalität; uranfängliche Einheit; Selbstgenügsamkeit. Er zeugt, ehelicht, befruchtet und tötet sich selbst. Er ist der Zyklus von Desintegration und Reintegration; von Kraft, die sich fortwährend verbraucht und erneuert; der ewige Kreislauf, zyklische Zeit: die vereinten uranfänglichen Eltern; der Androgyn; die uranfänglichen Wasser; die Finsternis vor der Schöpfung; die Behinderung der vollen Entfaltung des Universums vor dem Kommen des Lichts; die Möglichkeit vor der Verwirklichung. In der Grabkunst stellt der Uroboros Unsterblichkeit, Ewigkeit und Weisheit dar. In vielen Mythen umschließt er die ganze Welt und ist der Lauf der Wasser, die die Erde umkreisen. Er kann die Welt tragen und auch erhalten und kann Tod in das Leben bringen, aber auch Leben in den Tod. Scheinbar unbeweglich, ist er andererseits ein Perpetuum mobile, immerzu auf sich selbst zurückprallend. In der orphischen Kosmologie umschließt er das Welten-Ei. Macrobius bringt ihn mit der Bewegung der Sonne in Verbindung. Alpha und Omega werden häufig mit dem Uroboros dargestellt. Er stellt den Kreis des Universums, den der Pfad des Sonnengottes dar. In der Alchimie: Die ungeminderte Kraft der Natur; verborgene Macht; die nicht geformte Materia; das opus circulare von chemischen Substanzen im hermetischen Gefäß. Im Buddhismus und Hinduismus stellt er das Das Rad des Samsara, das Rad der illusionären Welt dar. Bei den alten Griechen:: Iist er der Kreis um das Welten-Ei und ist das Äon, die Lebensspanne des Universums. Als verborgene Energie teilt der Uroboros die Symbolik der Kundalini.

(Siehe Kreis, Schlange)

Vampir, Fledermaus

Fledermäuse oder vampirähnliche Flugtiere verkörpern im Traum dunkle, schwermütige oder bedrohliche Gedanken und Vorstellungen. Die aus Legenden und Sagen bekannte Gestalt des Vampirs hat ihren Ursprung in der religiösen Vorstellung, dass eine unerlöste Seele im Grab keine Ruhe findet. So kann der Vampir im Traum auch einen Schuldkomplex signalisieren. (Siehe Vogel)

Vater

Der Vater verkörpert als Traumsyrnbol traditionelle Ordnung und natürliche Autorität. Im Traum Erwachsener erscheint der eigene Vater meist als hilfreiche Figur. Im Traum von Frauen bedeutet der Vater das durch ihn im Verlauf der Kindheit geprägte Bild des Männlichen, das jede Frau als inneres Seelenbild in sich trägt. Im Traum jüngerer Personen erscheint der Vater häufig als Gegenspieler und Hinweis für den bekannten Generationenkonflikt. Verblüffender weise zeigt sich dann der Vater im Traum meist völlig anders, als ihn der Träumer kennt. Damit will das Traumbewusstsein dem Träumer helfen, das kindliche Vaterbild zu überwinden und den Vater als den Menschen zu sehen, der er in der Lebenswirklichkeit ist. Die Problematik des Vaters ist jedoch so vielfältig und seine Erscheinungsbilder im Traum sind so mannigfaltig, dass nur der Gesamtzusammenhang eine sinnvolle Deutung ermöglicht. (Siehe Direktor,König,&xnbsp; Mann, unbekannter)

Verfolgung

Das Bild der Verfolgung gehört zu den häufigsten Traumszenen. Das Traumbewusstsein weist mit diesen Bildern auf unbewusste Inhalte hin, die in das Bewusstsein drängen. (Siehe Einbruch,Krieg)

Verkleinerung

Die Verkleinerung einer Person oder Sache im Traum deutet auf eine unwissentliche oder ungerechtfertigte Geringschätzung durch den Träumer. Sieht sich der Träumer selbst kleiner als in Wirklichkeit, so ist dieses Bild doppeldeutig. Es kann das Traumsignal für einen Minderwertigkeitskomplex sein. Es kann ebenso die Informationsbedeutung haben, dass sich der Träumer überschätzt. Nur im Gesamtzusammenhang lässt sich eine Verkleinerung oder sonstige Veränderung der wirklichen Größenverhältnisse im Traum richtig deuten. Das klein- und kleiner werden einer Person im Traum ist wörtlich zu verstehen. Sie wird aus dem Leben des Träumers verschwinden auf welche Art und Weise auch immer. Insofern signalisiert ein solches Bild Gefahr.

Ausgesprochenes Rotlicht signalisiert das Traumbewusstsein bei der Verkleinerung des Lebensalters einer Person. Wenn diese also im Traum wesentlich jünger ist als in Wirklichkeit, dann bedeutet dieses Bild eine Todesbotschaft. Dies gilt aber nie für den Träumer selbst. Wenn sich der Träumer im Traum als Kind erlebt, so ist das eine Trauminformation über eine Kindheitssituation. Ebenso ist es unbedenklich, wenn sich der Träumer älter sieht. Das Altwerden gehört zum Ablauf des menschlichen Lebens und ist normal. (Siehe Pferd,&xnbsp; Uhr)

Vier, Viereck

Die Vier und das Viereck sind Ganzheitssymbole, Die Vierzahl ist eine Grundzahl der Naturordnung: vier Jahreszeiten, vier Himmelsrichtungen, vier Mondphasen, vier Elemente zu früherer Zeit usw. Entsprechend hat die Vier meist eine positive Bedeutung.
(Siehe Quadrat, Zahlen, Formen, Geometrie)

Vogel

Seit Urzeiten und in allen frühen Religionen hat der Vogel die

archetypische Bedeutung eines Seelenvogels, In der antiken Mythologie gehörte der Vogel zu Eros, dem Gott der Liebe. Daher auch die erotische Nebenbedeutung im Volksmund. Im Traum symbolisieren Vögel geistige Inhalte des Unbewussten. (Siehe Adler,&xnbsp; Geier)

 

Vulkan

Assoziation: - Ausbruch von unbewusstem oder unterdrücktem Material. Fragestellung: - Was muss ich klären?

Der Vulkan ist ein sehr vielsagendes Traumbild, nicht zuletzt wegen seiner Unberechenbarkeit. Erlischt ein Vulkan, kann dies entweder heißen, dass der Träumende seine Leidenschaften 'abgetötet' hat oder dass eine schwierige Situation, die ihn vielleicht schon lange beschäftigt, ihrem Ende entgegengeht. Vulkan warnt oft, dass verdrängte Inhalte des Unbewussten plötzlich durchbrechen und viel Unruhe ins Leben bringen können. Ferner kann er hohe innere Spannungen, Aggressivität, Wut oder Hasssymbolisieren

Psychologisch:

Handelt der Traum von einem ausbrechenden Vulkan, weist das Traumbewusstsein mit diesem Bild auf Verdrängungen, Triebstauungen oder latente Aggressionen des Träumenden hin, die durchbrechen wollen. Ein ausbrechender Vulkan bedeutet gewöhnlich, dass der Träumende eine Situation oder seine Gefühle nicht beherrscht und dass diese möglicherweise auf schmerzliche Weise hervorbrechen. Steht die Lava im Vordergrund, reichen die Gefühle sehr tief. Ist die Lava erstarrt, so ist eine starke Leidenschaft abgekühlt. Wird dagegen eher die explosive Kraft wahrgenommen, so ist die Wut wohl die stärkere Komponente. Der feuerspeiende Berg weist auf Charakterzüge hin, die wir ablegen sollten, um vor uns bestehen zu können. Die alles niederbrennende Lava steht für rasende Eifersucht, Jähzorn und unüberlegtes Handeln.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene steht ein Vulkan für tief zurückgestaute Leidenschaft, die sich mitunter auf erschreckende Weise entlädt.

Wagen

(Siehe Auto)

 

Wald

Assoziation: - das Reich des Unbewussten,- Naturkräfte. Fragestellung: - Welchen Teil meiner inneren Wesensart bin ich zu erkunden bereit?
Der Wald ist ein Symbol des Unbewussten. In den Märchen hat er noch den

Charakter des Geheimnisvollen, Abenteuerlichen, des Wohnortes von Hexen, Riesen und Dämonen. So weisen die Traumhandlungen im Wald auch meist auf archetypische Muster des kollektiven Unbewussten hin.

Ein Traum vom Wald oder von einer Baumgruppe bedeutet in der Regel, dass der Träumende das Reich des Weiblichen betritt. Der Wald ist oft Ort der Prüfung und Initiation. Er konfrontiert den Träumenden mit seinem emotionalen Selbst, lehrt ihn, die Geheimnisse seines wahren Wesens und seine spirituelle Welt zu verstehen. Wald taucht oft auf, wenn man die Orientierung im Leben verloren hat, das Wesentliche nicht mehr wahrnimmt,- das fordert auf, ernsthaft nach dem Sinn des eigenen Lebens zu forschen, um wieder eine Richtung zu finden. Der grüne Wald soll Glück und Erfolg, der kahle Unglück und Sorgen ankündigen. Der Waldrand zeigt an, dass man aus einer misslichen Situation wieder herausfindet, zuweilen weist er auch auf eine bevorstehende Trennung hin.

Psychologisch:

Der Wald ist im Traum ein Symbol für das Unbewusste. Findet die Traumhandlung in einem Wald statt, ist dies meist ein Bild für archetypische Muster des kollektiven Unbewussten. Häufig handelt es sich dabei um Verhaltensmuster, die aus Märchen, Mythen und Sagen bekannt sind. Der Wald wird mit Geheimnisvollem, Abenteuerlichem und Dämonischem gleichgesetzt, das unser Ich von einem Abenteuer in das andere stürzt. Der dunkle oder verzauberte Wald, der häufig in Märchen vorkommt, symbolisiert allgemein den Anfang. Die Seele dringt in Bereiche vor, die sie noch nicht kennt, und muss, um zu spüren und zu fühlen, was in ihrer Umgebung geschieht, mit Intuition vorgehen und all ihre Fähigkeiten einsetzen. Vielleicht weist der Wald im Traum auch darauf hin, dass der Träumende den Weg verloren hat. Für ältere Menschen ist der Weg durch den Wald ein Suchen nach verlorenen Werten. Für junge Menschen ist es ein Weg ins Dickicht des Lebens, der zum Erfolg führen kann, wenn sich ihnen nicht reißende Ungeheuer, wilde Tiere oder andere Hindernisse entgegenstellen, die ein Weiterkommen erschweren.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Wald die Psyche und das Weibliche.

(Siehe Baum,&xnbsp; Hexe)

Wasser

Das Wasser symbolisiert im Traum unbewusste psychische Energie. Es ist ein archetypisches Sinnbild des Lebenswassers. Denn das Wasser ist die Grundvoraussetzung für jegliches Leben auf unserer Erde. In der Auffassung der modernen Wissenschaft wie in fast allen mythologischen Schöpfungserzählungen hat das irdische Leben seinen Ursprung im Wasser der Meere. Dies verleiht dem Wasser als Symbol auch einen weiblich mütterlichen Aspekt. (Siehe Meer)

Wein

(Siehe Alkohol,&xnbsp; Traube)

Wespe

(Siehe Insekten)

Wiese

Die grüne Wiese gehört zu den positiven Traumsymbolen, die dem Vergleich mit dem Bild in der Natur entnommen neues Wachstum und Fortschritt symbolisieren. Doch ist bei der Deutung zu berücksichtigen, dass das Grün einen Zustand des Werdens anzeigt und noch nicht die Reife. (Siehe Blumen, Blüten, Farben)

Wirt

Ein Wirtshaus oder ein Restaurant als Ort des Traumgeschehens deutet auf Veränderungen hin. Denn allgemein wird zu Hause gegessen, das Speisen im Wirtshaus ist nur in Ausnahmefällen und auf Reisen üblich. In den meisten Märchen ist das Wirtshaus ein abenteuerlicher Ort, an dem der Wirt die Rolle einer zwielichtigen Figur spielt. Auch im Traum signalisiert ein Besuch im Wirtshaus oft unerwartete Überraschungen. (Siehe Hotel)

Wirtshaus

( Gaststätte,&xnbsp; Hotel,Wirt)

Wolke

(Siehe Regen)

 

Wrack

Ein Traum von einem Wrack, sei dies ein Auto- oder Schiffswrack, weist den Träumenden darauf hin, dass seine Pläne durchkreuzt werden. Er muss herausfinden, ob die Verantwortung für das Scheitern bei ihm selbst oder bei einer anderen Person liegt. Wrack wird oft im Sinne von Ruine verstanden,- im Allgemeinen warnt es vor einem Scheitern im Leben. Der Träumende sollte, wiewohl durch das Geschehene frustriert, sich weiter durchkämpfen, um sein angestrebtes Ziel zu erreichen.

Spirituell:

Ein Wrack jedweder Art symbolisiert auf der spirituellen Ebene eine Niederlage. Ob Auto oder Schiff - Wracks stehen im Traum ausschließlich für Ihre (uneingestandene?) Existenzangst und für Ihre Bedenken, etwas ganz Wichtiges vielleicht doch nicht zu schaffen. Und wenn, dann nur mit großem Risiko. Vielleicht haben Sie sich total übernommen (körperlich oder finanziell) und fürchten, eines Tages 'als Wrack da zustehen'. Ein Traumsymbol, das zum Überdenken Ihrer Belastungen und Chancen auffordert.

Wüste

Das Bild einer Wüste als, Landschaft im Traum signalisiert eine Warnung an den Träumer. In seltenen Fällen kann die Wüste die Bedeutung einer notwendigen Askese haben. In der Regel verbildlicht das Traumbewusstsein mit der Wüste jedoch die Gefahr seelischer Vereinsamung, Es ist ein Bild der Unfruchtbarkeit und eines seelisch geistigen Stillstandes. (Siehe Eis, Gletscher)

Zahlen

Mit der symbolischen Bedeutung der Zahlen beschäftigen sich die Menschen seit Urzeiten. Zahlen sind Ordnungsfaktoren. PYTHAGORAS hat den Zusammenhang zwischen den Zahlenreihen und den musikalischen Schwingungsintervallen entdeckt. Diese Entdeckung bedeutet den Nachweis einer Verbindung zwischen messbaren physikalischen Erscheinungen und psychischen Vorgängen. Denn Musik vermittelt Gefühle, Empfindungen, kurzum: seelische Erlebnisse. Die Zahl selbst ist ein abstrakter, rein geistiger Begriff, den es in der Natur nicht gibt. Die Zahlen dienen dazu, die Dinge in der Natur zu zählen oder eine Menge in einzelne Elemente aufzuteilen. Das Rechnen aber ist ein geistiger Vorgang und die Mathematik die geistigste aller Wissenschaften. Für die griechischen Naturphilosophen war die Welt noch eine Einheit. Sie erblickten in der Entdeckung der Zahlenverhältnisse einen Beweis für die uralte Vorstellung, dass alle Dinge des Universums in einem Zusammenhang miteinander stehen. So verdankt in gewissem Sinne die Mathematik ihre Entstehung der Zahlenmagie.

Wenn im Traum auf Zahlen aufmerksam gemacht wird, haben sie entweder für den Träumenden eine persönliche Bedeutung oder sind symbolischen Gehalts. Ersteres, zum Beispiel ein wichtiges Datum (zum Beispiel Geburtstag, Telefon- oder Hausnummer einer ehemaligen Adresse), an die man sich im Wachzustand vergeblich zu erinnern suchte, kann im Traum wieder einfallen. Unbewußt behält der Träumende oft die Bedeutung einer Zahl in Erinnerung, auch wenn sie ihm bewußt nicht mehr zugänglich ist. Zahl(en) kann mit einem tatsächlichen Ereignis in Beziehung stehen und erfordert dann keine Deutung. Zuweilen träumt man Glückszahlen, die aus unerklärlichen Gründen später wirklich in einer Lotterie gezogen werden, aber verlassen darf man sich darauf nicht. Jede Zahl kann aber auch ihre eigene Bedeutung haben, vor allem die Zahlen von 1 bis 13, die wir genauer deuten:

Null steht für Leere und Nirwana, für den chaotischen Anbeginn und für das Nichts, in dem alles verschwindet. Konkret kann sie Sehnsucht nach Selbsterkenntnis, innerem Frieden, Meditation und höheren Einsichten anzeigen. Teilweise deutet man sie auch wie Kreis oder Buchstabe 'O' (siehe unter diesen Stichwörtern).

Eins symbolisiert das Unteilbare, das in allem anderen aufgeht, ohne sich zu verändern, und das Fundament, auf dem das Leben begründet ist. Man versteht das oft im Sinne von Individualität, geistiger Unabhängigkeit oder Bedürfnis, mit sich selbst oder mit allem Sein eins zu werden.

Zwei teilt in Gegensätzen wie Gut und Böse, Licht und Dunkel, Innen und Außen, bringt Widersprüchlichkeiten in der eigenen Persönlichkeit zum Ausdruck und fordert auf, damit leben zu lernen und ständig den Ausgleich zu suchen.

Drei bedeutet das neue, das durch die Vereinigung von zwei Elementen entsteht,- oft bezieht sich das auf widersprüchliche Eigenschaften oder gegensätzliche Pflichten und Neigungen. Manchmal kommt auch der Wunsch nach einem Kind darin zum Ausdruck. Allgemein steht die Zahl für Kreativität oder für das gesamte Seelenleben mit Ich, Über-Ich und Es.

Vier verkörpert innere Ausgeglichenheit, Stärke und Festigkeit, außerdem Sinnlichkeit und Naturverbundenheit.

Fünf versinnbildlicht oft den Körper (Kopf, Arme und Beine) und seine Bedürfnisse, fordert dann zu besseren Körperbewußtsein auf. Traditionell deutet man sie als die Vereinigung der vier Grundelemente der mittelalterlichen Alchemie zu neuen Formen, also als die Fülle der individuellen Lebensmöglichkeiten.

Sechs symbolisiert Harmonie und Symmetrie,- das bezieht sich häufig auf die Einheit von Körper, Geist und Seele, die man miteinander in Einklang bringen soll. Manchmal warnt sie auch vor Krankheiten.

Sieben kann auf den Einfluß kosmischer Energien und rhythmischer Schwingung (Biorhythmen) hinweisen, mit denen man in Einklang leben sollte. Ferner kann sie für die körperliche und seelisch- geistige Entwicklung stehen, die man in Sieben-Jahres-Schritte (Kindheit, Schulzeit usw.) unterteilt.

Acht enthält eine Auf- und Abwärtsbewegung,- sie wird deshalb als Symbol von Untergang und Tod gedeutet, denen Aufstieg und Wiedergeburt folgen. Konkret weist das oft darauf hin, daß man aus Not und Sorgen herausfindet oder im Glück nicht leichtsinnig werden darf.

Neun steht am Ende der einstelligen Zahlen, versinnbildlicht also das Ende einer Entwicklung, der eine neue Phase auf einer höheren Ebene folgt.

Zehn entsteht als Kombination von Null, die das ursprüngliche Chaos umfaßt, und Eins, die für Anfang steht, der sich aus dem Chaos entwickelt. Man soll also in der weiteren Entwicklung die neuen Pläne und Ziele auf den früheren Erfahrungen begründen.

Elf kann als Weiterentwicklung auf einem höheren Niveau gedeutet werden. Zuweilen ermahnt sie als vorletzte Stunde auch, das es höchste Zeit zum Handeln wird.

Zwölf spielt in der Mythologie seit alters eine wichtige Rolle, zum Beispiel die zwölf Zeichen des Tierkreises in der Astrologie,- man deutet sie als die Summe der Erfahrungen oder Möglichkeiten, die man für die weitere Entwicklung nutzen muß. Außerdem kann sie Ideale, Weisheit, Vernunft, Hoffnung, Liebe und ähnliche Dinge verkörpern, die erst die große Vielfalt des Lebens ausmachen.

Dreizehn wird als Ganzheit des Lebens und der Persönlichkeit interpretiert. Oft sieht man darin auch ein Unglückssymbol, seltener ein Glückszeichen.

Psychologisch:

Die Zahlensymbolik ist ein Thema, das die Menschen seit Urzeiten beschäftigt. Das weite Feld ist noch nicht vollständig erforscht. Man hat allerdings erstaunliche Zusammenhänge zwischen physikalischen und psychischen Erscheinungen beobachtet. Die Zahlensymbolik geht auf Pythagoras zurück. Kommen Zahlen im Traum ausdrücklich vor, so liegt in ihnen eine besondere Botschaft. Anhand der einzelnen Zahlen und ihrer Bedeutung im Traum kann sie wahrscheinlich entschlüsselt werden. Zahlen haben in allen Glaubenssystemen und Religionen eine Bedeutung.

Spirituelle Bedeutung:

Eins: Man selbst, der Anfang, das Erste, Einheit.

Zwei: Dualität, Unentschlossenheit, Gleichgewicht, männlich und weiblich, zwei Seiten einer Auseinandersetzung.

Drei: Das Dreieck, Freiheit.

Vier: Das Quadrat, Kraft, Stabilität, praktische Veranlagung, die Erde, Wirklichkeit, die vier Seiten des Menschen (Sinneswahrnehmung, Gefühl, Denken, Intuition), Erde, Luft, Feuer und Wasser.

Fünf: Der menschliche Körper, menschliches Körperbewußtsein, die fünf Sinne.

Sechs: Harmonie und Gleichgewicht.

Sieben: Lebenszyklus, Magie, Spiritualität, die Ganzheitlichkeit des Menschen.

Acht: Tod und Auferstehung, Unendlichkeit.

Neun: Schwangerschaft, das Ende des einen und der Beginn eines neuen Zyklus, spirituelle Bewußtheit.

Zehn: Ein neuer Anfang, das Männliche und das Weibliche zusammen.

Elf: Die elfte Stunde, die Meisterzahl.

Zwölf: Zeit, ein abgeschlossener Zyklus, Ganzheitlichkeit.

Null: Das Weibliche, das Unbewusste, die absolute oder verborgene Vollständigkeit.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene bringt sich der Träumende durch Entwicklungsfortschritte in eine Position, in der er die Schwingungen der Zahlen am besten nutzen kann. Man hat schon immer angenommen, dass man Einfluss auf die Umwelt des Träumenden ausüben kann, indem man Zahlen auf eine ganz bestimmte Weise kombiniert.

0 Null

In vielen Kulturtraditionen, besonders in Babylon, im Hinduismus und bei Pythagoras, ist die Zahl ein grundlegendes Prinzip, von dem die gesamte objektive Welt ausgeht; sie ist der Ursprung aller Dinge und die dem Universum zugrundeliegende Harmonie. Sie ist auch das universelle Grundprinzip der Proportion in den bildenden Künsten und des Rhythmus in Musik und Dichtkunst. In der hermet. Philosophie wird die Welt der Zahlen der Welt der Vernunft gleichgesetzt. Zahlen sind nicht nur Quantitäten, sondern auch symbolische Qualitäten. Chin.: Ungerade Zahlen sind &xnbsp;yang , himmlisch, unwandelbar, glückverheißend; gerade Zahlen sind &xnbsp;ying , irdisch, veränderlich, unheilvoll. Christl.: Bereits in der Bibel ist eine vielfältige Zahlensymbolik zu finden. Griech.: Alles ist nach Zahlen geordnet« (Pythagoras). Für Platon sind Zahlen die Harmonie des Universums; für Aristoteles war die Zahl ¼der Ursprung und sozusagen die Substanz aller Dinge, und sie stellte sozusagen ihre Affekte und Zustände dar.« Ungerade Zahlen sind männlich und gerade Zahlen weiblich. Opfere den himmlischen Göttern mit einer ungeraden Anzahl und den irdischen mit einer geraden« (Plutarch). Die pythagoreischen Zahlen bezeichnen sowohl Quantitäten als auch Qualitäten.

Hinduist.: Zahlen sind die ursprüngliche Substanz des Universums.

Null, Nicht-Existenz; Nicht-Sein; das Nicht-Manifeste; das Unbegrenzte; das Ewige; das Fehlen jeglicher Qualität und Quantität. In der Kabbala ist sie das Unbegrenzte; grenzenloses Licht; das Ain; für Pythagoras ist die Null die Vollendete Form, die Monade, das, wovon alles ausgeht und worin alles enthalten ist. Die Null steht auch für das Welten-Ei; den uranfänglichen Androgyn; das Vollständige. Als ein leerer Kreis stellt sie sowohl das Nicht-Sein des Todes als auch die Totalität des Lebens dar, die beide im Kreis zusammengefasst sind, und hat an der Symbolik des Kreises teil. Als eine Ellipse gesehen, stehen die zwei Seiten für Auf- und Abstieg, Evolution und Involution. Vor der Eins ist nur die Leere bzw. das Nicht-Sein; der Gedanke; das letzte Mysterium, das unfaßbare Absolute.

1 Eins

Uranfängliche Einheit, der Anfang, der Schöpfer, der Erste Beweger, die Summe aller Möglichkeiten, absolutes Sein, das Unteilbare, das noch im Keim befindliche, das Unentwickelte; Isolation; ein Aufsteigen und Sich-Erheben das Prinzip, das zur Dualität führt und von daher zur Vielfalt und wieder zurück zur endgültigen Einheit. Die Monade. In der Eins verdichtet sich der reine Geist der Null zur verstofflichten Welt. Die Eins ist der Punkt. Die erste Dimension. Sie ist weder Primzahl noch ist sie gerade oder ungerade, weder Quadrat noch Wurzel, sie ruht in sich selbst und ist dabei in allen anderen Zahlen enthalten, die diese gebiert und so erst das Zählen notwendig macht. Sie zeigt dem Menschen, der sich seiner Möglichkeiten und Kräfte bewusst geworden ist, diese allmählich zu erkennen.
Chinesisch: yang; männlich; himmlisch, glücksverheißend. Die Monade.

Taoistisch.: Das Tao erzeugt die Eins, die Eins erzeugt die Zwei, die Zwei erzeugt die Drei, und die Drei erzeugt alle Dinge.

Jüdisch: Adonai, der Herr, der Höchste, das ¼Ich bin«; die verborgene Intelligenz.

Pythag.: Der Geist, Gott, von dem alle Dinge ausgehen; das absolute Sein; die Monade.

Christl.: Gott, der Vater; die Gottheit.

2 Zwei

Die Zwei ist die Zahl des Paares, der Zwillinge, der Verdoppelung. Als erste gerade Zahl hat sie in der Zahlensymbolik das Vorzeichen des Weiblichen und Empfangenden. Sie kann je nach dem Zusammenhang auf den Doppelaspekt von Erscheinungen hinweisen, wie positiv negativ, Vergangenheit Zukunft usw. So gesehen kann die Zwei auch als Bild für Zweifel und Zwist stehen. Dualität, periodischer Wechsel; Mannigfaltigkeit; Konflikt; Abhängigkeit; Andersartigkeit; der statische Zustand; das Verwurzelte; daher Gleichgewicht; Stabilität; Reflexion, die entgegengesetzten Pole, die Doppelnatur des Menschen; Begierde, denn alles, was in Dualität manifest ist, existiert in Gegensatzpaaren. Wie die Eins einen Punkt darstellt, steht die zwei für eine Strecke. Die Zweizahl ist die erste, die von der Einheit abweicht, folglich symbolisiert sie auch die Sünde, die vom ursprünglich Guten abweicht und somit das Vergängliche und Verderbliche darstellt. Doppel-Tiere derselben Symbolik, wenn auch verschiedener Spezies, z.B. zwei Löwen oder ein Löwe und ein Stier, die beide solar sind, stehen für zweifache Kraft. Alchimist.: Die Gegensätze, Sonne und Mond, König und Königin, Schwefel und Quecksilber, anfänglich antagonistisch, aber am Ende aufgelöst und vereint im Androgyn. Buddhist.: Die Dualität des samsara, das Männliche und das Weibliche; Theorie und Praxis; Weisheit und Methode; auch der Blinde und der Lahme vereint, um den Weg zu suchen und ihn zu gehen. Chin.: yin, weiblich; irdisch, unheilvoll. Christl.: Christus mit zwei Naturen, Gott und Mensch. Daoist.: Das Gua; die Zwei Determinanten, das yin-yang. Zwei ist eine schwache yin-Zahl, da sie kein Zentrum hat. Hinduist.: Dualität, Shakta-Shakti. Jüd.: Lebenskraft. In der Kabbalaistik: Weisheit und Selbstbewußtsein. Platon.: Platon sagt, daß die Zwei eine Zahl ohne Bedeutung ist, da sie Beziehung bedeutet, die den dritten Faktor einführt. Pythag.: Die Dyade, das geteilte irdische Sein.

Dualität, Zwielicht, Zwietracht, Konflikt, Zweifel, Andersartigkeit, der statische Zustand, das Verwurzelte, Gleichgewicht, Stabilität, Reflexion, die entgegengesetzten Pole, die Doppelnatur des Menschen. Begierde, denn alles, was in Dualität manifestiert ist, existiert in Gegensatzpaaren. Wie die Eins einen Punkt darstellt, steht die zwei für eine Strecke.Die Zwei ist das Weinen und das Lachen. Sie repräsentiert das urweibliche Prinzip der Empfängnis, der großen Mutter. Das Gefühl bestimmt die Handlungen. Die Gegensätze, Sonne und Mond, König und Königin, Schwefel und Quecksilber, anfänglich antagonistisch, aber am Ende aufgelöst und vereint im Androgyn.

(Siehe Zahlen)

3 Drei

&xnbsp;Vielfalt; Schöpferkraft; Wachstum; vorwärts gerichtete Bewegung, die die Dualität überwindet; Ausdruck, Synthese. Die Drei ist die erste Zahl, auf die das Wort ¼alles« zutrifft, und ¼Die Triade ist die Zahl des Ganzen, insofern sie einen Anfang, eine Mitte und ein Ende hat« (Aristoteles). Die ¼Kraft der Drei« ist universell und ist die dreigeteilte Natur der Welt: Himmel, Erde und Wasser; sie ist der Mensch als Körper, Seele und Geist; Geburt, Leben und Tod; Anfang, Mitte, Ende; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, die drei Mondphasen usw. Die Drei ist die ¼himmli-sche« Zahl, die die Seele darstellt, so wie die Vier der Körper ist; zusammen sind die beiden gleich sieben und bilden die Siebenzahl bzw. die biblische Woche; während 3 x 4 gleich zwölf ist, die Zahl der Tierkreiszeichen und der Monate des Jahres usw. Die Dreizahl kann geteilt werden in Dualität und Einheit; sie ist die ¼starke« Zahl der daoistischen Symbolik, da sie einen Mittelpunkt des Gleichgewichts hat. Die Drei stellt die allumfassende Gottheit dar - Vater, Mutter, Sohn, die sich auch in der menschlichen Familie widerspiegelt. Während einmal oder zweimal möglicher Zufall ist, bedeutet dreimal Gewißheit und Macht, z.B. der Dreimal-Größte Hermes; der Dreimal-Edle Herr; die Dreimal-Glücklichen Inseln. In der Folklore gibt es drei Wünsche, drei Versuche, drei Prinzen oder Prinzessinnen, Hexen, Schicksalsschwestern, Feen (oft zwei gute und eine böse). Da die Drei ein Äquivalent für die Vielen ist, kann sie eine große Zahl symbolisieren oder eine Menge. Es gibt unzählige Dreiheiten von Göttern und Mächten, und dreieinige Gottheiten und dreifache Göttinnen sind in der semit., griech., kelt. und german. Religion von Bedeutung; häufig sind sie verschiedene Aspekte oder Möglichkeiten einer Gottheit. Das Hauptsymbol der Drei ist das Dreieck, und drei ineinandergreifende Kreise oder Dreiecke können für die unaufkösliche Einheit der drei Personen einer Dreieinigkeit stehen. Andere Symbole sind der Dreizack, die Lilie; das dreiblättrige Kleeblatt; Dreiblatt; der dreifache Donnerkeil; Trigramme usw. Lunare Tiere sind oft dreibeinig, für die drei Phasen des Mondes; und mancherorts, wie z.B. in Frankreich, glaubte man, daß es drei Hasen oder Menschen im Mond gibt.

Afrikan. (Aschanti): Die Mondgöttin besteht aus drei Personen, zwei schwarzen und einer weißen. Ägypt.: Thot ist der Dreimal-Große. Alchim.: Die Dreiheit; Schwefel, Quecksilber und Salz stehen für Geist, Seele und Körper. Buddhist.: Triratna, Die Drei Kleinodien, Buddha, Dharma und Samgha. Chin.: Heiligkeit; die glückverheißende Zahl; die erste ungerade, yang-Zahl. Die Mondkröte bzw. der Mondvogel sind dreibeinig. Christl.: Die Trinität, die Seele, die Vereinigung von Körper und Seele im Menschen und in der Kirche. Die Weisen aus dem Morgenland überreichen drei Gaben an Christus als Gott-König.Opfer; Es gibt drei Gestalten der Verwandlungen, Versuchungen, Verleumdungen durch Petrus, Kreuze auf dem Kalvarienberg, Golgatha; drei Tage lang ist Christus tot, dreimal erscheint er nach seinem Tode, es gibt drei Marien und drei Eigenschaften bzw. theologische Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Daoist.: Die große Dreiheit ist Himmel-Mensch-Erde. Die Drei ist die erste ¼starke« Zahl, denn wenn sie geteilt wird, bleibt ein Zentrum übrig, der Mittelpunkt des Gleichgewichts. Sie ist yang, glückverheißend und auch symbolisch für die Vielzahl. Griech./Röm.: Das Schicksal, die Moiren, die in Gestalt von Moira drei-in-einem sind; Hekate ist dreifältig; die Erinnyen sind drei-in-einem wie die Gorgonen als Medusa. Es gibt drei Grundtugenden, Grazien, Sirenen, Horen, Hesperiden, Graien, Kerberos/Zerberus ist dreiköpfig und Skylla dreischwänzig; die Chimaira hat einen Körper aus drei verschiedenen Teilen. Die Drei, die Vier und ihre Summe, die Sieben, sind Aphrodite/Venus, der Königin der drei Welten und der vier Elemente, heilig. Hermet.: Die höchste Macht, ¼Trismegistus«, der Dreimal-Große. Hinduist.: Trimurti, die dreifache Kraft der Schöpfung, Zerstörung und Erhaltung. Es gibt verschiedene Dreiheiten von Göttern; der Mondwagen hat drei Räder. Japan.: Die Drei Kleinodien sind der Spiegel, das Schwert und der Edelstein - Wahrheit, Mut und Mitgefühl. Jüd.: Grenzenloses Licht; heiligende Intelligenz. Maori: Der Große Geist, der Göttliche Schöpfer, ist eine Dreiheit aus Sonne, Mond und Erde; der Gott der Natur, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; Geist, Charakter und Körperlichkeit, symbolisiert durch drei erhobene Finger. Mexikan.: Die Dreiheit wird durch drei Kreuze repräsentiert, ein großes und zwei kleinere. Pythag.: Vollendung. Skandin. und German.: Das Schicksal in Gestalt der drei Nornen Mani, Nyi, Nothi, die auch den Mond darstellen, den Vollmond, den zunehmenden und den abnehmenden Mond. In der germanischen Mythologie ist der Mond das Schicksal, und Holda, die Mondgöttin, bildet zusammen mit ihren beiden Töchtern eine Dreiheit. Der Hase im Mond hat drei Beine. Thor ist bisweilen mit drei Köpfen dargestellt, und das Dreibein bzw. Dreiecksornament ist ein Symbol Odins/Wotans. Die Drei ist eine Glückszahl. ¼Aller guten Dinge sind drei.« Slaw.: Der Mondgott ist dreiköpfig. Sumero-semit.: Es gibt zahlreiche Dreiheiten.

4 Vier

&xnbsp;Aus der Vier geht die erste räumlich-körperliche Figur hervor; sie ist das Raumschema bzw. die Ordnung der Manifestation, das Statische im Gegensatz zum Kreisenden und Dynamischen. Sie bedeutet Ganzheit; Totalität; Vollendung; Zusammengehörigkeit; die Erde; Ordnung; das Rationale; Dimension; Relativität; Gerechtigkeit. Es gibt vier Himmelsrichtungen, Jahreszeiten, Winde, Seiten des Quadrates, Arme des Kreuzes, Flüsse des Paradieses und der Hölle, Meere, heilige Berge, Tag- und Nachtwachen, Mondviertel, Teile des Tetramorphs. Die göttliche Quaternität steht der Trinität gegenüber. Vier ist im Alten Testament eine symbolische Zahl. Die vier Flüsse des Paradieses, die das Kreuz bilden, die vier Enden der Erde usw. sind in der Symbolik fast universell. Die Vierzahl kann dargestellt sein in Gestalt des vierblättrigen Kleeblatts, des Quadrats und des Kreuzes.

Ägypt.: Die heilige Zahl der Zeit, das Maß der Sonne. Vier Säulen stützen das Himmelsgewölbe; die vier Kanopen, die an den vier Ecken um den Toten stehen, werden von den vier Söhnen des Horus bewacht, die mit den vier Himmelsrichtungen in Zusammenhang stehen. Buddhist.: Der Damba-Baum des Lebens hat vier Zweige, und aus seinen Wurzeln entspringen vier heilige Flüsse des Paradieses, die die vier grenzenlosen Wünsche darstellen: Mitgefühl, Zuneigung, Liebe und Unvoreingenommenheit, die vier Richtungen des Herzens. Im chin. Buddhismus sind die vier himmlischen Wächter der Himmelsgegenden: Mo-Li Ch'ing, der Osten, mit dem Jadering und dem Speer; Virupaksha, der Westen, der Weitblickende mit der viersaitigen Gitarre; Virudhaka, der Süden, mit dem Schirm des Chaos, der Dunkelheit und der Erdbeben; Vaisravenna, der Norden, mit den Peitschen, der Leopardenfelltasche, der Schlange und der Perle. Chin.: Vier ist die Zahl der Erde, symbolisiert durch das Quadrat. Es gibt vier Ströme der Unsterblichkeit. Die Vier ist eine gerade, ein yin-Zahl. Christl.: Die Zahl des Körpers, während die Drei die der Seele ist. Es gibt die vier Flüsse des Paradieses, die vier Evangelien, Evangelisten, Erzengel, Hauptteufel, Kirchenväter, Großen Propheten, Grundtugenden (Klugheit, Starkmut, Gerechtigkeit und Mäßigkeit), Winde, aus denen der Eine Geist kommen wird, Reiter der Apokalypse, Teile des Tetramorphs. Daoist.: Die vier himmlischen Wächter sind: Li mit der Pagode; Ma mit dem Schwert; Cho mit zwei Schwertern; Wen mit einer mit Spitzen versehenen Keule. Es gibt vier mit Geist begabte bzw. heilige Geschöpfe: den Drachen, den Phönix, das Qilin bzw. Einhorn und die Schildkröte, die auch die Himmelsgegenden verkörpern. Griech.: Die heilige Zahl des Hermes. Hermet.: Die göttliche Quaternität; Gott. Hinduist.: Totalität; Vollkommenheit; Vollendung. Brahma, der Schöpfer, ist viergesichtig. Der Tempel ruht auf den vier Seiten des Quadrats, und das symbolisiert Ordnung und Endgültigkeit. Es gibt vier Tattvas, die vier Körper des Menschen und Reiche der Natur (Tiere, Pflanzen, Mineralien, Geist) und vier yugas. Es gibt vier Kasten und vier Gegensatzpaare. Indian.: Die vier Himmelsrichtungen. Für die Indianer kommen Stürme aus dem Norden, Wärme vom Süden, der Osten schenkt Licht und der Westen bringt Regen. Jüd.: Meßkunst; Wohltätigkeit; Intelligenz. In der Kabbalistik ist sie Erinnerung; die vier Welten der Kabbala; die vier Richtungen des Raumes bzw. Weltgegenden und die vier Ebenen des hierarchischen Organismus der Thora. Maya: Vier Riesen halten das Himmelsdach. Pythag.: Vollendung; harmonische Proportion; Gerechtigkeit; die Erde; die Vier ist die Zahl des Pythagoreischen Eides. Vier und Zehn sind Gottheiten; der Tetraktys 1 + 2 + 3 + 4 = 10. Skandin.: Vier Flüsse von Milch fließen durch Asgard. Sumero-semit.: Vier Sterngötter werden mit den vier Himmelsrichtungen identifiziert.

5 Fünf

Der menschliche Mikrokosmos; die Zahl des Menschen, der mit ausgestreckten Armen und Beinen ein Fünfeck bildet. Das Fünfeck, das ohne Ende ist, hat teil an der Symbolik der Vollendung und Kraft des Kreises, und die Fünf ist eine Zirkularzahl, da sie sich, wenn sie potenziert wird, in der letzten Stelle immer wieder selbst schafft. Wie der Kreis symbolisiert das Fünfeck das Ganze; der Quincunx ist die Zahl des Zentrums und des Zusammentreffens von Himmel und Erde sowieder vier Himmelsrichtungen und des Zentrums. Die Fünf ist ebenfalls die Gottheit als der zentrale Schöpfer mit den vier großen Kräften. Fünf ist die Ehezahl des hieros gamos als der Verbindung der weiblichen, geraden Zahl Zwei mit der männlichen, ungeraden Drei. Sie symbolisiert auch Meditation; Religion; Mittlertätigkeit; Wirksamkeit; Vielseitigkeit und, außer im Osten, die fünf Sinne. Fünfblättrige Blumen und fünfzackige Blätter stehen für den Mikrokosmos. Der fünfzackige Stern stellt wie das Fünfeck die integre Individualität dar und steht auch für geistiges Streben und Bildung, wenn er aufwärts zeigt, während er abwärts gerichtet ein Symbol der Zauberkunst und schwarzen Magie ist. Die fünf Finger bildeten den ersten Rechenmechanismus.

Alchimist.: Die fünfblättrige Blume und der fünfzackige Stern symbolisieren die Quintessenz. Buddhist.: Das Herz hat vier Richtungen, die zusammen mit seinem Zentrum fünf ergeben und für die Universalität stehen; das gleiche wird durch den von vier Inseln umgebenen Heiligen Berg symbolisiert. Es gibt fünf Tathagatas: Vairocana, den Sonnensproß, dessen Attribute das Rad, das Zentrum und die Farbe Weißsind; Akshobhya, den Unerschütterlichen mit dem vajra, der Osten, Blau: Ratnasambhava, der seinen Ursprung im Juwel hat, das Juwel, der Süden, Gelb; Amitabha, unermeßliches Licht, der Lotos, der Westen, Rot; Amoghasiddhi, die fehlerlose Vollendung, das Schwert, der Norden, Grün. Chin.: Es gibt fünf Elemente; Atmosphären; Zustände; Planeten; heilige Berge; Körner; Farben; Geschmacksvarianten, Gifte; mächtige Zauberer; Grundtugenden; Segnungen; ewige Ideale; Beziehungen der Menschen. Christl.: Die Fünf stellt den Menschen nach dem Sündenfall dar; es gibt fünf Sinne; Punkte des Kreuzes; Wunden Christi; Fische, die Fünftausend speisten; Bücher Moses. Griech./Röm.: Die Ehezahl, Liebe und Vereinigung; die Zahl der Venus, und Venusjahre sind in Gruppen zu je fünf gefaßt. Apollon hat als Gott des Lichts fünf Eigenschaften: Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwart, Ewigkeit und Einheit. Hinduist.: Die Fünfergruppe der Welt; die fünf Elemente der feinen und groben Zustände; die Grundfarben; Sinne; die fünf Gesichter Shivas und die zweimal fünf Inkarnationen Vishnus. Islam.: Die fünf Säulen der Religion; die fünf Arten der göttlichen Gegenwart; Grunddogmen; Taten; fünfmal tägliches Gebet. Jüd.: Stärke und Strenge; grundlegende Intelligenz. In der Kabbala bedeutet die Fünf Furcht. Pars.: In parsischen und mandäischen Riten eine bedeutsame Zahl, möglicherweise mit den fünf heiligen eingeschalteten Lichttagen. Pythag.: Der hieros gamos, die Ehe von Himmel und Erde; Licht; Apollon als Gott des Lichts und seine fünf Eigenschaften.

6 Sechs

&xnbsp;Gleichgewicht; Harmonie; die vollkommene Zahl innerhalb der Dekade: 1 + 2 + 3 = 6. Sie symbolisiert auch die Eiheit der Polarität, denn der Hermaphrodit wird durch die beiden ineinander verflochtenen Dreiecke repräsentiert, das aufwärts weisende als das männliche, das Feuer, die Himmel, und das abwärts weisende als das Weibliche, die Wasser und die Erde. Sechs bezeichnet auch die Liebe; Gesundheit; Schönheit; glücklichen Zufall; Glück; im Okzident ist die Sechs der Gewinnwurf beim Würfeln. Es gibt sechs Strahlen des Sonnenrades und die ineinander verflochtenen Dreiecke; der sechszackige Stern bzw. das Salomonssiegel stellt auch vollendetes Gleichgewicht dar. Chin.: Das Universum hat die Zahl Sechs, denn mit den vier Himmelsrichtungen und dem Oben und Unten hat es sechs Richtungen; es gibt sechs Sinne (das Denken ist der Sechste), der Tag und die Nacht haben je sechs Abschnitte. Christl.: Vollkommenheit; Vollendung; die sechs Tage der Schöpfung; Jüd.: Die sechs Tage der Schöpfung; Meditation; Intelligenz. In der Kabbala bedeutet sie Schöpfung und Schönheit. Pythag.: Glücklicher Zufall; Glück. Sumer.: Die sechs Tage der Schöpfung.

7 Sieben

&xnbsp;Die Zahl des Universums, des Makrokosmos. Vollständigkeit; eine Totalität. Da in ihr die Drei der Himmel und die Vier der Erde und des Körpers enthalten sind, ist sie die erste Zahl, die sowohl das Geistliche als auch das Weltliche umspannt. Sie bedeutet Perfektion; Sicherheit; Sichersein; Ruhe; Fülle; Reintegration; Synthese, auch Jungfräulichkeit, und damit ist sie die Zahl der Großen Mutter. Es gibt sieben kosmische Ebenen, Himmel, Höllen, große Planeten und Metalle der Planeten, Kreise des Universums, Strahlen der Sonne, Lebensalter des Menschen, Säulen der Weisheit, lunare Einteilungen des Regenbogens, Tage der Woche, Noten der Tonleiter, Weltwunder, usw. Der siebente Sonnenstrahl ist der Pfad, auf dem der Mensch von dieser Welt in eine andere hinübergeht. Der siebenköpfige Drache tritt in Indien, Persien, dem Fernen Osten, besonders in Kampuchea, sowie in keltischen und Mittelmeermythen auf.

Ägypt.: Die Priesterinnen der Hathor haben sieben Krüge; die sieben Töchter des Re machen sieben Knoten in ihre sieben Tuniken; die sieben Falken des Re sind die sieben Weisen; sieben Kühe mit dem Bullen stellen zusammen Fruchtbarkeit dar; es gibt sieben Häuser der Unterwelt mit dreimal sieben Toren. Die Zahl ist Osiris heilig. Alchimist.: Es sind sieben Metalle an dem Werk beteiligt. Astrolog.: Die sieben Sterne des Großen Bären sind ¼unzerstörbar«, d.h., sie sind das ganze Jahr über zu sehen. Es gibt sieben Plejaden, Große Planeten, Sonnenstrahlen. Buddhist.: Die Zahl des Aufstiegs und des Aufsteigens zum Höchsten und des Erreichens des Zentrums. Die sieben Schritte Buddhas symbolisieren den Anstieg der sieben kosmischen Ebenen, die Raum und Zeit transzendieren. Die siebenstöckige prasada von Borobodur ist ein Heiliger Berg und eine axis mundi, die im transzendenten Norden kulminiert und dirt das Reich Buddhas erreicht. Chin.: Es gibt sieben Feen und sieben Tiergeister. Christl.: Der siebente Strahl in der Mitte der sechs Strahlen der Schöpfung repräsentiert Gott. Es gibt sieben Sakramente; Gaben des Geistes; die sieben theologischen und Grundtugenden; Todsünden; Stufen, bzw. Berge im Höllenfeuer; freie Künste; Kristallkugeln, in denen sich die Planeten befinden; große Propheten; Engel der Göttlichen Gegenwart; durch Christus ausgetriebene Teufel; Zeiten des Fastens und der Buße; Freuden und Schmerzen Mariae; Meister der Christenheiten; Konzile der frühen Kirche; der siebente Tag nach den sechs Tagen war einer der Ruhe. Im Alten Testament gibt es die sieben Altäre von Baalam; Ochsen und Widder für die Opferung; Posaunen; Umkreise Jerichos; siebenmal badete Naaman im Jordan; die Sieben ist die Zahl von Samsons Fesseln; das durch Elisha von den Toten auferweckte Kind nieste siebenmal; die Arche ruhte im siebenten Monat, und die Taube wurde am siebenten Tag ausgesandt. Griech. / Röm.: Dem Apollon heilig, dessen Lyra sieben Saiten hat, und der Athene / Minerva und dem Ares / Mars; Pan hat sieben Flöten; es gibt die sieben weisen Männer Griechenlands. Hinduist.: Es gibt die sieben Juwelen der Brahmanas und der Sage nach sieben Götter vor der Sintflut, und sieben Männer wurden vor ihr errettet. Islam.: Die erste vollkommene Zahl; es gibt sieben Himmel, Klimate, Erden und Meere, Farben, Propheten, aktive Kräfte, Zustände und Situationen des Herzens; die Ka'aba wird siebenmal umgangen. Jüd.: Geheime Intelligenz. Es gibt sieben große Festtage im jüdischen Jahr; die Menorah hat sieben Arme; den Tempel zu bauen, dauerte sieben Jahre, es gibt sieben Säulen der Weisheit. Magie: Man bindet sieben Knoten in ein Seil, um durch Zauber zu fesseln; und Zauberformeln werden siebenmal gesprochen. Mithrazist.: Die Höhle des Mithras hat sieben Türen und Altäre und eine Leiter mit sieben Sprossen, die die sieben Stufen der Einführung in die Mysterien symbolisieren. Pythag.: Die kosmische Zahl, da sie die Drei des Himmels und die Vier der Welt enthält; der Gott der Welt; Vollkommenheit. Sumero-semit.: Es gibt sieben Abschnitte des Mondes und Tage der Woche. ¼Du sollst scheinen mit Hörnern, um sechs Tage zu bestimmen, und am siebenten mit einer halben Krone«, wodurch der siebente in Gegensatz zur Sonne gebracht wird und Dunkelheit und Unheil symbolisiert, und deshalb ist es gefährlich, am siebenten Tag irgendetwas zu unternehmen, der zu einem Tag der Ruhe wird. Es gibt sieben Zonen der Erde; Himmel, symbolisiert durch die Stufen des Ziqqurats; Zweige des Lebensbaumes, von denen jeder sieben Blätter hat; Tore der Hölle; Dämonen der Tiamant und Winde, sie zu zerstören; Farben, Siegel; Schicksalsmächte.

Alle sieben Jahre ändert sich der Mensch, sagt der Volksmund. Sprichwörtlich packt man "seine sieben Sachen". Die erste vollkommene Zahl im Islam: sieben Himmel, Klimate, Erden und Meere, Farben, Propheten, aktive Kräfte, Zustände und Situationen des Herzens. Die Zahl des Universums, des Makrokosmos. Da in ihr die Drei der Himmel und die Vier der Erde und des Körpers enthalten sind, ist sie die erste Zahl, die sowohl das Geistliche als auch das Weltliche umspannt. Sie bedeutet Heilung, Sicherheit, Sichersein, Ruhe, Fülle, Vollständigkeit, Synthese.Sieben Chakren. Sieben freie Künste: Grammatik, Rhetorik, Dialektik und Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik. Es gibt sieben kosmische Ebenen, Himmel, Höllen, große Planeten und Metalle der Planeten, Kreise des Universums, Strahlen der Sonne, Lebensalter des Menschen, Säulen der Weisheit, lunare Einteilungen des Regenbogens, Tage der Woche, Weltwunder. Der siebente Sonnenstrahl ist der Pfad, auf dem der Mensch von dieser Welt in eine andere hinübergeht. Sieben Töne der Tonleiter (c, d, e, f, g, a, h).

Antikes Griechenland: Geburt, Tod, Magie, Gott Poseidon. Dem Apollon heilig, dessen Lyra sieben Saiten hat, und der Athene / Minerva und dem Ares / Mars; Pan hat sieben Flöten; es gibt die sieben weisen Männer Griechenlands

Bibel: Sieben Schöpfungstage, Sieben Kardinaltugenden. Sieben Todsünden. Sieben Sakramente. Im Alten Testament gibt es die sieben Altäre von Baalam, Ochsen und Widder für die Opferung. Das Buch mit sieben Siegeln.

Babylon: Zahl der Gestirne, sieben kosmische Türme mit sieben Stufen, sieben Locken des Gilgamesch, sieben Zweige des Lebensbaums, sieben Plejaden

Buddhistisch: Die Zahl des Aufstiegs und des Aufsteigens zum Höchsten und des Erreichens des Zentrums. Die sieben Schritte Buddhas symbolisieren den Anstieg der sieben kosmischen Ebenen, die Raum und Zeit transzendieren.

8 Acht

&xnbsp;Im Bereich des Spirituellen ist die Acht das Ziel des Eingeweihten, der durch die sieben Stufen oder Himmel gegangen ist, und somit ist sie die Zahl des wiedergewonnenen Paradieses; Regeneration; Auferstehung; Glückseligkeit; vollendeter Rhythmus; der achte Tag schuf den neuen Menschen voller Anmut. Nach den sieben Tagen des Fastens und der Buße wird der achte Tag der der Fülle und Erneuerung. Als 7 + 1 ist sie die Zahl der Oktave und des Wiederbeginns. Es gibt acht Wind- und dazwischenliegende Richtungen des Raumes. Acht stellt auch die Gegensatzpaare dar. Das Achteck ist der Beginn der Transformation des Quadrates in den Kreis und umgekehrt. Acht ist eine kaiserliche Zahl (achteckig sind der Grundriß der Reichskrone, der Innenraum der Pfalzkapelle Aachen, das Kaiserschloß Castel del Monte in Apulien).

Ägypt.: Die Zahl des Thot. Buddhist.: Erfüllung aller Möglichkeiten. Es gibt acht Glückszeichen. Chin.: Das Ganze; alle Möglichkeiten in der Manifestation; Glück. Das Ba Gua ist das Schema, das die acht Trigramme und Gegensatzpaare bezeichnet, in der Regel in einem Kreis angeordnet, dessen Peripherie Raum und Zeit symbolisiert. Es gibt acht Freuden der menschlichen Existenz. Christl.: Regeneration; Wiedergeburt. Das Taufbecken ist achteckig, symbolisch als Ort der Wiedergeburt. Es gibt acht Seligpreisungen. Daoist.: Alle Möglichkeiten in der Manifestation, und das Ba Gua repräsentiert die in der phänomenalen Welt wirkenden Kräfte. Es gibt acht daoistische Genien bzw. Unsterbliche. Hermet.: Die magische Zahl des Hermes. In der hermetischen Theologie gibt es einen höchsten Gott Thot/Hermes, den Erfinder der Zahlen und der Geometrie, und acht Nebengötter. Hinduist.: 8 x 8 ist die Ordnung der auf Erden errichteten Himmelswelt. Tempel sind nach dem Vorbild des Mandala gebaut, auf der Grundlage der 8 x 8 - Symbolik. Es gibt acht Weltgegenden, Sonnen; abschnitte des Tages; Chakras. Islam.: Der Thron, der die Welt umschließt, wird von acht Engeln gehalten, die sowohl den acht Teilen des Raumes als auch den acht Teilen des Raumes als auch den acht Gruppen von Buchstaben im arabischen Alphabet entsprechen. Japan.: Acht sind die ¼Vielen«; es gibt acht Götter in den Himmeln. Jüd. (Kabbala): Vollkommene Intelligenz; Glanz; der Zahlenwert von IHVH, die ¼Zahl des Herrn«. Der Tempel wurde am achten Tag geweiht. Platon.: Nach Plato gibt es acht Sphären unterschiedlicher Farben, die die leuchtende Himmelssäule umgeben. Pythag.: Solidität, Stabilität. Sumero-semit.: Die magische Zahl von Nebo.

Im Bereich des Spirituellen ist die Acht das Ziel des Eingeweihten, der durch die sieben Stufen oder Himmel gegangen ist, und somit ist sie die Zahl des wiedergewonnenen Paradieses. Der achte Tag schuf den neuen Menschen voller Anmut. Nach den sieben Tagen des Fastens und der Enthaltsamkeit wird der achte Tag der der Fülle und Erneuerung. Das Achteck ist der Beginn der Transformation des Quadrates in den Kreis und umgekehrt.Die Acht ist die doppelte Vier und die zweifach potenzierte Zwei und beinhaltet damit auch die Qualitäten dieser Zahlen in erweiterter Form. Sie ist eine Zahl, die zwar selbst keine besondere Dynamik innehat, die aber als ruhendes Zentrum inmitten der Bewegung liegt, was sich etwa in dem buddhistischen Rad der Erlösung mit seinen acht Speichen zeigt. Das Zeichen ∞ stellt eine endlose Umschlingung dar und bedeutet die Unendlichkeit, die Lemiskate.

9 Neun

&xnbsp;Aus dem allmächtigen 3 x 3 bestehend, ist sie die dreifache Triade; Vollendung; Erfüllung; Anfang und Ende; das Ganze; eine Himmels- und Engelszahl; das irdische Paradies. Es ist eine ¼unzerstörbare« Zahl. Neun ist auch die Zahl des Kreisumfangs, daher seine Einteilung in 90 Grad und in 360 Grad für den vollständigen Umkreis. Sie wird durch die Figur der beiden Dreiecke symbolisiert, die wiederum ein Symbol der Prinzipien des Männlichen und Weiblichen, von Feuer und Wasser, Berg und Höhle ist. Buddhist.: Die höchste spirituelle Macht; eine himmlische Zahl. Chin.: Himmlische Macht, denn das 3 x 3 ist die glückbringendste aller Zahlen. Sie stellt auch die acht Richtungen mit dem Zentrum als dem neunten Punkt dar, was bedeutet: in der Halle des Lichts. Es gibt neun große soziale Gesetze und Beamtenklassen. In der Landaufteilung für feng shui gibt es acht äußere Quadrate für die Kultivierung des Landes durch Pächter, und das mittlere und neunte ist ein ¼Gottesacker«, der Shang-ti, dem höchsten Herrscher geweiht ist; es wird auch ¼Kaiserfeld« genannt, was seine Position als himmlische Machtübertragung andeutet. Christl.: Die Neun kommt in der christlichen Symbolik wenig vor. Es gibt dreifache Triaden von Engelschören und neun Sphären und Ringe um die Hölle. Griech. / Röm.: Es gibt neun Musen. Hind.: Die Zahl des Agni, Feuer; das Quadrat der Neun bildet das aus 81 Quadraten bestehende Mandala, führt zum Universum und schließt es ein. Jüd.: Reine Intelligenz; Wahrheit, da sie sich selbst reproduziert, wenn sie multipliziert wird. In der Kabbala symbolisiert sie Grundlegung. Kelt.: Eine äußerst bedeutungsvolle Zahl in der kelt. Tradition; eine Zahl des Zentrums, denn die acht Richtungen und das Zentrum ergeben neun. Die dreifachen Göttinnen sind dreimal drei; es gibt neun keltische Jungfrauen, die Bridgit begleiten; die Neun steht in Verbindung mit den Beltaner Feuerriten, welche von 81 Männern gepflegt wurden, jedesmal neun. Maya: Es gibt neun Unterwelten, und jede wird von einem Gott beherrscht. Pythag.: Die Grenze der Zahlen, denn alle anderen existieren in ihr und kehren in ihr wieder. Skandin.: Odin/Wotan hing neun Tage und Nächte lang auf der Weltesche Yggdrasil, um die Geheimnisse der Weisheit für die Menschheit zu erkennen. Skeldi, die nordische Persephone, die Göttin des Schnees, lebte drei Monate in einem Berg und neun Monate an Niords Meer. Neun ist in der skandinavisch-germanischen Symbolik die heilige Zahl.

Die zweite vollkommene Zahl in der ersten Dekade. Die dreifache Triade, Vollendung, Erfüllung, Anfang und Ende, das Ganze, das irdische Paradies. Numerologisch betrachtet ist die 9 auch deshalb besonders, da die Quersumme einer mehrstelligen Zahl, die eine 9 enthält, immer die Summe der restlichen Zahlen ergibt (Beispiel: 199 = 19 = 10 = 1), d.h. bei der Berechnung der Quersumme, kann man die 9 "streichen". Auch ist die 9 die einzige Zahl, deren Multiplikationsergebnisse immer die Quersumme 9 haben.Diese Zahl bleibt immer erhalten und bleibt immer sie selbst. Die dreifache Drei ist eine Erweiterung, die beispielsweise aus der älteren Dreiheit der Musen deren neun machte. Neun Tage und Neun Nächte dauerte die Deukalische Flut, mit der Zeus die erste Menschheit auslöschte und die nur Deukalion und Pyrrha überlebten. Unser Sonnensystem umfaßt nach derzeitigem Stand der Wissenschaft neun Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Neun Monate währt beim Menschen die Schwangerschaft.

10 Zehn

Die Zehn symbolisiert Ganzheit und Vollständigkeit. Sie schließt die Zahlenreihe eins bis zehn ab. Es sind dies die wichtigsten Zahlen, die jeder an den Fingern abzählen kann, und die Grundzahlen, mit denen jede weitere Rechnung möglich ist. Die Zahl des Kosmos; das Paradigma der Schöpfung. Die Dekade enthält alle Zahlen und folglich alle Dinge und Möglichkeiten; sie ist die Wurzel bzw. der Wendepunkt allen Zählens. Sie ist das alles Umschließende; Gesetz; Ordnung; Herrschaft. Der Tetraktys 1 + 2 + 3 + 4 = 10 symbolisiert Göttlichkeit. Zehn basiert auf den beiden Händen, bedeutet Vollständigkeit und ist die Grundlage allen Zählens. Ihre höheren Bereiche der Vollständigkeit - 100 und 1000 - sind die Grundlage aller hinduistischen Kosmologie und in China symbolisieren die Zehntausend Dinge, d.h. das Unzählbare, die gesamte Manifestation. Zehn ist auch die Zahl der Vollendung von Reisen und der Rückkehr zum Ausgangspunkt: Odysseus wanderte neun Jahre und kehrte im zehnten heim; Troja war neun Jahre belagert und fiel im zehnten. Sie ist ebenfalls die Summe der Zahl Neun des Kreisumfangs plus eins des Zentrums, folglich Vollkommenheit. Sie wird auch durch den Maibaum symbolisiert: die Eins der Achse mit dem Kreis, der rund um diese getanzt wird. Chin.: Dargestellt durch ein Kreuz, das zentral durch das Schriftzeichen chi gebildet wird und das Ich symbolisiert, das in beide Richtungen weist und sowohl yin als auch yang ist; die vollkommene Figur. Die Zehn Himmlischen Stämme (Kan) stehen möglicherweise im Zusammenhang mit den Namen der Zehntagewoche auf der Grundlage der üblichen zyklischen Berechnung .

Christl.: Es gibt die zehn Gebote; die Gleichnisse mit den zehn Lampen, Jungfrauen und Talenten. Der Zehnte war Gott zu zollen. Hinduist.: Die höheren Stufen der Zehn, d.h. 100 und 1000, sind die Grundlage der gesamten hinduistischen Kosmologie. Islam: Die Abgabe des Zehnten ist von großer Bedeutung (Almosen). Jüd.: In der Kabbala ist sie der Zahlenwert für yod, das Ewige Wort, den ersten Buchstaben des göttlichen Namens; widerscheinende Intelligenz; göttliche Unterstützung; der Dekalog; das Königreich; die Zehn Namen Gottes; die Zahl der Sepiroth, die Sphären bzw. Emanationen des Ain Soph, in der Regel symbolisiert durch den Lebensbaum; das erste ist die Monade, die erste Ursache der anderen neun, welche aus drei Trinitäten zusammengesetzt sind, jede ein Abbild der ursprünglichen Dreiheit der männlichen, weiblichen und der vereinigenden Intelligenz; der zehnte, Adonai, stellt die mystische Rückkehr zur Einheit dar. Im Tempel Salomons gab es zehn Becken, Tische und Leuchter; die Cherubim waren zehn Ellen groß, und zehn Leviten hielten den Gottesdienst vor der Arche. Pythag.: Die Monade, der Wiederbeginn einer Reihe und unendliche Ausdehnung; Vollkommenheit. Röm.: Die Zahl wird durch das X ausgedrückt, die vollendete Figur; Vollendung. Sumero-semit.: Der zehnte Tag des Frühlingsfestes wurde mit einer Prozession begangen, an der alle Götter beteiligt waren.

Die Zahl des Kosmos - das Paradigma der Schöpfung. Die Dekade enthält alle Zahlen und folglich alle Dinge und Möglichkeiten. Sie ist die Wurzel bzw. der Wendepunkt allen Zählens. Sie ist das alles Umschließende, Gesetz, Ordnung, Herrschaft. Der Tetraktys 1 + 2 + 3 + 4 = 10 symbolisiert Göttlichkeit. Zehn basiert auf den beiden Händen, bedeutet Vollständigkeit und ist die Grundlage allen Zählens.Zehn Namen Gottes, Zehn Erzengel. Die Zahl der Sepiroth, die Sphären bzw. Emanationen des Ain Soph, in der Regel symbolisiert durch den Lebensbaum, die erste Ursache der anderen neun, welche aus drei Trinitäten zusammengesetzt sind, jede ein Abbild der ursprünglichen Dreiheit der männlichen, weiblichen und der vereinigenden Intelligenz und stellt die mystische Rückkehr zur Einheit dar. (Siehe Zahlen).

11 Elf

Sünde, Übertretung. Gefahr. Da die Zehn die vollendete Zahl und das Gesetz ist, stellt die Elf die Überschreitung von beiden dar. Die Elf geht einen Schritt über die vollkommene Zehn hinaus, zur nächsten Vollzahl, der Zwölf, fehlt ihr ein Schritt. Die Elf markiert mithin einen Ausbruch aus einem geschlossenen System.Die Elf gilt in moderner Numerologie als Meisterzahl. Sie ist Summe aus der Eins, der Zahl der Schöpfung und des Willens, und der Zehn, der Zahl des Durchbruchs. Auch alle Produkte der 11 (22, 33, 44...) gelten als Meisterzahlen. Sie bedeutet auch Gleichgewicht und Kraft. Weil Judas nach Verrat und Tod ausfällt, muss ein Ersatz hinzu bestimmt werden, um den Zwölferkreis wiederherzustellen. Die biblischen Zehn Gebote, die Elf markiert damit den Schritt über die Gebote Gottes hinaus und damit in das Reich der Sünde. Die Elf Brüder Josefs dem Träumer. Babylon: Die elf Strahlen Marduks, die elfsaitige Harfe aus Telloh.&xnbsp; Yoruba Religion: Macht über das sexuelle Begehren, Vermittlung von Botschaften der Menschen an die Orishas

12 Zwölf

Wie die Zahl Zehn, so symbolisiert auch die Zahl Zwölf Vollständigkeit und Geschlossenheit. Bis vor etwa fünfzig Jahren wurde auch in Europa noch nach dem Zwölfersystem gerechnet. In der Zahlenmystik ist die Zwölf eine heilige Zahl. Denken Sie an die Zwölf Apostel, die zwölf Tore des Neuen Jerusalem als Stadt des mystischen 1000 jährigen Reiches, die zwölf Tierkreiszeichen als Symbole der früheren Sternengottheiten. Besonders günstig ist es, wenn der Zwölf oder einer Zwölfzahl von Personen die Eins als belebendes Element gegenübertritt. Dann symbolisiert die Eins einen schöpferischen Neubeginn oder für die entsprechende Person die Qualität des Führers der Gruppe. &xnbsp;Die Zwölfheit ist ein vollständiger Zyklus; kosmische Ordnung. Als 3 X 4 ist sie sowohl geistliche als auch weltliche Ordnung, das Esoterische und das Exoterische. Es gibt die zwölf Zeichen des Tierkreises und Monate des Jahres, von denen sechs männlich und sechs weiblich sind; zwölf Stunden des Tages und der Nacht; Früchte des Lebensbaumes usw.; es gibt auch die zwölf Tage der Rückkehr zum Chaos zur Zeit der Wintersonnenwende, wenn die Toten zurückkehren, wie sie in den Saturnalien in Rom und den zwölf Tagen nach Weihnachten gefeiert wurden; diese Feierlichkeiten sind ebenfalls in der vedischen, chinesischen, heidnischen und europäischen Symbolik zu finden. Die Tage sollen den meteorologischen Verlauf der zwölf Monate des kommenden Jahres vorhersagen.

Ägypt.: Es gibt zwölf Höllentore, in denen Re die Stunden der Nacht verbringt. Buddhist. (Lamaist.): Es gibt zwölf Mitglieder des Rates des Dalai Lama. Chin.: Die zwölf Erdstämme - Tierkreis. Christl.: Es gibt zwölf Früchte des Geistes; Sterne für die Stämme Israels und die Apostel; Tore und Grundsteine der Heiligen Stadt; Tage nach Weihnachten. Griech./Röm.: Herodot spricht von zwölf Olympischen Göttern und Göttinen. Hesiot erwähnt zwölf Titanen. Zwölf ist auch die Zahl der Gesetzestafeln und der Tage und Nächte der Saturnalien. Hermet.: Es gibt zwölf Monate des Jahres und zwölf Plagen. Jüd.: Es gibt zwölf Früchte des Lebensbaumes; Tore der Himmlischen Stadt; Brote auf der Tafel im Tempel, welche die zwölf Monate des Jahres darstellten; Edelsteine auf Aarons Brustschild; Stämme Israels; Söhne Jakobs. Kelt.: Es gibt zwölf Paladine bzw. Ritter Karls des Großen und Ritter der Tafelrunde. Mithrazist.: Mithras hatte zwölf Schüler. Röm.: Zwölf flamines minores folgten dem Pontifex Maximus bei heiligen Riten. Sumero-semit.: Es gibt zwölf Tage des Kampfes zwischen Chaos und Kosmos.

Ein vollständiger Zyklus. Die kosmische Ordnung. Als 3 x 4 ist sie sowohl geistliche als auch weltliche Ordnung, das Esoterische und das Exoterische. Es gibt die zwölf Zeichen des Tierkreises, zwölf astrologische Häuser, und Monate des Jahres. Zwölf Stunden des Tages und der Nacht. Zwölf Früchte des Lebensbaumes. Aus einem Dutzend bestehen mehrere sakrale Kollegien.Es gibt auch die zwölf Tage der Rückkehr zum Chaos zur Zeit der Wintersonnenwende, wenn die Toten zurückkehren, wie sie in den Saturnalien in Rom und den zwölf Tagen nach Weihnachten gefeiert wurden. In der Zwölf sind viele heilige Zahlen enthalten: Die Drei und die Vier (3 x 4), die Fünf und die Sieben (7 + 5). Sie ist daher in vielen Kulturen eine heilige Vollzahl.

Antikes Griechenland:&xnbsp; Herodot spricht von zwölf Olympischen Göttern und Göttinen. Hesiot erwähnt zwölf Titanen. Zwölf ist auch die Zahl der Gesetzestafeln und der Tage und Nächte der Saturnalien.

Bibel: Es gibt zwölf Früchte des Geistes; Sterne für die Stämme Israels und die Apostel, Tore und Grundsteine der Heiligen Stadt

Yoruba Religion:&xnbsp; Krieg, Kraft, Männlichkeit, Blitz und Donner (Siehe Zahlen, Kosmos, Ordnung)

13 Dreizehn

&xnbsp;Im Christentum gibt es dreizehn Tenebrae bzw. Fastenleuchter, Kerzen, die, eine nach der anderen gelöscht werden und so die Dunkelheit auf Erden bei Christi Tod symbolisieren. Dreizehn wird als Unglückszahl angesehen, da sie die Zahl des Judas Ischarioth bei Jesus und den zwölf Jüngern ist; sie ist ebenfalls die Zahl einer Hexenhöhle. Es gibt dreizehn Himmel bei den Maya, die jeder von einem Gott beherrscht werden. Dreizehn ist eine besondere Zahl im Kalender der Azteken, der in Dreizehn-Tage-Perioden eingeteilt ist; sie war auch die Zahl, die in der Wahrsagerei benutzt wurde. Die 13 steht für Umbruch, Transformation, wovor sich die Menschen naturgemäß fürchten. Im Tarot ist der dreizehnte der Trümpfe die Karte Tod. Es soll 13 Kristallschädel geben, Artefakte aus Mesoamerika, denen nach indianischen Legenden höchste spirituelle Eigenschaften innewohnen sollen und die außerirdische Existenzen zur Erde gebracht hätten.

Bibel:&xnbsp; Im Christentum gibt es dreizehn Tenebrae bzw. Fastenleuchter, Kerzen, die, eine nach der anderen gelöscht werden und so die Dunkelheit auf Erden bei Christi Tod symbolisieren. Dreizehn wird als Unglückszahl angesehen, da sie die Zahl des Judas Ischarioth bei Jesus und den zwölf Jüngern ist.

(Siehe Kristallschädel, Tarot, Transformation)

20 Zwanzig

&xnbsp;Als die Summe von Fingern und Zehen hat die Zwanzig die Bedeutung des ganzen Menschen, und man zählt nach Zwanzigergruppen.

33 Dreiunddreißig

Diese Zahl legte die Anzahl der Tage festgelegt, die eine Frau nach der Geburt zu Hause bleiben sollte. Sie durfte in dieser Zeit nicht den Tempel aufsuchen und auch nichts Geweihtes berühren. Die Anzahl der Kinder, die Jakob in Paddan-Aram von seinen beiden Frauen geboren wurden. 33 Jahre dauerte die Regierungszeit König Davids in Jerusalem. Zahl der Vollendung, Das vermeintliche Alter Christi.

(siehe Christus, Vollendung)

40 Vierzig

&xnbsp;Prüfung; Bewährungsprobe; Initiation; Tod. Als ein Vielfaches von vier ist sie Ganzheit und Totalität. Die Bedeutung der ¼Vierzig Tage« stammt wahrscheinlich aus dem vierzigtägigen Verschwinden der Plejaden in Babylonien, einer Zeit des Regens und Sturms, der Überschwemmungen und Gefahren. Die Wiederkehr der Plejaden war eine Zeit der Freude, und ein Bündel aus vierzig Schilfrohren wurde als Symbol für die vierzig Tage der bösen Macht verbrannt. Die römische ¼Qua-rantäne« hielt die Schiffe vierzig Tage in Isolation. Verschiedene Tempel in Persien, Baalbek, bei den Druiden und die Tempel bei Hesekiel hatten vierzig Säulen. Ägypt.: Die vierzig Tage des Todes und des Fernbleibens von Osiris sind eine Zeit des Fastens. Christl.: Es gibt vierzig Tage der Fastenzeit, von Christi vierzig Tagen in der Wüste her; Tage der Auferstehung, von Ostern bis Himmelfahrt; Zeit des Vorrechts bzw. Schutzes an heiliger Stätte. Im alten Testament gibt es die vierzig Tage Moses' auf dem Berge Sinai; Elia hielt sich vierzig Tage lang verborgen; die Sintflut; Zeit der Prüfung für Ninive unter Jona; die vierzig Jahre, die die Juden durch die Wüste wanderten; unter dem Joch der Philister; Herrschaft Davids; Herrschaft Salomos; Eli, Israel richtend; Hesekiel duldete die Frevelhaftigkeit Israel vierzig Tage. Islam.: Die Zahl der Verwandlung und des Todes, aber auch der Aussöhnung und der Rückkehr zur Lehre. Mohammed empfing seinen ¼Ruf« im Alter von vierzig Jahren. Mithrazist.: Vierzig wird als die Anzahl der Tage von Initiationsriten, von Festen und Opfern angesehen.

Astronomisch gesehen verschwinden die Plejaden 40 Tage lang hinter der Sonne. In Ägypten plante man nach dem astrologischen Vierzigerschema den Erntekalender. Ausserdem deutete man in Ägypten die vierzig Tage des Todes und des Fernbleibens von Osiris als eine für das Fasten vorgeschriebene Zeit. Im Islam steht vierzig für die Verwandlung und den Tod, vierzig Tage ist gewöhnlich die Zeit, nach der bei einem Todesfall des Toten gedacht wird.

Antikes Griechenland:&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp; Der Dichter Hesiod in der Theogonie: "Da strömt von unermüdlichen Lippen 40 Ihnen der süße Gesang".

Bibel:&xnbsp; Vierzig Jahre entsprechen ungefähr der Dauer einer Generation des Menschen. Von daher hat die Zahl wohl eine große Bedeutung erlangt. 40 Söhne des Abdon, Richters Israels. 40 Jahre in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten. Gideon ließ die Posaune blasen und das Land war vierzig Jahre still. 40 Tage Versuchung Jesu in der Wüste. Mose war 40 Tage auf dem Sinai (Berg Sinai) um die Gesetzestafeln von Gott in Empfang zu nehmen. Elia war 40 Tage unterwegs, um Gott am Horeb zu begegnen. Jesus zeigte sich nach der Auferstehung vierzig Tage seinen Jüngern. 40 wird zur Zahl der Flucht, aber auch zur Zahl der Erwartung und der Vorbereitung: 40 Tage dauerte die Sintflut. 40 Jahre dauerte die Wüstenwanderung des Volkes Israel von Ägypten ins gelobte Land. 40 Tage fastete Jesus, bevor er mit seinem öffentlichen Reden und Wirken begann. 40 Tage liegen zwischen Ostern und Himmelfahrt Christi, was den völligen Wesenswandel symbolisiert. 40 Tage dauert in der Kirche die Fastenzeit vor hohen Festen: der Passionszeit vor Ostern und der Adventszeit vor Weihnachten.

Babylon:&xnbsp;&xnbsp; Die Symbolzahl Enkis, der Gottheit des Lebens, des Wassers und der Flut.

50 Fünfzig

&xnbsp;Nach der Vollendung des Kreises von 7 X 7 Jahren wird das fünfzigste ein großes Jahr, ein Jubiläumsjahr, eine Rückkehr zum Anfang und zum Urzustand und so ein Neubeginn. Fünfzig Tage nach Ostern ist Pfingsten.

60 Sechzig

Die Zahl der Zeit in Minuten und Sekunden. Als dreimal zwanzig ist sie eine ¼runde Zahl«. Sie kommt häufig in Sagen vor. In Ägypten stand sechzig für Langlebigkeit. Sie ist die chinesische Zahl, ein ¼Sechziger-Zyklus«, im Westen als ¼Chinesischer Zyklus« bekannt. Durch das wechselseitige Ineinandergreifen der Zehn Erdstämme (chih) wird im sechzigsten Jahr ein vollständiger Kreis mit allen seinen Kombinationen geschlossen, dann wiederholt er sich. Sechs Kreise umfassen annähernd ein Tropenjahr.

70 Siebzig

&xnbsp;In der Symbolik der Kabbala sind die siebzig Arme des Kandelabers die Dekane, die zwölf Abschnitte des Tierkreises der sieben Planeten zu je zehn. Siebzig ist die dem menschlichen Leben zugemessene Zeitspanne.

666

Ambivalent, sowohl die ¼Zahl des Tiers« als auch die Zahl Hakathriels, des Engels der Hoheit. Im Christentum ist sie das Zeichen des Tieres, der Antichrist. In der Kabbala ist es die Zahl von Sorath, dem solaren Dämon, der dem Erzengel Michael gegenübersteht. Sie ist die solare Zahl, die Summe des Quadrats der Sonne, eine Grundzahl der heiligen Geometrie.

Diese Zahl hat die Fantasie von Generationen genährt: "Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl" (Offenbarung 13,18). So schreibt Johannes in seiner Offenbarung und es wurde seit Jahrhunderten versucht diese Zahl mit einem Menschen in Verbindung zu bringen. Doch scheint fast alles möglich, dieser Zahl eine Person zuzuordnen. Darunter Papst Leo X, Luther und weitere. Aus dem Kontext dieses Bibelabschnittes betrachtet, ist die Zahl jedoch in Bezug auf Reichtum bzw. das Gold sehr interessant, denn das Sonnen- bzw. Goldsiegel (magisches Quadrat 6x6) ergibt 111, welches man mit dem numerologischen Wert, nämlich der Sechs, des selben multipliziert 666 erhält. In der Offenbarung des Johannes (Offenbarung 13,18) des neuen Testaments, ist sie die Zahl des Tieres und die Zahl eines Menschen. Nach dem alten Testament, soll der Reichtum Salomos jährlich sechshundertsechsundsechzig Zentner Gold betragen haben (Könige 9, 14).

Zähne

Die Funktion der Zähne ist es, die Nahrung zu ergreifen und zu zerkleinern. Das ist ein aggressiver, doch lebensnotwendiger Vorgang. Auf eine positive Aggressivität im Sinne der Lebensvitalität deuten auch Zahnträume.

Zwerg

Mit dem Ausfallen der Zähne im Alter verbindet sich das Bild eines Potenzverlustes. Dieser Hinweis kann sich auf alle Bereiche erstrecken, auch auf die Sexualität. (Siehe Amputation)

Zunge

Die Zunge ist das Organ der menschlichen Sprache. Im Traum signalisiert sie den befruchtenden und schöpferischen Aspekt des Geistigen, Zungenküsse im Traum haben keine sexuelle Bedeutung. Mit einem solchen Bild signalisiert das Traumbewusstsein dem Träumer die Notwendigkeit einer Vereinigung mit der betreffenden Traumperson oder der Annahme des durch diese Person verkörperten Problems. (Siehe Kuss)

Zwerg

In den meisten Märchen wie beispielsweise dem von den Heinzelmännchen tauchen die Zwerge als Helfer des Menschen auf Diese hilfreiche Symbolbedeutung haben Zwerge auch im Traum. Der Zwerg mit der Kapuze hat eine erotische Bedeutung. (Siehe Daumen,&xnbsp; Schatz)